Das schönste Gefühl der Lilim
Teil: 2
Autor: Tenshi
J.Sacher@t-online.de
Disclaimer: Neo Genesis Evangelion gehört
immer noch Gainax.
Ich verdiene nichts daran usw.
Pearing: Shinji Ikari/Kaworu Nagisa
Rating: 18 ?
Warnung: lemon ( das musste sein ^.~)
Info: Dies ist eine Alternativ Story und spielt
nach der Vernichtung des 17 Engels
Teil 2.
Shinji spürte, wie seine Wangen
erröteten. Kaworu war
gekommen, um ihn wieder zu sehen.
Weil er ihn mochte, weil er ihn vermisste.
Das war mehr als er je zu hoffen gewagt
hatte.
So viele Fragen schossen ihm durch den
Kopf.
Wie konnte er so lebendig vor ihm stehen?
Er, dessen
Körper leblos in den Händen seines Evas
gelegen hatte.
"Ist das wahr?",
brachte er jedoch nur hervor.
Kaworu nickte. Er schaute direkt in die
Augen
des anderen Jungen. Sein Blick ließ
Shinjis Herz einen Satz machen. Es war
nichts falsches oder
unheilvolles in diesen Augen zu finden. Nur
Freundlichkeit
und Sehnsucht. Sehnsucht, aber wonach?
Shinji senkte den Blick.
Er war gerührt aber auch irritiert.
Gefühle wie Glück und Freude waren bisher
in seinem Leben
eher Mangelware gewesen, doch nun war er
glücklich über
die Wiederkehr des anderen Jungen. Die
Freude über seine
Wiederkehr war fast zu viel für ihn.
Kaworu schaute sich neugierig in Shinjis
Zimmer um.
Er schien jetzt zum ersten mal seine
Umgebung richtig
wahrzunehmen.
"Das ist also dein zu Hause."
Stellte er fest. Er schritt
durch das Zimmer und ließ sich dann mit
anmutigen
Bewegungen auf den
Schreibtischstuhl nieder.
"Hübsch hast du´s hier."
"Findest du?"
Toll. Bekomme ich heute keinen anständigen
Satz mehr
zusammen?, dachte Shinji verärgert über
sich.
Kaworu bewegte den drehbaren Stuhl
verspielt hin und her.
Er schien über irgend etwas nachzudenken.
Plötzlich verzog er das
Gesicht, als wäre ihm etwas unangenehmes
eingefallen.
Doch dann erhellte sich sein Gesicht
wieder.
"Shinji-Kun. Ähm...kann ich bei dir
übernachten?",
fragte er. Shinji traute seinen Ohren
nicht. Mit
dieser Frage hatte er nun wirklich nicht
gerechnet.
"In meine alte Wohnung kann ich nicht mehr,
schließlich
halten mich alle für tot und das sollten
sie besser auch
weiterhin glauben. Ich hab mich ja nicht
gerade beliebt
gemacht.",
fuhr Kaworu fort und ließ ein
schuldbewusstes Lächeln
sehen. Eine ziemliche Untertreibung, dachte
Shinji.
"Ja, natürlich kannst du bei mir
übernachten. Du bekommst
selbstverständlich das Bett. Ich werde auf
dem Boden schlafen,
schließlich bist du mein Gast."
Etwas unsicher zeigte Shinji auf sein
Futon.
"Kommt gar nicht in Frage. Ich werde auf
dem Boden schlafen.
Andererseits... wir könnten uns aber auch
das Bett teilen,
ist doch Platz genug für uns beide darin."
Wieder wurde Shinji rot, als Kaworu ihn
dabei unschuldig
anlächelte. Er stimmte dem Vorschlag zu. Es
war ja auch nichts
dabei, redete er sich ein.
So kam es dass sie einige Zeit darauf
nebeneinander auf dem
Futon lagen. Kaworu hatte
seinen Anzug abgelegt und trug nur noch ein
schwarzes
T-Shirt und ebenso schwarze Boxershorts. Er
drehte sich
in Shinjis Richtung und beobachtete ihn
nachdenklich.
Dieser hatte jedoch die Augen geschlossen
und
tat so als würde er schon schlafen. Aber in
Wirklichkeit war er viel zu aufgeregt
um es wirklich zu können.
Kaworu wurde plötzlich unruhig, ihm brannte
etwas wichtiges
auf der Seele.
"Shinji schläfst du schon?"
"Hmm..."
"Ich wollte dich die ganze Zeit noch etwas
fragen."
"Jetzt?"
"Ja, es ist wichtig. Weißt du, was mit dem
first
Children passiert ist?"
"Rei Ayanami?"
Shinji öffnete überrascht die Augen. Warum
war Kaworu das
so wichtig?
Als hätte er Shinjis Gedanken gelesen,
erklärte Kaworu
"Weißt du, das Mädchen hat viel von Lilith
in sich.
Ich fühle mich auf eine gewisse Art mit ihr
verbunden, wie
zu einer Schwester. Deshalb bin ich um ihr
Wohlergehen besorgt. Kannst du das
verstehen?"
"Ich denke schon."
Antwortete Shinji. Wie sehr hatte er sich
als kleines Kind gewünscht
einen Bruder oder eine Schwerster zu haben.
Sicher wäre er
dann nicht immer so einsam gewesen. Hätte
er Geschwister,
so wäre er sicher auch um sie besorgt,
überlegte er.
"Ich weiß es leider nicht. Sie ist spurlos
verschwunden. Niemand scheint zu wissen, wo
sie sich aufhält,
oder was mit ihr geschehen ist. Aber
irgendwie habe ich den
Eindruck Misato verheimlicht mir etwas. Als
ich sie fragte,
ob sie etwas weiß, wurde sie furchtbar
nervös."
Es tat Shinji aufrichtig leid, dass er
keine erfreulichere
Antwort für seinen Freund hatte.
"Was ist mit deinem Vater? Hast du ihn
gefragt?"
"Vater?"
Shinji schnaubte verächtlich.
"Ich habe ihn seid...Ähm...deinem Tod nicht
mehr
gesehen, und ich will ihn auch nie mehr
wiedersehen. Ich hasse ihn
für all das was er mir angetan hat."
Brachte er mit zornigem Blick hervor.
Kaworu schaute Shinji überrascht an. Er
schwieg eine Weile, dann
legte er zaghaft seine Hand auf
Shinjis Hand, die immer noch vor Wut zu
einer Faust zusammen
geballt war und flüsterte mit beruhigendem
Ton.
"Du hasst ihn nicht. Du bist enttäuscht und
wütend. Doch hassen
kannst du niemanden, selbst deinen Vater nicht.
Und genau das liebe ich so an dir."
Shinji wusste nicht, was er darauf antworten
sollte.
Er drehte sich auf die andere Seite, damit
Kaworu nicht
sehen konnte, das er schon wieder rot
wurde.
Kaworu kannte ihn besser als er sich
selbst, das war fast
beängstigend.
"Wir sollten jetzt schlafen. Gute Nacht",
murmelte er und tat so als müsste er
gähnen.
"Gute Nacht, Shinji-Kun."
Shinji spürte wie Kaworu mit der Hand sanft
über seine Haare strich
und sie dann kurz auf seinem Kopf ruhen
ließ.
Die Berührung des Freundes war ihm alles
andere als
unangenehm und er hoffte insgeheim,
er würde seine Hand nicht wieder wegnehmen.
Doch er tat es und drehte sich ebenfalls
um, so dass die
zwei Jungen nun mit den Rücken zueinander
lagen.
Shinji bekam keine Möglichkeit groß über
die Situation
nachzudenken, denn die Müdigkeit übermannte
ihn und ließ
ihn in einen traumlosen Schlaf sinken.
*
Was war das für ein Geräusch? Summte da
jemand?
Shinji öffnete die müden Augen. Er lag mit
dem
Kopf auf Kaworus Brust, einen Arm um dessen
Hüfte gelegt. Shinji war verwirrt, denn er
fühlte sich
sehr geborgen in der Nähe des anderen
Jungen.
Geborgenheit, ein Gefühl, das er so oft in
seinem
jungen Leben vermisst hatte.
Fasziniert lauschte Shinji dem
gleichmäßigen
pulsieren von Kaworus Herz, das sich unter
seiner
knabenhaften Brust befand. Das Herz eines
Lilim?
Er bemerkte das tatsächlich jemand summte.
Es war Kaworu, er trug die Kopfhörer von
Shinjis
Walkman, man konnte leise die Melodie
auf dem Band hören.
Kaworu verstummte und schaute zu Shinji
hinunter.
"Oh, entschuldige. Ich wollte dich nicht
wecken.
Ich habe den Walkman neben dem Bett
entdeckt und...
interrasante Musik ist das!"
"Du magst Musik sehr, nicht war?",
murmelte Shinji, der sich nicht vom Fleck
bewegte, aus Angst
dieses Gefühl der Geborgenheit würde
dadurch verschwinden.
Kaworu war Shinjis Nähe offensichtlich
ebenfalls nicht
unangenehm, denn nachdem er die Kopfhörer
abgelegt hatte,
strich er wieder sanft über das schwarze
Haar des anderen
Jungen. Wieder einmal wagte keiner von
ihnen ein Wort
zu sagen.
Die Morgendämmerung tauchte Shinjis
Zimmer in ein sanftes,
schwaches Rot. Das Zirpen der Zikaden war
das einzige
Geräusch, das zu hören war.
Shinji spürte wie Kaworus Herz anfing
schneller
zu schlagen. Warum?, dachte Shinji und
ignorierte, die
Tatsache, dass es ihm nicht anders erging.
Plötzlich legte Kaworu seine Hände um
Shinjis Hüften und
zog ihn mit sanfter Gewalt zu sich hoch,
sodass ihre
Gesichter wieder auf gleicher Höhe waren.
Ohne die Hände
von der Hüfte des anderen Jungen zu nehmen,
flüsterte
er Shinji mit zitternden Lippen zu
"Ich brauche dich. Willst du alles mit mir
teilen - ausnahmslos?"
Verängstigt schaute Shinji in die
fordernden, sehnsuchtsvollen
Augen seines Freundes und verlor sich
haltlos in dessen
flehenden, tiefen Blick. Nun zitterte er am
ganzen Leib, nicht
vor Angst, eher vor Aufregung. Kaworus
Lippen suchten die
seinen. Wie von selbst öffneten sich
Shinjis Lippen und
ließen Kaworus vorlaute Zunge in seinen Mund
gleiten.
Während sie sich küssten entflammte in
ihnen eine so starke
Leidenschaft füreinander, das die Luft vor
Spannung zu knistern
schien. Shinji schnappte nach Luft als sich
ihre Lippen endlich
voneinander lösten.
"Ja."
Hauchte er. Mochte Kaworu mit ihm machen
was er wollte,
er war zu allem bereit.
Mit zitternden Händen begann Kaworu seinem
Freund den
Schlafanzug auszuziehen und entledigte sich
seiner Kleidung.
Er war offensichtlich genauso
aufgeregt wie Shinji. Unter einen Regen von
Küssen
und Liebkosungen drückte er Shinji sanft in
die Kissen.
Dieser empfing ihn, ignorierte den Schmerz,
als Kaworu
in ihn eindrang und stöhnte lustvoll. Mit
gleichmäßigen
Stößen steuerte er sich und Shinji zum Höhepunkt.
Es war wie ein Feuerwerk, Shinji musste
sich den Mund
zuhalten um nicht vor Wonne laut
aufzuschreien.
Eng umschlungen lagen sie nun beieinander
und küssten
sich abermals. Shinji war glücklich, er
wollte Kaworu
nie wieder loslassen. Er sprach diesen
Gedanken aus und
erntete als Antwort ein Hagel Küsse von
seinem Freund.
Irgendwann fielen sie, immer noch in den
Armen liegend,
in einen sanften Schlummer.
*
Es klopfte an der Tür. Shinji schreckte aus
seinem
Schlaf auf.
"Aufstehen, Shinji-Kun. Hast du den Wecker
nicht gehört?
Du kommst noch zu spät zur Schule, wenn du
dich nicht
beeilst."
Misato - sie durfte Kaworu nicht entdecken,
schoss es
Shinji durch den Kopf. Doch wo war sein
Freund? Entsetz
musste er feststellen, das er alleine in
seinem Bett lag,
von Kaworu keine Spur. Hatte er alles nur
geträumt.
Das konnte nicht sein. Oder etwa doch?
Ende Teil 2.