Titel: Ranma und die
Sache mit dem Kuss
Teil 4
Autor: Tenshi
E-Mail: Tenshi31Lili@hotmail.com
(oder J.Sacher@t-online.de)
Disclaimer: Ranma gehört Rumiko Takahashi, ich
verdiene nichts daran usw.
Rating: sap, com & Love (HC ??)
Warnung: keine
Pearing: Ranma /Mikado
& Ryoga/Akane
Info: Ranma im Gefühlschaos - Akane lüftet ein
Geheimnis - Ryogas trifft eine Entscheidung -
Und was führt Mikado im Schilde?
Die Story knüpft an die Geschehnisse in Heft 3 & 4
der deutschen Bände von Ranma 1/2.
(aber nur noch sehr wenig °.O)
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Teil 4.
Der wieder in einen Jungen verwandelte Ranma sah aus wie ein
begossener Pudel, die Orchideen-Spange löste sich von seinem
tropfnassen Haar und fiel mit einem leisen >kling< auf den Boden.
Eine Weile herrschte drückende Stille. Die beiden Jungen sahen
einander an. Mikado mit vorwurfsvollem Blick, Ranma hingegen ängstlich
und in der Erwartung, dass gleich ein riesiges Donnerwetter über ihn
einschlagen würde. Doch stattdessen begann Mikado ruhig aber im
vorwurfsvollem Ton zu sprechen.
"Warum hast du mich so zum Narren gehalten? Mich, den größte Frauenheld
der Stadt...Findest du das etwas lustig?."
Ranma bekam große Augen. Wer hatte hier wen zum Narren gehalten? Und
was meinte Mikado mit >der größte Frauenheld der Stadt<?
Spinnt der jetzt völlig?
"Was? Du warst doch derjenige, der mich eingeladen hat
und so getan hat, als wollte er ein Date mit mir!"
Mit diesen Worten erhob Ranma sich von den Kissen und baute sich vor
Mikado auf.
"...Und wer hat mit dem Spielchen angefangen? Du bist es ja schließlich,
der
sich in ein Mädchen verwandelt und so tut als wäre er eins.
Ranma-chan, oder wie du dann heißt. Außerdem, warum hast du die Einladung
denn überhaupt angenommen?"
erwiderte Mikado aufgebracht und stand nun ebenfalls auf.
Irgendwie kam Ranma diese Szene sehr bekannt vor. Wie oft stritt er sich
mit Akane auf diese Art. Er wurde richtig wütend und so sprudelte es aus
ihm heraus.
"Meinst du mir macht es Spaß ständig als Mädchen herumzulaufen?
Dieser blöde Mädchenkörper ist doch schuld daran, dass ich auf einmal diese
sonderbaren Gefühle für dich habe!"
Er verfluchte sogleich seine vorlaute Zunge und blickte verlegen zu Boden.
Jetzt war es heraus. Na toll.
*
Zuhause, in dem Wachraum der Tendo-Traininghalle, starrte Akane
mit weit aufgerissenen Augen den verwandelten
Ryoga an. Das war also das Geheimnis um P-chan. Das Mädchen war
schon seid einiger Zeit zu dem Schluss gekommen, das P-chan
kein gewöhnliches Schwein sein konnte, aber sie wäre nie darauf
gekommen, dass Ryoga des Rätsels Lösung war.
Also noch ein Opfer dieser verwunschenen Jusenkyo Quellen.
In diesem Moment entdeckte P-chan das immer noch fassungslos
im Türrahmen stehende Mädchen. Er erschrak fürchterlich und wollte
die Flucht ergreifen. Doch Akane kam ihm zuvor, packte ihn
an seinem Stirnband, das er wie immer um den Hals trug, und hob
ihn hoch.
"Oh Ryoga, warum hast du mir das verheimlicht?"
fragte sie das verzweifelt zappelnde Tier. Sie wartete bis
er sich beruhigt hatte, dann setzte sie ihn vorsichtig wieder ab,
ergriff den Eimer und füllte ihn mit warmen Wasser. Von P-chans
ängstlichen Blicken verfolgt, goß sie den Eimer über ihn.
Da stand Ryoga nun vor ihr, mit hochrotem Kopf und tropfenden Haaren.
Akane schaute verlegen auf dem Boden, als ihr bewusst wurde, dass er ja
völlig nackt war. Hastig packte der Junge seine Klamotten und zog sich
wieder an.
"Ich hatte Angst, du würdest mich für einen Freak halten."
Das Mädchen schaute wieder auf, verwundert über Ryogas Worte.
"So ein Unsinn. Warum sollte ich das denn? Bei Ranma hat mich das doch
auch nicht gestört."
In dem Augenblick, als sie die Worte aussprach, wusste sie, daß es ein
Fehler gewesen war Ranma zu erwähnen. Als sie dann auch noch Ryogas
traurigen Blick sah, fuhr sie schnell fort,
"Wenn man jemanden liebt, sollte man da nicht auch seine ähm...kleine
Mängel übersehen und ihn so nehmen wie er ist?"
Was hatte Akane da eben gesagt?
Ryoga glaubte kaum was er gerade gehört hatte. Erwiderte Akane etwa
seine Gefühle?
"Oh, Akane. Heißt das du liebst mich auch?"
Das Mädchen nickte und lächelte verlegen.
"Du machst mich zum glücklichsten Menschen der Welt."
Freudig ging er auf das Mädchen zu und umarmte es.
Akane legte ihren Kopf auf Ryogas Brust und schmiegte sich liebevoll
an ihn. Ryogas Herz drohte zu zerspringen, so glücklich war er. So blieben
sie eine ganze Weile stehen, Arm in Arm, in dem Zimmer stehen. Bis Akane
plötzlich zu Ryoga aufsah und fragte,
"Hm...Ryoga, sag mal...Wenn du P-chan bist, weißt du dann genau was
du tust? Ich meine so wie Mr. Saotome, wenn er ein Panda ist?"
Mit dieser Frage löste Akane sich aus der innigen Umarmung und
blickte ihr Gegenüber durchdringend an.
"Ja. Wieso..."
Peng! Ein gewaltiger Kinnhaken ließ Ryoga in ein Regal mit Handtücher
landen.
"Warum hast du das getan?",
fragte er verdattert und rieb sich das schmerzende Kinn. Kampflustig
kam Akane auf ihn zu.
"Das war dafür, dass du mir das dumme Tier vorgespielt hast, um in
meinem Bett schlafen zu können!"
Der Junge erwartete nun eine gepfefferte Standpauke, aber völlig unerwartet
packte Akane ihn zog ihn an sich und küsste ihn.
"Es sei dir verziehen",
sagte sie lachend.
Das war die Akane, die er liebte. Temperamentvoll und unberechenbar.
Ryoga erwiderte den Kuss. Ja, seine Wahl war die Richtige gewesen.
Akane war der Mensch, den er zu seinem Glück brauchte.
Ranma, mein Freund, ich hoffe du verzeihst mir, dass ich dir
deine Verlobte wegschnappe und vielleicht verzeihst du mir auch irgendwann,
dass ich immer so gemein zu dir war, dachte der Junge, während er
>seine Akane< fest an sich drückte.
*
Mikado blickte verwirrt sein Gegenüber an.
"Hast du deswegen meine Einladung angenommen?"
Ranma nickte ohne aufzublicken. Er fixierte eines der Kissen, die auf dem
Boden lagen. Mikado brach in ein hysterisches Gelächter aus und konnte sich
nur schwer wieder beruhigen.
"Ja, lach mich nur aus...",
flüsterte Ranma und wünschte sich ein Loch, in das er sich verkriechen konnte.
Das war wirklich die peinlichste Situation in seinem jungen Leben.
"Nein, nein. Ich lache nicht über dich, Ranma..."
erwiderte Mikado mit einem heftigen Kopfschütteln.
"Ich lache über diese Situation. Weißt du, all das was ich über unseren
ersten
Kuss gesagt habe ist wahr. Du warst die...ähm...der Erste, bei dem ich etwas
empfunden habe. Als ich dich hier her einlud wollte ich dich noch einmal küssen
um mir Klarheit zu verschaffen. Aber als du dann tatsächlich kamst und deine
Rolle als Mädchen so gut weitergespielt hast, kam mir die Befürchtung, du
würdest ein böses Spiel mit mir treiben."
Ranma brauchte eine Weile, bis er Mikados Worte realisieren
konnte. Doch dann meinte er mit entschlossenen Ton,
"Du meinst also ein zweiter Kuss würde dir Klarheit verschaffen?"
Mikado nickte. Wieder wirkte er verlegen, von seiner sonst do üblichen
Gelassenheit war nun nichts mehr übriggeblieben.
"Dann bleibt dir nur eine Wahl, du musst mich noch einmal küssen,
Mikado."
Hab ICH das eben gesagt, dachte Ranma erstaunt über sich selbst.
Ach was soll´s, schlimmer konnte es ja nicht mehr werden.
"W...Wenn du meinst.",
erwiderte Mikado nun völlig verlegen. Mit leicht geröteten Wangen näherte
der Junge sich wieder Ranmas Gesicht und schloss die Augen.
Diesmal war es Ranma der innehielt, bevor sich ihre Lippen berührten.
"Hast du nicht etwas vergessen?"
Irritiert öffnete Mikado wieder die Augen.
"...?"
"Na, du hast vergessen mich wieder in das Mädchen Ranma-chan zu
verwandeln, bevor du mich küsst."
Ein sanftes Lächeln huschte über Mikados Gesicht. Langsam fand er seine
Gelassenheit wieder.
"Warum soll ich das denn? Ich will doch keine Illusion küssen. Wenn ich
Gewissheit haben möchte, muss ich schon dein wahres ich küssen und das
ist nun mal deine jetzige Form."
Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, zog er Ranma an sich.
Vorsichtig legte er seine Lippen auf Ranmas Mund. Überwältigt von Mikados
plötzlicher Initiative reagierte Ranma wie automatisch und öffnete seine
Lippen.
Als sich ihre Zungenspitzen berührten, war es um sie geschehen.
Erst küssten sie sich ganz vorsichtig und zaghaft, dann stürmisch und
leidenschaftlich.
Nur schwer konnten sie sich wieder voneinander lösen um Luft zu holen.
Ranma war ganz seltsam zumute. Noch nie hatte er so viel für einen
Menschen empfunden, wie in diesem Augenblick für Mikado. Der andere
Junge lächelte Ranma an. Es war ein sehr liebevolles Lächeln. Er schlang
plötzlich beide Arme um Ranmas Hals und flüsterte ihm ins Ohr.
"Das war noch besser als beim erste Mal",
Ranmas Wangen röteten sich. Was mach ich hier, fragte
er sich, ich bin dabei mich in einen Jungen zu verlieben. Wenn er mich weiter
so ansieht, garantiere ich für nichts mehr.
Ende Teil 4.
Das war der vierte Streich.
Der fünfte und letzte Teil folgt sogleich. ^ __ ^