Von
Titel: Rafael

Teil: 15

Autor: Lona

Email: Lonasan@web.de

Genre: Reale Welt, Japan, Übersinnlich, Horror

Bewertung: ab 18

Warnung: SAP (?) Lemon

Inhalt: Rafael ist ein Kind, das durch eine Vergewaltigung zu Welt kam. Er wird aus seine Familie verstoßen, weil in ihm das Blut eines Dämonen schlummert. Zuerst ist er ziemlich niedergeschlagen, aber dann merkt er, dass er erst jetzt anfängt richtig zu Leben....

 

 

 

Teil15

 

Der Abschied

 

„Nein du hast dich noch nicht entgültig entschieden, Dim.“ sagte ich lächelnd. „Würdest du denn sonst zögern? Es ist noch nicht zu spät, du hast noch eine Zukunft, nimm sie dir selbst nicht weg!“

 

Dim schaute auf sein Schwert und weinte leise. Seine Hände zitterten, aber er ließ nicht los: „Würdet...würdet ihr mir helfen, meine Zukunft...meine kleine Welt aufzubauen...du ..du und...und Zen?“

 

 Ich nickte: „Hey, Dim, wir sind Freunde und Freunde halten zusammen!“

 

Zen zwang sich zu einem Grinsen: „Sicher, Kumpel.“

 

Der Blauäugige schaute zu dem verletzen Schwert: „Aber du würdest mich niemals lieben können...“ Ich wollte etwas sagen, aber Dim kam mir zuvor: „Kein Engel nur ein Freund... ich weiß....du hast Recht, ich will weiterleben, in dir weiterhin meinen Engel sehen. Aber kannst du mir verzeihen, dass ich schon wieder so grob mit dir umgegangen bin?...Ich...“

 

Zen rollte mit den Augen: „Hey, Dim! Ich glaub, du bist der Einzige, der sich noch nicht verziehen hat und Rafael-kun war dir eh nie böse. Was auch immer, aber böse war er nicht...“

 

Ich lächelte ihn an: „Tja Dim, wir leben in einer ganz großen verlogenen Welt, wo sich jeder selber bestraft, wenn auch unbewusst. Du weißt ja, übt man eine Kraft aus, so kommt sie genauso stark, wenn nicht stärker zurück.“

Dim verstand, was ich meinte und nickte. „Und trotzdem gibt es in dieser Welt viel Schönes, nicht? Zum Beispiel die persönlichen kleinen Welten, wie du sagst und die dazu gehörigen, nicht?“  Er lächelte schon fast amüsiert.

 

„Endlich hast du es begriffen!... Mann muss es nur sehen wollen!“ 

 

Er entfernte sich von mir und näherte sich Zen, ging in die Hocke und reichte ihm das Schwert. „Tut mir Leid, ich war egoistisch, ich wollte etwas haben, von dem ich nicht sehen wollte, dass ich es bereits habe. Ich habe mir mein Leiden selbst zuzuschreiben!“ Dim half Zen das Schwert in die Hand zu nehmen, da dieser keine Kraft hatte. Plötzlich leuchtete das Schwert wieder auf und auch Zen hatte sein ursprüngliches Aussehen wieder und die Kraft sich zu bewegen wie früher. Er stand auf und Dim tat es ihm gleich. „Aber jetzt weißt du dein Leben zu schätzen, nicht?“ Dim lächelte nun zum ersten Mal Zen richtig an. „Ja und diese Welt, ich mein die ganze Welt ... keine Rache mehr.“ Scherzhaft hob er zwei Hände schützend vor sich.

 

„Was bist du für ein Schlüssel, dass du nicht auf deinen Herr hörst?!“ ertönte plötzlich wieder Timorus Stimme.

 

„Ich bin kein Schlüssel, sondern ein Mensch! Und du warst es, der mich in die Tiefe der Zweifel gezogen hat! Aber mir wurde geholfen, ich bin nicht mehr dein Diener!“

 

„Zeig dich,“ meinte jetzt Zen. „Du hast all deine Trümpfe ausgespielt, also stell dich uns!“

 

„Tut er nicht,“ sagte Dim grinsend.

 

„Wieso denn nicht?“ fragte ich diesmal.

 

„Er allein ist zu schwach für euch, er ist nur ein Timorus geworden, weil er wusste seine Schachfiguren zu kontrollieren, aber jetzt steht es für ihn „Schach“, würde er entfliehen oder „Matt“ würde er sich stellen“, erklärte Dim amüsiert, aber weder Zen noch ich verstanden und auch Timorus schien es so gar nicht gefallen zu haben, denn er entschloss sich dann sich doch zu zeigen.

 

Ein riesiger Energieball erschien, der jedoch immer kleiner wurde und kleine Energiebälle von sich warf, aber diesen wussten wir auszuweichen. „Toller Auftritt, aber nichts dahinter!“ scherzte Dim immer noch grinsend. Und nun konnten Zen und ich verstehen, wieso er das so meinte. Wir hatten einen riesigen Mönch in rot mit Knochenflügeln erwartet, wurden aber enttäuscht. Dieser Timorus hatte zwar einen roten Umhang und diese seltsamen Flügel, aber er war so an die 10 cm groß, was dazu führte, dass Zen und ich uns vor Lachen unsere Bäuche halten mussten. „Das soll Timorus sein?!“ kam von Zen. „Der große, gruselige Timorus, der nur ein bisschen schwächer als Satan ist!!!“ fügte ich hinzu.

 

Dim lachte sich noch beherrschend und erklärte: „Ja, Timorus ist doch nur eine Art Zuordnung, jeder der eine  bestimmte Zahl von Prüfungen schafft, kann Timorus sein. Wer das ist, ist egal. Ob nun eine Dunkelelfe, ein Dämon oder in unserem Falle ein Zwerg. Wie gesagt, er hat nur durch seine List den Namen erreicht!“

 

 

„Also dann wollen wir mal, meinte Zen grinsend und hob sein Schwert. Eine schnelle Bewegung und im nächsten Moment war Timorus in zwei Teile geteilt, die zu Boden fielen. Ein bisschen angewidert schaute ich dem zu. Zen kratze sich am Kopf und meinte dann: „Hä, war’s das schon?...Das war ja einfach...“

 

„Irgendwie langweilig...“ rutschte es aus mir heraus, was zur Folge hatte, dass sich alle anderen zu mir umdrehten und mich fragend anguckten. „Was denn? Ich habe einen unglaublichen Feind erwartet! Ich meine immerhin waren auch die Boten des Himmels hier und...“

 

Ich wurde mit einem „Hä?“ von den beiden Jungs unterbrochen. Daraufhin zuckte ich nur mit den Schultern. „Vergesst es, sie werden sich bestimmt nicht noch mal zeigen...“

 

Aber da irrte ich mich, denn überall erschienen plötzlich die kleinen Lichter, wirklich überall und die zarten Stimmen erklangen und faszinierten die beiden Jungs, aber auch ich war überrascht, vor allem, weil sie sich noch mal zeigten.

 

„Du hast es geschafft, junger Halbdämon!“

 

„Aber ich war’s nicht...“

 

„Alleine. Ja, das ist wahr... deine Freunde, der Wächter des Lichtschwertes und der Schlüssel, haben uns auch geholfen...“

 

„Ich weiß nicht, ob es die anderen gemerkt haben, aber ihr habt uns allen neue Kraft gegeben...wieso, wenn der Timorus nur so schwach war?“

 

Ich hatte Recht, die anderen Jungs hatten nichts davon mitgekriegt, aber die Lichter wussten, wovon ich sprach. Und sie schienen auch meine Gedanken zu lesen.

 

„Nein, ihr werdet nicht noch mal angegriffen...“

„Timorus’ jagen nie dem selben Gegenstand mehrmals nach...“

„Aber eure Seelen werden irgendwann in den Himmel zurückkehren und allein durch eure Lebenskraft werden die Kräfte, die wir euch gegeben haben noch stärker sein und die Macht des Himmels stärken....“

 

„Pah, ich mag diesen himmlischen Abschaum nicht, auch sie denken nur an Macht! Wo sind sie besser als die Dämonen?“ meldete sich Dim.

 

„Dim!“ schrie ich und Zen folgte: „So was sagt man doch nicht über...“

 

„Nein, es ist o.k., alle Schlüssel denken so.“

„Ja, es gibt mehrere...es sind Leute mit einem traurigen Leben, die leicht zu verwirren sind...“

„Und die man zu einer Entscheidung zwingen kann, ob nun zu der, alle Welt glücklich zu machen...“

„Oder die Macht zu vernichten...“

„Dazu muss man nur das Gleichgewicht stören...“

„Wie, habt ihr schon mitgekriegt...und das kann nur der Schlüssel...“

 

„Alle Welt glücklich zu machen, sagtet ihr? Aber wieso macht ihr so was nicht?“ fragte Zen entsetzt.

 

„Ach, überlegt es euch doch mal.“

„Können alle Menschen überhaupt glücklich sein?“

„Können alle Wünsche in Erfüllung gehen?“

 

Ich verstand: „Nein, es würde nichts Gutes bringen...vielleicht wünscht sich jemand etwas, was einen anderen unglücklich macht...oder wenn zwei Personen ein und die selbe Person lieben...“ Ich redete nicht weiter, aber dafür machte Dim weiter: „Das heißt am Ende wird es sowieso zum selben kommen. Was wäre, wenn ich das Tor der Hölle, also das Gleichgewicht gestört hätte?“

 

„Genau...“

„Egal wer das Gleichgewicht stört...“

„Es kommt zur vollkommenen Zerstörung...“

 

„Aber welchen Vorteil....hat denn dann der Satan?“ fragte ich unsicher.

 

„Ihr stellt viele Fragen...“

„Aber wir wollen sie euch trotzdem beantworten...“

„Der „Satan“, wie ihr Menschen ihn nennt, ist ein sehr einsames Wesen...“

„Aber ihm Gegensatz zu Dim oder ein paar anderen Schlüsseln kann er seine Welt, sein Schicksal und die Zukunft nicht in die eigenen Hände nehmen...“

„Er ist zur ewigen Einsamkeit verdammt...“

„Er erschuf Dämonen und andere teuflische Wesen...“

„Aber sie würden ihn nie glücklich machen können....“

„Denn sie sind ein Teil von ihm...“

„Und der “Satan“ ist die Einsamkeit selbst...“

„Er ist sie in Person.“

 

Wir alle schwiegen, denn uns fehlten die Worte, dann sprach aber Dim nach einer ganzen Weile: „Hm, im Vergleich mit dem bin ich ja ganz schön happy...“

 

Zen und ich lächelten und auch die Lichter fingen an leise zu lachen: „Allerdings...“

„Wir danken euch dafür, den Schlüssel auf den richtigen Weg gebracht zu haben...“

 

 

„Ohne eure Hilfe hätten wir das nicht geschafft.“ meinte ich leise.

 

„...vielleicht nicht...“

„...aber der Herr fühlt sich für den Schlüssel verantwortlich.“

„Immerhin hat er ihn geschaffen....“

 

„Wieso?“ wollte Dim jetzt wissen. „Wo ich doch sowieso eine Brücke zum Untergang der Welt bin?“

  

„Diese Frage können wir euch nicht wirklich beantworten...“

„Der Herr selbst weiß nicht mehr, wieso er dies tat....“

„Aber er erinnert sich daran, es für „Satan“ getan zu haben...“

„Ihr habt bestimmt noch viele Fragen, aber wir dürfen sie euch nicht mehr...“

 

 

„...beantworten..,“ unterbrach Zen. „Ja, Menschen sollten selbst nach Antworten suchen. Wolltet ihr das sagen?“

 

 

„Du lernst schnell, Wächter des Lichtschwertes...“

„Wir bedanken uns noch mal bei euch und gehen...“

 

Und tatsächlich flogen die Lichter nach oben und eine wunderschöne Melodie erklang, die Lichter sangen zur Verabschiedung. Langsam löst sich alles um uns auf. Licht bricht in das Dunkel, blendet uns. Grüne Blätter von Bäumen kommen zum Vorschein und wir befinden uns auf grünem Gras. Es dauert nicht lange bis wir realisieren, dass wir in unserer Allee neben dem Heim sind. Es ist Tag, fast Mittag, denn die Sonne ist schon fast genau über unseren Köpfen und es ist unglaublich warm, aber nicht schwül, eher angenehm.

 

„Wieso sind wir hier?“ stellt Dim eine Frage, die ich auch gern gestellt hätte.

 

„Es gibt viele Tore in verschiedene Dimensionen und wohin man kommt entscheiden Wesen wie Timorus oder diese Lichter...denen haben wir zu verdanken, dass wir hier in der Allee sind und nicht irgendwo in einem anderen Land wie zum Beispiel Deutschland oder gar in einer anderen Dimension...“

 

Jetzt fantasierte Zen wieder, aber ich hörte ihm nicht mehr zu, sondern zog meine Schuhe aus und stieg barfüßig in das kühle grüne Gras, das meine Füße kitzelte. Ich beobachtete einen Schmetterling bei seinem Flug. Normalerweise wäre mir dieser primitive weiße Schmetterling langweilig erschienen, aber in diesem Moment war einfach alles umwerfend schön. „Leute, wir haben gewonnen, ist euch das klar?“ unterbrach ich die beiden, die inzwischen in eine Diskussion verfallen waren, worin sie durch so ein Dimensionstor denn kommen konnten. „Wie wär’s mit einem Wettrennen bis zum Heim?“ fragte ich.

 

Zen ging in die Hocke. „Nö, keine Kraft. Der Kampf gegen den großen Timorus war so anstrengend!“ scherzte der Dunkelhaarige. „Und außerdem wäre das nur zu unfair!“ meinte Dim. Aber ich verstand ihn nicht, dann zeigten die beiden gleichzeitig in meine Richtung und sagten ebenfalls zur gleichen Zeit: „Deine Flügel!“

 

„Ach ja, die muss ich ja noch verstecken!“ meinte ich lächelnd, legte meine Hände kreuzweise an die Schultern, streckte mich und konzentrierte mich auf die angenehme Wärme in meinem Rücken. Langsam gingen die „neuen“ Flügel in mich hinein und hinterließen kleine Glitzer. Danach zog ich meine Jacke und mein Oberteil runter, woraufhin ich überraschte Blicke bekam und da war auch noch ein bisschen Röte in den Gesichtern meiner beiden Gegenüber.

„Was denn?“ fragte ich unschuldig. „Die Sachen sind Schrott, weil die schwarzen Flügel sie zerrissen haben.“ erklärte ich und zeigte auf die Löcher. „Außerdem scheint die Sonne so schön, also wieso in Schwarz rumlaufen?“

 

Die beiden nickten nur. Dann fragte Dim: „Übrigens „Wächter des Lichtschwertes“, wo ist denn dein Mandant?“ Zen grinste und warf Dim einen roten Stein zu, wie der, der an dem Griff des Schwertes war. Dim fing ihn auf, aber als er seine Hände wieder aufmachte und ihn angucken wollte, war der Stein auch schon weg. Zen grinste und deutete auf den Stein, der wieder in seinen Händen war. „Das ist er? Wie hast du das gemacht?“ fragte Dim fasziniert. Der Dunkelhaarige meinte nur, der Zauber wäre ein Geschenk des Himmels. Dann stand er auf, legte einen Arm um Dims Schulter und ging mit ihm die Allee entlang, ich war inzwischen schon dahin gelaufen. Barfüßig über das Gras und über den warmen Asphalt.

 

 

 

„Morgen also?“ fragte ich meinen rothaarigen Freund, als ich bereits vor der Türschwelle stand und ihm „Gute Nacht!“ gewünscht hatte. Er nickte stumm. Mit einem Lächeln drehte ich mich um und wollte gehen, als er mich am Handgelenk packte und zu sich umdrehte. Noch bevor ich reagieren konnte, hatte er schon einen zarten Kuss auf meiner Wange platziert und flüsterte mir „Sweet Dreams!“ ins Ohr. Dann ließ er los. „Dim?“ Ich war aufgebracht und doch viel mehr überrascht. „Tut mir leid, kann mich eben nicht zurückhalten…“ meinte er sichtlich entschuldigend, dann scheuchte er mich spielerisch weg. „Husch, na los, geh schon zu deinem Zen, bevor ich noch über dich herfalle!“ Grinsend verließ ich ihn.

 

Ich war immer noch barfüßig und auch oben hatte ich noch nichts an. Langsam wurde mir klar, das erste, was ich gleich machen würde, war mich in der heißen Badewanne aufzuwärmen. Gerade eben hatte ich Dim überredet, einen ersten Schritt in das neue Leben zu machen und seine Mutter zu besuchen, wer weiß, vielleicht würde sie sogar freigelassen. Natürlich wollte er das am Anfang nicht, aber als ich ihm versprach mitzukommen und an seiner Seite zu sein, wenn er ihr gegenüber steht, hatte ich den Sieg bereits in den Händen.

 

//Ahh...endlich!// Ich erreichte die Tür von Zens und meinem jetzigen Zuhause. Im Hinterkopf dachte ich bereits an eine schöne Wohnung für uns beide. Ich holte den kleinen Schlüssel aus meiner hinteren Hosentasche heraus und öffnete die Tür.

 

Ich sah weißen, warmen Dampf aus der Badewanne herauskommen, Zen war wohl  auch auf die gleiche Idee wie ich gekommen. Bei ihm war es allerdings wohl der Fall, dass er sich entspannen wollte. //Wenn ich mich nicht irre, war er müde...na ja, ich überrasch ihn mal im Bad...keiner da? Aber wo....//

 

Plötzlich wurde ich von zwei starken Armen von hinten umarmt. Mir entging ein Seufzen, als unsere nackten Oberkörper aneinander prallten und er anfing, mich am Hals zu küssen. „Zen...ah..“ Seine Hände waren plötzlich in meinem Schritt und streichelten, übten einen leichten Druck aus. „Zen was...“ Im nächsten Moment wurde ich gepackt und zum Doppelbett getragen, wo ich rücksichtslos von Zen fallen gelassen wurde, der sich gleich darauf über mich auf alle Viere stellte. Erst jetzt merkte ich, dass er nur seine Boxers anhatte. Sie waren irgendwie eng und er sah damit richtig....sexy aus...musste ich zugeben, wobei ich bei dem Gedanken rot wurde. 

 

Er suchte Blickkontakt zu mir, schaffte es erst aber nicht, dann traf grün auf Braun. „Was hast du vor?“ fragte ich unsicher. Daraufhin gab mir Zen einen leider zu kurzen Kuss auf den Mund und platzierte dann weitere meinen Hals abwärts auf das Schlüsselbein, die Brust und redete dazwischen: „Ich...weiß noch... nicht so genau...dich schmecken...berühren...verführen...vielleicht sogar...“ Seine Hände waren inzwischen nach unten gekommen. Ich wartete, was er sagen würde und realisierte kaum, dass er gerade geschickt meinen Reisverschluss aufmachte. „...dich nehmen?“

 

Jetzt wachte ich aus meiner Trance auf, es waren weniger seine Worte als die Tatsache, dass seine Hand über meiner Boxershorts einen intensiven Druck ausübte, auf mein empfindliches Fleisch. Erst jetzt merkte ich, dass ich ziemlich hart geworden war, jetzt schon. Und ich wollte es versuchen, ich wollte es wirklich in diesem einen Moment. Ich vertraute Zen und ich wollte soweit, wie ich es schaffen würde, gehen.

 

Zen war nicht rücksichtslos, er wollte nichts tun, was ich bereuen würde, aber ich brauchte auch nichts zu sagen, denn er las mein derzeitiges Einverständnis in meinen vor Erregung fast leuchtenden Augen. Er ließ sich nicht viel Zeit, da er in erster Linie selbst vor Lust ungeduldig geworden war und zweitens die Möglichkeit ausnutzen wollte, bevor ich es mir anders überlegen würde.

 

Ungeduldig zerrte er an der Hose und warf sie dann irgendwo neben das Bett. „Hast du die Tür abgeschlossen?“ fragte er, während er einen innigen Kuss unterbrach. Mehr als ein gehauchtes „Ja“ brachte ich nicht heraus. Er wand sich wieder meinen Lippen zu, biss leicht hinein. Er strich mit seinen Händen über meine Brust, ließ mich schwer ausatmen, als er meine Brustwarzen massierte. Er küsste meine Brust, ließ seinen langen, schwarzen Pony drüber gleiten, biss in eine Brustwarze, genoss mein Aufstöhnen.

 

Ich aber war nicht auf das, was passierte, konzentriert. Ich wartete auf das Signal, dass er aufhören sollte, auf die Angst, die nach Dims Tat eigentlich kommen musste, aber mich warten ließ.

 

Zen leckte meine Bauchlinie nach, ließ seine Zunge in meinen Bauchnabel, von dem ich nicht wusste, dass es meine Schwachstelle war und das diese kleine Liebkostung mich nicht nur aufstöhnen, sondern auch meine Wirbelsäule biegen lässt. Aber das Schönste daran war, dass in diesen Moment plötzlich alle Erwartungen der Angst verschwanden, die Zweifel, ob das denn je schön sein konnte, waren vergessen und es blieb nur das Vertrauen und viel Platz für die heiße Lust nach mehr.

 

Jetzt konnte nicht nur Zen, sondern auch ich das alles genießen. Die warmen Lippen meines Freundes waren soweit unten angelang, dass meine Shorts störte. So machten Zens geschickte Hände sich an diese ran und zogen sie mir von den Beinen, so lag ich nun völlig nackt auf dem Laken unter meinem Freund. Dieser nahm sich aber keine Zeit mich zu mustern, dass hatte er schon mehrmals getan und würde es bestimmt noch können, aber er schien immer noch Angst zu haben, ich würde es mir anders überlegen.

 

Ich keuchte auf, als ich die angenehm feuchten Lippen an meinem Glied spürte, wie Zens Zunge dieses leckte. In meinem Bauch war schon längst mehr als nur ein Kribbeln. Ich stieß unbewusst in Zens Mund, aber ihm schien es nichts auszumachen, viel mehr genoss er es. Das Glücksgefühl in mir steigerte sich und ich fühlte, dass ich bald kommen würde, noch ein bisschen. Doch kurz vor dem Höhepunkt ließ Zen von mir ab.

 

Er lächelte mich gemein an, beugte sich wieder über mein Gesicht und küsste meinen Mund, forderte meine Zunge mit der seinen auf, während ich versuchte mein erregtes Glied an ihm zu reiben. Jedoch spielte er damit und genoss es. „Soll ich wirklich weitergehen?“ fragte Zen außer Atem, als er sich von meinen Lippen löste. Ich nickte. „Du weißt, ich werde mich nicht länger beherrschen können...ich will dich....und wenn du mich jetzt nicht aufhältst....“ Bevor mein Freund jedoch weitersprechen konnte, hatte ich sein Gesicht zu mir runtergezogen und ihn geküsst. „Tue es...ich will es ja auch...“

 

Die vielen Gefühle, die sich übereinander stapelten, waren alle in Zens Augen zu sehen: Glück, Begehren, Erregung, Lust, Überraschung und Entschlossenheit. Er küsste meinen Hals, hinterließ einen Knutschfleck. Küsste weiter abwärts bis zum Schlüsselbein, aber nicht weiter. Seine Hände waren währenddessen damit beschäftigt, seine Shorts, die nun wirklich ZU eng geworden waren, runterzuziehen.

 

Nackt kniete er sich zwischen meine Beine und schob diese weiter auseinander. Normalerweise würde er sich noch mal vergewissern, ob ich mir denn ganz sicher sei, aber nun konnte er nicht mal das, zu groß war die Lust.

 

Ich schloss die Augen und ließ es geschehen. Mit geschlossenen Augen nahm ich seine Handlungen war. Wir er  meine Hoden neckte, meine Eichel leckte und leicht an der Spitze saugte, mir einen leisen Schrei entlockte. Dann hörte ich ihn irgendwo graben. Die Neugier zwang mich die Augen zur Hälfte aufzumachen. Ich sah, wie Zen in der Tischschublade etwas suchte, dann eine kleine schwarze Kartonpackung rauszog, daraus zog er eine glitzernde Verpackung, von der ich aber gleich feststellte, dass es ein Kondom war. Mir war heiß und ich konnte es nicht abwarten, bis er mich endlich nahm und fast in den Wahnsinn der Lust trieb, aber zu meinem Ärger suchte er nach noch etwas.  „Zen...wieso lässt du mich...warten...?“ brachte ich endlich heraus.

 

Der Junge lächelte: „Weil ich dir keinen Schaden zufügen will, natürlich...ach da ist es! Mach die Augen zu und entspann dich ja?“ Ich tat wie mir gesagt wurde. Als nächstes spürte ich Zens Finger an meinem Eingang. Aber sie waren ungewöhnlich kalt und glatt. Ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber, sondern genoss den leichten Druck. Dann drang ein Finger in mich hinein. Es war nicht mehr als ein angenehmes Gefühl. Zens Finger erreichten einen Punkt, der meine Sinne fliegen ließ, dann ließ er den zweiten Finger ein. Das zog und tat ein bisschen weh, aber nach einem kurzem Schmerz wurde auch dieses Gefühl von einem Angenehmen ersetzt. Ich wusste, dass das Nächste noch mehr wehtun würde, aber je schlimmer der Schmerz am Anfang war, umso stärker der Genuss gleich darauf.

 

Dann war es soweit, Zen nahm sein hartes Glied in die Hand und führte es an die Öffnung. Er wollte vorsichtig sein, aber genau das quälte mich umso mehr. Der Schmerz war so groß, dass ich schrie, als er sich dann entschied doch schneller in mich zu gelangen. Wir blieben einfach regungslos in der Pose, warteten darauf, dass mein Schmerz aufhört, dass ich Zen einen Zeichen gebe. Aber er wollte einfach nicht nachlassen. Doch ich wollte immer noch mehr, bewegte probeweise meine Hüfte und obwohl der Schmerz nicht verschwunden war, war das andere Gefühl der Lust verstärkt geworden.

 

Zen bewegte seine Hüfte, stieß immer wieder zu, warf meine Beine über seine Schultern, um es bequemer zu haben. Inzwischen war der Schmerz ganz weg oder doch nur nicht beachtet? Ich wusste es nicht, wollte es auch nicht. Ich fiel in den von Zen angedeuteten Rhythmus, machte mit. Wir küssten uns hungrig, seine Hände waren überall, er pumpte an meinem Glied, ließ mich nicht zu kurz kommen und stieß immer wieder zu. Er zog sich  fast ganz aus mir zurück und stieß dann ein weiteres Mal zu. Unsere Schreie verschmolzen, er war über mir sitzend, in mir, mit gebogener Wirbelsäule. Seine Augen zu,  sein Mund auf, die Wangen stark gerötet, ich behielt diesen einen Ausdruck für immer in meinem Gedächtnis, das war der Moment, in dem er kam. Es war so unglaublich kurz, aber für mich wie eine Ewigkeit. Auch ich war rot im Gesicht, mir liefen Tränen aus den Augen. Wieso konnte ich auch nicht mehr genau feststellen, ob nun vor Schmerz oder Glück. 

 

Erschöpft zog sich Zen aus mir zurück. Er nahm das Kondom ab und warf es in einem Taschentuch neben das Bett. Dann fiel er neben mir aufs Bett. So lagen wir beide schweratmend nebeneinander, wagten es nicht, auch nur einen Ton zu sagen.

 

Der Junge drehte sich zu mir und strich mir unter dem Bauch lang, ich fühlte dass seine Hand ungewöhnlich glitt. Und erst jetzt wurde  mir meine Erlösung  klar. Auch ich war gekommen. Ich konnte nicht so richtig einordnen wann, wohl beim letzten Stoß, so heiß wie mir wurde, aber irgendwie war mir das entgangen. „Ta...tat es sehr weh?“ fragte der dunkelhaarige Junge neben mir immer noch unregelmäßig atmend, wie es mir übrigens auch noch ging. Ich drehte mein Gesicht zu seinem: „Nein....ich würde es nur zu gerne...noch mal versuchen....“ //Um wenigstens mitzukriegen, wann ich das nächste Mal meinen Höhepunkt erreiche!// fügte ich in Gedanken hinzu. Ein Lächeln erschien auf Zens Lippen: „Hat es dir gefallen?“ Ich rollte auf Zen und küsste ihn leidenschaftlich: „Und wie!!!“

 

 

Ich machte meine Augen auf und fand mich in Zens Armen wieder, das war ja nicht ungewöhnlich und doch wusste ich, dass etwas anders war. Ich war noch nie so glücklich gewesen, wie an dem Morgen, als ich an unsere gemeinsame Nacht dachte. Ich war nicht mehr müde, wollte aber Zens Wärme noch länger genießen. Doch dieser musste in diesen Augenblick auch wieder aufwachen. „Morgen....“ meinte er verschlafen und stand ohne weiteres auf.  Ich schaute ihm traurig nach, als er in der Dusche verschwand.

 

//Keinen „Gluten-Morgen-Kuss“, nichts? Na ja, wird wohl daran liegen, dass er sehr müde ist,// dachte ich, sollte mich aber irren. Denn als Zen rauskam, schenkte er mir nicht mal einen Blick, geschweige denn ein Lächeln.

Er ging zu seinem Schrank zog sich an. Dann holte er eine Reisetasche raus und fing an Sachen einzupacken.

Ich zog meine Shorts an und ging zu ihm: „Zen, was..?“ Er schaute mich nicht an: „Ich fahr weg....“ Meine Augen weiteten sich. „Was?“ Der Junge antwortete nicht. Ich packte ihn bei den Schultern und zwang ihn mich anzugucken: „Was soll das heißen, du fährst weg?!“

 

Der Junge löste sich nur zu leicht aus meinem Griff und packte weiter. „Ich hatte nie geglaubt, jemanden zu treffen und mich in diesen zu verlieben. Aber ich wollte schon immer dem Namen des Wächters des Schwertes würdig sein. Ich wusste, wann der Entscheidungskampf gegen Timorus stattfinden würde und ich hatte mir ein Flugticket nach China für heute Morgen gekauft, noch als ich 14 war. Ich wollte gewinnen und danach dahin fahren und bei einem bestimmten Lehrer lernen mein Ki zu verstärken...aber das wollte ich erst nach dem Kampf machen, wenn ich gewinne und ich habe gewonnen. Also werde ich gehen....ich will, dass das Schwert auch in meinen Händen so leuchtet, wie vor kurzem in deinen...“

 

Während er erzählte, hatte ich mich auf die Bettkante gesetzt. Die Nacht hatte mich unendlich glücklich gemacht und jetzt brach alles seinetwegen auseinander. //Dieser Baka!//

 

„Du sagst immer nur „ich“, „ich“,„ich“, denkst du auch mal an andere?! Hast du auch mal an mich gedacht?! War etwa diese eine Nacht ein Abschiedsgeschenk?! Bist du jetzt glücklich?! Timorus wurde besiegt ! Du hast mich flachgelegt und ziehst jetzt weg! Wolltest du es von Anfang an! Mich und andere für deine Ziele...“ Ich war ausgerastet und merkte nicht, dass Zen sich meiner genähert hatte und mich küsste. Dann löste er sich wieder von mir: „Rafael, bitte... weine nicht...“  Aber ich konnte die Tränen nicht aufhalten, fing sogar an zu schluchzen, wischte mit den Händen die Tränen weg, verwischte sie nur im Gesicht. „Wie soll ich da nicht weinen...du gehst weg, zerstörst all meine Pläne...mein Glück!“

 

„Es ist doch kein Abschied für immer...wenn ich mein volles Ki herbeirufen kann, komme ich zurück. Versprochen!“ Ich sagte nichts mehr, sondern hörte ihn mir nur an: „Ich habe es nicht nur mir, sondern auch meinem Engel versprochen und ich will mein Versprechen halten. Ich wollte nicht gestern über dich herfallen und dich am nächsten Morgen verlassen, ich konnte nur nicht wiederstehen...“ Plötzlich lächelte Zen dreckig, beugte sich weiter zu meinem Ohr und flüsterte dann: „Außerdem warst du so gut. Glaub mir, dein erregtes Gesicht als du deinen Höhepunkt erreichtest, war so faszinierend, dass ich nicht mal merkte, wie es bei mir war!“

 

//Er fühlt wie ich...//

 

„Aber den Gesichtsausdruck werde ich wohl nie vergessen. Also auch dich nicht. Ich komme zurück.“

„Versprichst du es?“ fragte ich naiv und er nickte.

 

Dann drehte er sich wieder um und packte seine Sachen zu Ende, nahm sich seinen Mantel und warf die Tasche über die Schulter. „Willst du nicht frühstücken?“ fragte ich, aber er schüttelte den Kopf und meinte, er würde dann zu spät kommen. „Soll ich dich vielleicht bis zum Flughafen begleiten?“ fragte ich, aber bekam zuerst keine Antwort. So standen wir beide vor der Tür, dann stellte er seine Tasche auf den Boden, streckte seine Hand aus und legte sie auf meine Wange. „Nein, lass uns uns hier verabschieden.“ Er umarmte mich und ich umarmte ihn zurück, griff in den Stoff seiner Kleidung, weinte, bat ihn nicht zu gehen, sagte, ich wolle ihn bei mir haben. Ja, ich wusste, dass ich mich kindisch benahm, aber so war mir nun mal damals. Er flüsterte mir noch „Boku no ai shiteru!“ ins Ohr, nahm seine Tasche und verließ das Zimmer.

 

Die Tür fiel ins Schloss, sodass ich ihm nicht mal nachschauen konnte. Ich stand noch länger an dem selben Fleck und schaute die Tür an. Tränen liefen die Wangen hinunter, fielen vom Kinn neben meine Füße. So schnell wie er aus diesem Zimmer verschwand, so schnell zerfiel das zerbrechliche Glück und es blieben nur die Hoffungen und Erinnerungen und sein Versprechen.

 

//Es mag sein, dass er das Heim verlässt. Es mag sein, dass er Osaka verlässt. Ja, er verlässt Japan, aber nicht mich!//

 

 

 

Rafael

 

 

*gg* Neeeeeeeeeein, ihr glaubt doch nicht, dass ich so gemein bin und dass das Ende ist :lol: Wartet’s ab ^_^ ich geh ja schon am nächsten Teil schreiben ^___^

 

Lonasan@web.de

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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