Titel: Das schönste Gefühl der Lilim
Teil 4/?
Autor: Tenshi-chan
E-Mail: Tenshi31Lili@hotmail.com
Disclaimer: Neo Genesis Evangelion gehört immer
noch Gaimax.
Ich verdiene nichts daran usw.
Pairing: Shinji Ikari/Kaworu Nagisa
Rating: AU
Warnung: angst (nur ein wenig), sap (na ja,
nicht mehr viel)
Info: Dies ist eine Alternativ Story und spielt nach
der Vernichtung des 17 Engels.
(Oh je, mittlerweile schweift die Story ganz schön vom
Original ab °.O
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Teil 4.
So unauffällig wie möglich schritt Rei Ayanami
durch die
Straßen von Neo Tokio 3. Sie wickelte den
großen Mantel,
dessen Kapuze sie tief ins Gesicht gezogen
hatte, enger
um ihren zierlichen Körper.
Die Straße die sie gerade betrat, war ihr
sehr vertraut.
Hier war sie immer entlang gelaufen, wenn
sie zur Schule
mußte. Sie war nicht gerne in die Schule
gegangen, die
vielen Kinder hatten sie immer sehr
verunsichert. Ja, sie
hatte sogar ein wenig Angst vor ihnen
gehabt. Dennoch
vermisste sie die Stunden in denen sie
mit Asuka,
Shinji und den Anderen versucht hatte wie
ein normales
Kind zu leben und zu lernen.
Hastig lief sie weiter und versuchte diese
Gedanken zu
verdrängen. Es würde bald dunkel werden und
sie sollte
ihnen lieber Bescheid sagen. Das Mädchen
hielt nach
einer Telefonzelle Ausschau.
Als sie neben einer Busstation endlich
fündig wurde,
tippte sie mit zitternden Händen eine Nummer ein.
"Ich habe ihn gefunden..."
flüsterte sie in den Hörer, als nach einer
halben Ewigkeit
endlich jemand abhob.
"Ja?...Shinji ist bei ihm...aber woher wissen
sie?...Ja, gut Sir"
Mit gesenktem Kopf legte sie den Hörer wieder
auf die Gabel.
Sie wußten also schon wo Kaworu sich aufhielt?
Er hatte
ihn also vor ihr gefunden.
Auch gut, dann konnte sie ihm ja auch den Rest
überlassen.
Während sie zielstrebig eines der Hochhäuser
ansteuerte,
die in Neo Tokio 3 gen Himmel ragten, fragte
sie sich, ob
sie die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Aber hatte sie
überhaupt eine andere Wahl gehabt?
*
"Wenn du hinunter fällst, fange ich dich
nicht auf",
rief Shinji seinem Freund mit gespielt ernster
Miene zu.
Kaworu hangelte sich an den breiten Ästen der
Trauerweide entlang, während Shinji sich
auf dem Boden rekelte und zufrieden auf einem
Grashalm kaute.
Mit einem schwungvollen Sprung landete der
angesprochene direkt neben Shinji, setzte
sich frech auf
dessen Oberschenkel und begann ihn aus zu
kitzeln.
Lachend und zappelnd versuchte Shinji sich
gegen die
Attacken seines Freundes zu wehren, doch der
war um vieles stärker.
"A-Aufhören",
japste er ganz außer Atem vor Lachen. Der
sonst so ernste
Junge war wie ausgewechselt, seine traurige,
nachdenkliche
Miene war einem strahlenden, fröhlichen Lächeln
gewichen.
Die Liebe zu Kaworu brachte endlich Sinn in sein
bisher so
trostloses Leben.
"Ich liebe es, wenn du lachst"
bemerkte Kaworu, schenkte seinem Freund ein
liebevolles
Lächeln und drückte ihm einen stürmischen
Kuß auf den Mund.
Doch plötzlich wurde Kaworus Gesichtsausdruck
ernst.
Er stieg von Shinjis Beinen herunter und setzte
sich neben
ihn auf den Moos bedeckten Boden.
Seine Stimme klang ein wenig flehend als er
sprach,
"Laß uns von hier fort gehen, fort von Neo Tokio.
Irgendwo hin
wo uns keiner kennt und wo uns niemand findet"
Shinji schaute seinen Freund traurig an. Warum
zerstörte
Kaworu jetzt den bisher so wundervollen Tag mit
dieser
unausweichlichen Frage? Ihm war ganz genau
bewusst, das sie,
wenn sie zusammen bleiben wollten, diese Stadt
verlassen mussten.
Nur hatte er gehofft der Realität noch ein wenig
entfliehen zu können,
wenigstens für ein paar Stunden noch.
Bevor Shinji jedoch seinem Freund sagen konnte,
daß er ihm
folgen würde ganz gleich wohin er ginge, auch wenn
er angst vor der
ungewissen Zukunft hatte, tauchten wie aus dem
Nichts vier
dunkel gekleidete, maskierte Männer auf. Sie
stürzten sich auf
die völlig überraschten Jungen.
Zwei von ihnen packten Kaworu und zerrten ihn
vom Boden
hoch. Sie drückten seine Arme hinter seinen Rücken.
Einer
hielt ihm den Mund zu. Shinji wollte seinem Freund zur
Hilfe
kommen, wurde aber von den anderen zwei Männern
festgehalten.
"Sollen wir den hier auch mitnehmen",
fragte der Mann, der Shinjis Arme festhielt. Der Andere
nickte.
Mit stählernen Griffen wurde auch er vom Boden gezerrt.
Shinji versuchte um Hilfe zu rufen, während er mit aller
Kraft
um sich schlug. Jedoch ohne Erfolg. Auch ihm wurde eine
Hand
auf den Mund gepresst und die Arme hinter den Rücken
gedreht
bis seine Schultern zu schmerzen begannen.
Panik stieg in Shinji hoch. Bestimmt waren diese Kerle von
NERV geschickt worden um Kaworu zu fangen.
Shinji hatte furchtbare Angst um seinen geliebten Freund
und
dachte keinen Moment darüber nach was die Männer mit
ihm
vorhaben könnten. Wenn sie Kaworu etwas antun, können
sie
mich auch gleich töten, dachte er verzweifelt.
Während die Männer ihn und Kaworu mit sich den Hügel
hinauf
zerrten, versuchte Shinji Blickkontakt zu seinem
Freund zu bekommen. Der hatte jedoch den Kopf gesenkt,
als
hätte er sich seinem Schicksal ergeben. Hatte er denn keine
übernatürliche Kräfte mehr, die ihnen aus dieser
schrecklichen
Lage helfen könnten?
*
Mittlerweile hatte die Abenddämmerung den Himmel
verdunkelt,
die Entführer machten vor einem alten Kleinbus halt.
Sie befahlen den Jungen einzusteigen und
schoben sie unsanft in den Laderaum des geöffneten
Wagens.
Shinji, der immer noch nicht verstand warum Kaworu sich
so leicht
geschlagen gab, beschloss sich vorerst ruhig zu verhalten
und
den Anordnungen zu folgen. Was nützte ihm eine Flucht,
wenn
er dadurch von Kaworu getrennt wurde. Nein, er wollte
lieber in
seiner Nähe bleiben.
Im Inneren des Wagens saß ein weiterer Mann, ebenfalls
dunkel
gekleidet, jedoch unmaskiert. Der Junge glaubte ihn schon
einmal
gesehen zu haben - ein Angestellter aus dem Labor von
NERV -
War sich aber nicht sicher.
Als der Mann die Jungen erblickte kramte er in einer
Tasche herum und
fischte tatsächlich ein medizinisches Gerät heraus. Eine
Spritze.
Während der Fremde Kaworus Arm packte und Anstalten
machte
die Spritze anzusetzen, hob der Junge zum ersten Mal
wieder den Kopf.
"Bitte nicht",
flüsterte er. Der angesprochene hielt kurz inne,
"Das hast du dir selbst zuzuschreiben, Junge",
antwortete er mit ernster Miene, dann setzte er sein
Vorhaben fort.
Als Shinji seinen Freund daraufhin bewusstlos
zusammensacken sah,
riss er sich plötzlich aus den Griffen seiner Entführer los,
stürzte auf
Kaworu zu und umklammerte dessen schlaffen Körper.
Ein schmerzvoller Stich in seinem Oberarm ließ ihn
zusammenzucken,
man hatte auch ihm eine Betäubungsspritze verpasste.
Sekunden später
wurde ihm schwarz vor Augen und er sank, immer noch
seinen
Freund umklammernd, auf den Boden des Transporters.
*
Mit dröhnendem Kopf erwachte Shinji aus seiner
Betäubung.
Vorsichtig öffnete er die Augen und versuchte sich zu
orientieren.
Der Raum in dem er sich befand wirkte karg und steril, wie
in einem
Labor oder einem Krankenzimmer. Er stellte zu seinem
Entsetzen
fest, dass er auf einem Untersuchungstisch lag, an den
Händen und
Füßen mit Riemen daran fest gebunden.
Wo ist Kaworu, war sein erster Gedanke.
Er schaute sich suchend in dem Raum um und fand ein paar
Meter
von sich entfernt einen zweiten Tisch auf dem sein Freund,
ebenfalls
gefesselt, lag, die Augen geschlossen hatte und sich nicht
rührte.
"Kaworu?",
flüsterte Shinji, bekam jedoch keine Antwort. Wieder stieg
Panik
in ihn hoch.
"Oh Gott Kaworu? Bitte sei nicht tot"
Er verrenkte seinen Hals um den Anderen besser sehen zu
können.
Ein schwaches heben und senken seiner Brust ließ Shinji
erleichtert
ausatmen. Kaworu lebte, doch wie lange noch? Wenn sein
Vater hinter der Entführung steckte war Kaworu in höchster
Gefahr.
Keiner von NERV würde einen Engel am Leben lassen,
dessen war
Shinji sich im Klaren. Sie mussten irgendwie von diesem
Ort fliehen.
Wie ein Labor von Nerv sah es jedoch hier nicht aus.
"Verdammt. Wo sind wir hier",
fluchte Shinji und stemmte seine Arme gegen die Fesseln.
"In einem geheimen Labor in der City von Neo Tokio 3,
Shinji-Kun"
antwortete ihm eine männliche Stimme.
Der Junge erschrak. Er hatte nicht gemerkt, dass sich noch
jemand
in dem Raum aufhielt. Die Person, die gesprochen hatte
stand
hinter ihm. Shinji drehte sich soweit er konnte in die
Richtung,
aus der er den Sprecher vermutete, schaffte es aber nicht
einen Blick auf sie zu erhaschen, da die Fesseln ihn daran
hinderten. Diese Stimme - Er kannte sie. Aber nein, das war
unmöglich.
Mit langsamen Schritten näherte sich die Person und trat
damit in
Shinjis Blickfeld.
"Kaji-San? Aber wie...Man sagte mir sie wären tot"
Ende Teil 4.
(Ups, schon wieder ein Cliffhanger. Sorry! ^ __ ^)