Grey-Eyed - Part Two
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"Das ist eine ganz normale Schockreaktion eines Kindes, wenn es gerade eine traumatische Erfahrung gemacht hat", erklärte der Psychologe Dr. Winston Danny Sasaki, der immer noch durch die Spiegelscheibe in das innere des Zimmers sah, in dem der kleine Junge sass und verloren wirkte. Er hatte einen Bleistift in der Hand, vor ihm lag ein seit zwei Stunden nich angerührtes Stück weisses Papier. Er starrte schon die ganze Zeit darauf, hatte nicht ein Wort gesagt, als eine Kinder-Psychologin mit ihm sprach, ihm Fragen stellte. Er hatte sie nicht mal angeschaut, als wenn er es vermeiden wollte, jemandem einen Blick in seine grauen Augen zu schenken, als wären sie etwas ganz Besonderes. Und in einer gewissen Weise waren sie das ja auch, wie Sasaki sich heimlich dachte.
Er nickte dem Psychologen zu, ging dann zu der Tür, die ihn von dem Kind trennte, öffnete sie leise und langsam, und trat dann ein. Das Kind schaute nicht hoch, auch nicht, als er sich neben den Jungen auf einen Stuhl setzte. Leise sprach er den Jungen an:
"He, Hallo! Kennst du mich noch?"
Bei dem Klang der Stimme schnellte der kleine Kopf hoch und ein Erkennungsschimmer flackerte über das kleine, immer noch bleiche, Gesichtchen. Der Junge sagte nicht, nickte nur leicht, aber seine Augen . seine Augen schienen alles zu sagen, was er mitteilen wollte.
"Ich heisse Danny, Danny Sasaki und ich bin Polizist!", sagte Sasaki im Brustton der Überzeugung und holte seine Dienstmarke heraus, doch die Augen wendeten sich wieder nicht von seinem Gesicht. Auch als er auf die Marke drauf tippte, bewegten sich die Augen kein Stück, ja, der Junge schien nicht mal zu blinzeln.
"Ich habe dir gesagt, wie ich heisse.und wie heisst du?", fragte Danny weiter.
Der Junge schaute ihn stumm an, nahm dann den Bleistift auf und schien Sasaki einfach zu ignorieren, doch als der sich mit einem verzweifelten Blick zu der Wand schaute, die das Spiegelfenster beinhaltete, zog eine kleine Hand an seinem Ärmel und erregte so seine Aufmerksamkeit. Er wandte sich also erstaunt wieder dem Kind zu, das wortlos auf das ehemals weisse Papier deutete. Und tatsächlich, das Blatt war bemalt.
Darauf stand in wackeligen Buchstaben: ,Grey'.
"Du heisst Grey? So wie deine Augen?"
Der Kleine nickte begeistert, lächelte Sasaki an. Der beglückwünschte sich selber, und lächelte ebenfalls. Bis Savage in den Raum trat und die eine grandiose Frage in den Raum stellte: "Wo soll das Kind eigentlich hin?"
"Wo das Kind hin soll? Ich.habe keine Ahnung.!"
Sasaki schaute ein wenig bedrückt drein, schaute verlegen zu dem Kind, dass ihn aufmerksam anschaute und schüttelte dann den Kopf.
"Ins Heim darf er auf keinen Fall! Aber.ich kann ihn ja wohl schlecht mit zu mir nehmen.oder?"
Savage nickte verständnisvoll und guckte dann ebenfalls zu dem Kind, dass ihn wiederum misstrauisch begutachtete.
,Was mach ich bloss? Wo soll der Kleine denn hin? Zu mir.nein, das geht auf keinen Fall! Sally mag Kinder nicht.und sie will selber schliesslich auch keins haben. da würde sie ein Fremdes gar nicht erst angucken!', dachte Sasaki verzweifelt, und rieb sich ratlos die Stirn.
Doch das Problem sollte gleich gelöst werden.
Er und Savage schauten auf, als die Tür geöffnet wurde, und die Kinderpsychologin wieder eintrat. Sie sagte kurz "Hallo" zu dem Kleinen und wandte sich dann an Sasaki:
"Der Kleine kommt zu seinem Onkel und seiner Tante.sie sind seine einzigen lebenden Verwandten. Im Übrigen heisst er Sayuki Masamoto, ist am 29.1. geboren. Er ist sieben Jahre alt. Seine Verwandten sind schon hier."
Sie öffnete die Tür ein Stück weiter und ein junges Ehepaar trat ein. Der Mann war anscheinend Ausländer, er hatte dunkelbraune Haare und grüne Augen, neben ihm stand eine japanische, zierliche Frau, die die Tante des Jungen sein musste. Sie hielt den Kopf gesenkt, schaute Sasaki erst aus zwei grossen, schwarzen Augen an, als der ihr die Hand hinhielt. Sie nahm sie nicht an, doch machte sie eine höfliche Verbeugung. Der Mann dagegen hatte einen festen Handgriff und war auch sonst, wie Sasaki fand, ziemlich rabiat und grob. Er schaute Sayuki nur kurz an, schnaubte dann verächtlich und sagte mit einem unverkennbar ausländischem Akzent: "Du bist also der Junge, den meine liebe Schwester in die Welt gesetzt hat!"
Als Sayuki aufschaute, weiteten sich die Augen des Mannes und dann sagte er:
"Du hast die gleichen, verdammten Augen wie er! Den gleichen Blick wie dein Vater!"
Sayuki schaute ihn weiter unverwandt an, sagte aber nichts.
"Sieh' mich gefälligst nicht so an! Ich will deine verdammten Augen nicht sehen!"
Sasaki gefiel dieser Mann gar nicht, er war so gemein zu einem Siebenjährigen, der ihm nichts getan hatte. Er hatte ein ungutes Gefühl, als der Mann wieder aus der Tür marschierte, Sayuki ein ungnädiges "Setz dich in Bewegung!" entgegenbellte und diesen keinen weiteren Blickes würdigte. Sayuki blieb stumm dort stehen, wo er war und schaute jetzt Sasaki mit einem flehenden Blick an, der sagte ;"Bitte lass mich nicht mit diesem Mann mitgehen!"
Sasaki war hin und her gerissen, aber das Fürsorgerecht hatten nun einmal diese Menschen, und er durfte sich nicht so von einem ganz normalem Fall ablenken lassen.genau, dieser Junge war nichts mehr, als ein.Fall! Sasaki ging vor ihm in die Hocke und sagte dann mit beruhigender Stimme:
"Sayuki, du musst jetzt mit diesen Menschen mitgehen! Sie werden für dich sorgen und du wirst ein gutes Leben haben! Sei immer schön brav, hörst du?"
Der Junge schaute ihn an, nickte dann und ging an Sasaki vorbei, nahm die Hand der Tante und ging mit ihr aus dem Raum.
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So, nu fertig mit dem zweiten Teil! Eeeendlich!
*FingerQualmenSchon*