Titel: Ranma und die Sache mit dem Kuss
Teil 5 (letzter Teil...jippie!)
Autor: Tenshi
E-Mail: Tenshi31Lili@hotmail.com
(oder J.Sacher@t-online.de)
Disclaimer: Ranma gehört Rumiko Takahashi, ich
verdiene nichts daran usw.
Rating: sap, com
Warnung: lime - nicht wirklich ( nur gaaaanz leichte
Andeutungen)
Pearing: Ranma /Mikado
& Ryoga/Akane
Info: Ranma im Gefühlschaos - Akane lüftet ein
Geheimnis - Ryogas trifft eine Entscheidung -
Und was führt Mikado im Schilde?
Die Story knüpft an die Geschehnisse in Heft 3 & 4
der deutschen Bände von Ranma 1/2.
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Teil 5
Als hätte Mikado Ranmas Gedanken gelesen, intensivierte er
seinen Blick. Ranma lief rot an und hoffte, daß er nicht
gleich Nasenbluten bekommen würde.
Jetzt nur nicht die Kontrolle verlieren, dachte er.
Sicherheitshalber löste er sich aus der Umarmung, gleichzeitig
senkte er denn Kopf und wich so Mikados fordernden Blicken aus.
"Bitte verbring die Nacht mit mir"
flüsterte Mikado mit erschreckender Entschlossenheit in seiner
Stimme.
"Aber..."
"Nur diese eine Nacht. Laß uns für ein paar Stunden vergessen,
daß du Akane versprochen bist und auf mich Asuka wartet. Ich will
mit dir..."
"Aber...wir sind doch zwei Männer"
unterbrach Ranma die Rede des anderen. Ich kann doch nicht mit
einem Jungen mein erstes Mal erleben, dachte er und versuchte
verzweifelt die Vernunft über seine Gefühle siegen zu lassen.
So nervös wie in diesem Augenblick war er noch nie in seinem Leben.
In Mikados Stimme schwang Verlangen, als er darauf erwiderte,
"Na und? Ist das denn wirklich so schlimm? Ich komme gegen meine
Gefühle nicht an, Ranma. Ich hab mich in dich verliebt"
Dieses Geständnis gab Ranma den Rest. Nun konnte er sich nicht
mehr beherrschen und so sprudelte es wieder aus ihm heraus,
"Verdammt...du hast Recht. Was ist so schlimm daran? Ich liebe
dich auch und ich wünsche mir nichts mehr als mich in deinen Armen
zu verlieren"
Der andere Junge lächelte freudig. Vorsichtig näherte er sich wieder
Ranmas Gesicht und begann mit den Händen sanft über sein Haar zu
streichen, dann beugte er sich zu ihm und küsste seine Augen, wanderte
mit den Lippen zu seiner Wangen, fand letztendlich seinen Lippen und
küsste sie zärtlich.
Mittlerweile kribbelte Ranmas ganzer Körper vor Erregung.
Mit einem plötzlichen Ruck zog Mikado ihn mit sich auf die Kissen.
Jetzt war es um sie endgültig geschehen. Sie ließen ihren Gefühlen
freien Lauf, bis sie irgendwann, in den Armen des Anderen, erschöpft
einschliefen.
*
Nach einem langen und ausgiebigen Gespräch über ihre Gefühle
füreinander, trottete das frisch gebackene Liebespaar Akane und
Ryoga händchenhaltend durch den Garten in Richtung Veranda. Der
Morgen dämmerte bereits. Hatten sie so lange geredet? Die Verandatür
stand offen und im Inneren des Wohnzimmers standen die Bewohner des
Tendo-Hauses und redeten aufgeregt durcheinander.
"Da seid ihr ja",
rief Kasumi erleichtert aus, als sie die beiden, erstaunt dreinblickend,
ins Haus kommen sah.
"Wo wart ihr denn so lange? Wir haben uns Sorgen gemacht"
"Wisst ihr wie spät es ist?"
"Ist Ranma nicht bei euch?"
"Hättet ihr nicht Bescheid sagen können, bevor ihr die ganze Nacht weg
bleibt?"
Die Familie bombardierte das junge Paar mit Fragen und Vorwürfen.
"Öh...wir haben geredet",
antwortete Akane wahrheitsgetreu. Mit einem kurzen Blick signalisierte
sie Ryoga, daß es wohl besser wäre, ihre Liebe zueinander jetzt nicht
der Familie zu offenbaren.
"Keine Ahnung wo Ranma sich herumtreibt",
fuhr sie fort. Ja, wo treibt Ranma sich eigentlich die ganze Nacht herum,
fragte sie sich nun auch.
Und warum hatte er sich dafür in Ranma-chan verwandelt?
"Ich werde Ranma suchen gehen",
verkündete Ryoga lauthals. Ich hätte ihn fragen sollen, wohin - oder eher -
zu wem er gestern Abend eigentlich wollte, dachte der Junge bei sich und
hatte plötzlich ein schlechtes Gewissen, weil er Ranma einfach so hatte
gehen lassen.
Bevor jemand ihn daran hindern konnte, eilte er wieder durch die Verandatür
nach draußen.
"Oh Nein nicht schon wieder",
seufzte Akane. Ryoga war wirklich nicht der Richtige, um nach Ranma zu
suchen.
"Jetzt können wir den auch noch auf unsere Vermisstenliste setzten",
war Nabikis trockene Bemerkung.
Mit einem kollektiven aufstöhnen machten sich Mr. Tendo und Mr. Saotome
auf die Suche nach den beiden Jungen.
*
"Aufwachen, Ranma"
Ranma blinzelte verschlafen und war für einen kurzen Augenblick
orientierungslos.
Warum lag er auf ein paar Kissen in einem kleinen Zimmerchen im
City-Teehaus?
Warum lag neben ihm Mikado Sanzenin?
Nun fiel ihm alles wieder ein.
Bei dem Gedanke an die stürmische Nacht mit Mikado wurde Ranma
prompt rot. Gähnend richtete sich Mikado auf und drückte Ranma
einen sanften Kuß auf die Wange.
"Morgen...",
murmelte Ranma und grinste seinen nächtlichen Liebhaber verlegen
an.
"Wir müssen uns beeilen. Ich muß heim und den Schlüssel wieder
an seinen rechtmäßigen Platz bringen, sonst flippt mein Onkel aus",
erklärte Mikado, während er abrupt aufstand und ein paar Kleidungsstücke
einsammelte.
"Oh mann, aufräumen muß ich auch noch..."
Hastig zog er sich an und reichte Ranma dessen Kleidung. Nun rappelte
auch er sich auf,
"Warte, ich helfe dir"
Er zog sich ebenfalls an und folge Mikado, den Schlaf aus den Augen
reibend, in die Küche des Ladenlokals.
Während sie, wenig später, die letzten Spuren ihres Nachtlagers
beseitigten, versperrte Ranma plötzlich seinem hektisch hin und her
laufenden Freund den Weg, zwang ihn damit kurz inne zuhalten und sprach,
"Das was wir füreinander empfinden dürfen wir nicht einfach mit einer
gemeinsamen Nacht abtun. Sollten wir nicht, den äußeren Umständen zum
Trotz, unserer Liebe eine Chance geben?"
Obwohl ihm die Zeit ihm im Nacken saß, mußte Mikado sich auf eine der
Kissen setzen, so sehr wurde er von dieser Frage überrascht und
überwältigt.
"Würdest du denn einen solchen Spinner wie mich lieben können?",
war seine Gegenfrage.
Ranma kniete sich vor ihn, um ihm direkt in die Augen sehen zu können
und antwortete,
"Ja, wenn Du einen Jungen lieben kannst, der sich ständig in eine Mädchen
verwandelt"
Daraufhin mußte Mikado lächeln.
"Ja, das kann ich"
Die zwei Jungen sahen sich schweigend an.
Plötzlich löste Mikado seinen Blick von Ranmas, um auf eine Uhr zu
schauen, die über dem Tresen hing,
"Wir müssen uns jetzt wirklich beeilen. Mein Onkel ist sicher schon
wach. Komm doch heute Abend wieder hier her. Ich mach uns dann leckere
Reisbällchen - ich mach sehr gute Reisbällchen"
Ranma nahm die Einladung mit einem zustimmenden Nicken an.
Nach einer kurzen Pause fuhr Mikado fort und grinste dabei schelmisch.
"Geben wir den Leuten einen Grund zum tratschen. Wie wäre es wenn du
als Ranma-chan kommst?"
"Du bist ja ein ganz Schlimmer"
erwiderte Ranma mit einem koketten Kichern, daß er nun offensichtlich
auch ohne seine weibliche Form ganz gut beherrschte.
Mikado umarmte den anderen Jungen, der auch in seiner jetzigen Form ein
wenig kleiner war als er. Nur ungern löste er sich wieder aus dieser
Umarmung, doch die Zeit drängte und er mußte jetzt wirklich mit den
Aufräumarbeiten fortfahren.
"Aber denk ja nicht, daß ich dafür ein Kleid anziehe",
murmelte Ranma während er sich daran machte seinem Geliebten zu helfen.
Mikados schallendes Lachen hallte durch die Räume.
*
"Na toll, wo bin ich nun schon wieder und wo zum Teufel treibt dieser
Blödmann sich nur herum",
fluchte Ryoga vor sich hin, als er orientierungslos eine Straße einbog,
die ihm beim besten Willen nicht bekannt vor kommen wollte. Er schaute
auf seine Armbanduhr. Verdammt, wäre ich nur bei den Tendos geblieben.
Kasumi macht sicher gerade Frühstück, dachte er und rieb sich den
knurrenden Magen.
Das Schild :
>City-Teehaus<
stach Ryoga sofort ins Auge. Der Laden hatte ein sehr gutes Frühstücks-
Buffe, das war genau das, was er jetzt brauchte. Er würde einfach
warten bis der Laden öffnete. Geduldig lehnte er sich an einen
Laternenpfosten auf der gegenüberliegenden Straßenseite, als plötzlich
die Tür zum Teehaus auf ging und zwei Jungen, Hand in Hand, auf die
Straße traten.
"Saotome?",
rief er aus, als er Ranma erkannte. Der Angesprochene bemerkte Ryoga,
machte seinen Begleiter auf ihn aufmerksam und steuerte dann auf ihn
zu. Plötzlich verlor Ryoga völlig die Fassung. Mit aufgerissenen Augen
klotzte Ryoga Mikado an.
"Sanzenin?"
Ihn hatte Ranma also treffen wollen! Ryoga hatte ja schon so seine
Spekulationen gemacht, wer wohl Ranmas Date sein könnte, aber an
diesen Eiskunstläufer hatte er nun wirklich nicht gedacht.
Und die beiden hatten offensichtlich die ganze Nacht miteinander verbracht!?
"Äh...Hallo Ryoga",
begrüßte Ranma den Jungen auf der anderen Straßenseite verlegen. Wie
kommt DER denn gerade jetzt HIER her, fragte er sich. Er überquerte,
mit Mikado im Schlepptau, die Straße, die in dieser frühen Morgenstunde
noch unbelebt war. Auf der anderen Seite angekommen, bemerkte er mit
Besorgnis Ryogas entrüstete Gesicht.
Das nennt man dann wohl ungewolltes Outing, dachte Ranma verdrossen.
Mikado räusperte sich, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
"Ich werd mal nach Hause gehen. Mein Onkel sucht sicher schon den
Schlüssel",
sagte er, als Ranma ihn fragend ansah. Dann drückte er ein wenig Ranmas
Hand, die er immer noch fest in seiner hielt. Ranma erwiderte diese
unauffällige Geste der Zuneigung und antwortete,
"Tu das, bevor du noch Ärger bekommst"
Mit einem liebevollen Lächeln verabschiedeten Ranma und Miklado sich.
Mikado nickte dem immer noch nach Fassung ringenden Ryoga noch höflich
zu, dann eilte er schnellen Schrittes davon.
Ranma und Ryoga standen sich nun alleine gegenüber. Endlich begann Ryoga
seine Fassung wieder zu finden und fragte sein Gegenüber,
"Hast du dich etwa in diesen Mikado verliebt?"
Ranma zögerte. Auch diesmal fühlte er sich irgendwie dazu verpflichtet,
dem einstigen Freund die Wahrheit sagen. Vielleicht lag es daran, daß
sie, als sie noch Freunde waren, sich geschworen hatten einander immer
die Wahrheit zu sagen? (*)
"Ich versteh es selbst nicht. Aber...ja, ich hab mich in Mikado
verliebt"
Ähnlich wie am vergangenen Abend wünschte Ranma sich nichts sehnlicher
als ein Loch in das er versinken konnte. Doch statt ihn auszulachen,
wie Ranma es erwartete, lächelte Ryoga ihn nur erleichtert an.
"Gut, dann liebst du Akane sicher nicht mehr. Das erleichtert vieles.
Sie ist nämlich jetzt mit mir zusammen"
"Sie ist WAS...?"
Ranma starrte sein Gegenüber überrascht an. Wie hatte Ryoga denn
das geschafft? Ein wenig Eifersucht kam in ihm hoch, obwohl ihm doch
vor einiger Zeit schon klar geworden war, daß seine Gefühle für das
Mädchen eher brüderlicher Natur war.
die Eifersucht verschwand aber wieder schnell und wurde durch
Erleichterung ersetzt.
Na gut, Akane hat Ryogas werben also erhört, aber was ist mit
seinem ach so verzweifelt gehütetem Geheimnis, dachte Ranma.
"Weiß sie denn auch von deinem...ähm...kleinen Problem mit kaltem
Wasser?",
fürte er seine Gedanken laut fort und konnte es sich nicht verkneifen
dabei sarkastisch zu klingen. Ryoga erwiderte mit einem triumphierenden
aufleuchten in den Augen,
"Sie weiß es und es stört sie überhaupt nicht"
"Tatsächlich? Na ja, ist ja auch was anderes, als wenn sich der Verlobte
ständig in ein Mädchen verwandelt, was. Bin ja mal gespannt was Mr. Tendo
zu Akanes Entscheidung sagen wird.",
antwortete Ranma ein wenig mürrisch bei dem Gedanken daran, was die
Familie wohl sagen wird, wenn sie erfährt, daß Akane und er nie
heiraten werden.
"Apropos Mr. Tendo. Wir sollten langsam nach Hause gehen. Dein Vater
und die Anderen machen sich nämlich ganz schön sorgen um dich"
Ranma machte ein gequältes Gesicht. Eigentlich hatte er gar keine Lust
nach Hause zu gehen. Wie sollte er seinem Vater vor die Augen treten
und so machen als wäre letzte Nacht nichts ungewöhnliches passiert.
Aber ihm blieb ja keine andere Wahl und so antwortete er,
"Na gut. Gehen wir"
Während sie den Heimweg antraten, legte Ryoga plötzlich seine Hand
freundschaftlich auf Ranmas Schulter und fragte hoffnungsvoll,
"Jetzt wo wir ja eigentlich keinen Grund mehr haben uns ständig zu
schlagen, können wir dann nicht wieder Freunde sein?"
Du weißt gar nicht wie froh ich bin, daß du das fragst, dachte Ranma,
ließ sich aber seine Freude nicht anmerken und antwortete nur mit
ausdrucksloser Miene,
"Ja, warum nicht?"
Ryoga grinste breit.
"Eigentlich ist es doch auch egal, wer von uns beiden der bessere
Kämpfer ist. Oder?"
"Hmm...ja. Du hast recht",
antwortete Ranma. Ein wenig wunderte er sich über Ryogas plötzlichen
Sinneswandel, mußte ihm aber Recht geben. Dieses ständige Kräftemessen
war wirklich kindisch von ihnen gewesen.
Wer hätte gedacht, daß er und Ryoga wieder Freunde werden würden?
Schweigend trotteten die zwei Jungen eine Weile nebeneinander her.
Da kam Ranma plötzlich eine Idee.
"Trotzdem bin ich immer noch der schnellere von uns beiden. Ätsch! Wetten
ich bin eher zu Hause als du"
Mit diesen Worten knuffte Ranma seinen wieder gewonnenen Freund in die
Seite und rannte lachend die Straße entlang Richtung Tendo Dojo.
"Das werden wir ja noch sehen",
rief Ryoga ebenfalls lachend aus und rannte so schnell er konnte Ranma
hinterher.
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Ende
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Puh, geschafft. ^ - ^
Hmm...wie findet ihr das Ende?
(*) Den Schwur hab ich erfunden. Öh...Wie so einiges in dieser
Geschichte. "smile"