Addicted, Teil 4a/?
Autor: rachiel (famyhein@t-online.de)
Disclaimer: alles meiner eigenen Fantasie entsprungen
Warnung: LIME!!! (jaja, zwischen wem wohl???)
Bewertung: ab 17 (glaub ich zumindest Q_Q)
Vielen Dank an all die lieben Leute, die mir geschrieben haben, die wären:
Ri-chan, Kiki, Angie, Sayu-chan, und Imani! Riesen DANKESCHÖN und ich hoffe ich
enttäusche euch nicht und ihr bleibt mir treu! ^^
Okay, ich glaube, man hat schon gemerkt, dass ich in der Zeit ein wenig hin und
herspringe, d.h. der 3.Teil mit Joel greift schon vor, und spielt so ca. 3 Tage
nach Lionels Ankunft bei der Polizeistation.
Ich hoffe es ist trotzdem verständlich, wenn nicht, schreibt mir!
Hier also der 4.Teil, der unmittelbar im 1.Teil spielt.
Außerdem ein neuer Charakter, aus dessen Sichtweise ich in der "Ich-Form"
schreibe, da er so besser rüberkommt (er ist ein arrogantes Arschloch ^__^).
Blabla, have Fun!
*-*Rückkehr*-*
Arrgh, wie ich solche 'Schweigeaktionen' doch hasste! Wäh, einfach widerlich.
Wenigstens musste ich die Leiche nicht auch noch wegschaffen, sondern nur die
Leitung übernehmen und festlegen, in welcher 'Pose' sie am besten aussieht.
Ich lächelte leicht ironisch, als ich an meine Idee mit den Nägeln dachte.
Ja, ich war schon irgendwie abartig, aber zumindest der Tötungsablauf war nicht
von mir festgelegt, sondern eine feste Regel bei den 'Black Dragons'.
Lässig wischte ich mir ein paar Strähnen meiner dunklen Haare aus dem Gesicht,
und schob mir schließlich die schwarze Sonnenbrille auf den Kopf, um sie dort
festzuhalten.
Außerdem war es sowieso zu dunkel für Sonnenbrillen, Regeln hin oder her.
Sie galten sowieso nicht alle für mich. Schließlich war ich der zweite Mann,
der persönliche Bodyguard meines Chefs. Auch wenn das irgendwie verrückt klang.
Schließlich war ich ein Jahr lang nicht mehr an seiner Seite gewesen, nur um die
dreckigsten Banden im Untergrund auf unsere Seite zu bringen, oder auszulöschen.
Ich wäre der richtige und einzigste Mann dafür, toll.
Natürlich wusste ich, dass ich mehr als nur qualifiziert dafür war, mich in
Untergruppen einzuschleusen und sie von meinem Boss und den 'Black Dragons'
zu überzeugen, oder auch, wenn es nicht anders ging, unsere Gegner aus dem Weg
zu schaffen.
Ich hatte das ja nun auch mit Bravour erledigt. Aber es ärgerte mich trotzdem.
Es fing an zu nieseln und ich beschleunigte meine Schritte. Auf einmal musste
ich lächeln. Ich hatte es wirklich überstanden und mein Doppelleben - oder
besser gesagt, sogar Dreifachleben, denn ich hatte noch eine weitere Arbeit -
war nicht aufgeflogen.
Und nicht nur das. Nein, endlich würde ich ihn wiedersehen, nach einem ganzen
Jahr, dass auch noch durch diesen plötzlichen Auftrag, nämlich den Mord an einem
kleinen Stricher, verlängert worden war.
Ich fing an zu pfeifen. Ich war aufgeregt, auch wenn es mir albern vorkam, aber
dennoch.
Bald würde ich meinen Chef wiedersehen, mich in seinen schwarzen Augen
verlieren, seiner Stimme lauschen dürfen. Balsam für meine ausgehungerte Seele.
Gerade bog ich um eine Ecke, hinauf zu einer Nebenstraße, als eine schwarze
Limousine mein Sichtfeld einnahm und zehn Meter vor mir anhielt.
Perfektes Timing, wie immer. Das war auch etwas, was mein Boss an mir so sehr
schätzte. Überhaupt war ich sein wichtigster Mann, dass sagte er mir oft genug.
Wir ergänzten uns perfekt und ich konnte ihm seine Wünsche von den Augen
ablesen und erfüllen, bevor er überhaupt den Befehl dazu gegeben hatte.
Lächelnd ging ich auf den Wagen zu, öffnete die Tür zum Beifahrersitz und stieg
ein. Bevor ich die Tür schloss, fuhren wir schon los. Mit einem Nicken begrüßte
ich Thomas, den alten Chauffeur. Er begrüßte mich ebenso und ließ dann die
Trennscheibe zwischen Fahrer und Gast hinunter, damit ich meinen Boss sehen
konnte.
Ich machte mir nicht die Mühe mich umzudrehen, dass wäre einfach nur zu plump
und unprofessionell gewesen. Statt dessen sah ich in den Rückspiegel.
Zu meiner Verblüffung fand ich drei Personen vor. Richard, mein Chef, saß hinter
mir, neben ihm der Ausreißer und neben dem ein Unbekannter. Ich überlegte kurz.
Wen würde Richard noch außer mir selbst - und meinetwegen auch dem
Expolizisten - bei sich haben wollen? Schließlich brauchte er keinen mehr,
Tom war seit jeher sein Chauffeur...
Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Konnte es wirklich sein?
Ich sah wieder zurück zu meinem Chef und blickte genau in seine Obsidianaugen,
die bis tief in meine Seele zu blicken schienen.
Ich erkannte eine unausgesprochene Frage in ihnen - ob alles glatt gegangen
wäre - und lächelte mein besonders fieses Lächeln, dass meine zwei spitzen
Eckzähne so schön zur Geltung brachte.
Ich war kein Freak, der sie sich zuspitzte. Ich hatte sie von Geburt an,
so wie wenn jemand das Pech hatte, mit Hasenzähnen geboren zu werden.
Als er mein Lächeln sah, blitzte etwas in seinen Augen auf, und ich freute mich.
Es besagte, dass er stolz auf mich war.
Darauf zog ich allerdings meine Augenbrauen hoch und ließ meine Augen zu dem
mir unbekannten, jungen Mann gleiten, und wieder zurück zu ihm. Das alles
geschah natürlich unauffällig mit Hilfe des Rückspiegels, versteht sich.
Dann bewegte ich meine Lippen stumm zu einem Namen.
"Jack?", fragte ich lautlos.
Richard konnte Lippen lesen. Ich übrigens auch.
Er nickte knapp und ein leichtes Lächeln huschte über seine sonst so steinernen
Züge. Mein Herz fing augenblicklich an, schneller zu schlagen. Ich war nur ein
bis zwei Minuten im Wagen und hatte ihm schon ein kleines Lächeln entlockt!
Ich sah wie er wieder zum Fenster hinausblickte und wusste, dass er jetzt nicht
sprechen wollte. Erst unter vier Augen.
Ich war ein wenig enttäuscht, da ich seiner Stimme somit noch nicht lauschen
durfte, doch schob diesen Gedanken beiseite. Es würde ja bald soweit sein.
Zur Ablenkung richtete ich meine Augen auf den Flüchtling, Joel.
Er schlief und hatte seinen Kopf nach hinten gelegt, so dass ich sein Gesicht
genau sehen konnte. Es sah ausgelaugt aus, tiefe Augenringe hatten sich
eingeschlichen, und um seinen Mund lag ein erschöpfter Zug.
Und trotz alldem musste ich eingestehen, dass es nichts von seiner Schönheit
eingebüßt hatte. Die dunklen, feingebogenen Augenbrauen, die dichten, langen
Wimpern die seine, im Moment leider geschlossenen, großen Augen umrahmten.
Eine feingeschnittene Nase und ein süßer, rosafarbener Mund.
Doch irgendetwas irritierte mich an dem Bild, ich bildete mir ein, irgendeine
Veränderung bei ihm zu sehen. Gut, sein Körper unter den dreckigen Klamotten
war wahrscheinlich ein wenig dünner geworden, aber das war es nicht.
Ich sah noch mal in sein schlafendes Gesicht, ehe es mir endlich auffiel.
Es waren seine Haare. In seine etwas zu langen, rotbraunen Haare, die ihm
vereinzelt in die Augen fielen, hatten sich weiße Strähnen eingeschlichen.
Bei so jungem Alter konnte das nur von zuviel Stress oder Schock herkommen,
aber ich vermutete eher, dass es von der... hm, nennen wir es mal harmlos
'Umformung', also von der 'Umformung' zu einen von uns, einen 'Black Dragon',
herrührte.
Schließlich musste sein früheres Leben gänzlich ausgelöscht werden, er war ja
unser Gegner, ein Polizist, gewesen. Allerdings war ich bei seiner Umwandlung
nicht dabei gewesen, ich hatte ja den untersten Abschaum der Stadt zu
Verbündeten machen müssen.
Sicherlich war die Umwandlung brutal gewesen, sadistisch und abartig, und doch
hatte er sich wieder erinnert und den Bullen eine Nachricht schicken wollen.
Tja, selbst Schuld. Nun musste er sich die selbe Prozedur noch einmal antun,
nur dass sie diesmal gewiss doppelt so schlimm werden würde.
Ich musste schon wieder grinsen, als ich auf einmal bemerkte, dass ich
angestarrt wurde. Ich stockte kurz, versuchte herauszufinden von wem.
Ich tat so, als bemerkte ich nicht`s, und ließ mich in Ruhe betrachten.
Es war der Sohn meines Chefs.
Ja, Richard hatte einen Sohn, war sogar verheiratet. Und dieser Sohn saß da
hinten im Wagen und starrte mich an, hinter seiner schwarzen Sonnenbrille,
und dachte, ich würde es nicht bemerken. Er hieß Jack, soviel wusste ich,
und das er bald bei uns anfangen sollte. Und jetzt war es anscheinend soweit.
Ich wartete bis er seine Betrachtungen abgeschlossen hatte und wieder aus dem
Fenster sah, ehe ich ihn mir ansah.
Er war blond wie seine dämliche Mutter, nicht schwarzhaarig wie sein Vater.
Ich hoffte nur, dass er nicht ihren Verstand geerbt hatte, aber dann hätte
Richard ihn nicht als Sohn akzeptiert und seine Frau auch nicht geheiratet.
Er hatte sie erst geheiratet, als das Kind an die 11 Jahre alt war, oder so
ähnlich. Ich wusste noch genau wie wütend und verzweifelt ich damals gewesen
war. Und immer noch war. Ich hasste diese Frau, sie war sowas von zickig und
stumpfsinnig und passte überhaupt gar nicht zu meinem Chef.
Das einzige, was sie konnte, war wie eine Puppe herumzustehen und schön
auszuschauen. Ja, dass musste ich schon zugeben, sie war schön. Tolle Figur,
große Brüste - von Natur aus - blondes, wallendes Haar und ein wundervoller,
sinnlicher Mund, aber so viel Gehirn wie ein Staubkorn.
Egal, ich wollte jetzt nicht an sie denken.
Aber Jacks Haar war nun einmal wie ihres. Und, wie ich ungläubig feststellen
musste, auch sein Mund. Wahnsinn, so schöne, volle Lippen bei einem Mann hatte
ich noch nie gesehen. Aber ich musste mir eingestehen, dass sie ihm standen, so
blöd es klingen musste, denn sie waren nicht so rot, wie so oft bei vollen
Lippen, sondern eher von einem hellen, schönem rosa.
Beschämt erwischte ich mich bei dem Gedanken, wie es wohl sein musste, ihn zu
küssen, diese so weich aussehenden Lippen mit meinen in Besitz zu nehmen.
Sofort schalte ich mich einen Idioten.
Das war Richards Sohn, zum Teufel noch mal! Der wäre sicher nicht sonderlich
erpicht darauf, dass ich seinen Sohn verführte!
Genervt von meinen abschweifenden Gedanken fuhr ich mir mit beiden Händen über
mein Gesicht, und schaute schließlich, für den Rest der Fahrt, aus dem Fenster, in
den Regen hinaus. Ich fragte mich, ob unsere Warnung wohl schnell entdeckt
werden würde. Ich grinste: Was für ein Spaß es wieder werden würde, die morgigen
Zeitungen zu lesen!
*-*-*Spiele*-*-*
Endlich waren wir da! Müde stieg ich aus und streckte meine vom Sitzen tauben
Beine. Naja, sagen wir fast da. Wir waren hier in einem unbedeutenden
Wohnviertel, aber durch einen unterirdischen Gang kam man ungesehen zu
unserem Stützpunkt.
Thomas würde den Wagen wegbringen, während mein Boss es nun gänzlich Jack
überließ, Joel mitzuschleppen. Irrte ich mich, oder waren da wirklich
Blutflecken auf Joels Klamotten? Unmerklich zuckte ich mit den Schultern.
Er hatte es letztendlich nicht anders verdient.
Leicht benebelt ging ich Richard hinterher, setzte meine starre Bodyguardmiene
auf, wie meine Sonnenbrille, und schritt mit ihm durch eine verborgene Tür in
der Wand. Dort ging es eine Treppe hinunter und ein kurzes Gangstück entlang,
bis zur nächsten Tür, wo unser Losungswort verlangt wurde.
Es wurde immer wieder geändert, und somit hatte ich keine Ahnung, bis Richard
antwortete: "Black Panther."
Ich erschauderte wohlig. Seine Stimme wiederzuhören... doch das war nicht alles.
Er hatte "Black Panther" als Losungswort genommen. Gott, dass war einfach zu
schön um war zu sein!
Wir wurden natürlich durchgelassen. Es ging weiter durch einen kleinen Club und
danach durch eine Hintertür, einen ewig langen Gang entlang, der wiederum an
einer Tür endete, wo wiederum ein Losungswort verlangt wurde... schrecklich,
ich hasste diese Sicherheitsvorkehrungen wie die Pest.
Ich hörte, wie die Tür hinter uns einrastete und realisierte erst jetzt richtig,
wo wir gelandet waren. Endlich, ich war wieder da Heim!
Breit lächelnd schob ich meine Brille abermals hoch und blickte mich um.
Ja, hier waren wir in einem hellbraun gehaltenen Hinterzimmer, von dem Türen in
alle Himmelsrichtungen abgingen.
Plötzlich landete eine schwere, schwarzbehandschuhte Hand auf meiner Schulter,
und ich zuckte leicht zusammen.
"Jack, ich habe mit Vincent noch etwas wichtiges zu besprechen. Bring unser
armes Schäfchen doch bitte in die Zelle, ja? Wenn er zu schwer wird, hohl
einfach Francis, der kann ihn auch allein tragen.
Wir sprechen uns dann später noch, Jack."
Richards Stimme klang irgendwie immer weich, und trotzdem waren seine Worte
scharf wie ein Peitschenhieb. Ich liebte seine Sprechweise einfach.
Außerdem wollte er mich unter vier Augen sprechen... .
Sein Sohn verabschiedete sich mit einem Nicken, und wir gingen hinaus durch die
linke Tür, in seine Privat- und Arbeits- und Empfangsräume.
Ich hörte wie Richard sie hinter mir schloss. Ich blieb so wie ich stand, mit
dem Rücken zu ihm, ein paar Meter entfernt, und wartete.
Ich spürte mein Herz kräftig gegen meinen Brustkorb schlagen und grinste wieder.
Ja, ich war wirklich außer Übung. Außer Übung, in seiner Nähe zu sein, ansonsten
hatte ich ein paar Narben mehr als vorher und war sicher noch geschickter
geworden, falls das überhaupt möglich war.
Aufgeregt blickte ich mit den Augen umher. Wir waren in seinem Besprechungsraum.
Ich hatte dieses Zimmer noch nie gemocht, da es ganz in weiß und schwarz
gehalten war und auf mich irgendwie kalt und leblos wirkte. Es war mir zu
unpersönlich, langweilig, und einfach nur -
Ich hatte seine Schritte gar nicht wahrgenommen, zu sehr war ich in Gedanken
versunken gewesen, als ich auf einmal seinen warmen Atem auf meinem Nacken
spürte. Er war größer als ich, wenn auch nicht um viel.
Ein warmer Schauer lief mir über den Rücken, als ich auch die Wärme seines
gesamten Körpers an meinem fühlen konnte.
Oh Himmel, es war schon so lange hergewesen! Viel zu lange...
"Willkommen zu Hause, mein black Panther...", flüsterte er mir dunkel ins
Ohr, so nah, dass seine Lippen ganz leicht über mein Ohrläppchen strichen.
Und er hatte ihn wieder gesagt - meinen Kosenamen...
Wenn das so weiter ging, würde ich noch anfangen zu schnurren, und das wusste
er nur zu gut. Er kannte mich in und auswendig, besser, als ich mich selbst.
All meine Stärken und Schwächen, meine Gedanken, meine Wünsche...
"Nnn..."
Meinen Lippen entwich ein kurzer Laut, da seine Zunge angefangen hatte, mich
hinter meinem Ohr zu kitzeln, mich zu quälen.
Ich spürte sein Lächeln eher, als dass ich es gehört hatte.
Seine Hände fingen an mich zu berühren und ich konnte trotz beider Stoffe -
seiner Lederhandschuhe und meiner Kleidung - die Wärme fühlen, wie sie meinen
Körper erhitzten.
Sie streichelten nicht etwa leicht, sondern eher schon grob, packten mich bei
den Rippen, zogen mich an den starken Körper hinter mir, fuhren mit Druck meine
Rippenbögen entlang, bis sie auf meinem Bauch zum Ruhen kamen.
Seine Zunge war inzwischen auf Wanderung gegangen, leckte meinem Hals entlang,
seine Zähne bissen mich, was mich zum aufstöhnen brachte.
Wieder spürte ich sein Lächeln an meiner Haut, seine Lippen küssten den leisen
Schmerz weg. Ich wollte mich mit Ruck zu ihm umdrehen, um endlich seinen Mund
auf meinem zu spüren, doch er hielt mich eisern fest, knurrte warnend.
Gepeinigt blieb ich, wie ich war, und konnte mich wiederum nicht beherrschen
und keuchte auf, denn seine Fingerspitzen glitten unter mein Hemd.
Glitten höher und höher, bis sie mir über die Brustwarzen streichen konnten,
während er weiterhin meinen Nacken, meine empfindlichste Stelle, mit dem Mund,
der Zunge und seinen Zähnen bearbeitete.
Ich gab auf, ließ ihn unser kleines Spiel gewinnen und sank nach hinten, mein
Körper erschlaffte. Und dann tat ich das, was er bei mir hatte erreichen wollen:
Ich fing an zu schnurren. Es war mir ungemein peinlich, schon immer, aber es
gehörte zu mir wie meine Grausamkeit, mein lautloser Gang, mein boshaftes
Lächeln. Wie eine Raubkatze; Black Panther, mein Kosename, der mich wohl am
besten beschrieb und den er mir gegeben hatte.
Er lachte, und sein Lachen schaffte es tatsächlich, dass ich errötete.
Vor Scham neigte ich den Kopf nach vorn, damit er es nicht sah, konnte mein
Schnurren aber nicht unterlassen, dafür war er einfach schon zu erfahren.
Hatte ein lächerliches Jahr es wirklich geschafft, dass ich vor ihm meine ganze
Selbstbeherrschung wieder verlor?
Das konnte doch einfach nicht war sein, hatte ich doch so lange trainiert, dass
ich nicht einmal mehr vor *ihm* meine Schwächen preisgab, zumindest teilweise
nicht.
Plötzlich wurde ich herumgeschleudert, fand mich in seinem Arm wieder, seine
rechte Hand hob mein immer noch gesenktes Gesicht an, so dass ich ihm in die
nachtschwarzen Augen sehen musste. Mein Atem stockte.
Anscheinend war ich nicht der Einzigste, der in der Gegenwart des anderen mehr
zeigte, als gewöhnlich.
Tiefstes Verlangen glitzerte in seinen Augen, Verlangen, dass er mir seit Jahren
nicht mehr gezeigt hatte. Mir wurde so heiß, dass mir kurz schwindelte, und ich
war froh, dass er mich fest umfangen hielt. Tja, jede Raubkatze hatte ihren
Meister, einen Gegner, der stärker war, als sie selbst.
Und ich hatte meinen in Richard gefunden.
Allerdings hatte ich mit unseren 'Spielen' nicht angefangen. Er hatte mich
zuerst geküsst, also hatte eigentlich *ich* ihn besiegt, nicht wahr?
Und diese Tatsache allein genügte mir, um sicher zu sein, dass er sich mir nie
ganz entziehen konnte, weil ich Macht über ihn hatte.
Ich bemerkte, dass ich völlig unbewusst wieder mein Raubtierlächeln aufgesetzt
hatte, dass ihm so sehr gefiel, *und*, dass Richard mich ungefähr schon eine
halbe Minute lang eingehend betrachtete.
Jetzt wusste ich, dass ich diese Nacht sicherlich nicht mehr allein verbringen
würde, verheiratet hin oder her.
Ich funkelte ihm aus meinen stechenden Augen an und leckte mir neckisch über
meine spitzen Eckzähne, dann verführerisch über meine Lippen.
Seine Augen blitzten gefährlich, und so schnell, dass ich nicht mal mehr
blinzeln konnte, neigte sich sein Kopf zu meinem hinunter, mein Kinn wurde
fester gepackt, und seine heißen Lippen pressten sich auf meine ebenso
heißhungrigen.
Es war kein freundlicher, zarter Wiedersehenskuss.
Nein, er war stürmisch, hart, heiß, gewaltsam und grenzte schon fast an brutal.
Genauso wie ich sie am liebsten mochte, aber nur von ihm.
Seine Zunge drängte sich zwischen meine Lippen, wurde von meiner schon
sehnsüchtig erwartet, und ich stöhnte auf, als sie sich trafen.
Sämtliche meiner Sinne explodierten, meine Arme schlangen sich um seinen Nacken
und zogen ihn fest an mich, ich öffnete meinen Mund so weit wie konnte, ließ
mich von ihm ausfüllen, erneut erkunden, die vielen Monate, die wir getrennt
waren, überbrücken.
Passiv war mir schon immer ein Fremdwort, und so drängte ich seine Zunge zurück,
immer weiter, bis ich seinen Geschmack kosten konnte, der seit jeher leicht herb
war, leicht bitter, und mehr als atemberaubend gut.
Seine Hand an meinem Kinn wanderte weiter und vergrub sich in meinen Haaren,
während die linke schon längst nicht mehr um meiner Hüfte lag, sondern ein
wenig tiefer gerutscht war, wo es ihr anscheinend weit besser gefiel.
Und wie früher kämpften wir um die Vorherrschaft der Zungen, wobei ich nicht
locker ließ, hatte ich doch schon meine Beherrschung verloren und geschnurrt.
Gleichzeitig unterbrachen wir, unsere Münder Zentimeter voneinander entfernt,
schauten uns tief in die Augen, spürten jeweils den heißen Atem des anderen.
Ich wusste, dass mein Gesicht wieder leicht glühte, diesmal jedoch vom Kuss.
Plötzlich schnellte seine Zunge vor, glitt kurz über meine Unterlippe, und erst
als ich das Blut daran sah, merkte ich, dass er sie aufgebissen hatte.
Provozierend löste ich eine meiner Hände, fuhr mit dem Zeigefinger über die
blutende Stelle und leckte es langsam von meinem Finger, steckte ihn schließlich
ganz in den Mund und saugte genüsslich daran.
Er knurrte wieder, mein Puls raste noch schneller, als er es eh schon tat, dann
riss er mir die Hand weg, presste mich an sich und nahm meinen Mund diesmal
wirklich brutal in Besitz, unterdrückte mein Stöhnen mit der Zunge.
Ich versuchte ihn wieder in seine Schranken zu verweisen, doch hatte ich keine
Chance mehr, meine Attacken wurden zurückgestoßen, so lange, bis er keine
Wiederrede mehr wollte und zubiss.
Ein Schrei entwich meiner Kehle, der von ihm mit einem erneutem Knurren
beantwortet wurde. Mir war so heiß, dass ich dachte, gleich umzufallen, spürte
wie sich diese Hitze immer mehr sammelte, mich schwach werden ließ.
Das ich nicht der Einzige war, der zu erregt war, um wieder aufzuhören, fühlte
ich inzwischen deutlich an meiner Hüfte.
Der Arm an meinem Po legte sich auf einmal wieder eng um meine Hüften, und ich
merkte, wie ich leicht hochgehoben wurde. Augenblicklich drückte ich mich an
seinen breiten Schultern ab, schlang meine langen Beine um ihn und keuchte
erschrocken auf, als sich meine Erregung fest an seine drückte.
Er ließ von meinem Mund ab und küsste weiter an meinem Kinn hinab zu meinem
Hals, bis hin zu meinem Schlüsselbein, während ich versuchte mit meinen Händen
irgendwie an die Knöpfe an seinem Hemd zu gelangen. Ich wusste nicht wann, aber
er hatte seinen Mantel und sein Sakko anscheinend schon vorher abgelegt, was mir
natürlich sehr entgegen kam.
Obwohl meine Hände zitterten, was sie sonst nie taten, und die leichte Reibung
an seinem Körper dabei war, mir den Verstand zu rauben, schaffte ich es
schließlich doch noch, meine Finger zwischen uns zu schieben und ihm von unten
nach oben das Hemd aufzuknöpfen.
Wie immer war seine Haut leicht zu kühl, meine leicht zu warm, und ich spürte
wie sich seine Bauchmuskeln unter meinen Berührungen anspannten.
Ich hatte bei dem berauschenden Gefühl seiner nackten Haut an mir gar nicht
erst bemerkt, dass wir - oder besser gesagt er, er trug mich schließlich -
uns fortbewegt hatten, als ich auf einmal die kalte, nackte Wand an meinem
Rücken spürte.
Er nahm meine Hände von seinem Brustkorb und zog sich eilig sein Hemd aus,
welches dabei an den Nähten zerriss. Ich grinste.
Und er lächelte.
Er lächelte wirklich, wegen mir, denn ich war der einzige, der ihn je richtig
zum Lächeln gebracht hatte. Ich wusste nur nicht warum.
Gerade wollte ich vorschlagen, ob eine Coach, oder ein Bett nicht angenehmer
wäre, als er blitzschnell vorfuhr, meine Unterlippe in die Zähne nahm,
und mich leidenschaftlich küsste, wobei diesmal seine Hände an meinem Hemd
herumfummelten, es jedoch vor lauter Ungeduld einfach ebenfalls zerrissen.
Allerdings konnte man meines, in Gegensatz zu seinem, nun wegschmeißen.
Ich zuckte unter seinen Händen zusammen, das kühle Leder seiner Handschuhe
fühlte sich seltsam, aber gleichzeitig auch erregend an. Trotzdem wollte ich
lieber seine Haut spüren, und nicht sein Leder.
Als er eine Hand löste, den Kuss aus Luftmangel unterbrach, und mit einem
Finger das neue Blut von meiner Lippe wischte, schnappte ich mit meinen Mund
nach ihm, knabberte an seinem Finger, schmeckte mein eigenes Blut, wie das
Leder, und zog ihm mit meinem Zähnen seinen Handschuh aus.
Wieder lächelte er dieses gefährlich Lächeln und meinen Lippen entfuhr ungewollt
ein leiser Seufzer. Er hörte es natürlich, nahm mich mit seinen einzigartigen
Augen gefangen, presste mich hart gegen die Wand, und bewegte sich provozierend
gegen meine Hüften.
"Aah!..."
Scheiße, wie peinlich, diesmal hatte ich schon fast geschrieen, aber was er da
machte war auch mehr als unfair - und so gut. Mehr, mehr, ich wollte Sex
verdammt, warum konnte er nicht einfach seine Hose, und meine gleich dazu,
ausziehen, und endlich zur Sache kommen?! Ich war unserem Spiel zwar verfallen,
doch jetzt trieb er es einfach zu weit.
Funkelnd starrte ich ihn an, befreite meine Arme und versuchte zwischen meinen
Beinen den Reißverschluss seiner Hose zu finden, wobei meine Hände sowohl meine,
als auch seine Erektion berührten. Ich schenkte ihm ein lüsternes Lächeln, bevor
ich mit einem Ruck den Verschluss öffnete, ihn von der Enge in seiner Hose
befreite.
Seine Unterwäsche war ebenfalls schwarz und ich musste feixen. Ich hatte
beschlossen für heute keine anzuziehen, hatte gepokert und gewonnen.
Ich schob meine Beine höher, so dass er sich selbst von seinen Hosen befreien
konnte. Was er nun auch endlich tat.
Seine Sachen flogen zu den Hemden, oder was noch von ihnen übrig war, hinunter
auf den Fußboden.
Schon wollte ich mich selbst ausziehen, als er meine Handgelenke ergriff, sie
neben meinem Kopf an die Wand drückte und mich verlangend küsste, meinen
einsamen Mund in Besitz nahm. Und dann rieb sich Richard an mir, gleichzeitig
stöhnten wir auf, als wir uns berührten.
Meine Sicht verschwamm und ich bewegte mich gegen ihn, gefangen von meiner Lust,
die mein gesamtes Denken ausfüllte.
Keuchend lösten sich unsere Lippen, ich wand mich unter seinem Griff, wollte
mehr, wollte ihn ganz, nicht nur durch die Hose und ihn nur 'an' mir.
Und er lächelte. Ich stöhnte gequält auf, als er seine Hüften wieder gegen
meine kreisen ließ, flehte ihn stumm aus meinen Augen an, was das Höchste war,
denn ich bettelte nie - außer bei ihm.
Mich nicht aus den Augen lassend, zog er die eine Hand, die noch einen
Handschuh trug, zurück, wanderte mit ihr an meinem Arm hinab, strich mir über
die Achsel, das Schlüsselbein, hinunter zu meinem Bauchnabel und dann zum Ansatz
meiner Hose. Ich atmete inzwischen flach und kurz und meine Lust ließ mich so
hart werden, dass ich mir vor unerfüllter Befriedigung auf die Lippe biss.
Er strich über meine Erregung und ich zuckte zusammen, die Berührung sendete mir
elektrische Schauer über den Rücken - doch hatte ich immer noch meine Hose an.
Wütend fauchte ich ihn an, zeigte ihm die Zähne, während er weiterhin sein Spiel
mit mir trieb und mich belustigt ansah, jede Regung in meinem Gesicht
genauestens zu studieren schien.
Plötzlich hörte ich ein Reißen, fühlte darauf wie sich seine behandschuhte Hand
um mein Glied schloss, und hätte nun wirklich geschrieen, hätte er meinen Mund
nicht mit seinem zum Verstummen gebracht. Meine Zunge blutete immer noch und
somit biss ich aus Rache in seine.
Es störte ihn nicht, doch ich spürte wie er sich kurz verkrampfte, als sich
unser beider Blut in unseren Mündern vermischte.
Ich musste augenblicklich schnurren - es war zu lecker.
In diesem kurzem Moment, indem er abgelenkt war, bemühte ich mich, meinen
Verstand soweit einzusetzen, mir die Hose ein Stück weit auszuziehen, so dass
sie mir nur noch bis zu den Oberschenkeln ging.
Zumindest bewegte er seine Hand an meinem besten Stück noch nicht, denn auch so
war es mehr als schwer genug, sich auf irgendetwas zu konzentrieren, was nicht
mit Sex zu tun hatte.
Natürlich hatte er es bemerkt, beantwortete meine Ungehorsamkeit indem er erneut
seine Zähne in meine Zunge schlug und unterbrach dann, um mich so umständlich
wie möglich von der Hose zu befreien, so dass ich den Boden nicht berührte.
Und als ich nun zu guter Letzt nackt war, meine langen Beine um ihn geschlungen
hatte, seine nackte Haut auf meiner spürte, die immer noch zu kühl war und meine
inzwischen sowieso viel zu warm, unsere Körper angespannt und auf das Äußerste
erregt aneinander gepresst waren, unsere Erektionen sich berührten und uns
gleichzeitig zum Aufstöhnen brachten, ich mich unter ihm wand, und ich endlich
seine Hand an meinem Arsch fühlte, er gleich in mich eindringen, mich ausfüllen,
zum schreien bringen würde, und ihn aus tiefster Kehle knurren --
-- hörte ich Türen aufgehen und an unserer schließlich ein Klopfen.
*-*-*-*-*-*
Jaajaaaaa, ich weiß, ich bin gemein! Und stolz drauf!
Okaaay, ich würde mich riesig über Feedback freuen, ihr könnt mir alles
schreiben, schließlich will ich ja, dass es jemanden gefällt.
Und besonders bei diesem und dem nächsten Teil habe ich so meine Zweifel...
Ciaoooo, rachiel! ^__^