Lilim Part 1

Titel: Das schönste Gefühl der Lilim

Teil: 1

Autor: Tenshi

E-Mail: J.Sacher@t-online.de

Disclaimer: Neo Genesis Evangelion ist 
Eigentum 
Von Gaimax. Ich verdiene nichts daran usw. 
usw.

Pairing: Shinji Ikari/Kaworu Nagisa 

Rating: ?

Warnung: im ersten Teil noch nicht 

Info: Dies ist eine Alternativ Story und spielt
nach der Vernichtung des 17 Engels. 

Danke Kizu für´s Betalesen ^.^

Viel Spaß beim lesen!


Teil 1.


Der monströse Körper von Eva 02 brach unter 
den Hieben seines Gegners,
Eva 01 und dessen wütenden Piloten Shinji Ikari, 
dem third Children,
zusammen. Er blieb liegen, der Weg war frei und 
Shinji steuerte seinen 
Eva zu Kaworu Nagasi, dem fifth Children, der 
sich letztendlich als der 
17 Engel entpuppt hatte. Dieser stand – nein er 
schwebte vor dem zweiten 
Engel Lilith und sprach mit ihr. Es war eher ein 
Selbstgespräch, so schien 
es. Noch immer voll blindem Zorn und 
Enttäuschung, führte Shinji den 
Arm seines Evas, der Kaworu packte 
und wie eine Puppe, in seinen riesigen Klauen, 
hoch hielt. 
„Arigato, Shinji-Kun. Ich hoffte du würdest Eva 
02 aufhalten. Sonst hätte
ich vielleicht mit ihr weiter leben müssen."
Sprach der Engel und sah so zerbrechlich aus. 
Shinji war zum weinen zumute. 
Warum musste gerade Kaworu sein Feind, ein 
Engel, sein. Kaworu, der erste der ihn zu
verstehen schien, der erste der ihn wirklich zu 
mögen schien. 
„Kaworu, warum?"
schrie er und seine Stimme klang verzweifelt.
„Weiterleben wäre mein Schicksal. Auch wenn 
dafür die Menschen sterben 
müssten. Aber genauso kann ich sterben. Für 
mich sind Leben und Tod 
gleichwertig."
Shinji erschrak über die Worte die Kaworu 
scheinbar so leicht über die Lippen
kamen. 
„Was...Kaworu? Ich verstehe nicht was du da 
erzählst. ...Kaworu-Kun!"
Oberhalb der Höhle, in der sich dieses Drama 
abspielte, erschien Rei Ayanami,
das first Children. Schweigend schaute sie dem 
Geschehen unter ihr zu.
„Mein Testament."
Fuhr Kaworu fort und ignorierte Shinjis Worte.
„So lösche mich aus! Sonst werdet ihr 
ausgelöscht. Nur einem auserwähltem
Lebewesen wird eine Zukunft geschenkt und du 
bist kein Geschöpf das sterben 
soll."
Er schaute zu Rei hinauf und fuhr fort.
„Ihr braucht eine Zukunft."
Mit seinem, für ihn so üblichen freundlichen 
Lächeln erwartete Karoru von Shinji,
dass er ihn nun töten sollte.
„Arigato, ich bin glücklich dir begegnet zu sein. 
Shinji-Kun."
Shinji führte einen langen Kampf mit sich. Doch 
am Ende wusste er, dass er keine
andere Wahl hatte und so befahl er seinem Eva 
den Engel zu zerquetschen.


Langsam ließ er den nun leblosen Körper des 
Jungen los. Während er dabei
zusah wie das, was von Kaworu übrig geblieben 
war, hinab fiel, schrie er
aus vollem Halse.
„Kaworu...nein..."


Schinji fuhr auf seinem Bett hoch, von seinem 
eigenen Schrei geweckt.
Mist, schon wieder hatte er diesen furchtbaren 
Traum gehabt. 
Es klopfte an seiner Zimmertür. 
„Shinji-Kun. Ist alles in Ordnung?"
Hörte er Misato Katsuragis besorgte Stimme 
fragen.
"Ja, alles in Ordnung, Misato-chan. Ich hatte nur 
wieder diesen 
Alptraum."
„Ich hätte es wissen müssen. Na ja, wenn du nun 
schon wach bist, kannst du
auch zum Frühstück kommen."
Meinte Misato schlecht gelaunt und stapfte 
davon.


Ein wenig später kam Shinji aus dem 
Badezimmer in die Küche getrottet.
„Du hast Frühstück gemacht? Ist das auch 
essbar?"
Shinji konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. 
Misato zog eine beleidigte
Schnute, aber dann musste auch sie lächeln. 
„Stell dir vor, aus mir wird noch eine richtige 
Hausfrau."
Antwortete sie trocken.
Während sie ihrem gefiederten Haustier Pen Pen 
den Futternapf hin stellte, fragte sie
ihren Schützling ein wenig besorgt. 
„Hast du wieder von Kaworu geträumt, Shinji-
Kun?"
„Ja, es ist immer der gleiche Traum. Als wäre ich 
dazu verflucht, seinen 
Tod immer und immer wieder mit zu erleben. Ich 
hätte ihn nicht töten 
dürfen."
„Dann wären wir jetzt alle nicht mehr am Leben 
und das weißt du. 
Du hattest keine andere Wahl."
Shinji nickte nur und verschlang schweigend sein 
Frühstück. Als Shinji mit dem 
Frühstück fertig war und immer noch betrübt drein
schaute, setzte Misato sich neben ihn
und legte freundschaftlich ihren Arm um seine
Schulter.
„Es ist jetzt schon drei Wochen her. Ich dachte du 
wärst langsam darüber 
hinweg."
Shinji wusste darauf keine Antwort.
„Ich muss zur Schule, bin eh schon spät dran."
Versuchte er abzulenken.
Er sprang auf, packte seine Sachen zusammen 
und eilte mit einem 
hastigen „Sayonara" aus der Wohnung. Verdattert 
schaute Misato Shinji hinterher. 
„Aus diesem Jungen werde ich nie klug"
Murmelte sie kopfschüttelnd.

*
Schlecht gelaunt trottete Shinji die Straßen von 
Neo-Tokio 3 entlang in Richtung Schule. 
Als er das Schulgelände erreichte, erwartete ihn 
dort eine große 
Überraschung. 
„Hallo Shinji!"
Hörte er zwei ihm wohl bekannte Stimmen im 
Chor rufen.
„Kensuke! Touji!"
Shinjis sonst so traurige Miene erhellte sich als er 
die Jungen 
von weitem auf sich zulaufen sah.
„Unsere Eltern waren der Meinung dass wir jetzt, 
wo die Gefahr durch
die Engel gebannt ist, wieder nach Hause 
können...und da sind wir."
Erklärte Touji Suzuhara und machte dabei eine 
theatralische Handbewegung,
während die Jungen gemeinsam in das 
Schulgebäude marschierten.
Kensuke Aida nickte zustimmend und meinte 
dann zu Shinji gewandt.
„Dank dir, Ikari. Wenn du nicht den 17 Engel 
besiegt hättest..."
„Wo ist denn die kleine Rothaarige? Asuka meine 
ich."
Kensuke wurde durch seinen Freund Touji 
unterbrochen. Der hatte die
Veränderung in Shinjis Gesichtsausdruck 
bemerkt, als Kensuke Kaworu erwähnte und 
wollte schnell
das Thema wechseln. 
„Nachdem sie sich wieder erholt hat ist sie zurück 
nach 
Deutschland gereist." 
Antwortete Shinji, und schenkte Touji einen 
dankbaren Blick. Mit kurzen Worten erzählte er 
seinen Freunden, 
von Asukas Abreise. Ein wenig vermisste er das 
quirlige Mädchen. 
Aber nach all dem was das Mädchen 
durchgemacht hatte, war sie in 
Deutschland bei ihrer Pflegemutter am besten 
aufgehoben. 
„Schade, die Kleine war irgendwie süß. 
Anstrengend, aber süß"
Kensuke zwinkerte seinen Freunden vielsagend 
zu und alle drei fingen an
zu lachen.


Nach der Schule saßen die Jungen
noch lange zusammen in einem Eiscafe.
Sie erzählten sich wie es 
ihnen in der Zeit ihrer Abwesenheit so ergangen 
war. Shinji freute sich sehr 
darüber, das Kensuke und Touji wieder da waren. 
Doch trotzdem
schweiften seine Gedanken immer wieder zu 
Kaworu. Immer wieder 
fragte er sich, ob er seinen Tod nicht irgendwie 
hätte verhindern können.

*
Als Shinji am Abend nach Hause kam, war 
Ritsuko Akagi zu Besuch. Höflich begrüßte 
Shinji die Chefwissenschaftlerin von Nerv und
zog sich, mit der Ausrede, er hätte noch 
Hausaufgaben zu machen,
in sein Zimmer zurück. Bevor er jedoch die 
Zimmertür zu machen 
konnte, schlüpfte Pen Pen hindurch. 
„Na, hast du auch keine Lust den beiden bei ihren 
Schminktipps zuzuhören?"
Der Pinguin watschelte auf eine Decke zu, die 
Shinji neben sein
Bett für ihn bereit legte. Shinji schaute, in 
Gedanken vertieft, zu wie er
es sich auf der Decke bequem machte.
„Was meinst du? Wenn Kaworu ein normaler 
Junge gewesen wäre, ob wir
dann richtige Freunde hätten werden können?"
Fragte er Pen Pen, als würde er von dem kleinen 
Wesen eine Antwort 
erwarten. Pen Pen legte den Kopf schief, als 
würde es darüber nachdenken.
„Ja, ich weiß. Er war kein normaler Junge."
Beantwortete Shinji die Frage selbst. Er ließ sich 
auf sein Bett fallen, 
kramte seinen Walkman aus seiner Schultasche 
und setzte die Kopfhörer
auf. Als er den Apparat einschaltete, hörte Shinji 
jemanden eine Melodie
summen. Es war das Lied, dass Kaworu gesummt 
hatte, als sie sich am Ufer 
des Sees zum ersten Mal begegnet waren. 
Erschrocken zog er die
Hörer vom Kopf. Er öffnete den Walkman um 
nachzuschauen ob jemand
das Band ausgetauscht hatte. Doch darin lag das 
Band, das er am Morgen
in den Apparat gelegt hatte. Vorsichtig setzte er 
die Kopfhörer wieder 
auf und schaltete ein. Diesmal hörte er die Musik 
seiner Lieblins-Popband, 
die auf dem Band sein sollte. Ratlos schüttelte 
Shinji den Kopf. Fing er
jetzt an verrückt zu werden? Fing er jetzt an 
Halluzinationen zu bekommen?
Oder hatte er einfach so viel über Kaworu 
nachgedacht, so dass er die Melodie in
seinem Kopf gehört hatte? Die sanfte Musik auf 
dem Band beruhigte Shinji
wieder etwas. Er schloss die Augen und versuchte 
abzuschalten. 


Er musste eingenickt gewesen sein, denn er hatte 
nicht gemerkt, dass 
das Band in seinem Walkman zu Ende gelaufen 
war. Ein 
Kratzen an seiner Zimmertür ließ ich 
aufschrecken. 
Es war Pen Pen, der hinaus wollte. Shinji warf 
einen Blick auf seine Armbanduhr, es
war schon nach zehn. Er öffnete Pen Pen die Tür 
und schaute zu wie 
der Pinguin auf den Kühlschrank zu watschelte, 
in dem sein Schlafplatz 
war.
„Gute Nacht kleiner Freund."
Flüsterte Shinji Pen Pen hinterher. Aus Misatos 
Zimmer hörte er Stimmen und Gelächter.
Ritsuko war immer noch da. Shinji war froh das 
die beiden Frauen trotz alle dem was in der 
letzten Zeit passiert war immer noch Freundinnen 
geblieben waren. 
Leise schloss er wieder seine Zimmertür, gähnend 
zog er seinen Pyjama an 
und ließ sich wieder auf sein Bett fallen. Der 
ereignisreiche Tag forderte seinen
Tribut und so schlief Shinji schnell ein.

*
Shinji stand am Ufer des Sees und schaute auf das 
Wasser hinaus. Der Sand auf
dem er stand, die Wellen die sich an seinen Füßen 
brachen, alles erschien diesmal seltsam
unwirklich. Auf einem Baumstamm, nicht weit 
von Shinji entfernt, saß Kaworu und 
summte wieder diese Melodie. Er lächelte Shinji 
zu, als dieser ihn verdattert
anschaute. 
„ Ich mag Lieder. Lieder sind Balsam für die 
Seele. Das schönste Gut der von
Lilim geschaffener Kultur. Empfindest du das 
nicht auch so, Ikari Shinji-Kun?"
Das waren die gleichen Worte, die Kaworu 
gesagt hatte, als sie sich zum ersten
Mal begegneten, bemerkte Shinji.
„Du kennst mich?"
Hörte er sich selbst sagen, als wäre es jemand 
anderer. 
„Jeder kennt dich. Verzeih, aber du solltest dir 
deiner Position bewusst werden."
„Meinst du...? Aber wer bist du?"
Der Junge sprang von dem Baumstamm und kam 
auf Shinji zu.
„Ich bin Kaworu Nagisa. Das fifth Children."
Die Gestalt Kaworus verschwamm plötzlich. 
Genauso wie die ganze Umgebung. 
Fast im gleichen Augenblick fand Shinji sich in 
den Duschräumen von Nerv
wieder. Neben ihm im Wasser saß Kaworu und 
lächelte ihn mit diesem 
optimistischen Blick an, den Shinji so an ihm 
gemocht hatte.
„Ich mag dich einfach"
Sagte der Junge zu Shinji und berührte sanft 
dessen Hand. Wieder verschwammen
Die Konturen um Shinji herum...

*
„Shinji-Kun? Wach auf Ikari."
Shinji blinzelte. Hatte ihn jemand gerufen oder 
träumte er immer noch. Er schaute zu seinem
Zimmerfenster, von dem aus schwaches 
Mondlicht herein schien.
Shinji erschrak. Dort am Fenster stand eine 
Gestalt, mit dem Rücken zu ihm gewandt.
Ein Junge. Er war ganz in schwarz gekleidet, sein 
silbern-braunes Haar schimmerte dadurch 
fast weiß.
Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, 
schaute der Junge immer noch aus 
dem Fenster.
„Na, du Schlafmütze. Endlich wach?"
flüsterte eine vertraute Stimme. Shinji erstarrte. 
Er musste noch träumen, oder 
etwa nicht?
„Kaworu, bist du das?"
stieß er hervor. Der Junge drehte sich zu ihm um 
und lächelte ihn freundlich an.
Shinji zitterte plötzlich am ganzen Leib. Das 
konnte nur ein Traum sein.
„Aber das ist doch unmöglich!"
stammelte Shinji, der sich die Augen rieb, als 
würde die Gestalt in seinem
Zimmer dadurch verschwinden. 
„Doch Shinji-Kun, ich bin es."
Shinji begriff langsam, dass er nicht träumte. 
Ohne lange darüber nachzudenken
sprang er aus dem Bett, lief zu dem Jungen und 
umarmte ihn so stürmisch, dass
sie beinahe gemeinsam zu Boden gefallen wären.
Im letzten Moment fand Kaworu jedoch das 
Gleichgewicht wieder und schaute Shinji,
der seine Arme fest um ihn geschlungen hatte, 
überrascht an.
Als Shinji bewusst wurde was er da gerade tat, 
ließ er Kaworu sofort los und 
schaute beschämt zu Boden. 
„Ich freue mich auch dich wieder zu sehen."
Bemerkte Kaworu, in dessen Gesicht jetzt ein 
verschmitzten Lächeln auftauchte. 
„Es tut mir leid, Kaworu. Es tut mir so furchtbar 
leid."
Flüsterte Shinji immer noch mit gesenktem Kopf. 
Vor seinem geistigen Auge sah
er wieder Kaworus leblosen Körper in den 
riesigen Händen seines Evas. Er holte 
tief Luft und versuchte die Bilder in seinem Kopf 
zu verscheuchen. 
„Was tut dir leid? Deine stürmische Begrüßung?"
Shinji schaute wieder auf, suchte nach Worten.
„Das...das ich dich...getötet habe."
Steiß er hervor.
„Aber du musstest mich doch töten. Dir blieb 
keine andere Wahl."
Erwiderte Kaworu überrascht. 
„Bist du gekommen um die Menschheit zu 
vernichten?"
Fragte Shinji ängstlich. Im wurde wieder 
bewusst, dass
Kaworu ja ein Engel war. Zweifel stieg in ihm 
auf.
„Oh nein, niemand hat etwas von mir zu 
befürchten. Ich bin jetzt ein Lilim, wie du.
Na ja, fast."
Jetzt war es Kaworu, der verlegen wurde.
„Du allein
bist der Grund warum ich hier bin. Ich musste 
dich wieder sehen. Weil..."
Er nahm Shinjis Hand, so wie er es schon einmal,
damals im Duschraum von Nerv getan hatte
und fuhr fort.
„Weil ich dich so sehr vermisst habe."


Ende Teil 1.

You must set the /tmp/ad_network_ads.txt file to be writable (check file name as well).