Titel

Titel: Das schönste Gefühl der Lilim

Teil 6/?

Autor: Tenshi-chan
 
E-Mail: Tenshi31Lili@hotmail.com
oder Tenshi32Lili@web.de
 
Disclaimer: Neo Genesis Evangelion gehört immer
noch Gaimax. Ich verdiene nichts daran usw.
 
Pairing: Shinji Ikari/Kaworu Nagisa
 
Rating: PG 16?

Warnung: mini lemon, angst (wieder nur ein bischen und gar
kein sap mehr), OOC vielleicht noch?
 
Info: Dies ist eine Alternativ Story und spielt
nach der Vernichtung des 17 Engels.




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Teil 6.


"Wir sollten nicht warten, bis Kaji mit dem Doc wiederkommt."
Kaworu hatte wieder begonnen, unruhig in dem Untersuchungsraum
hin- und herzulaufen.

"Aber wie sollen wir hier raus kommen?"
fragte Shinji seinen Freund und wünschte sich abermals, dieser
hätte seine übernatürlichen Kräfte noch. Da kam ihm eine Idee.

"Vielleicht können wir irgendwie die Tür kurzschließen."
schlug er vor und sprang von dem Untersuchungstisch, auf dem
er immer noch saß. Kaworu nickte zustimmend.
Gemeinsam suchten sie nach der Konsole, hinter der
sich die Elektronik verbergen musste, als plötzlich die Tür
aufsprang.

Erschrocken fuhren die zwei Jungen zusammen. So schnell
hatten sie mit Kajis Rückkehr nicht gerechnet.
Doch statt des jungen Mannes tauchte eine zierliche Gestalt
mit silbernen Haaren in der Tür auf.

"Rei"
riefen beide Jungen gleichzeitig überrascht aus.

"Was machst du denn hier?"
fuhr Shinji gleich darauf alleine fort.

"Das ist jetzt unwichtig. Folgt mir. Schnell."
Mit ausdrucksloser Miene forderte das Mädchen Kaworu und
Shinji auf, ihr zu folgen. Kaworu begriff zuerst.
Er packte seinen Freund am Arm und zog ihn mit sich nach
draußen in den Flur. Lautlos eilte Rei den Gang voran,
die Jungen folgten ihr hastig.
Mit Hilfe ihrer Chip-Karte öffnete das Mädchen ein paar Türen
und führte Shinji und Kaworu durch etliche Gänge.

Kurz vor dem Ausgang des Labortraktes, hinter dem sich
die Aufzüge zum Haupteingang des Gebäudes befanden,
konnten sie sich im letzen Moment gerade noch rechtzeitig 
hinter einer unverschlossenen Tür verstecken, um nicht einer
Gruppe weißbekittelter Mitarbeiter in die Arme zu laufen.

"Weiter!",
befahl das Mädchen und sie eilten in einen der Aufzüge.


*


Am Haupteingang angelangt, blieb Rei plötzlich stehen.
Die zwei Jungen blinzelten kurz, um sich an das Licht
von Laternen und Werbebanner zu gewöhnen. Denn mittlerweile
war es draußen Nacht und die Straßen waren in das Licht von
Neo Tokios Nachtleben gehüllt.

"Nun geht. Für die Nacht könnt ihr euch in meiner alten
Wohnung verstecken. Ich sorge dafür, dass euch niemand dort
sucht, indem ich keinen Verdacht auf mich ziehe. Aber
morgen früh solltet ihr verschwinden.",
sprach das Mädchen und hielt Shinji einen Schlüssel entgegen.

"Kommst du denn nicht mit?",
fragte dieser überrascht. Rei schüttelte energisch den Kopf.
Sie sagte nichts, doch ihr Blick verriet eine gewisse
Resignation. Kaworu nickte mit ernstem Gesicht.
Er ergriff den Schlüssel und für einen kurzen Moment
verweilte seine Hand in der des Mädchens. Einen kurzen Moment
blickten sie sich schweigend an, dann sprach Kaworu:

"Danke für alles, Schwester."
Shinji jedoch konnte nicht anders. Er umarmte das völlig
verdatterte Mädchen stürmisch.
"Du wirst mir fehlen.",
flüsterte er mit Tränen in den Augen.
"Pass gut auf dich auf, Shinji."
Reis sonst so emotionsloser Gesichtsausdruck veränderte sich zu
einem schwachen Lächeln. Da sie nicht wusste, wie sie mit dieser
Situation umgehen sollte, löste sie sich vorsichtig aus der
Umarmung des Jungen und schob ihn vorsichtig an Kaworus Seite.
Der legte gleich beruhigend seinen Arm um Shinjis Schulter.

"Leb wohl, Rei Ayanami und danke."
Kaworu nahm seinen Freund an die Hand und die Jungen machten
sich auf den Weg.


*


Rei wartete, bis die beiden Jungen hinter einer Biegung
und so aus ihrer Sicht verschwanden. Das Gefühl, dass sie bei
Shinjis Umarmung empfand, sagte ihr, sie hatte richtig
gehandelt. Dieses Gefühl der tiefen Freundschaft hatte ihr
abgestumpftes Herz erwärmt und sie freute sich für die Beiden.

Sie fand es jedoch ziemlich eigenartig, dass Kaworu und
Shinji sich liebten und sie war auch ein wenig eifersüchtig
auf die Beiden, weil sie einander hatten. Das allzu vertraute
Gefühl von Einsamkeit stieg wieder in ihr hoch und sofort
musste sie an Gendo Ikari denken. Sie vermisste ihn sehr,
obwohl sie wusste, dass der verbitterte Mann sie nur liebte,
weil sie ihn an Yui erinnerte. Sie war aber nicht Yui. Genau
deshalb hatte sie entschieden aus dem Zentral-Dogma zu
fliehen und in dem geheimen Labor von Dr. Akagi
untergetaucht.

Doch immer mehr bereute sie diesen Schritt. Nicht ihrer selbst
willen geliebt zu werden war vielleicht besser, als gar
nicht geliebt zu werden und so einsam zu sein, wie sie
jetzt war.

Plötzlich erinnerte sie sich an Asuka Langley. Sie vermisste
auch diese kleine Nervensäge.
Wie oft hatte das rothaarige Mädchen versucht Freundschaft mit
ihr zu schließen und wie oft hatte sie sich dem entzogen,
weil sie nicht wusste, was eine Freundin war. Worüber hätte sie
mit Asuka auch reden sollen, sie kannte doch nichts anderes, als
das Steuern eines EVAS´s. Was nützte ihr der
Gedanke an die Vergangenheit. Jetzt musste sie erst einmal dafür
sorgen, dass  niemand das Verschwinden der Jungen mit ihr
in Verbindung brachte.

Langsam drehte sie sich um und machte sich auf den Weg in den
Labortrakt.


*


In Reis Apartment angekommen, blockierte Shinji sofort die
Dusche. Nur mit einem Handtuch um die schmalen Hüften gewickelt,
kam er wieder aus dem Badezimmer und ließ sich auf das Bett
fallen, dass eines der wenigen Möbelstücke war, die sich in
dem Ein-Zimmer-Apartment befand.

"Darf jetzt auch mal?",
fragte Kaworu mit gespielt beleidigter Miene und verschwand dann
ebenfalls im Bad.

Shinji schaute sich neugierig in dem spartanisch eingerichteten
Zimmer um.
Rei Ayanami. Warum war das Mädchen in dem Labor gewesen?
Was hatte sie dort zu suchen gehabt und warum wusste sie, das
er und Kaworu dort gefangen gehalten wurden?
Hatte sein Vater doch etwas mit der ganzen Sache zu tun?
All diese Fragen würde er nicht beantwortet bekommen, also
warum länger darüber grübeln?

Langsam löste sich Shinjis Anspannung der letzten Stunden
und er wurde schläfrig. Mit einem lauten Gähnen schloss er
die Augen. Diese Ruhe war erholsam. Für diese Nacht hatten
sie zumindest Ruhe.

Plötzlich spürte Shinji einen Finger über seine Lippen streichen.
Er öffnete die Augen und blickte direkt in ein rotes, strahlendes
Augenpaar. Kaworu hatte sich über ihn bebeugt und fing nun an,
ihn zu küssen. Shinji schlang seine Arme um den Freund und
erwiderte den Kuss. Kaworu ließ sich neben ihn auf das Bett
fallen, dabei merkte Shinji, dass er ganz nackt war. Unwillkürlich
errötete der schwarzhaarige Junge und schloss ein wenig verschämt
seine Augen. Kaworu musste lächeln, als er
dies bemerkte. Er küsste Shinjis Gesicht und sagte dann:

"Bist du müde, Shinji-kun?"
Shinji öffnete wieder seine Augen und schaute Kaworu verführerisch
an. Er hatte gerade einen Entschluss gefasst. Diesmal wollte er die
Initiative ergreifen.

"Nein. Willst DU denn jetzt schlafen?",
erwiderte er mit einer Gegenfrage und schmiegte sich an den nackten
Körper seines Freundes. Dann schlang er seine Arme um dessen Hals.
Alles in ihm schrie nach dem Körper des silberhaarigen Jungen.
Willig ließ Kaworu sich von Shinji verführen.

"Mein Shinji.",
hauchte er heißer und stöhnte lustvoll auf, als Shinjis Lippen sich
von seiner Brust, über den Bauch, langsam nach unten in Richtung
Lenden arbeiteten. Es waren auch Shinjis Lippen, die seiner,
mittlerweile fast nicht auszuhaltenden Erregung Erleichterungen
verschafften.
Kaworu wusste, dass nun er an der Reihe war, sich dem Anderen
anzubieten, was er dann auch tat.

Erschöpft und befriedigt fiel Shinji neben seinen Geliebten in
die Kissen, schlang seine Arme wieder um dessen Hals und flüsterte
ihm in Ohr:

"Ich liebe Dich, Kaworu. Mein gefallener Engel."
Kurz darauf schlief er in den Armen seines Freundes ein.
Kaworu strich liebevoll über das Haar des Schlafenden. Er schaute
gedankenverloren in Shinjis entspanntes Gesicht, als er fast
feierlich schwor:

"Ich liebe dich auch und ich werde dich mit all meiner Kraft, die
mir noch geblieben ist, beschützen."



*


Es war noch dunkel, als Shinji von seinem Freund sanft geweckt
wurde.

"Wir müssen uns auf den Weg machen.",
flüsterte er ihm ins Ohr. Shinji blinzelte ein paar Mal verschlafen,
bis er wieder an die traurige Realität erinnert wurde. Er stand auf
und schweigend zogen die Jungen sich an.

"Wo sollen wir jetzt hin?",
fragte Shinji besorgt. Er hatte keine Ahnung, wie es jetzt
weitergehen sollte.

"Ich weiß auch nicht. Auf alle Fälle erst einmal raus aus
Neo Tokyo 3.",
war die unbefriedigende Antwort des Freundes.

"Gut. Aber zuerst muss ich noch einmal nach Hause und ein paar
Sachen holen. Außerdem kann ich nicht gehen, ohne Misato wenigstens
einen Abschiedbrief zu schreiben. Sie hat so viel für mich getan..."

"Bist du verrückt? Dort vermuten sie uns doch zu allererst.
Wir werden ihnen direkt in die Arme laufen, wenn wir dort
hingehen."
Kaworu war wütend und entsetzt zugleich.

"Bitte! Ich möchte mich wenigstens noch von PenPen verabschieden."
Shinji klammerte sich verzweifelt an seinen Freund. Der kämpfte
mit sich. Die Vernunft sagte ihm, dass es falsch war noch einmal
in Misatos Apartment zu gehen, doch der flehende Blick seines
Geliebten ließ in unvernünftig werden.

"Na gut. Aber wir müssen sehr vorsichtig sein."
Dankbar trottete Shinji einem laut aufstöhnenden Kaworu hinterher
aus Reis Wohnung.




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Ende Teil 6.



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