ENDLAND TEIL 2

ENDLAND TEIL 2

 

Weiche Lippen berührten seine und rissen ihn aus dem Schlaf. Crib blinzelte

verblüfft, als er in klare, dunkle Augen blickte. Eine Hand lag auf seiner

Wange und der Daumen führ langsam auf und ab und streichelte die sanfte Haut

des Jungen. Die Lippen entfernten sich. Crib lag auf dem Rücken und starrte zu

dem Mann hinauf, der noch immer leicht über ihn gebeugt war. Helles Licht

drang durch das einzige Fenster, das zwitschern der Vögel in einem blauen

Frühlingshimmel war zu hören. Die Hand streichelt weiter über seine Wange.

Crib versuchte angestrengt sich an den letzten Tag zu erinnern. Ja, er hatte

einem fremden Mann an seinem Lieblingsplatz aufgelesen und ihn durch den

Regen zu seiner Hütte geschleppt. Er hatte ihn verarztet und um den anderen zu

wärmen, sich zu dem Fremden ins Bett gelegt. Das Haar des T´din glänzte im

einfallenden Sonnenlicht, als sich dieser wieder über die Lippen seines Retters

beugte. Sanft strichen sie über die des jungen Mannes unter ihm.

Als Vrenjan aufgewacht war, hatte er diesen wunderschönen Körper in seinen

Armen gehalten. Seine Verletzung war verbunden, doch der Verband war

eigentlich nicht mehr notwendig. Seine Wunden heilten immer rasch, doch gestern war er

durch den Kampf mit dem Gonj in der Zwischenwelt zu erschöpft gewesen, um

sich darum zu kümmern. Vrenjan hatte sich schon an dem Tag vor drei Jahren in

den schönen Jungen verliebt. Instinktiv hatte er ihn nun, da er ihm so nahe

war, geküsst und der Junge war aufgewacht. Doch er wollte noch mehr von den

süßen Lippen kosten.

Als sich der junge Mann nicht wehrte, legte Vrenjan seine Lippen fester auf

die des anderen und drang langsam mit seiner Zunge in den Mund des Jungen.

Crib konnte sich einfach nicht bewegen. Da lag er nun, halbnackt, und wurde von

einem Mann geküsst, den er nicht kannte. Als die Zunge des Soldaten seine

berührte, stöhnt er ohne es zu wollen laut auf. Die Hand des anderen strich nun

über seine Brust und die weichen Fingerspitzen liebkosten seine Brustwarzen.

Als sich die Lippen des anderen von seinen lösten, konnte Crib nicht anders

und zog den anderen mit seinen Armen näher an sich heran. Als sich der Körper

des anderen über seinen legte, verschwand jeder Widerstand in Crib. Mit vor

Verblüffung geweiteten Augen nahm er die Reaktion seines Körpers zur

Kenntnis. Er wusste zwar was zwischen Mann und Frau so passierte, aber er hatte noch

nie ein Mädchen geküsst und schon gar keinen Mann.

Die dunklen Augen sahen ihn abwartend an. Die Lippen des Fremden waren nur

ein paar Millimeter von seinen entfernt. Cribs Hände lagen auf den Schultern

des Mannes. Doch jetzt legte er sie in den Nacken und zog die Lippen des

anderen zu seinen. Vrenjan war angenehm überrascht, als sich der junge Mann nicht

gegen ihn wehrte. Oh, er war sich sicher, das der Junge keinerlei Erfahrung

in solchen Dingen hatte, aber anscheinend wollte er etwas darüber lernen. Der

Dunkelelf lächelte an den Lippen des anderen. Dieser spürte es und trennte

sich ein wenig von Vrenjan.

„Was ist?“ meinte er leise. Der T´din lehnte sich etwas zurück und rutschte

auf die Seite. Seine Hand legte sich wieder auf die Brust des Jungen und fuhr

sanft über sie hinweg.

„Gar nichts.“

„Warum hörst du dann auf?“ Vrenjan lächelte.

„Willst du das wirklich? Du kennst mich doch gar nicht.“

Die Stirn des jungen Mannes zog sich zusammen.

„Na und?“ Fast schon schmollend packte er die Hand des Soldaten und nahm sie

von seiner Brust und wollte sie wegstoßen. Doch Vrenjan verschränkte seine

Finger mit denen des anderen.

„Mein Name ist Vrenjan, und ich möchte auch deinen wissen, um ihn dir dann

leise ins Ohr flüstern zu können.“ Crib starrte auf die

ineinanderverschränkten Finger und errötete leicht bei den Worten des anderen Mannes.

„Oh ... ich bin Cribsyn. Aber nenn mich Crib.“ „Crib also.“ meinte Vrenjan.

„Psst“ Ein langer, schmaler Finger legte sich über Cribs Lippen, als dieser

etwas sagen wollte.

„Sag nichts mehr.“ Vrenjan küsste Crib. Sie spielten mit ihren Zungen,

während ihre Hände über den Körper des anderen wanderten. Crib zog Vrenjan wieder

über sich. Er wusste nicht was in ihn gefahren war, aber er konnte nicht

aufhören, wollte es auch gar nicht. Crib vergrub seine Hände in das weiche,

silbrige Haar Vrenjans, als dieser mit seinen Lippen anfing über den Hals nach

untern zu wandern. Der Dunkelelf küsste die Kehle, das Schlüsselbein, strich mit

seinen Lippen über die Brust, saugte sanft an den Brustwarzen und fuhr

weiter nach unten. Seine Zunge kreiste um den Nabel als er ein kehliges Stöhnen

aus Cribs Mund vernahm.

„Jan, ich ...“ doch Vrenjan verschloss ihm den Mund mit einem wilden Kuss.

Den Spitznahmen hatte er schon lange nicht mehr gehört, und es gefiel ihm, ihn

aus dem Mund von Crib zu hören.

Bald schon löste sich Vrenjan wieder von Crib und küsste dessen Bauch.

Langsam sank er tiefer, strich mit den Fingern über die Hüfte und küsste jedes

Stück Haut, biss die restliche Kleidung ihm den Weg versperrte. Er blickte noch

einmal zu Crib, doch dieser lag mit geschlossenen Augen unter ihm und schien

die neuartigen Gefühle voll auszukosten. Langsam zog Vrenjan die Hose des

anderen nach unten. Mit einer Hand begann er das erregte Glied zu streicheln.

Dabei beobachtet er genau das Gesicht des jungen Mannes. Crib öffnete die

Augen, als würde er den Blick Vrenjans spüren. Crib lächelte verklärt und zog den

anderen zu einem leidenschaftlichen Kuss zu sich. Auch Cribs Hand rutschte zu

der Hüfte seines Liebhabers. Seine Bewegung stockte, als er den Verband

spürte.

„Deine Wunde ...!“ „Es ist nichts.“ meinte Vrenjan und führte Cribs Hände

weiter nach unten

„Zieh deine Hose aus.“ flüsterte Crib. Schweigsam kam Vrenjan dem Wunsch

nach. Dann presste Crib Vrenjan an sich. Er strich dem Soldaten über den Rücken,

sie rieben ihre Hüften aneinander, spürten ihre erregten Körper. Doch

Vrenjan rutschte bald tiefer, und wo zuvor noch seine Hand gewesen war, ersetze er

sie durch seinen Mund. Überrascht stöhnte Crib auf und hob seine Hüften an,

um noch mehr von Vrenjans Lippen auf seinem Glied zu spüren. Durch Cribs

Körper liefen heiße Wellen, die sich in seinem Unterleib zu sammeln schienen.

Unkontrolliert ballte er seine Hände zu Fäusten. Dann brach die Welle aus ihm

heraus. Er bäumte sich auf, stöhnte laut Vrenjans Namen und schloss erfüllt die

Augen. Dieser streichelte sanft über Cribs flachen Bauch.

„Das war ... Wahnsinn.“ flüsterte Crib erschöpft. Der T´din lächelte und

küsste den Jungen sanft. Nach ein paar Minuten öffnete Crib wieder die Augen.

Ein sinnliches Funkeln war in ihnen zu sehen. Er drehte sich seitlich, um Jan

in die Augen zu sehen und legte dann seine Hand auf den Unterleib des anderen.

Er streichelte etwas zögerlich über die Spitze, doch als sich ein Stöhnen

über Jans Lippen stahl, lächelte er selbstsicher. Er küsste den Hals des Mannes

und fuhr mit seiner Zungenspitze über die Brust nach unten. Auch Crib nahm

das erregte Glied des anderen in den Mund und begann langsam und vorsichtig

daran zu lecken. Vrenjan vergrub seine Hände in das ungebändigte Haar des

anderen. Schneller, als er es für möglich gehalten hätte, erreichte er den

Höhepunkt. Ein Schrei mit dem Namen des Jungen kam über seine Lippen. Crib spürt

noch immer diesen seltsamen Geschmack der Flüssigkeit auf seinen Lippen und

beugte sich über Jan, um ihn davon kosten zu lassen. Dieser fuhr mit der Zunge

über die Lippen, zog Crib näher zu sich und küsste ihn fest.

„Wahnsinn“ meinte er nur. Crib kuschelte sich wie schon letzte Nacht an den

Körper unter ihm. Beide fielen in einem sanften Schlummer.

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