Von

Von: Lona [Lonasan@hotmail.com]

Warnung: an einer Stelle gibt es Blut, aber das war s dann auch schon, ziemlich ungefährlich

@shonen ai Fans in dem ersten Teil werdet ihr nicht fündig

Kommentar zur Story: Rafael ist ein Junger der durch eine Vergewaltigung zur Welt kam, aber einer seiner Eltern hatte die Genen eines seltsamen Wesen. Diese Wesen erwacht in Rafael, als er seine Halbschwester vor Vampiren retten will.

Was seine Mutter dazu sagt und wie Rafael damit umgeht erfährt ihr in meinem Fanfic ^^

Ach ja und die Welt ist die aus der Serie  „Buffy in Band der Dämonen“

Feedback: Ist der erste Fanfic, den ich veröffentliche(aber mehrteilig)  , also nur her mit den Kommentaren, damit ich mich auch verbessern kann^^

 

 

Teil 1 

Ich gehöre nicht hierher

 

 Es war Donnerstag meine Schwester ging Donnerstags immer zum Nachmittagsunterricht und ich wollte sie heute abholen, da wir Anfang Frühling hatten und es so ziemlich früh dunkel wurde. Obwohl unsere Mutter mich von ihr fernhalten wollte fanden ich und meine Schwester immer  wieder eine Möglichkeit uns zu treffen. Meine Mutter hatte mich schon immer gehasst, da sie in mir nicht ihren Sohn sehen wollte...

 

ES passierte bei ihrem Besuch in Japan, wo sie eine zeitlang studiert hatte. Sie war damals erst 16 als irgendein Verrückter sich an sie rangemacht hatte. Es war schon spät geworden, als sie nach einem Treffen mit ihren Freundinnen heim ging. Und dann war dieser betrunkene Idiot aufgetaucht, der sie in ein dunkles Viertel zehrte und ihr die Sachen  herunterriss. Sie wachte später in dem selben Viertel  auf, und war froh noch am Leben zu sein. Aber dann stellte es sich heraus, dass der Mann, der sie vergewaltigte, sie auch noch geschwängert hatte. Meine Mutter wollte das Kind jedoch nicht „töten“ und lies es nicht abtreiben, da es ja ihre ganze Zukunft verändern würde. Und obwohl sie schon immer eine schöne Familie haben wollte,  konnte sie mich nicht lieben, da ich  ihr eigentlich ja  aufgezwungen wurde und nicht die „Frucht der Lieber zweier Menschen“  darstellte. Meine Mutter wollte mich zuerst in einem Weisenhaus abgeben, aber keines wollte mich annehmen, da ich, obwohl meine Mutter es nicht wollte, immer noch ihr Sohn war. Sie vernachlässigte mich schon immer und dann lernte sie einen jungen Mann kennen, in den sie sich verliebte und lies meine Großmutter sich um mich kümmern. Aber vor drei Jahren war diese gestorben und ich lebte nun allein in ihrer Wohnung. Und meine Mutter tat alles um ihre kleine Tochter Luise, von dieser Wohnung fernzuhalten.

 

Es tat immer weh über die Beziehung zwischen meiner Mutter und mir nachzudenken, also versuchte ich auf andere Gedanken zu kommen.

 

Der Wind spielte mit meinen Kinnlangen blonden Haaren, die ich heute offen hatte, da ich mit einem Zopf immer so ernst aussah. Viele lachten mich wegen meiner Haare aus und beschimpften mich oft  als „Schwul“, aber ich fand es schön so und mir war meine Meinung und die meine besten Freundin amtwichtigsten. Und diese besten Freundin war meine Schwester Luise , sie sagte immer so was wie „Du bist echt hübsch“ und „ Es zählt vor allem  das Innere eines Menschen “ oder ähnliches. Sie liebt mich so wie ich  bin  und ich liebe sie. Doch unsere Mutter sah in mir eine große Gefahr für sie, was ich jedoch eine sehr lange Zeit, nicht ganz verstehen konnte.

 

Ich verlor mich in meinen Gedanken, und merkte nicht ,dass ich bereits neben dem Schultor der O-Stufe stand. Die angenehme Stimme meiner Schwester holte mich zurück, in die Realität. „ Hey, Rafael!“ Luise stürmte auf mich zu und umarmte mich, sie war erst 11 und ganze 5 Jahre jünger als ich. Ich umarte sie zurück und nachdem ich sie lächelnd begrüßte, gab ich ihr einen Kuss auf die Stirn. „Wollen wir gehen Kleines?“.

„Klar! Warte ich hol´ noch meine Sachen. Sie sind noch in dem Klassenraum, ja?“

„Ok. Aber mach schnell.“

 

Das blonde Mädchen rannte zurück zu Schule. „blonde Haare“, ja das war die Haarfarbe meine Mutter, wenigstens diese hatte ich von ihr. Ich war ihr Sohn, ich war Luises Bruder und trotzdem hasste meine Mutter mich! „fael, Rafael! Was ist los! Hey! Brüderchen?“ Das Mädchen zehrte an meinem Ärmel. „ Hey!“ zum zweitem Mal an diesem Abend unterbrach Luise meinen Gedankenlauf . “Tut..tut mir leid ich hab bloß über etwas nachgedacht...“

„Was ist den los mit dir, du bist heute so komisch?“ „ Es ist nichts.“ „Ach komm schon, mir kannst du nichts vormachen...du hast gerade über unsere Mutter nachgedacht nicht Wahr?“ Ich sagte nichts und guckte zu Seite, Luise kannte mich einfach viel zu gut.  Ich hatte oft das Gefühl sie würde mich sogar besser kennen, als ich selbst.

 

 Ich spürte wie meine Schwester sich unter mir einhackte „Ach, mach dir darüber keinen Kopf. Es ist kurz nach sieben und ich hab heute meine Brotdose vergessen, wollen wir nicht noch irgendwo essen gehen ? Oder....nein! am besten wäre es wenn du mir was zu essen machst! Mama denkt nämlich ich übernachte heute bei meine Freundin Marie...“ Luise machte eine lange Pause dann fragte ich sie  ganz Vorsichtig nach dem was sie vor hatte „und in Wirklichkeit willst du...?“ sie redete mir dazwischen “Bei DIR übernachten.“ Luise grinste mich frech an, ich konnte nicht anders als ihr Grinsen zu erwidern “Schön, dass ich es auch weiß, aber sag mal was ist wenn Mutter bei Marie anruft und nach dir fragt?.“ Luises Grinsen wurde zur meiner Überraschung noch breiter „Ach was, Die Telephonleitung bei Marie ist Tod...na ja irgendwas stimmt da mit ihrem Vertrag nicht oder so!“ „Du hast aber auch alles durchdacht!“ meinte ich 

 

Ich konnte meiner Schwester eh nicht widersprechen, es war ja nicht gerade so , dass ich sie nicht gern bei mir hatte. Im Gegenteil, diese Idee gefiel mir sehr.  So beschloss ich einfach das Thema zu wechseln: „Hmm...du bist heute so gesprächig! Gute Noten?“ „Nein, es ist bloß Donnerstag und mein Bruderchen....“ sie brach ab als uns vier junge Männer die Straße versperrten. Das Lächeln in ihrem Gesicht verschwand und ihre Augen füllten sich plötzlich mit Angst.

 

Ich  fragte die  Männer ruhig, was sie von uns wünschten. Und dann griff einer von denen ohne Vorwarnung, ohne etwas zu sagen an, er kriegte von mir einen harten Schlag in das Gesicht und landete ein Paar Meter von mir entfernt auf dem Boden. Die anderen drei sahen mich verstört an.

 

Ich drehte mich zu Luise um, die sich hinter mir versteckte und flüsterte ihr zu , sie solle abhauen und zwar so schnell wie möglich, als das Mädchen ihren Mund aufmachte um etwas zu erwidern  unterbrach ich sie “kein aber, Kleines, mach was ich dir sage, ok?“ Sie nickte stumm und lies meine Jacke los.

 

Der Typ, dem ich eine verpasst  hatte stand auf und strich sich durch das rote Haar, dann legte er seine Hand auf sein Gesicht und als er diese wieder vom Gesicht entfernte , wurde mir fast übel:  Sein Gesicht sah nicht mehr Lebendig aus, total verzogen und mit unzähligen Falten. Doch diese eine Vorstellung machte mir keine Angst,  normalerweise war ich ja kein besonders gute Kämpfer, aber ich war durchtrainiert und wenn es um meine Schwester ging konnte ich ab und zu über meinen Schatten springen. Also stürmte ich mich in den Kampf, auch die andere Männer hatten  inzwischen eine ähnliche Grimasse wie der Rothaarige, der anscheinend den Anführer darstellte . Die Männer waren unglaublich stark, und im Gegensatz zu mir wurden sie nicht müde. Egal wie viele male ich sie schlug.

 

Ich war schon kurz vorm Umkippen als ich das laute Schreien von meiner Schwester hörte. Ich drehte mich zu dem Ort woher das Geräusch kam um. Einer dieser Typen hielt Luise fest, und es schien so als ob er ihr in den Hals beißen wollte. Und dann erkannte ich, dass  die Männer die uns umzingelten sehr lange und spitze Zähnen hatten. Ich war schockiert als ich verstand dass es nicht mal Menschen waren, sondern.....//Vampire?// Erst jetzt nahm ich wahr, dass einer von denen mich von hinten festhielt, sodass ich mich nicht wehren konnte, ich konnte mich nicht mal bewegen. Die scharfen Zähne des Wesens, der meine Schwester festhielt nährten sich immer weiter ihrem Hals. Ich schrie auf als ich verstand , dass ich ihr in meiner Lage nicht helfen konnte.

 

Die Zähne berührten bereits ihre zarte Haut, als etwas unglaubliches geschah: Ich spürte Schmerz  etwas in mir bewegte sich. Ich blickte  noch mal in das hilflose Gesicht meine Schwester, und dann durchdrang etwas meine Haut am Rücken und durchbohrte das Leib des hinter mir stehenden Wesens.  Seine Hand fiel zu Boden und der Kopf landete  ebenfalls neben meinen Füßen. Plötzlich merkte ich, dass ich meine Handlungen nicht mehr kontrollieren konnte.

 

Unter meinen Füßen  war Blut, sowohl dass meine, aus den Wunden am Rücken, als auch das des Vampirs und auch ich selbst war von der roten Flüssigkeit bedeckt mein Rücken tat weh doch ich spürte den Schmerz kaum, da ich total in meiner Wut gefangen war.

 

Ich sprang auf den Vampir zu, der meine Schwester festhielt und mich benommen anstarte. So hoch war ich noch nie gesprungen, und dann merkte ich das ich flog, die Ursache für den Schmerz waren die großen schwarzen  Flügel, die mir gewachsen waren...

 

Ich stellte fest, dass ich bereit gelandet wahr und gerade dabei war dem Vampir den Kopf abzureißen. Die zwei anderen wollten fliehen, was ich bei normalen Umständen auch zulassen würde, aber nicht in diesem Moment, nicht in dieser Gestallt. Ich holte sie ein, brach ihnen erst mal ein Paar Knochen, den einen Vampir hob ich hoch und  brach ihm das Rückrad, dann schmiss ich ihn an eine Wand. Dem anderen riss ich die Arme ab und schlug dann, den mit Blut bedeckten, Körper mit dem Kopf gegen eine Wand, schließlich wurde der Vampir von mir praktisch  zerrissen. Das alles begleitet mit vielen in aller Richtungen spritzenden Blutströmen.

 

 Aber war das wirklich ich, der da gerade eben kämpfte. Ich hasste Blut , ich hasste Gewalt und jetzt.... //Oh Gott, mir sind Flügel gewachsen und ich ...ich tötete! Ich tötete...Vampire?...bereits Tote?... aber in ihnen floss Blut also lebten sie doch auf irgendeiner Weise und sie spürten Schmerz!!// und ihre Hüllen lagen immer hin vor meinen Füßen, sie waren nicht verschwunden, wie ich es in den Filmen sah, sie waren da....

 

Ich stellte fest, dass mehrere Tränen mir die Wangen herunterliefen und eine heiße Spur hinterließen, ich wusste nicht wann ich anfing zu weinen, aber  inzwischen konnte ich wenigstens klar denken auch wenn ich es lieber nicht tat. Ich schaute mich um überall war Blut und vier Leichen. Die einzelnen Körperteile befanden sich in den verschiedensten Ecken.

 

Noch mehr Blut floss als sich meine Flügeln plötzlich bewegten und dann wieder in meinen Körper zurückkehrten, es tat höllisch weh. Ich kniff meine Augen zusammen und fiel auf die Knie, alles tat weh ich hörte wie sich meine Schwester mir näherte und mich umarmte //Gott sei Dank sie war am Leben!// war das Letzte was ich dachte, bevor mir schwarz vor Augen wurde und ich  in einen tiefen Schlaf fiel.

 

 

Als ich meine Augen aufmachte, blickte ich ihn die meiner Schwester ,sie schaute mich besorgt an. Daneben zwei Augen, die mir ebenfalls sehr bekannt vorkamen, die Augen einer Frau, die mich sehr misstrauisch anguckten, die Augen meiner Mutter! Doch bevor ich was sagen konnte schlief ich auch schon wieder ein. Da ich sehr erschöpft war und mich nur im Schlaf sicher fühlte.

 

Das nächste mal als ich aufwachte, fühlte ich mich schon viel stärker. Das Gesicht meiner Mutter war verschwunden. Irgendein Arzt fummelte gerade an den Geräten. Und meine Schwester saß neben mir auf einem Stuhl, ihr Kopf gesenkt, und die Augen geschlossen. Sie hielt meine Hand fest und flüsterte etwas, ihre Augen waren rot anscheinend hat sie viel geweint, und zu wenig geschlafen. Sie sah nicht, dass ich aufgewacht war, also bewegte ich kurz meine Hand, was sie zusammenzucken ließ. Sie hob ihren Kopf, und sah zu mir rüber. Sie machte mehrmals ihren Mund auf, aber sie brachte keinen Ton heraus. Das Mädchen legte ihre kleine Hand auf meine Wange, ich spürte wie sie zitterte und versuchte mich aufzurichten, aber ich hatte nicht genug Kraft. „Luise.... beruhig  dich es geht mir gut,“ sagte ich, mit meiner Stimme , die sich so ungewöhnlich rau anhörte “... ich bin froh, dass dir nichts passiert ist. Kleines.“ brachte ich mit Mühe hervor. Doch sie antwortete nicht, sie schaute mich bloß mit ihren , mit Tränen gefüllten, Augen an. Aber es waren keine Tränen der Freuder, nein, Luise sah sehr traurig aus, irgendetwas stimmte nicht. /7Müss sie sich nicht eigentlich freuen wenn ich zu mir komme?//

 

Dann ging die Eingangstür in meinen Zimmer auf und unsere Mutter kam rein. Sie hatte immer noch diesen seltsamen, und mir doch so vertrauten Blick als sie mich begrüßte. „Rafael, ich habe dir doch verboten, dich mit meiner Tochter zu treffen, und was machst du? Du bringst sie in Gefahr und...“ ich hörte wie sie mir weitere Vorwürfe machte, aber ich verstand es nicht mehr, immerhin hatte ich sie doch gerettet. Ich liebe meine Schwester, wie konnte sie nur behaupten, ich würde sie absichtlich in Gefahr bringen, aber wieso sagte Luise denn gar nichts, wieso guckte sie mich nur so seltsam an? Meine Mutter sprach inzwischen weiter und ich fand in ihren Wörtern , die Antworten auf mehrere meiner Fragen  “....deinetwegen ist Luise jetzt stumm..“ Sie weinte als sie das erwähnte“ ...Ich weiß was passiert ist und was die Schrammen auf deinem Rücken zu bedeuten haben!“ Sie warf einen Blick zu dem anwesenden Arzt und sprach weiter“ Es weiß niemand außer mir und Luise und ich werde es Keinen erfahren lassen, aber ich will, dass du diese Stadt sofort verlässt. Nein, sogar das Land oder am besten den Kontinent. Dass du in einem anderen Viertel als meine Familie lebst reicht wohl nicht!“ Die letzten Wörter schrie sie fast....“Ihre Familie“ Also schließ sie mich dieser VÖLLIG aus. Auch mir kamen jetzt die Tränen, meine Mutter holte einen Brief heraus und legte ihn neben mir auf den Tisch „Hier ist eine Fahrkarte nach Japan und ein Wenig Geld damit ich nicht an deinem Tod Schuld trage, ich bin mir sicher du wirst mit deinen 16 Jahren auch selber klar kommen, ich trage ab jetzt keine Verantwortung für dich!“ Sie nahm Luise an der Hand und ging mit ihr zu Tür, diese wehrte sich kaum sie schaute mich nur sehr traurig an und weinte. „Ich will dich nie wieder sehen du...Monster!“ waren die letzten Wörter meiner Mutter, bevor sie die Tür zuknallte und mit meiner Schwester aus meinem Leben verschwand...

 

Ich schaute benommen zu der Decke des Zimmer und weinte. //Japan? So weit weg? Das ist das Land  in dem ich zu Welt kam, in dem meine Mutter mich auf dieser Welt brachte...// Der Arzt guckte  mich an, dann ging er zur mir rüber. „Hör zu Junge...“  „Ich brauch kein Mitleid!!“ schrie ich ihn an, dann guckte er mir tief in die Augen“ Deine Schwester ist in einer Schockfase , sie in dieser Lage zu verlassen, wäre ein großer Fehler, aber deine Mutter will es nicht verstehen.“ Ich schaute zu ihm „Luise ist stark, sie wird es schaffen!“ sagte ich und machte eine lange Pause “... und ich ....ich werde wegziehen! Denn ich gehöre nicht hierhin, ich gehöre nicht zu dieser Familie, nicht in diese Stadt und nicht einmal in diese Welt“, sagte ich mehr zu mir selbst als zu dem Arzt „Willst du mit jemandem darüber reden?“ fragte der Arzt. „Nein, es gibt niemanden der mich verstehen würde.“//oder mir glauben...//

 

 

 

Ich war sehr früh aufgestanden und packte meine Sachen. Heute würde ich von hier wegziehen und ein neues Leben anfangen. // Wenn ich erst mal weg bin, hab ich die Möglichkeit auf ein neues , schöneres Leben. Vielleicht würde ich ja ein Mädchen kennen lernen, mich in sie verlieben. Ich würde auch eine viel größere Möglichkeit haben, neue Freunde zu finden. Japan ist ein schönes Land, mit japanisch hab ich keine Probleme. Ich wird schon klarkommen, Ich werde in einen dieser Jugendheims einziehen bis ich eine schöne Wohnung gefunden habe..// „Ja ,ich werde es schaffen!“ sagte ich zu mir selbst Irgendwie freute ich mich auf den Flug  und wollte auf keinem Fall das Flugzeug verpassen. Ich wollte hier weg und hoffte Zeit würde alle Wunden heilen.

 

Ich wollte alles vergessen: sowohl den Kampf mit Vampiren oder wenn auch immer, als auch meine Flügeln, aber auch meine Mutter und sogar meine Schwester.

 

Dann klingelte es an der Tür, ich machte auf und sah einer ältere Frau an, die mir einen traurige Blick zuwarf, meiner Nachbarin hatte von dem ganzen Wind bekommen und kam hin um ihr Mitleid zu zeigen, aber ich hasste es bemitleidet zu werden, also ging ich mit ihr sehr unfreundlich um, was ich normalerweise nie tat. Aber in letzter Zeit nach dem was Geschehen war ging ich mit allen Leuten so um, ich hoffte bloß sie würden mir verziehen , da ich ja in einer „SO schweren Lage war“, wie sie es immer nannten.

 

Als ich bereits meine Sachen , die nur einen Koffer und einen Rucksack mit Essen darstellten, zusammen gepackt hatte und bereits die Treppe runterkam, erblickte ich ein mir sehr bekanntes Mädchen. Luise stand vor der Eingangstür des Hauses und schaute hoch zu meinem Fenster. Ich wollte einfach den anderen Ausgang nehmen und fliehen, aber als ich sie so dort sah, konnte ich nicht anders als auf sie zuzugehen.

 

„Luise?...Kleines?“ Sie wandte sich zu mir um , anscheinend war sie immer noch stumm da sie nichts sagte, sondern einfach auf mich zulief und mich umarmte. Sie schüttelte heftig  ihren Kopf, und ihre Augen füllten sich schon wieder mit Tränen. Ich verstand was sie mit dieser Geste sagen wollte und kniete mich zu ihr hin „Es tut mir Leid, aber ich MUSS gehen. DEINE Mutter hat Recht ich bin eine Gefahr für dich und DEINE Familie. Ich hab darüber nachgedacht, ich gehöre nicht hierher, du hast doch gesehen, was für einer ich bin. Ich bin ein Monster.“ Sagte ich bitter. Ich versuchte ihr ein schiefes Lächeln zu schenken, aber es geling mir nicht.

 

Schon wieder schüttelte Luise ihren Kopf und machte ihren kleinen Mund auf um etwas zusagen, aber es gelang ihr immer noch nicht. Ich legte zwei Finger auf ihre Lippen, und flüsterte “Ich liebe dich , ich werde dich immer lieben, hörst du und ich liebe auch die Frau, die mich zur Welt gebracht hat, auch wenn Mutter es nicht zugeben will SIE war es die mir das Leben schenkte und dafür bin ich ihr dankbar, also enttäusche sie nicht, ja? Du wirst bald bestimmt wieder reden und dann kannst du es ihr sagen, ok. Kleines? “ sie nickte stumm und als sie mich wieder anschaute, waren ihre Augen zwar immer noch voller Tränen, aber ich erkannte auch ein Lächeln auf ihrem Gesicht, auch wenn es sehr traurig war. Sie gab mir einen Briefumschlag, mit vielen kleinen Bildern drauf auf dem sie mit ihrer sehr ordentlichen Schrift etwas draufgeschrieben hatte “ Erst beim Flug öffnen, Brüderchen!!!“ Ich küsste sie auf die Stirn und bedankte mich bei ihr „ Aber jetzt muss ich echt los, sonst verpasse ich ja mein Flugzeug und werde nie erfahren was da drin steht!“ scherzte ich und zeigte auf den Brief, ich lächelte ihr zu, dann drehte ich mich um und ging Richtung Flughafen. Ich lies Luise allein zurück...

 

 

Ich schaute auf die Uhr es war kurz vor 8, als die Maschine kam. Ich war froh dass ich nur einen große Reisetasche  und einen kleinen Rucksack ,den ich nach oben nehmen wollte als Gepäck hatte und bei dieser Kälte nicht draußen stehen musste und darauf achten, dass meine Sachen  ordentlich in den Kofferraum gelegt wurden. Ich war bereits, in das Flugzeug hochgestiegen und suchte nach meinem Platz. //Zweite Klasse, nicht schlecht//ich wunderte mich, dass meine Mutter mir einer Karte für eine so bequeme Möglichkeit gekauft hatte. 

 

Neben dem roten Sessel auf dem die selber Nummer, wie auf meiner Karte war, stand eine junge Frau und legte gerade ihre Tasche in das Fach oben, irgendwas faszinierte mich an ihr, sie hatte diese unschuldige braune Haarfarbe, aber der Glanz in den Haaren und der Schwarze Mantel den sie trug ließ sie irgendwie gefährlich aussehen.

 

Sie blickte zu mir rüber und nahm ihre schwarze Brille ab und sprach mit einem japanischen Accent „Ist etwas? Wie so guckst du so gestört? “ trotz ihrer Wortwahl ließ ihr Lächeln sie auf mich  freundlich wirken. Mir stieg röte im Gesicht als ich in ihre kleine  smaragdgrünen Augen blickte. „Hat es dir die Sprache verschlagen Jungchen?“ Ich war so doof, ich konnte keinen Ton von mir geben, also bewegte ich mich einfach in ihre Richtung und zeigte stumm auf den Platz neben ihr. Ihr Lächeln wurde noch angenehmer, als sie die Geste verstand „ Ach so, du bist mein Sitzpartner!“ Sie ging ein bisschen zu Seite, damit ich mich vernünftig hinsetzen konnte. Ich war froh neben dem Fenster zu sitzen, da ich dann nicht zu ihr Blicken musste, sondern so tun als ob ich den blauen Himmel betrachten würde.//wie langweilig..//

 

Aber ich hätte nie Erwartet, dass so eine strengaussehende Frau in Wirklichkeit so kindisch sein konnte. Sie war unglaublich neugierig und sehr gesprächig.

 

Als das Flugzeug bereits in den Himmel, hochgestiegen war, holte ich den bemalten Umschlag raus und fing an den Brief zu lesen:

 

Hallo Brüderchen!

Ich wusste, dass du so reagieren würdest und dich nicht von mir aufhalten lassen würdest, deswegen schrieb ich diesen Brief. Ich würde dir, dass was hier steht auch gerne selber sagen, aber du hast ja mitgekriegt dass ich nicht reden kann. Aber das wird schon wieder J nicht Wahr?

Es ist kein Abschiedsbrief, im Gegenteil es ist eine Erinnerung daran , dass du zurückkommen sollst!

Ich liebe dich, auch wenn dir Dämonenflügeln wachsen du bist immer noch mein Bruder, den ich SEHR SEHR LIEB HABE.

Also  ich  will dich mit dem weiterem Inhalt des Briefes nicht enttäuschen, aber Mama hat mir erzählt....

 

Weiter kam ich nicht, da meine Nachbarin anfing mich mit vielen Fragen zu löchern. Sie wollte wissen, ob der Brief von meiner kleiner Schwester ist (wegen dem bemalten Umschlag), wollte wissen was da steht und hat mir erst mal ne halbe Stunde lang erzählt wie süß sie die Bilder auf dem Umschlag findet.

 

Normalerweise würde ich so eine Nervensäger  am liebsten an der Wand festnageln, aber bei dieser Frau war es anders. Ich war ihr sogar irgendwie dankbar, denn mit  ihrer  Gesprächigkeit half sie mir wieder zur einer guten Laune, aber ich habe echt keine Ahnung wie sie es schaffte.  Anfangs versuchte ich sie zu ignorieren, ihr klar zu machen, dass ich keine Lust habe mit ihr über meine persönlichen Angelegenheiten zu reden. Aber irgendwann fing ich richtig an mich mit ihr zu unterhalten, auch wenn es sie war die großteils redete.

 

Ich erzählte ihr, dass ich nach Osaka zog um dort zu leben, im Moment aber noch keinen blassen Schimmer habe wo ich einziehen sollte und dass ich sowieso nicht viel über Osaka weiß. Als sie mir anbot bei ihr zu leben, lief es mir kalt den Rücken runter. Ich entschied mich für einen Heim, wonach sie darauf bestand, dass ich dann wenigstens auf die selber Schule mit ihr gehen sollte, weil sie mich doch so gern hat. Ich fragte mich, wie sie so was , so einfach sagen konnte und ich fragte sie,  was für ein Fach sie denn  unterrichten würde.

 

Nach dieser Frage fing die Frau an laut zu lachen, sie lachte schon die ganze Zeit, aber das war jetzt das lauteste und für mich das peinlichste  Lachen von allen. Und dann wurde mir klar , was an der Frage so witzig war. Ich Idiot hatte sie für eine 22-jährige Praktikantin eingeschätzt und sie war einer 16-jährige Schülerin. Irgendwie war es mir peinlich, Luise sagte immer, dass meine Mutter , wie auch alle anderen Frauen es nicht mögen wenn man sie für älter einschätzt. Ich schämte mich und meine Nachbarin merkte es und nutze es aus, sie drückte mir einen kleinen Zettel in die Hand und sagte :“ Hier die Adresse meiner Schule, ich bin in der 10L, bei Sensei Kazuma, sollte ich dich in den nächsten Tagen nicht in meiner Klasse sehen, werde ich dich finden und dir für deine Unverschämtheit, einer andere Strafe ausdenken“ sie grinste als sie es sagte, dann redete sie weiter „Hör mal ich kenn mich in Osaka aus,  soll ich dir helfen ein Heim  zu finden?“ Ich lehnte ab, aber sie bestand darauf mir zu helfen, also gab ich es auf ihr zu wiedersprechen.

 

Es waren schon ein Paar  Stunden vergangen, und mit der Frau.....ähm.. Mädchen  konnte ich mich echt nicht langweilen. Nachdem wir ein Paar Minuten nicht geredet hatten, merkte ich das sie mich irgendwie schief anguckte. „Was ist? Hab ich was im Gesicht?“ „Dich hab ich aber richtig eingeschätzt oder, du bist doch 16, nicht Wahr?“ wollte sie sich vergewissern „und?“   ich wusste echt nicht worauf sie hinaus wollte. „Dann hab ich echt gute Chancen bei dir“ grinste sie und das ließ mich rot werden “ Ich heiße übrigens Arina Veen und wie ist deine Name mein Hübscher?“ ich war immer noch rot als ich antwortete „Raf.. Rafael“ Das ist aber ein schöner Name erwiderte sie, und ich wurde plötzlich wütend „ Von wegen, so hieß der Stiefvater meiner Mutter, den sie über alles hasste!“ Jetzt schien Arina ihre Gesichtsfarbe zu ändern...“Tut, tut mir Leid ich wollte keine alten Wunden aufreisen...“ „Ist schon gut, so alt sind sie auch wieder nicht“ beruhigte ich sie und auch mich.. Den Rest des Fluges haben wir kaum miteinander geredet, ich hatte wohl ihre gute Laue verdorben.

 

Ich stellte fest, dass ich eingeschlafen war, und meinen Kopf an das Fensterglas lehnte, ich spürte an  meiner Schulter ein Gewicht, dass da eigentlich nicht hingehörte. Als ich meinen kopf mühsam umdrehte und zu meiner Schulter schaute, sah ich das braunhaarige Mädchen ihren Kopf an meine Schulter gelehnt. Irgendwie fand ich das niedlich.

 

Wir hatten noch zwei ein halb  Stunde zu fliegen  im Laufe der letzten Paar Stunden hab ich noch nichts gegessen, da meine Tasche jedoch unter meinen Füßen lag, müsste ich mich schon beugen um es rauszuholen dabei wollte ich das Mädchen aber nicht wecken, also lies ich das. Ich konnte mir auch was bestellen, wäre hier kein Problem, aber ich war noch nie mit einem Flugzeug geflogen, also war ich mir nicht sicher ob es was kosten würde oder schon in dem Preis des Tickets mit drin war. Doch der Versuch  Arina weiterschlafen zu lassen scheiterte, denn als ich meinen Kopf wieder zum Fenster wand um meinen Hunger zu vergessen, meldete sich mein Magen. Das laute knurren meines Magens war nicht zu überhören, und lies Arina wach werden. Mir waren schon peinlicheren Sachen passiert, also störten mich die Blicke der Leute die mich blöd anstarrten nicht so sonderlich. Was mich rot werden ließ war schon wieder Arinas Gesichtausdruck. Sie grinste mich frech an „ Na hast Hunger bekommen! Hat dir deine Mami nichts Süßes eingepackt, Raf?“ Der nächste Satz ließ mich schaudern, klar meinte sie dass nicht böse was sie sagte, aber es tat weh und ich reagierte auch entsprechend. „Meine ´Mami´ hat mir einer Fahrkarte in einer andere Stadt gekauft, damit ich bloß von ´ ihrer ´ Familie verschwinde! Ihr wäre es liebe, dass ich irgendwo auf der Straße verhungere. Hauptsache so weit wie möglich von ihr!“

 

Ich hab diese Wörter nicht geschrieen, sondern irgendwie gezischt, so dass Arina mich eine Zeitlang verblüfft anguckte. Dann wandte sie ihren Kopf zu Seite. Ohne etwas zu sagen  stand sie auf und holte aus dem Fach oben eine kleine Dose und eine Thermosflasche. „Ich hab ein Bendo gemacht, aber ich glaube grüner Tee wird die am besten tun. Weißt du ich mag das europäische Essen nicht so gern also  mache ich mir lieber selber was.“ sagte sie und setzte sich wieder hin. Arina machte die Thermosflasche auf und tat etwas von dem heißen Getränk in den Becher rein und reichte es mir „ Sorry , Rafael, ich hab das nicht böse gemeint mit deiner Mutter. Ich konnte es ja nicht wissen, dass du Probleme in der Famille hast, o.k. du hast es vorhin schon angedeutet..“ ich wollte es erwidern, aber  als sie ihre Lippen zu einem Lächeln verzog, hörte ich ihr weiter zu “Bist wohl einer ganz verschlossener, was? Selber Schuld. Hättest du gewollt , dass ich es weiß, würdest du es schon längst erzählt haben, aber du bist wohl einer von denen die nicht mögen dass man sie tröstet oder so...nicht war ?“ Ich nahm den Becher mit dem Tee, und lächelte ihr dankbar zu, sowohl wegen dem Getränk als auch wegen ihrem Verständnis. Die Spannung zwischen uns war gelöst, ich holte auch meine Brotdose mit  raus, wir aßen die Sandwisches und verdrückten genießvoll die Reisbällchen, die der Plappermaul neben mir selbst gemacht hatte.

Die Leute um uns herum schauten uns seltsam an, vor allem die Europäer, die dachten sich bestimmt es sei seltsam dass wir das essen nicht bestellt hatten oder so, die Japaner lächelten uns immer wieder an, was ich jedoch nicht interpretieren konnte.

 

 

Schließlich waren wir in Osaka angekommen, und Arina hat mich zu sich nach Hause eingeladen, wer weiß ob ich dass auch tun würde, wenn ich nicht eine Karte, ein Telephonbuch und einen Telephon bräuchte, denn Arina lies mich außer meinen eigenen Sachen noch ihre drei schleppen. Ich weiß echt nicht wie ich es überhaupt bis zu ihr geschafft habe.

 

Arinas Haus war ein großes und schönes Gebäude, man könnte es auch als ein Tempel bezeichnen „ Da drin wohnst du doch nicht alleine oder?“ Arina schaute mich schief an “ Doch wieso?“, jetzt war ich es , der schief guckte etwas sagen konnte ich aber nicht. Arina schien meine Gedanken zu lesen und beantwortete , die in meinem Hals steckenden Fragen. „Na ja meine Eltern sind stinkreich und da hab ich auch was von“ sie lächelte frech, wie sie es in meine Anwesenheit schon öfters tat, dann sprach sie weiter „Aber natürlich tue ich auch was dafür ich lerne hart um später gute Ausbildung zu haben und dem Namen meiner Familie würdig zu sein. Na ja und da ich so fleißig lerne und nur gute Noten kriege verachten mich alle, da sie mich für eine Streberin halten...“ ich lies sie nicht zuende rede, da ich plötzlich einen Lachkrampf bekam.“ HahahAHa!!!!! Du eine Streberin !!!“Arina half mir das Lachen zu Stoppen, indem sie mir einer reinhaute. Die Frau hatte echt Power, da mich ihr Schlag ein Paar Schritte nach hinten schritten ließ.

 

„Sorry, aber ich kann mir echt nicht vorstellen, dass so ein wildes Ding wie du eine STREBERIN ist !!! “

Sie drehte sich zu der Tür um und suchte nach dem Schlüssel in ihrer Damentasche, als sie weitersprach „ Na ja aber die meisten können sich nicht vorstellen, dass so einer Streberin ein WILDES Ding sein könnte!...Ach da ist ja der Schlüssel“.

 

Sie holte  das glitzernde Teil aus der Tasche und machte den Schloss auf und dann die riesige Schiebetür, als ich reinging  musste ich schon wieder Staunen, von innen aus sah man erst recht, dass Arina aus einer reichen Familie kam. Die Wände waren mit teuerem Tapeten bedeckt und ich konnte an sehr vielen Stellen alle möglichen Traditionelen Kleinigkeiten sehen , und an einer Wand hing  ein Fächer und auch ein Paar Bilder mit Geishas oder Abbildungen von Buddha und ähnlichem drauf.

 

Arina bot mir noch mal an bei ihr zu bleiben oder wenigstens zu übernachten, aber ich lehnte  den Vorschlag schon wieder ab, denn ich mochte es nicht mich  auf andere zu verlassen oder jemandem meinetwegen Umstände zu machen. Sie gab mir die Karte und half mir die Telephonnummer von einem geeigneten  Heim zu finden. In Japan sind nur neun Jahre Schulausbildung verpflichtet und kostenlos, diese Schulausbildung konnte ich in dem Heim kriegen, wenn ich nicht bereits 16 wäre, weiteres musste ich selber suchen und für die Schule auch noch eine geringe Gebühr zahlen. Ich wusste, dass die Ausbildung in Japan viel strenger ist als bei mir in meiner Heimat in England, aber da ich zuhause ein Leistungsschüler war, würde ich es schaffen, da war ich mir sicher. Immerhin beherrschte ich mehrere Sprachen unter anderem Japanisch und Englisch bzw. Amerikanisch und auch in anderen Fächern war ich fast perfekt.

 

Als ich bei dem Heim anrief, meinten sie jedoch sie hätten keine Platz, und es ihnen angeblich sehr leid tun würde. Was Arina als erstes Tat nachdem ich auflegte war : beleidigt zu sein, da ich mir ihr nur englisch redete, obwohl ich doch japanisch kann.  Und dann  freute sich Arina im _Bezug auf den Anruf schon darauf, dass ich bei ihr leben werde, was mich dazu brachte noch mal anzurufen und mit dem Direktor selbst zu reden und ihn solange zu nerven bis er bis er endlich zugesagt hatte. Als einer Art Entschädigung, dass ich bei Ari nicht übernachten kann  machte ich ihr was leckeres zu Essen. Ich konnte schon immer sehr gut kochen, da ich ja immerhin von meiner Oma erzogen wurde. Und die verbrachte fast ihr ganzes Leben in der Küche.

 

Selbstverständlich wollte Arina mich nicht gehen lassen, als ich um halb drei mich auf den Weg in den Heim  machte, also bestand sie darauf dass ich mich zuerst in ihrer Schuler anmelde.

 

Arina ging auf ein öffentliches Gymnasium und ich fragte mich, wie können Schüler die selber auf eine solche Schule gehen und dafür auch noch was bezahlen, jemanden als Streber bezeichnen. Das Schulgebäude war recht groß  es hatte die Form von einem auf den Kopf gesellten „T“ oben war eine sehr große Uhr und weiter unten die Klassenräume. Das Dachgelände war mit einem hohen Zaun umzingelt. Und um das Gebäude herum war ein kleiner Park mit ein Paar Bänken, hinter der Schule war ein Sportplatz. Doch außer uns waren keiner Schüler da, sie alle waren im Unterricht. Ich fragte Arina warum sie den kein unterricht hatte und sie erklärte mir, dass sie Amerika studierte und auch viele andere Schüler aus ihrem Jahrgang  haben sich in der ganzen Welt verteil und jetzt wieder zurückkommen müssten. Wir gingen durch die Ordentlichen Gänge der Schule zu dem Sekretariat  um mich dort anmelden zu lassen.

 

Die Sache war schnell erledigt,, der Direktor meinte ich könnte schon am nächsten Tag zu Schule kommen. Als ich mich bei Arina beschwerte, dass ich doch lieber noch ein wenig Ferien haben würde, sagte sie nur „ Tja hättest du es bloß nicht so eilig von mir wegzukommen, aber jetzt sehe ich dich ja jeden Tag, den  du bist in meiner Klasse angemeldet“ „ Aber am Wochenende werde ich mich verdrücken „ erwiderte ich mit einem Grinsen, und blickte zu Arina die einen Schmollmund zog, dann aber sagte “Ach keine Angst, Süßer, ich werde dich schon finden!!! Immerhin weiß ich in welchem Heim du bist“ sie grinste und ging schließlich zu der Haltestelle. Das Mädel hatte nicht vor mir zu helfen, den Heim zu finden, und der Grund ist jawohl klar. Sie war echt dickköpfig und wollte immer noch, dass ich bei ihr lebe.

    

 

Es dauerte verdammt lange, bis ich die richtige Straße fand, den Heim selbst fand ich eher schnell. Ich verlief mich mehrmals in dem Gebäude, bis einer der Betreuer mich zu den Büro führte, wo  ich die wichtigsten Dokumente ausfühlte. Und dann stand ich vor einer großen Entscheidung, von der ich nicht wusste, dass sie mein ganzes Leben verändert. Im Heim waren tatsächlich keine weiteren Zimmer frei, ich hatte die Wahl : entweder

Müsste ich mit fünf-sechs  Jungen zusammen leben, was eng werden könnte oder ich würde es versuchen mit dem Einzelgänger Zen Li zu leben. Ich wollte wissen, was an ihm so schlimm ist und die Betreuer erklärten mir, dass er eigentlich ein sehr verschlossener Junger war  und  schweres Leben hatte und so was , na ja typisch Betreuer, von denen bekommt man nie die richtige Information, also riskierte ich bei ihm einzuziehen.

 

Meine  neue Wohnung war in der zweiten Etage, die Aussicht war nicht schlecht und auch an die Bette konnte ich mich gewöhnen. Ich schaute mich um und entdeckte eine Uhr an der Wand über der Tür. Oh Gott es war schon kurz nach sieben. Jetzt war es nicht mehr so seltsam, dass ich so erschöpft war, wo ich heue schon um 5 wach wurde und die weiteren Handlungen haben mich echt ermüdet, das Schlafen im Flugzeug schien nicht gereicht zu haben.

 

Ich ließ meine Tasche fallen und ging erst mal auf den Balkon um die Aussicht noch mal zu betrachten. Ich staunte als ich das große Gebäude erkannte , dass meine Schule darstellte. „Das darf doch nicht war sein, die Schule ist ganz in der Nähe und ich Suche zwei Stunden lang nach dem heim?!“ Ich guckte mir die Straßen an und flüsterte zu mir selbst „ Mann habe ich einen Umweg gemacht!“

 

Ich ging zurück in das Zimmer rein und fiel über meinen Rucksack Au“ ich kratzte mich am Kopf den ich mir an der Betkante gehauen hatte. Erst jetzt fiel mir auf dass im Zimmer vier Bette waren zwei davon waren zusammengeschoben, wahrscheinlich war es das Bet von diesem....Zen auf dem anderen Bett lagen viele Sachen,  sowohl Socken und als auch viele andere Klamotten, obwohl der Schrank genau neben dem Bett war, auch ein Discman, viele Bücher und andere Dinger lagen da drauf und sogar ein Laptop. Dann erblickte ich einer Musikanlage in der Ecke. Unglaublich das der so was in einem Heim aufbewahrte, die anderen müssten echt Angst vor ihm haben, dass sie die Sachen noch nicht geklaut hatten. Was war dieser Zen wohl für einer, wahrscheinlich einer diesen muskulösen Machos in schwarz, na ja sollte er mir was antun wollen werde ich schon damit klar kommen immerhin war ich ja selbst ziemlich gefährlich...

 

Plötzlich musste ich wieder an den Vorfall mit meiner Schwester denken, an das viele Blut und schließlich erinnerte ich mich auch an den Brief in meinem Rucksack , denn ich gleich darauf rausnahm um weiter zu lesen.

Ich  ging  zu dem Bett das in der Ecke des Zimmers stand und wunderte mich, dass es so ungebraucht aussah. Ich fragte mich ob das vielleicht das Bett für Gäste ist, aber so wie die Betreuer von ihm redeten, glaubte ich das eher nicht.

Ich machte es mit in der Ecke des Bettes gemütlich und lehnte mich an der Wand, dann holte ich das Brief aus dem Umschlag und las

„....Also  ich  will dich mit dem weiterem Inhalt des Briefes nicht enttäuschen, aber Mama hat mir erzählt, dass der Kerl der sich damals an ihr vergriffen hat, also dein Vater wenn man ihn so nennen darf, der war kein Mensch. Mutter sagt er hatte Flügel aber im Gegenteil zu dir hatte er so einer Art Schuppen an der Haut und so....na ja also DAS war ein Monster, aber du bist anders DU BIST ETWAS BESONDERES, DU BIST MEIN BRUDER UND ICH HAB DICH GANZ DOLL LIEB. Ich glaube ich wiederhole mich Brüderchen, aber ich werde es noch öfters erwähnen, wenn ich erstamal wieder reden kann und ich glaube es ist schon bald soweit. BITTE KOMM WIEDER ZURÜCK , Ja? Ich bin mir sicher Mutter wird sich AUCH freuen J Ich werde dich vermissen, versuche dich bei uns zu melden , wenn du erst mal eine Wohnung und so gefunden hast.

HAB DICH LIEB...ups schon wieder J       

Because I love you

I think always about  you

Right Now I miss you

Because I need you

Tja soviel lässt mein Englisch schon zu J

DEINE SÜßE LUISE“

 

 

Mir liefen die Tränen als ich das Brief zu Ende las,  ich hatte also einen Dämon oder so ETWAS als Vater und war selber einer. Luise hat es erfahren und kam trotzdem um sich von mir zu verabschieden, sie sagte sie würde mich lieben egal ob ein Mensch oder nicht. Jetzt verstand ich wieso meine Mutter so große Angst vor mir hatte ich war tatsächlich eine Gefahr. Dieser Gedanken taten weh und es gab keinen anderen Ausweg in diesem Moment, als einzuschlafen. „Ich nehme die Sache viel zu ernst...“ redete ich mir ein „...wird wohl an der Erschöpfung liegen“. Inzwischen war es schon acht also schlief ein, ohne mir Gedanken über meinen Zimmergenossen zu machen.

 

Rafael

 

 

So das wäre erst mal der erste Teil, meine Story. Hoffe es hat euch gefallen. Und ihr habt Lust weiterzulesen.

Nur  her damit mit euere Meinung

 

Lonasan@hotmail.com

 

 

 

 

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