Lilim Part 3

Das schönste Gefühl der Lilim 

Teil: 3 

Autor: Tenshi 

E-Mail: J.Sacher@t.online.de 
oder: Tenshi31Lili@hotmail.com 

Disclaimer: Neo Genesis Evangelion gehört immer 
noch Gaimax. 
Ich verdiene nichts daran usw. 

Pairing: Shinji Ikari/Kaworu Nagisa 

Rating: ? 

Warnung: keine 

Info: Dies ist eine Alternativ Story und spielt nach 
der Vernichtung des 17 Engels. 



Teil 3. 

Es konnte kein Traum gewesen sein, dachte Shinji 
verzweifelt. 
Er konnte doch noch Kaworus Haut auf seiner 
spüren, sein Duft 
lag doch noch in der Luft. Ganz zu schweigen von 
den Blessuren, die er an einigen sehr intimen Körperteilen
hatte.
Shinji zweifelte schon an seinen Sinnen, als er 
neben 
sich auf dem Kopfkissen einen kleinen Zettel fand. 
Hastig nahm er ihn an sich und las was darauf 
stand. 

BITTE KOMM NACH DER SCHULE ZUM 
HÜGEL AM STADTRAND 
ICH ERWARTE DICH DORT AN DER GROSSEN 
ALTEN 
TRAUERWEIDE 
DEIN KAWORU 

Sein Gesicht brannte. Seine Hände zitterten, als er 
den Zettel 
vorsichtshalber zusammenknüllte und in den 
Mülleimer warf. Misato 
kam zwar nie ohne Erlaubnis in sein Zimmer, aber 
trotzdem 
war ihm danach wohler. Nicht auszudenken was 
passieren würde, 
wenn sie heraus bekäme, dass Kaworu noch am 
leben war. 
Dieser Zettel ist Beweis genug, dass ich nicht 
geträumt 
habe, dachte er erleichtert. Kaworu hatte sich sicher 
früh aus der Wohnung geschlichen, um Misato nicht 
in die 
Arme zu laufen. Oder war er doch noch mehr ein 
Engel, 
als er vorgab zu sein und war einfach 
verschwunden? 
Shinji weigerte sich diesen Gedanken weiter zu 
spinnen. 
Hastig zog er sich an und eilte ins Bad. 



Später am Frühstückstisch beschäftigte ihn etwas 
ganz anderes. 
Schweigend stocherte er in seinem Essen herum. 
Die letzten Wochen hatte er sich so gewünscht, dass 
Kaworu 
noch am Leben wäre, weil er ihn zum Freund haben 
wollte. 
Sein Wunsch war in Erfüllung gegangen. 
Doch nun war er mehr als ein Freund, war sein 
Liebhaber geworden. 
Kaworu, ein Junge, ein Engel. Warum hatte er so 
starke Gefühle 
für diesen Jungen? 
Er verstand es nicht, doch das änderte nichts an 
seinen 
starken Wunsch, Kaworu wieder zusehen. 

"Hast du diese Nacht keine Albträume gehabt, 
Shinji-Kun? 
Du siehst so zufrieden aus." 
Unterbrach Misato seinen Gedankengang. Shinji 
fühlte sich 
ertappt und wurde prompt wieder rot. Er nickte 
verlegen. 
"Das freut mich. Siehst du, die Zeit heilt alle 
Wunden." 
Die junge Frau schenkte ihrem Schützling ein 
freudiges Lächeln. 
Wenn du wüsstest, dachte Shinji und musste 
unwillkürlich 
grinsen. Misato interpretierte dieses Grinsen als 
Zustimmung. 
Das Klingeln des Telefons rettete Shinji aus dieser 
peinlichen Situation. 

"Hai?" 
Misato war zum Telefon geeilt und hatte den Hörer 
abgehoben. 
"Guten Morgen, Ikari-San. Was kann ich für sie 
tun?" 
Shinji hielt den Atem an. Warum rief sein Vater 
hier an? 
"Shinji? Ihm geht es gut...Einen Moment bitte..." 
Die junge Frau hielt Shinji den Hörer hin und 
flüsterte: "Er will mit dir sprechen." 
Mit grimmigen Gesicht schüttelte Shinji den Kopf. 
In den letzten Wochen hatte er es nicht für nötig 
gehalten, 
sich nach ihm zu erkundigen. Warum gerade heute? 

"Nein, ich kann nicht mit ihm reden. Nicht heute...", 
zischte Shinji. 
Misato verzog das Gesicht, überlegte einen kurzen 
Moment 
und sprach dann in die Hörmuschel, 
"Tut mir leid, Ikari-San, aber Shinji ist schon 
unterwegs zur 
Schule...Ja, das werde ich ihm ausrichten...Sayonara 
Ikari-San." 

Etwas zu schwungvoll fiel der Hörer auf die Gabel. 
"Danke, Misato-chan" 
Shinji senkte den Blick, er traute sich nicht Misato 
anzuschauen. 
Mit vorwurfsvollem Blick baute die junge Frau sich 
vor ihren Schützling auf. 
"Ich hab was gut bei dir, kapiert." 
maulte sie. Doch gleich darauf fuhr sie mit 
besorgtem Ton 
fort, 
"Du solltest endlich den Groll gegen deinen Vater 
ablegen. 
Er schien wirklich, besorgt um dein Wohlergehen 
zu sein." 
"Wir wissen doch beide, dass das nicht stimmt.", 
erwiderte der Junge nüchtern. 

"Ähm...was sollst du mir denn von meinem Vater 
ausrichten?" 
versuchte Shinji das Thema in eine andere Richtung 
zu 
lenken. 
"Ach so...hätte ich fast vergessen. Er wollte dich 
fragen, ob 
du ihm helfen könntest Rei Ayanami 
wiederzufinden." 
"Er will was? Warum gerade ich?" 
Hätte ich mir doch denken können, dass er nicht 
wegen mir 
angerufen hat, dachte Shinji. 
Zum ersten Mal, schien ihn das aber nicht zu stören. 
Seltsam, es schien ihm sogar egal zu sein. Lag es 
vielleicht 
an dem, was Kaworu die Nacht zu ihm gesagt hatte? 
Hasste er seinen Vater eigentlich gar nicht? 
Vielleicht sollte er ihm wirklich noch eine Chance 
geben? 

"Keine Ahnung. Vielleicht hat er nur einen 
Vorwand gesucht, 
um sich mit dir zu treffen?" 
riss Misato den Jungen aus seinen Gedankengang. 
"Ok, ich ruf ihn irgendwann an. Aber nur, weil ich 
mir 
auch um Rei Sorgen mache." 
"Das machen wir uns alle, Shinji-kun." 
Liebevoll legte Misato ihren Arm um Shinjis 
Schulter. 

"Ich hätte schwören können, dass du und Vater was 
mit ihrem 
Verschwinden zu tun habt." 
murmelte Shinji während er sich für die Schule 
fertig machte. 
Doch die Sache mit seinem Vater konnte warten. 
Viel wichtiger war es, die Schule so schnell wie 
möglich 
hinter sich zu bekommen und Kaworu wieder zu 
sehen. 



Die Schulstunden zogen sich unnatürlich in die 
Länge. 
Shinji konnte beim besten Willen nicht bis zum 
Ende 
des Schultages warten. Er hatte es versucht, doch 
er wollte Kaworu so schnell wie möglich wieder 
sehen. Als dann endlich die Glocke 
zur Pause ertönte, packte er hastig seine Sachen 
zusammen 
und schlich sich aus dem Schulgebäude. Er kam 
gerade 
auf den Parkplatz gegenüber der Schule an, da 
eilten Touji 
und Kensuke hinter ihm her. 

"Hey Ikari. Willst du die Schule schwänzen?" 
rief Kensuke dem Jungen hinterher. 
Shinji schrak zusammen. Er drehte sich um und 
schaute 
seine Freunde nervös an. 
"Ja...also...ich hab etwas ganz wichtiges zu 
erledigen, wisst ihr..." 
Die zwei Jungen schauten Shinji überrascht an. 
"Du willst wirklich die Schule schwänzen? Ich habe 
doch 
nur einen Scherz gemacht." 
bemerkte Kensuke. 

Bevor Shinji etwas darauf erwidern konnte, fing 
Touji an laut 
zu lachen und sagte mit einem Augenzwinkern zu 
Kensuke. 
"Hah...ich weiß was unserer Mister Unschuldig vor 
hat. Er trifft 
sich mit einem Mädchen! Der hat doch den ganzen 
Morgen 
schon so verliebt aus der Wäsche geschaut!" 
"Stimmt das?" 
fragte Kensuke zu Shinji gewand. Der wäre am 
liebsten 
im Boden versunken. 
"Na ja, so was in der Art..." 
erwiderte er mit hochrotem Kopf. 
"Ich muss jetzt wirklich los, Jungs. Bitte verpfeift 
mich nicht, Freunde!" 
Ohne eine Antwort abzuwarten, 
rannte er über den Parkplatz der Schule, auf die 
andere Straße 
und ließ die zwei verdattert dreinschauenden Jungen 
einfach stehen. 



Er rannt, als wäre der Teufel persönlich hinter ihm 
her. Er rannte durch die belebten Straßen von Neo 
Tokio 3. 
Erst als er von weitem den 
Hügel, sein Ziel, sehen konnte verlangsamte 
er seine Schritte. 
Dort angekommen, ignorierte er den gepflasterten 
Pfad, der sich den Hügel hinauf schlängelte, und 
nahm den direkten Weg über die Wiese. 
Watete durch blühende Blumenbeete, an 
vereinzelte Baumgruppen vorbei, immer höher den 
Hügel hinauf. 
Schnaufend erreichte er endlich den 
abgelegenen Hain, wo die große alte Trauerweide 
stand. Wie eine Mauer von jungen 
Glyzinienbäumchen 
umringt, strahlte der Baum eine angenehme 
Ruhe aus. 

Shinji blickte suchend umher. Doch von Kaworu 
keine 
Spur. Unsicher rief er Kaworus Name. Er lauschte 
angestrengt, ob eine Antwort von seinem Freund 
zu hören war. Doch bis auf das Zirpen der Zikaden, 
das an diesem Ort wesendlich lauter war als 
im inneren der Stadt, hörte er nichts. 

Plötzlich kam ihm ein furchtbarer Gedanke. 
Was, wenn Kaworu entdeckt worden war, wenn die 
Leute von Nerv in gefangen hatten? Wenn sie - er 
wagte kaum, den Gedanken weiterzuführen - ihn 
getötet hatten? 
Das würde er nicht ertragen. Nicht noch einmal. 
Seine Augen füllten sich mit Tränen. Verdammt, 
warum musste er weinen, wie ein kleines Mädchen? 
Verzweiflung stieg in ihm hoch. Noch nie in seinem 
Leben hatte er sich so sehr einen Menschen herbei 
gesehnt 
wie in diesem Moment Kaworu. Während er die 
Tränen, 
die an seinen Wangen herunterliefen, mit den 
Handrücken 
wegwischte, lehnte er sich gegen den breiten Stamm 
der alten Trauerweide. Die Ausstrahlung 
des Baumes, beruhigte Shinjis auf seltsame Weise. 



"Warum weinst du Shinji-kun?" 
Kaworu war wie aus dem Nichts plötzlich neben 
ihm aufgetaucht. der Junge trug ein weites 
Sweatshirt, das seine schmale Gestalt verdeckte, 
sein 
Haar mit der auffallenden Farbe war unter einer 
Kappe 
versteckt. Die perfekte Verkleidung, so hatte ihn 
keiner 
erkannt, bemerkte Shinji mit großer Erleichterung. 

"Ich fürchtete du wärst..." 
wollte Shinji gerade antworten, doch der 
besorgte Blick seines Freundes veranlasste ihn 
dazu, 
den Satz nicht zu beenden. 
"Ach, das ist nicht mehr wichtig." 
fuhr er schnell fort. 
Kaworu zog Schinji mit einer Hand zu sich. 
Sanft strich er mit der anderen Hand über 
dessen Wange, sammelte ein paar Tränen 
dabei ein. 
"Hast du befürchtet, dass ich nicht wiederkomme?" 
fragte er, immer noch besorgt dreinschauend. Dann 
umarmte er seinen Freund, küsste ihn auf die 
Wange und 
flüsterte, 
"Weißt du denn nicht, dass ich dich nie wieder 
verlassen möchte? Ganz gleich, was auch passiert, 
ich könnte es nicht ertragen, dich noch einmal 
so unglücklich zu sehen wie an dem Tag, als du 
mich töten musstest." 
Er seufzte, drückte Shinji noch fester an sich. 

Plötzlich riss Shinji sich aus der Umarmung. 
Blickte den anderen Jungen fragend in seine 
liebevoll blickenden Augen. 
"Warum, Kaworu? Warum sagst du so etwas zu 
mir? 
Warum bist du letzte Nacht bei mir aufgetaucht, 
hast 
mich verführt und diese Gefühle in mir geweckt? 
Warum?" 
Kaworu wirkte überrascht und klang fast 
vorwurfsvoll 
als er antwortete, 
"Weißt du es denn nicht? Shinji, ich liebe dich!" 

Shinjis Gesicht brannte. Noch nie hatte jemand 
diese Worte zu ihm gesagt. Sicher, er konnte sich 
wage daran erinnern. Seine Mutter, sie sagte es 
immer zu ihm. "Ich liebe dich, mein Junge" , 
hörte er ihre sanfte Stimme tief in seinem Inneren. 
Das war so lange her. Außerdem waren es die 
Worte 
einer liebenden Mutter, das war etwas ganz anderes 
gewesen. 

Wie angewurzelt stand er da, jeglicher Bewegung 
unfähig, 
und zitterte am ganzen Leib. Kaworu liebte ihn, und 
nichts 
ließ Shinji an seinen Worten zweifeln. Doch war 
dieses 
starke Gefühl, das er für Kaworu empfand, Liebe? 
Dieses starke Verlangen, in seiner Nähe sein zu 
wollen, 
ihn festzuhalten und nie wieder loszulassen, die 
Leidenschaft, 
die er letzte Nacht für ihn gespürt hatte? War das 
Liebe? 

"Shinji-kun, du zitterst ja. Hast du Angst? ...vor 
mir?" 
Noch immer regte Shinji sich nicht, gab seinem 
Freund 
keine Antwort. Starr schaute er ins Leere. 
"Habe ich etwas falsches gesagt? Bitte Shinji, so 
sag doch 
etwas!" 
Kaworus Worte klangen nun flehend, sein Blick 
wirkte 
ängstlich, als er vorsichtig Shinjis Schulter 
berührte. 

Endlich kam wieder Leben in den Jungen. Shinjis 
Gesicht 
erhellte sich und ein Lächeln bildete sich auf seinen 
Lippen. 
Mit einem Seufzer, der aus seinem tiefsten Inneren 
zu kommen schien, schlang er seine Arme um 
Kaworus 
Hals. 
"Ich glaube...ich glaube, ich liebe dich auch..." 
stieß er hervor. Nun war es Kaworu, der weinen 
musste. 
Jedoch vor Freude und Erleichterung, und nun 
war Shinji an der Reihe, seinen Freund zu trösten. 
Zärtlich küsste er die Tränen von seinen Wangen. 
Ja, er liebte Kaworu und es war ihm gleich, dass 
er ein Junge war, dass er wahrscheinlich immer 
noch 
ein Engel war. Denn er war nun nicht mehr alleine. 

Mit einem mal ließ Kaworu sich fallen und zog 
seinen 
Freund mit sich. Lachend plumpsten sie auf das 
weiche Moos, mit dem die Erde unter dem Baum 
bedeckt war. 
Hand in Hand blieben sie nebeneinander liegen und 
lauschten schweigend dem Rascheln der Blätter, 
die durch einen leichten Windstoß in Bewegung 
gesetzt worden waren. 

"Liebe...Das schönste Gefühl der Lilim!" 
flüsterte Kaworu sichtlich erstaunt über diese 
Erkenntnis. 
"Ja, das ist es. Das schönste Gefühl der Lilim..." 
antwortete Shinji. 
Noch nie war er so glücklich wie in diesem 
Augenblick und er wünschte, sie könnten ewig so 
daliegen. 
Er wollten nicht an Morgen denken, nicht daran, 
dass 
ihre Liebe der Intoleranz Anderer ausgesetzt sein 
würde. Auch nicht an die Menschen, die in Kaworu 
den 
Engel, eine Gefahr sahen und ihn jagen würden. 
Nein, nur dieser Moment zählte. 

Kaworu drückte liebevoll Shinjis Hand, die in der 
seinen lag. Er zeigte mit dem Zeigefinger gen 
Himmel und sagte lachend: 
"Siehst du die Wolke dort? Meinst du nicht auch, 
sie sieht ein wenig aus, wie ein etwas zu 
dick gewordener EVA?" 
Shinji schaute zum Himmel. Eine kleine 
Wolkenformation zog an dem Wipfel der alten 
Trauerweide vorbei. Shinji musste kichern. 
"Nein, doch eher wie Pen Pen. Siehst du dort, 
das ist der Schnabel..." 
Kaworu fing an zu lachen und Shinji stimmte 
mit ein. 



Hinter einem der dichter bewachsenen 
Glyzinienbäumchen 
tauchte plötzlich eine Gestalt auf. Sie trug einen 
weiten Mantel, der nur erahnen ließ, das es sich 
dabei um 
eine weibliche Person handelte. Eine Kapuze war 
tief in das 
Gesicht gezogen, sodass man es nicht erkennen 
konnte. Sie beobachtete die zwei Jungen, die nun 
unter den herunterhängenden Ästen der 
Trauerweide 
saßen und sich lachend auf die Schultern klopften. 

"Shinji? Er ist es also, den du wolltest, Kaworu..." 
flüsterte sie während sie sich vorsichtig wegschlich. 
Mit schnellen Schritten erreichte sie den Pfad, der 
hinunter zur Stadt führte. 
Als sie kurz darauf die ersten Häuser erreichte, 
merkte sie, 
dass die Kapuze ein wenig nach hinten gerutscht 
war. 
Sie zog sie schnell wieder ein wenig tiefer in ihr 
weißes, jugendliches Gesicht und strich ein paar 
silberne Haarsträhnen zurück. 
Dann verschwand sie in den Straßen von 
Neo Tokio 3. 


Ende Teil 3. 

Danke fürs Lesen! 

Es kann einen ganze Weile dauern bis ich dazu 
komme 
den nächsten Teil zu schreiben. 
(ein paar andere Geschichten warten darauf 
fertiggestellt zu werden) 
Also schon mal SORRY im Voraus. 
*Tenshi


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