Titel



Titel: Ranma und die Sache mit dem Kuss

Teil 2

Autor: Tenshi

E-Mail: Tenshi31Lili@hotmail.com
(oder J.Sacher@t-online.de)

Disclaimer: Ranma gehört Rumiko Takahashi, ich 
verdiene nichts daran usw. 

Rating: sap, com, H/C??

Warnung: keine 

Pearing: Ranma /Mikado 

Info: Ranma im Gefühlschaos - Akane lüftet ein 
Geheimnis - Ryogas trifft eine Entscheidung - 
Und was führt Mikado im Schilde? 

Die Story knüpft an die Geschehnisse in Heft 3 & 4 
der deutschen Bände von Ranma 1/2. 


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Teil 2.

Ryoga stürmte um eine Straßenecke und stieß mit voller 
Wucht mit Ranma zusammen, der gerade, mit seinem Vater
heftig streitend, auf dem Weg nach Hause war. Der 
Aufprall ließ sie beide zu Boden gehen. Mit einem Sprung 
war Ranma wieder auf den Füßen, Ryoga hingegen blieb 
zusammengekauert wie ein Häufchen Elend liegen.

"Kannst du nicht aufpassen, du Trottel",
keifte Ranma schlechtgelaunt. Seine Stimmung war auf 
einem absoluten Tiefpunkt. Er hatte es nicht geschafft 
seinen Vater zu einer China-Reise zu überreden und 
sah die Chance, seine Gefühle in den Griff zu bekommen, 
damit gefährlich schwinden.

Begriff der alte Mann denn nicht wie wichtig diese Reise für ihn war?

"Verzeihung..."
murmelte der andere Junge zerstreut. Er schien völlig 
abwesend zu sein. Erstaunt blickte Ranma zu seinem
einstigen Freund hinab. Was war denn mit dem los?
Normalerweise müsste Ryoga doch auf ihn los gehen wie
ein wildgewordener Pavian. Er ging in die Hocke und
musterte den anderen Jungen mit prüfenden Blick.

"Bist du krank, oder was?"
Seine Stimme klang ein wenig besorgt. 
"Ranma!?..."
Ryoga schien sein Gegenüber in diesem Moment
erst richtig war zu unehmen. Der hatte ihm gerade noch 
gefehlt. Sein Leben war so kompliziert geworden.
Erst vor kurzer Zeit hatte er angefangen die Tatsache zu
akzeptieren, dass Akane ihn nicht liebt, woraufhin er
feststellen musste, dass er für Ranma-chan Gefühle
entwickelt hatte - Absurd, wusste er doch dass Ranma-chan
in Wirklichkeit kein Mädchen war - Dann dieses überraschende 
Geständnis von Akane eben und nun musste Ranma
ihm auch noch über den Weg laufen.

Als wenn er nicht schon so genug Probleme hätte.

"Hallo, jemand zu Hause?"
Ranma tippte ungeduldig mit dem Zeigefinger auf Ryogas 
Stirn. Endlich riss Rioga sich aus seiner Trance.
Wütend sprang er auf und verpasste Ranma einen
gewaltigen Tritt, der ihn meilenweit über die Dächer fort 
katapultierte. 
Das Problem wäre erst mal gelöst, dachte Ryoga.
Mit finsterem Blick stampfte er davon und würdigte Ranmas
verdattert dreinschauenden Vater nicht einmal eines Blickes.

*
Mit einem Beutel Eis bewaffnet gesellte Akane sich zu
Ranma, der, seine überdimensionale Beule an seinem 
Kopf betastend, auf der Terrasse saß. Was war denn in 
Ryoga gefahren, fragte er sich zum x-ten mal.
"Mit wem hast du dich denn diesmal geschlagen? 
Du solltest wirklich lernen dein Temperament zu zügeln",
schalt Akane ihn, während sie ziemlich unsanft den
Eisbeutel auf Ranmas Kopf platzierte.

"Auu...das sagt gerade die Richtige"
Ranma verzog schmerzvoll das Gesicht.
"Ryoga scheint jetzt absolut den Verstand zu verlieren.
Früher hat er wenigstens einen Grund gebraucht um 
sich zu schlagen..."
Ups, dachte Ranma. Akane wusste ja gar nicht, dass
Ryoga wieder im Lande war. Bisher hatte er sich ja nur 
als P-chan im Haus der Tendos blicken lassen.
"Ryoga? Ist er wieder zurück gekommen?"
Das Gesicht des Mädchen erhellte sich. 
"Ähm...ja...glaube schon"
versuchte Ranma sich rauszureden.

Warum sagte er ihr nicht einfach wer P-chan war?

Doch bevor er noch weiter mit dem Gedanken spielen
konnte, Akane Ryogas Geheimnis zu verraten, wurden 
die Beiden von Nabiki gestört, die mit einem Brief in der
Hand, den sie heftig hin und her wedelte, auf sie 
zugerannt kam. 
"Das ist für dich abgegeben worden, Ranma"
rief sie mit breitem Grinsen.
"...Für das wunderschöne Mädchen mit dem Zopf",
las sie vor. Sie liebte es Ranma aufzuziehen.

"Oh wie nett, Ranma-chan. Post von deinem Verehrer
Kuno Tatewaki",
zog Akane ebenfalls den Jungen auf und kicherte.
Ranma riss Nabiki das Stück Papier aus der Hand,
"Dumme Hühner",
schimpfte er die beiden Mädchen und verzog sich 
beleidigt in sein Zimmer.
Die Mädchen schauten sich überrascht an und brachen 
dann in schallendes Gelächter aus.

*
Genervt ließ Ranma sich auf sein Bett fallen. Mit
grimmiger Miene betrachtete er den Brief in seiner
Hand. Ein Brief von diesem begriffsstutzigen
Kuno konnte er jetzt wirklich nicht gebrauchen. Er
knüllt den Brief zusammen und machte Anstalten ihn
aus dem Fenster zu werfen, überlegte es sich aber 
dann doch anders. Lesen konnte er den Brief ja mal. 

>An das wunderschöne Mädchen mit dem Zopf<
Ranma schnaubte verächtlich, als er die Worte auf dem 
Umschlag noch einmal las. Er nahm den Brief heraus
und inspizierte den Inhalt.
>Bitte besuch mich heute abend im City-Teehaus (*). Ich 
muss dich unbedingt wiedersehen. Gezeichnet: Mikado
Sanzenin<
Ranma ließ den Brief vor Schreck aus seiner Hand
gleiten. Mit brennendem
Gesicht beobachtete er wie das Blatt Papier auf
den Boden segelte. 
Woher wusste dieser Mikado wo er wohnte? 
Entsetzt ertappte er sich bei dem Gedanken, der
Einladung nachkommen zu wollen. Es stand schlimmer 
um ihn als er dachte. Nun fühlte er sich auch schon in seiner
wahren Gestallt zu diesem Jungen hingezogen.

Wo sollte das noch hinführen?

*
Unentschlossen stand Ryoga vor dem Haus der Tendos.
Sollte er einfach hinein gehen und so tun als wäre nichts
geschehen, oder sollte er Akane seine Liebe gestehen
und vielleicht einen Korb von ihr bekommen? Besser
als sich noch mehr in das Trugbild eines Mädchens,
in Ranma-chan, zu vergucken und völlig den Verstand
zu verlieren, war es auf alle Fälle. 

Kasumi kam in Begleitung des jungen Arztes Dr. Toufu 
aus dem Haus spaziert. Als sie Ryoga erblickte, steuerte 
sie direkt auf ihn zu und sagte freudig,
"Ryoga! Schön das du wieder da bist. Komm doch rein,
Akane und Ranma freuen sich sicher dich zu sehen"
"Äh...hallo Kasumi. Wie geht es ihnen Dr. Toufu?"
antwortete Ryoga verlegen, aber froh das die junge Frau 
ihm die Entscheidung, ins Haus zu gehen, mit dieser
netten Einladung erleichterte.

"Ah...hallo Ranma, wie geht es dir? Oh...seit wann hast 
du denn kurze Haare?"
Der Doktor begutachtete Ryogas Hinterkopf mit leicht
verschwommenem Blick. 

Mit offenem Mund folgte Ryoga den Blicken des jungen
Mannes, die nun sein Stirnband fixierten.
Gerade wollte er sich aufs gröbste beschweren, als ihm
einfiel, dass, aus einem unerklärlichen Grund, bei dem 
sonst so kluge Mann das Hirn völlig aussetzte, wenn die 
älteste Tochter von Soun Tendo in seiner Nähe war. 

Der arme Kerl war über beide Ohren in Kasumi verliebt.

Da half nur eins, das Weite suchen, bevor der Mann noch
etwas peinlicheres von sich gab.
Mit einem hastigen >Sayonara< huschte Ryoga durch die
offene Tür ins Haus. 

*
Währendessen, im Badezimmer, starrte ein genauso 
unentschlossener Ranma auf einen Eimer mit kaltem 
Wasser, der vor ihm stand. Vor wenigen Minute hatte er 
die Idee, Mikados 
Einladung nachzugehen um ihm zu sagen wer er wirklich war,
noch gut gefunden. Aber jetzt war er sich gar nicht mehr so 
sicher.

Er gab sich einen Ruck, packte den Eimer und goss sich
das Nass über den Kopf, packte sich ein Handtuch und huschte 
aus dem Bad in sein Zimmer. Dann kramte er seinen
besten Anzug aus dem Schrank - Ein chinesischer 
Zweiteiler aus blauen Samt. Als er hineinschlüpfte
stellte er wieder einmal fest, dass seine normale Kleidung
ihm viel zu weit war, wenn er die Gestallt des Mädchens 
Ranma-chan angenommen hatte. 

Er machte trotzdem eine gute Figur in dem Anzug.

Als Krönung des Ganzen steckte er sich noch eine Spange,
die wie eine Orchidee geformt war, ins frisch geflochtene 
Haar. Auch wenn er nicht vor hatte dieses Treffen zu einen 
richtigen Date ausarten zu lassen - das versuchte er sich
zumindest dauernd einzureden - wollte er wenigstens 
gut aussehen.

*
Akane war nicht zu Hause, stellte Rioga erleichtert fest. So 
konnte er seine Entscheidung noch ein wenig vor sich hin 
schieben. Es war auch keiner der anderen Bewohner
des Hauses zu sehen. Das war dem Jungen nur Recht.

Er stapfte in die Küche und bediente sich einfach aus 
dem Kühlschrank. Das machte er immer, wenn er sich bei 
den Tendos einnistete und keiner hatte sich bisher daran 
gestört. Diese Reisbällchen schmecken einfach köstlich, 
bestimmt hatte Kasumi sie gemacht, dachte er, als er es sich, 
genüsslich kauend, am Esstisch bequem machte. 

Hätte Akane gekocht wären sie nämlich ungenießbar.

*
Hoffendlich läuft mir jetzt keiner über den Weg, dachte 
Ranma. Gerade wollte er sich aus dem Haus stehlen
als ihn jemand von hinten an die Schulter tippte.
"Wo willst du denn in diesem Aufzug hin?"
Erschrocken drehte Ranma sich um. Resigniert senkte
er den Kopf, als er sah wer ihn aufhielt. Ryoga - auch 
das noch.

"Das geht dich nun wirklich nichts an",
fauchte er seinen einstigen Freund an, vermied es jedoch
ihn anzuschauen, damit dieser nicht sehen konnte, dass 
er vor Verlegenheit rot geworden war.
"Also, wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich glatt
denken du hast ein Date, so wie du dich hergerichtet hast",
stichelte Ryoga und versuchte damit seine 
Verlegenheit zu übertuschen. Er konnte ja schlecht sagen wie
schön er Ranma-chan in diesem Augenblick gerade fand.

Sein Gegenüber würde ihn sicher für verrückt erklären.

"Wenn du es jemanden verrätst, sage ich Akane dass du
dich in P-chan verwandelst"
antwortete Ranmas zu Ryogas Überraschung. Seine Stimme 
klang bei diesen Worten jedoch eher flehend als drohend. 
Ranma wusste nicht warum, aber er konnte ihn nicht anlügen.
Bestimmt lacht er mich gleich aus, oder hält mich für einen 
Spinner, dachte Ranma und fühlte sich furchtbar elend.

Ryoga fiel aus allen Wolken. Mit wem wollte Ranma sich denn
in diesem Aufzug treffen? Etwa mit einem anderen Jungen?
Bei diesem Gedanken verriss es ihn fast vor Eifersucht.

Ranma interpretierte Ryogas entsetztes Gesicht falsch.
"...Wir waren doch mal Freunde Ryoga-kun?"
fuhr er fort und blickte den anderen Jungen mit seinem 
üblichen >unschuldiges Mädchen< Blick an, den er 
als Ranma-chan so gut drauf hatte.

Das war zu viel für den armen Ryoga. 

Sein Gesicht verdunkelte sich.
"Scheinbar hast du vergessen, dass du überhaupt kein 
Mädchen bist. Oder willst du wissen, wie es ist mit 
einem Jungen auszugehen? Dann hättest du auch mich 
fragen können. Ich hätte nämlich nicht >nein< gesagt. Aber
scheinbar gibt es da jemand mit dem du lieber ausgehen
willst. Gut, dann lass dich nicht aufhalten, ich werde niemanden
was sagen"
Mit diesen Worten drehte er sich auf dem Absatz um, stampfte
davon und ließ einen erstaunten Ranma alleine an der 
Tür stehen.

Das Ryoga so viel für ihn empfand hatte er nicht gewusst,
wie sehr man sich in jemanden täuschen konnte?
Noch verunsicherter als er eh schon gewesen war, öffnete
Ranma die Haustür und verließ das Haus.
Entschuldige mein Freund, aber ich muss das hier tun, 
sonst werde ich noch verrückt,
dachte er, während er sich auf den Weg zu Mikado machte.

*
Immer noch ganz aufgeregt setzte Ryoga sich 
wieder an den Esstisch. Er stopfte sich noch ein 
Reisbällchen in den Mund und stellte zu seiner Verwunderung
fest, dass er sich jetzt irgendwie erleichtert fühlte.
Doch bevor er sich fragen konnte wieso das so war, tauchte 
Akane auf der Bildfläche auf. 

"Hallo Ryoga, du bist ja wirklich wieder da, das ist schön. 
Ähm... sag mal, weißt du wo Ranma in dem Aufzug hin will?"
Sie setzte sich zu Ryoga an den Tisch und schaute ihn
freundlich lächelnd an.
"Keine Ahnung wohin er geht",
log er, wie er es Ranma versprochen hatte. 

Da fiel es ihm plötzlich wie schuppen von den Augen.
Das war es, jetzt wusste er warum er sich so erleichtert
fühlte, er hatte sich entschieden, er hatte sich für Akane 
entschieden.
"...und es ist mir auch egal"
fuhr er mit einem plötzlichen Lächeln im Gesicht fort. 

Jetzt musste er nur noch seinen ganzen Mut zusammen
nehmen und Akane sagen was er für sie empfand.


Ende Teil 2

Danke fürs Lesen ^ - ^

(*)Das City-Teehaus ist ein Ort den ich erfunden habe.
Ihr habt also nichts übersehen beim Lesen der Mangas.


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