Von

 

Titel: Rafael

Teil: 9

Autor: Lona

Email: Lonasan@web.de

Genre: Reale Welt, Japan, Übersinnlich, Horror

Bewertung: ab 12

Warnung: -

Inhalt: Rafael ist ein Kind, das durch eine Vergewaltigung zu Welt kam. Er

Wird aus seine Familie verstoßen, weil in ihm das Blut eines Dämonen schlummert. Zuerst ist er ziemlich niedergeschlagen, aber dann merkt er, dass er erst jetzt anfängt richtig zu Leben....

 

Teil 9

Wiedersehen

 

Elegant betrat die Blonde das Zimmer und ging auf uns zu. Ich konnte mich nicht rühren und blickte der Frau in ihre graublauen Augen. „Rafael...ich hab dich endlich wiedergefunden,“ sagte die Frau erleichtert mehr zu sich selbst als zu mir. Auch Zen schien in diesen Moment völlig benebelt, als er jedoch seinen Mund aufmachte um etwas zu sagen, schoss eine Furie durch die Tür und schon klebte ein blondes Mädchen an mir und schrie mit Tränen der Freude in den Augen: „Rafael-nisan,  ich hab dich so vermisst!!!!“  Zens rechtes Auge zuckte und im nächsten Moment schnappte er mich dem Mädchen weg und zog mich von seiner Eifersucht beherrscht zu sich. „Finger weg von meinem Rafael!!!“ zischte er böse.

 

 

Ich spürte, dass ich rot wurde und versuchte mich aus dem peinlichen Griff Zens zu befreien. „Zen!!! Du blamierst uns,“ schrie ich krampfhaft. Doch Zens Griff war zu fest, grinsend sagte er: „Och, wieso denn? Ich will dich bloß keiner dieser Blondinen überlassen!!!“ Dann fügte er noch flüsternd hinzu: „Du bist doch MEIN Rafael.“ Jetzt musste ich auch grinsen, ihm eine Kopfnuss gebend antwortete ich: “Eifersüchtiger Kauz, das sind meine Schwester und meine Mutter.“ Im nächsten Moment war er rot von mir gewichen und schaute mich jetzt entschuldigend an, aber statt ihm Vorwürfe zu machen lächelte ich. Auch meine Schwester schmunzelte, als sie uns zwei so sah. Nur meine Mutter musterte uns mit einem kühlen Blick.

 

Luise lächelte meinen Freund an und reichte ihm dann die Hand „Luise, Rafaels Schwester! Und du?“  Zen ergriff ihre kleine Hand und schüttelte sie leicht. „Zen...Zen Li, Rafaels Freund!“ Ich wusste, was Zen mit „Freund“ meinte, aber Gott sei Dank verstand man darunter nicht immer den Freund. Ich lächelte bei dem Gedanken und wand mich dann zu Luise: „Hallo, Kleines, du sprichst ja fantastisch Japanisch.“ Einen Moment schaute sie mich nur an, als ob sie auf etwas warten würde und dann verstand ich und wiederholte noch mal einen Teil meines Satzes: „Du sprichst...“ Jetzt zeigte das Mädchen mir ihr Grinsen, ich hob das Mädchen hoch, na ja jedenfalls versuchte ich es, da mir noch einiges weh tat : „Seit wann  kannst du denn wieder sprechen!!!“ „Seit sie weiß, dass ich beschlossen habe dich aufzusuchen,“ hörte ich die kühle Stimme meiner Mutter.

 

 

Ich stellte das Mädchen wieder auf den sicheren Boden und  drehe mich zu meine Mutter. Ich schaute sie nun wieder ernst an, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, was ich jetzt sagen sollte. //„Was willst du denn hier, du hast mich doch verstoßen?“// Nein, das wäre zu unfreundlich, aber sie hat mich doch wirklich verstoßen und genau diese Frage brannte auf meiner Zunge, aber sagen konnte ich es nicht. Schließlich versuchte ich das Gespräch auf eine freundlichen Weise anzufangen, doch ich schaffte es nur: „Hallo...,“ zu sagen, den Rest übernahm der wieder zu sich gekommene Zen. „Was wollen Sie hier, hm? Ich glaube, sie wollten ihren Sohn loswerden,“ sagte er mit übertriebener Lautstärke. //Na toll, genau das wollte ich nicht sagen, Doofbacke,// dachte ich mir im Stillen und doch war ich ihm dankbar für dieser Art von Unhöflichkeit, da mich die Antwort doch sehr interessierte.

 

Meine Muter musterte misstrauisch meinen Freund, dann schüttelte sie leicht den Kopf und lächelte in sich hinein ohne etwas zu sagen, sie ging zum Fenster, machte es auf und blieb dort stehen ohne zu antworten. „Das hat dich nichts zu interessieren...“ meinte sie zu Zen. Nun war ich auch mal dran: „aber...aber ich will es auch wissen,“ brachte ich endlich stotternd hervor. Die blonde Frau drehte sich nun zu mir: „Ich werde es dir unter vier Augen erzählen oder mit Luise...“ Sie wollte anscheinend Zen ausschließen, aber ich sah in ihm die einzige Hoffnung, falls ich ihre Antwort nicht vertragen sollte und mir war so, als ob meine Mutter schlechte Nachrichten hatte. Also ging ich zur Zen, der aufgestanden war, als er meine Mutter anschrie. Er sah mich verblüfft an, als ich mich bei ihm unterhackte. „Er kommt mit,“ sagte ich mit fester Stimme. In mir drin aber befürchtete ich jetzt eine Predigt von meiner Mutter hören zu müssen. Doch sie lächelte nur traurig und stimmte zu?! Ich glaubte nicht mehr auf der Erde zu sein: Meine Mutter, die immer ihre Meinung durchsetzte und mir immer, was auch immer ich tat, Vorwürfe machte, erlaubte mir etwas? Nein, ihre Nachrichten waren auf jeden Fall nicht gut....

 

 

Wir waren in unser Zimmer gegangen. Meine Schwester war froh mich zu sehen und redete immer auf mich ein, auch schien sie sich sehr gut mit Zen zu verstehen, aber war sie wirklich so glücklich oder hatte sie sich nur verstellt? Meine Mutter musterte das Zimmer, ihr Blick blieb auf dem Doppelbett kleben. Ihre Augen wurden trübe, so dass es mich zusammenzucken ließ. Zen schien es bemerkt zu haben und legte mir schweigend die Hand auf die rechte Schulter. Ohne ihren Blick abzuwenden sagte meine Mutter dann: „Hier lebt ihr also, ihr zwei....“

 

Dann drehte sie sich wieder zu uns: „Es wird eine lange Geschichte, also setzt euch“ //Wie dreist, jetzt sagt sie uns, wir sollen es uns gemütlich machen, obwohl sie eigentlich der Gast ist....scheiße! Wieso bin ich so grob zu ihr!//

Zen und ich hatten uns auf unser Doppelbett gesetzt und schauten meine Mutter, die uns gegenüber auf dem anderen Bett saß, an. Meine Schwester hockte auf dem Stuhl neben dem Tisch und redete irgendwas von: „Tolle Aussicht aus dem Fenster,“ oder so. Aber ich konzentrierte mich voll und ganz auf das, was meine Mutter uns zu sagen hatte, doch anscheinend wusste sie selbst nicht, wie sie anfangen sollte, so saßen wir eine Weile nur still da....

 

„Ihr hattet es vor kurzem mit einem gefallenen Engel zu tun, nicht wahr?“ Die Frage kam völlig überraschend, so dass Zen und ich noch einen Moment brauchten um ihren Sinn zu begreifen. „Woher...?“ „Also doch....Dass sie schon so weit gegangen sind, heißt nichts Gutes...“ //Redet sie mit sich selbst,// fragte ich mich, als ich sie so sah.

 

Ich richtete mich auf und ging zu meiner Mutter, sie so zu sehen tat mir weh. Die Frau saß völlig verkrampft auf dem Bett und fing anscheinend an zu weinen. Ich kniete mich neben sie und berührte sie an der Schulter „Mutter?“

Irgendetwas musste doch passiert sein, denn sie hatte sich noch nie so benommen. Sie tat schon wieder etwas, was ich nie von ihr erwartet hätte, etwas, was sie noch nie getan hatte und zwar umarmte sie mich. „Mutter?“ Die blonde Frau sprach leise, mich immer noch festhaltend. „Es tut mir leid...ich wollte es verhindern, aber ich hab versagt, ich will nicht, dass du so endest wie er...“ Meine Mutter schluchzte, sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten, ich befreite mich mit sanfter Gewalt aus ihrer Umarmung und versuchte sie durch Durchschütteln wieder zu sich kommen zu lassen, aber  es gelang mir nicht. Sie versuchte noch etwas zu sagen, doch ich konnte sie nicht mehr verstehen. „Mama, ich versteh nicht! Mama!“ Auch mir kamen jetzt die Tränen, plötzlich spürte ich ein leichtes Gewicht auf meinen Schultern.

 

Meine kleine Schwester hatte mich von hinten umarmt und sagte jetzt leise: „Unser Mutter hat Angst um dich...“ „Aber warum denn, sie hatte noch nie Angst um mich und jetzt...“ „Sag nicht so was,“ unterbrach mich meine Schwester und blitzte mich böse an. Jetzt meldete meine Mutter sich wieder zu Wort: „Du bist deinem Vater sehr ähnlich, dein ganzer Lebensablauf schien seinem zu ähneln....du erinnertst mich so sehr an ihn...ich..ich will nicht, dass du auch noch so endest wie er...nur weil du ein so reines Herz hast.“

 

//Mein Vater!!! Mein Vater war doch dieses ´abscheuliche Monster´ wie sie ihn normalerweise nannte, das sie vergewaltigt hatte. Wieso redet sie den jetzt so von ihrem Peiniger?// Ich musste meine Frage nicht stellen, denn anscheinend reichte mein erschrockener Blick, denn Mutter bemühte sich nun wieder weiterzusprechen, was ihr jedoch ziemlich schwer viel. „Ich hab  ... ich hab dich oft angelogen, Rafael.... ich log, als ich sagte, dein Vater hätte mich vergewaltigt...ich log, als ich sagte, ich kenne ihn nicht und so weiter ...und vor allem log ich, als ich sagte, ich wolle dich nicht als meinen Sohn ansehen, als ich sagte, ich würde dich hassen ....“

 

Ich wich zurück. Ein unangenehmes Gefühl und Schmerz breiteten sich in meinem Körper aus, doch ich wusste es mir nicht zu erklären. //Als sie sagte, sie hasse mich war dieser Schmerz nicht da, aber jetzt wo sie sagte, das war ne Lüge, brennt alles in mir.// Ich war aufgestanden und wich immer weiter zurück, als ob meine Mutter und meine Schwester ein Feuer darstellen würden, an dem ich mich zu verbrennen fürchtete. „Was? Aber wieso...wäre mir dann nicht vieles erspart geblieben....“  Ich stolperte und würde nach hinten fallen, wenn mich nicht die zwei mir so vertrauten Hände aufgefangen hätten. Während Zen mich zu sich auf das Bett zog, so dass ich jetzt mit dem Rücken zu ihm zwischen seinen Beinen auf dem Bett saß, schoss mir folgender Gedanke durch den Kopf: //Nein, das ist okay...hätte meine Mutter mich nicht verstoßen....hätte ich Zen nicht kennen gelernt und Arina  und Lui...// Das zu denken bereitete mir bereits große Sorge.

 

Mein Körper zitterte und langsam gerieten die Gedanken total durcheinander, ich weiß nicht was passiert wäre, wenn Zen nicht da wäre und mich nicht festgehalten hätte. Dann erklärte meine Mutter weiter: „Ich ...ich kannte deinen Vater schon seit ich 12 war und ich habe ihn schon immer...schon immer geliebt!!!“ Das letzte Wort flüsterte sie beinah und schaute dann zu mir hoch: „Genau so sehr, wie ich dich jetzt liebe Rafael! Ich hab dir SEINEN Namen gegeben und nicht den von meinem verhassten Stiefvater, wie ich es mal gesagt habe...ich habe dir den Namen des Mannes gegeben, denn ich mehr als alles andere geliebt habe und immer noch liebe.... eigentlich sogar mehr als Luises Vater....“ Sie machte eine Pause, ich schaute zu Luise, doch diese schien nicht sonderlich verwundert zu sein über die so spontan kommenden Geständnisse meiner Mutter.

 

„Rafael... ist sein Name...ich habe immer IHN in dir gesehen, aber ich habe nie gedacht, dass du ihm so ähnlich wirst, deine braunen Augen, genau die selben....und auch deine reine Seele, dein Charakter ...alles ist ihm so ähnlich...“ Meine Mutter wiederholte sich immer wieder bis Zen sie auf etwas ansprach, um was sie immer herumgeschlichen war. „Wenn sie ihn lieben...wieso haben sie Rafael so schlecht behandelt.“ „Ich wollte die Reinheit seines Herzens verschwinden lassen,“ war ihre feste Antwort nach einem kurzen Überlegen, die mich und Zen erstarren ließ. „Wieso! Was ist dran schlimm gut zu sein,“ fragte Zehn, der als erster zu sich kam.

 

Diesmal antwortete meine Mutter nicht mehr so direkt, sondern fing mit ihrer Geschichte an, bei der mein Vater im Mittelpunkt stand. Inzwischen hatte sie sich beruhigt, zwar weinte sie immer noch, aber das Schluchzen und das Zittern waren weg, auch ich zitterte nicht mehr, sondern wartete verkrampft in Zens Armen auf ihre Antwort.

 

„Kennt ihr die Geschichte des Volkes der Drachenkinder?“ Ich nickte kaum merklich, Zen tat es mir gleich, anscheinend kante er diese auch.

 

 

„Rafael war einer von ihnen, er war der Überlebende!“ Das hatte ich mir schon gedacht und doch wusste ich nicht, wieso er geflohen war. Nun kam die Antwort: „Manche sagen, er wäre zu feige zum kämpfen gewesen, manche sagen, er war ein Verräter, doch wem war er dann treu, wenn er keine der Seiten verraten hatte? ...Er war kein Verräter, er war bloß gut, er hatte ein reines Herz, das ihn ständig in Gefahr brachte. Die Dämonen seines Volkes hatten ihn verstoßen, weil er zu gutmütig war. Er ging zu den Wesen des Guten, doch er wurde dort ebenfalls verstoßen, weil er trotz seines reinen Herzens das Dämonenblut in sich hatte. Er nahm am Kampf nicht teil, weil er nicht wusste, wohin er gehörte und nur die Menschen schienen im ähnlich zu sein, doch er war nicht sterblich, also liefen die Leben der anderen an ihm vorbei. Sein Volk starb, die Dämonen und Engel wollten ihn nicht und wenn er Menschen als Freunde gewann starben sie nur irgendwann und ließen ihn alleine mit dem Schmerz der Erinnerungen....er fand kein Platz für sich. Viele Jahrtausende lebte er alleine von Finsternis umgeben bis wir uns trafen. Ich war zwölf, als ich mich in der Stadt meiner Großmutter, wo ich zu Besuch war, verlaufen hatte. Ich traf ihn im Dunkeln in einem Wald, aber wahrscheinlich war ich noch zu klein um Angst zu haben oder es war die Wärme in seinen braunen Augen, die mir diese Angst nahm. Er zeigte mir den Weg nach Hause und blieb mir als der schwarze Engel in Erinnerung, auch wenn er nicht wie ein Engel aussah und kaum etwas menschliches an sich hatte....schon in der nächsten Nacht kam ich schon wieder an den Ort im Wald und traf ihn....und dann immer wieder, er erzählte mir seine Geschichte und dass er mit mir lieber nicht befreundet sein wolle, aber ich war wohl auf eine so liebevolle Art aufdringlich, dass er mich dann doch lieb gewann und mir überallhin folgte...“  Nun atmete meine Mutter tief durch und schaute mich wieder an, die Erinnerungen ließen sie lächeln. „Ein toller Mann war er, ein toller Freund und   Jahrtausende älter als ich!“ Sie schmunzelte. „Sah aber wie frische 21 aus, wenn auch unmenschlich“

 

//Meine Mutter muss ihn wirklich sehr geliebt haben, so wie sie ihn, obwohl er ein Dämon ist, beschreibt...//

 

„Ich hatte ihm versprochen, mich nicht in ihn zu verlieben, weißt du? Ich hatte mit ihm immer wieder über meine festen Freunde geredet, wie gern ich sie habe und so, aber ich hatte mich immer nur verstellt, denn mein Herz hatte das Versprechen schon längst gebrochen. Was glaubst du, was für ein Schock es für mich war, als ich in meinem 14. Lebensjahr Rafael immer wieder voller Blut vor meinem Fenster oder in meinem Garten fand. Er kam zu mir, um sich helfen zu lassen, doch als ich fragte, woher die Wunden kamen, antwortete er nie. Ich hatte Verständnis bis er einst, als ich 16 war, zu mir kam und mich um den Gefallen bat, ihm ein Kind zu gebären....“

 

Ihre Tränen flossen nur noch schneller, als sie dann mit heiserer Stimme schrie: „Er wollte einen Nachfolger hinterlassen, weil er einen Strich ziehen wollte!!!“ Wir verstanden nicht, dann erklärte sie.

 

„Natürlich hab ich ihn mich nicht einfach nehmen lassen. Ich habe ihn gelöchert, bis er mir sagte, dass jemand hinter ihm her war, dass ein bestimmter Bote des Bösen ihn auf die böse Seite ziehen wollte, aber da er das nicht wollte, beschloss er dem einen Strich durch die Rechnung zu machen...er wusste, dass er das höchstwahrscheinlich nicht überleben würde, aber ich hätte nie gedacht, dass er so weit gehen würde....Natürlich habe ich die Nacht von damals mit ihm verbracht und mich schwängern lassen. Am nächsten Morgen war er schon weg und hinterließ mir einen Brief, in dem stand, dass er mich liebt und dass er mir Lebwohl wünscht....Im nächsten Moment hatte ich eine Vision, wie er sich in Anweseneinheit von einem roten Mönch mit Knochenflügeln selbst das Leben nahm....“ Eine ganze Weile sagte sie nichts mehr.

 

„Mutter!?“

 

Sie blickte traurig und sprach dann doch weiter: „Seit dem habe ich diese Gabe: Ich kann spüren, wenn einem Menschen, den ich liebe etwas Schlimmes bevorsteht. Seit ich merkte, wie ähnlich du deinem Vater wurdest, wollte ich dein reines Herz vernichten, denn es war genau das, was ihn dazu brachte sich selbst zu töten, um bloß nicht auf die falsche Schiene zu geraten. Ich dachte, wenn ich so täte, als ob ich dich hasse, wirst du ohne Liebe aufwachsen, ich dachte, du wirst unfreundlich und wirst die Welt hassen, dann würde dir niemals das selbe passieren wie ihm. Aber der Gedanke war falsch.  Ich dachte, wenn ich dich von Luise, deiner Halbschwester, die du so liebst, fern halte, wirst du dich niemals verwandeln, aber auch das klappte nicht. Nun hatte ich dich verstoßen, damit der Mönch, wenn er deine Aura gespürt haben sollte, dich nicht so leicht wiederfindet. Und wo gerätst du hin... Du lebst in einem Heim, was ja okay ist, aber du bist mit einem Dämonenjäger befreundet!“

 

Sie schaute böse zu Zen und dann zu mir, falls sie darauf warte, dass ich mich wunderte, tat ich das nicht, sondern sagte nur: „Ich weiß...und er weiß auch, wer ich bin....“ Sie nickte: „Ja, genau wie dein Vater....“ Diese Andeutung blieb vorerst ungeklärt, dann sprach sie aber weiter: „Ich will, dass du mit uns zurück nach England kommst und wir gemeinsam neu anfangen,“ sagte sie bestimmt.

 

„Nein!! Ich bleibe hier!!!“ Ich hielt mich an Zens Ärmel fest. „Rafael, ich weiß, was du alles erlebt hast, was ich nicht verhindern konnte. Ich hatte zwar ein flaues Gefühl im Magen, wusste aber nicht was passiert war. Erst nachdem es bereits geschehen war, wurde mir alles klar. Rafael, ich will Schlimmeres verhindern, nach einem gefallenen Engeln kommt wahrscheinlich der Timorus hochpersönlich. Es ist noch nicht zu spät, er hat es auf deinen Freund abgesehen und nicht auf dich. Er weiß wohl, wer du bist, aber du hast noch eine Chance zu entkommen, lass uns nach Hause fahren...“

 

Ihre Stimme war flehend, doch das erweichte mich nicht, meine Entscheidung stand schon längst fest. „Nein,“ unterbrach ich sie. „Wie stellst du es dir vor, ich verschwinde, lasse Zen alleine und lebe dann glücklich weiter? Auch wenn du mir gesagt hast, dass du mich liebst, auch wenn mein Vater kein Peiniger war, auch wenn ich als ein guter Dämon gelte und Zuhause jetzt wieder akzeptiert werde, werd ich nicht glücklich sein, diese Welt zurückgelassen zu haben. Welt! Ja, das ist der richtige Ausdruck, hier in Osaka hat sich für mich eine neue Welt eröffnet, ich habe Freunde, die mich so mögen wie ich bin und ich habe Jemanden, dem ich wirklich alles anvertrauen kann.“ Ich blickte kurz zu Zen, der über meinen Mut, meine Meinung zu sagen zu staunen schien, dann wand ich mich wieder an meine Mutter: „Glaubst du, ich würde fliehen und diesen Jemand sterben lassen, nur weil ich irgendwo anders glücklich werden will....“ Ich lehnte mich an Zen und zog seine Arme ein bißchen fester um  mich. „ ...wie unsinnig du doch bist...ohne ihn wäre ich sowieso nie wieder glücklich, da würde ich lieber mit ihm sterben... Aber das habe ich nicht vor! Ich habe nicht vor zu sterben, sondern mit ihm weiterzuleben!“ Meine Stimme war fest und anscheinend wusste jeder, wen ich mit diesem „Jemand“ meinte, also fielen mir die nächsten Worte nicht sonderlich schwer, auch wenn ich es nur leise, aber doch fest sagte: „Ich will mit ihm leben... weil ich Zen liebe!“ 

 

Meine Schwester schien das Ganze schon längst verstanden zu haben und doch zuckte sie leicht bei den letzten Worten. Meine Mutter dagegen lächelte sanft: „Ja, du bist genau wie dein Vater...auch er hatte die verbotene Liebe kennen gelernt. Er war ein Dämon und ich ein Mensch, es war nicht möglich für uns glücklich zu werden, aber wir haben darum gekämpft. Eigentlich war nur ich diejenige, die darum kämpfen wollte, aber ich hatte keine Kraft dazu. Aber ihr zwei ...ihr könntet es schaffen, auch wenn eure Liebe auch als verboten gilt.“

 

Sie richtete sich auf und ging auf uns zu, dann stand sie vor uns: „Es tut mir Leid...“ „Was,“ fragte ich. „Mama, du hast dein Bestes gegeben und jetzt bin ich bei Zen und glücklich und ich habe auch vor das zu bleiben...“ „Aber es wiederholt sich doch und ich....“

 

Ich stand auf und umarmte meine Mutter. „Du hast doch selbst gesagt, wir zwei könnten das schaffen oder? Weil wir GEMEINSAM um UNSER Glück im weiterem Leen kämpfen wollen!“ Mein Mutter schaute mir über die Schulter zur Zen: „Wirklich? Gemeinsam,“ fragte sie ihn dann leise. Dann hörte ich Zen antworten: „Ja! Ich liebe ihren Sohn vom ganzen Herzen, mehr als alles andere auf diese Welt. Und ich will ihn  beschützen und mit allen Mitteln um unser gemeinsames Glück kämpfen,“ sagte er mit einem aufrichtigen Lächeln. Meine Mutter befreite sich aus meiner lockeren Umarmung und richtete sich dann vor Zen auf. „Dein Blick gefällt mir. In deinen Augen sehe ich, dass du es ernst meinst. Und ich will dir Vertrauen schenken. Bitte kümmere dich um meinen Sohn. Gib ihm die Liebe, die er von mir nie zu fühlen bekam....“ Zen nickte mit einem Grinsen.

 

Ein wohliges Gefühl breitete sich in mir aus, meine kleine Schwester hatte mich abermals von hinten umarmt und sagte dann, sie habe mich noch nie so zufrieden gesehen, wie bei diesem Junge und zeigte auf Zen.

 

 

Es war völlig daneben zu denken, dass meine Mutter jetzt einfach weggeht und zurück nach England fährt. Es hieß, sie wäre hier auf einer Geschäftsreise und würde für einige Zeit in ein Hotel ziehen, aber wir kannten da einen besseren Ort zum einziehen. Am nächsten Tag waren wir dahin gegangen.

 

Natürlich hatte Arina meine Familie gerne bei sich aufgenommen und nachdem ich ihr kurz unter vier Augen erklärt habe, sie solle meine Mutter nicht so schief angucken, da sie sich entschuldigt hatte, schien sie sich sehr gut mit ihr zu verstehen. Lui war der einzige, der nichts von meiner Familie wusste, aber er meinte, er hätte einen sehr guten Eindruck von ihnen.

 

Lui schmiss ein paar Steine in den künstlich erstellten Teich in Arinas Innengarten.  Die Sonne schickte ihre Sonnenstrahlen auf die Erde und das Wasser, das dadurch glitzerte. Wir saßen zusammen auf der Veranda und unterhielten uns. Die anderen waren im Hause, Arina laberte meine Mutter voll und meine Schwester meinen Zen.

„Und?“

„Hm?“

„Wie findest du sie...meine Familie?“

„Nett, wirklich ganz nett, aber mir scheint, ihr hatte einen Streit oder so „

Ich lehnte mich zurück und lehnte nun an der hölzernen Wand des Hauses. „Ist ne lange Geschichte, aber es ist vorbei...“ Ich wollte es nicht noch mal erzählen, immerhin war jetzt alles Gott sei Dank geklärt. Lui nickte verständnisvoll. „Und hast du es ihr erzählt,“ wollte ich nun von ihm wissen.

 

Zuerst verstand er meine Frage nicht, dann nickte er aber. „Ja...“ In seiner Stimme lag Traurigkeit, dachte ich mir, wollte fragen, wie sie drauf reagiert hatte, aber die Antwort kam bereits. Lui grinste wie ein Irrer als er weitersprach: „Arina wäre fast in Ohnmacht gefallen, dann lief sie um mich rum und wollte alles darüber wissen, hat mir ne Runde Mitleid gespendet und ... also.... und heute Morgen ging sie zu eurem Heim, um ihm „in die Eier“ zu treten wie sie es sagte....Na ja, keine Ahnung, ob sie das gemacht hat, so wie ich das verstanden habe, hat sie ja euch auf dem Weg hin getroffen.“ Seinen letzten Satz hatte ich nur zu Hälfte verstanden, da ich gerade dabei war mich  kaputt zu lachen, was Lui mit einem überraschten Blick erwiderte: „Genau wie Zen,“ meinte ich dann. „Ich wusste von Anfang an, dass sie sich ähnlich sind, aber so weit...sie ist doch ein Mädchen!“ „ Sie ist nicht ein Mädchen, sondern Arina und der würde ich schon so was zutrauen“ „Ja, schon....jetzt weiß ich, warum es mit ihr und Zen nicht geklappt hatte,“ meinte ich dann, Lui verstand es auch ohne Erläuterung. „Zwei verschieden geladene Pole ziehen sich an, aber nicht umgekehrt, ne?“ Ich nickte.

 

„Du und Arina, ihr passt gut zusammen!.. Ihr seit doch zusammen, oder?“ Irgendetwas ließ mich für diesen einen Moment unsicher werden, aber als ich Luis Lächeln mit leichter Röte im Gesicht sah, wusste ich, dass ich Recht hatte. Im nächsten Moment ging die Schiebetür auf und ich fiel selbstverständlich hin, da ich mich an diese gelehnt hatte. Schatten entstanden auf meinem Gesicht, als Arina mich amüsiert betrachtete. Schließlich setzte sie sich zwischen mich und Lui und schaute nun auch zum kleinen See. Ihr Gesicht sah zufrieden aus, als sie meinte: „Ich leiste euch mal Gesellschaft. Wow, deine Mutter ist echt eine tolle Frau!“ Ich rieb mir meinen Kopf, dann wollte ich aber wissen, wo Zen abgeblieben war. Das braunhaarige Mädchen lächelte und meinte dann, meine Mutter und meine Schwester würden ihn gerade mit allen möglichen Frage über die Beziehung zwischen ihm und mir löchern. Abrupt stand ich auf und lief in den Haus.

 

Meine Mutter saß auf dem Sofa in dem großen Wohnzimmer, Zen lehnte sich an den Sessel dieser Gegenüber und versuchte gerade seinen Arm aus Luises Griff zu befreien. Währenddessen sprach er ziemlich locker und grinste meine Mutter an, die ebenfalls lächelte. Zwischen den Beiden war keine Anspannung zu spüren, also konnte ich beruhigt sein, denn ich hatte Schlimmeres befürchtet. Ich verlangsamte mein Tempo und ging dann in einem vernünftigen Schritt in das Wohnzimmer rein.

 

 

„Ah, Rafael, wir haben gerade von dir gesprochen!“ Meine Mutter lächelte mich an. //Klar, von wem sollt ihr denn sonst reden!// Meine Schwester lief auf mich los und hing im nächsten Moment schon an meinem Hals. Ich umarmte sie zurück und schaute währenddessen zu Zen, der zwar froh war seinen Arm wieder zuhaben, aber meine Schwester jetzt böse anguckte. //Das darf doch nicht war sein, er ist wirklich auf meine Schwester eifersüchtig!!!// „Wir müssen noch was erledigen, entschuldigen sie uns,“ hörte ich Zen, der auf mich zuging und mich gerade aus dem Griff meiner Schwester zu befreien versuchte, um mit sich zu zerren. „Geh schon mal vor Zen-kun, ich muss noch etwas mit Rafael besprechen,“ meinte meine Mutter lächelnd. //Das ist aber ein warmes Lächeln ...// Ich hatte es nicht erwartet, aber Zen nickte nur und ging dann ohne etwas zu sagen raus. Verblüfft schaute ich ihm hinterher..

 

„Er ist wirklich ein netter Junge, ich könnte mich auch in ihn verlieben,“ meinte meine Schwester! „Hey! Was soll das heißen! Äh.. ich meine er ist 5 Jahre älter als du und und...“ //Bin ich jetzt etwa rot?// „War doch nur ein Scherz. Ich nehme meinem Bruder seinen Freund schon nicht weg. Aber ich wusste nicht, dass du so eifersüchtig sein würdest.“ “Äh ..eifersüchtig?“ Ich spielte den Ahnungslosen, hatte aber keine Chance, sie kannte mich besser als jeder andere....oder hatte Zen sie jetzt mit dem Wissen über mich überholt?

 

„Mutter! Ähm.. du wolltest mir doch was sagen...“ Die Blonde Frau nickte, doch bevor sie anfing zu reden, fragte ich noch: „Aber darf ich dich zuerst was fragen?“ Schon wieder ein Nicken. „Du weißt doch so viel über meine Flügel....stimmt es, dass sie nur dann kommen, wenn man jemanden, den man liebt, beschützen will?“ „Du weißt es also schon?“ „Ja...das war Zens Behauptung...war das der Grund, aus dem du mich von Luise fernhalten wolltest?“  „Ja, das hab ich doch schon mal gesagt...“ „Ja... schon, ich wollte mich nur vergewissern... Äh, worüber wolltest du jetzt noch mit dir reden? Hör zu, wenn es darum geht, dass ich Zen liebe...dass ich einen  Jungen ...“ meine Mutter unterbrach meine gestotterte Rede. „Aber nein, das ist es nicht.“ Sie lächelte wie von der ganzen Seele.

„Nein?“

„Nein, ihr zwei habt meinen Segen.“ Ihr Lächeln war so ehrlich und so warm, dass ich meine Mutter nicht erkennen wollte. „Zen hat mir vieles erzählt, was ihr zusammen erlebt habt...na ja, da gab es aber etwas, dass er mir verschwiegen hatte.“ „Hm?“„Na ja, in einer meinen Visionen sah ich einen rothaarigen Jungen...und ich sehe nur Leute, die für dich eine Gefahr darstellen  könnten.“ //Sie meint Dim!//

Mein Blick wurde trüber, musste sie jetzt die Erinnerung wieder wachrufen und mich das erzählen lassen, ich schaute zu Luise und bat sie rauszugehen. Nachdem sie vom Meckern begleitet rausging, beschloss ich meine Mutter das über Dim kurz und knapp zu erzählen, weil ich nichts mehr von ihr geheim halten wollte, weil ich ihr Vertrauen wollte, weil sie meine Mutter war.

 

„Er hatte mich vergewaltigt...,“ sagte ich bitter. Die Augen meiner Mutter weiteten sich. „Oh Gott, aber...“ „Schon gut, Mama, dank Zen bin ich darüber eigentlich fast hinweg...,“ meinte ich irgendwie müde. Meine Mutter fing an zu weinen. „Oh Gott...wieso muss es dir passieren. Ich will mit ihm reden bevor er das noch mal...“ „Schon gut, Mama, Zen hat’s schon erledigt!“ „Ach, ja aber glaubst du nicht ein erwachsener Mensch könnte...“ Ich schüttelte den Kopf bevor sie zum Ende kam. „Oh Gott!!“ Ein neuer Gedanke schoss ihr durch den Kopf, in ihren Augen waren Tränen und Angst zu sehen: „Und wenn er Aids hatte!“ „Nein, Mama, Zen hat dafür gesorgt, dass es nachgeprüft wird...und der Test war negativ.“

 

Einerseits schien meine Mutter erleichtert, dann aber lächelte sie sehr traurig: „Dieser Zen scheint sich sehr um dich zu kümmern, nicht war?“ „Oh, ja...“ Ich musste schon fast lachen. „...Wenn du wüsstest, wie oft er mich versorgen musste und ich nichts anders tun konnte als im Bett zu liegen.“ „Wie oft warst du denn schon verletzt!!??“ Jetzt hatte ich meiner Mutter wohl einen Schrecken eingejagt, denn sie fing schon wieder an laut zu weinen. „Mama...so sei doch nicht immer so sensibel...“ „Aber..Aber ich konnte dich vor nichts beschützten...ich konnte nie für dich da sein, obwohl du doch mein Sohn bist.“ Ich umarmte meine Mutter und streichelte ihr beruhigend über den Rücken.

 

„Schon gut, Mama, er war da, er war immer für mich da und er wird weiterhin da sein um mich zu beschützen und mich glücklich zu machen, kannst du deinen Sohn diesem Jungen anvertrauen?“  Ich schaute ihr ernst in die Augen.

 

 

Ich lief dem dunkelhaarigen Jungen, der bereits vor dem Haus stand in die Arme und ließ mich von ihm hochheben. Mit einem glücklichen Gesicht beugte ich mich vor und küsste ihn auf die Stirn. Die letzten Worte meiner Mutter waren immer noch in meinem Kopf: „Ja, er ist ein fantastischer junger Mann, er hat alles das getan, was ich gerne für dich tun wollte, aber es mir selber verboten hatte und jetzt ist es zu spät .....werde glücklich mit Zen. Eure Liebe wird euch führen, ich glaube fest daran, dass ihr jedes Unheil verhindern werdet!!!“

 

Wir gingen nebeneinander durch ´unsere ´ Allee. „Ist was,“ wollte ich wissen, als ich merkte, dass Zens Gesicht irgendwie trübe wirkte. „Du siehst so glücklich aus...was hat sie dir gesagt,“ drängte er auf mich ein, sich zu mir vorbeugend. „Ist doch nicht wichtig, aber sag du mir, was sollen wir denn überhaupt noch erledigen?“ Zen legte beim Antworten seinen Arm um mich. „Och, bin ich etwa ein so guter Schauspieler, dass sogar du es mir abgekauft hast?“ „Hä? Hast du etwa gelogen...aber wieso, ich habe wollte doch noch ein bisschen mit meiner Mutter...“ „Die siehst du doch noch wieder und ich...“ „Dich etwa nicht?!“ Zen nahm mein Kinn, so dass ich ihm ins Gesicht schaute und während er seins dem meinen näherte, antwortete er: „Doch schon, aber ich wollte dich mal für mich allein  haben.“ Er küsste mich leidenschaftlich und ich erwiderte seinen Kuss. Ihn umarmend rieb ich meinen Körper leicht an dem seinen.

 

Schließlich unterbrachen wir den Kuss wieder um zu Atem zu kommen, dann sagte Zen: „Das würdest du vor deiner Familie wohl nicht so leicht hinkriegen.“  Ich erwiderte sein Grinsen und forderte dann noch einen Kuss, während dem ich ihn bat, uns doch lieber nach Hause zu begeben als hier Draußen rumzuknutschen. 

 

Wir hatten uns so ziemlich beeilt. Zen schaffte es immer wieder, mir im gehen einen Kuss zu stehlen. Nun waren wir bereits vor der Tür unseres Hauses, Zen hatte es bis in das Zimmer nicht geschafft. Er drückte mich an die Tür, versuchte mit seiner linken Hand den Schlüssel umzudrehen, mit der Rechten hielt er mich an der Hüfte, damit ich nicht fliehen konnte. Aber obwohl ich mir bewusst war, dass uns hier jemand sehen konnte, wollte ich mich nicht wehren oder fliehen, da seine Berührungen mir alle Gedanken nahmen.

 

Schließlich ging die Tür auf, Zen schob mich in das Zimmer rein, direkt auf das große Doppelbett, legte sich über mich und küsste mich immer weiter, während er an meinem hellblauen Hemd rumfummelte. Er machte die Knöpfe auf und strich mit seiner Hand über meine empfindlichen Brustwarzen. Diese Berührung kostete mich ein Keuchen in Zens Mund. Er löste seine Lippen von den meinen und bewegte seinen Mund immer weiter nach unten, saugte sich in den bereits existierenden Knutschfleck an der rechten Seite meines Halses, ließ aber auch von diesem ab und markierte die zukünftigen Stellen der Kussmale an meinem Schlüsselbein und weiter unten an der Brust, saugte und knabberte leidenschaftlich an meinen hart gewordenen Brustwarzen. Ich atmete in schnellen Zügen, sehr schnell und schwer. Mein Herzschlag erfüllte mich bis in die Fingerspitzen. Das, was Zen da machte, machte mich verrückt. Hitze erfüllte mich und meine Hose schien zu eng zu sein, so erregt war ich.  Zens Hände glitten schneller als die Lippen nach unten und waren bereits an meiner Hose angekommen. Ich keuchte laut auf, als er mich im Schritt streichelte. Amüsiert und grinsend biss er in eine meiner Brustwarzen und vergrößerte den Druck auf meine Hose.

 

Ich dachte, ich ersticke, denn das Atmen fiel mir plötzlich sehr schwer, mein Körper verspannte sich und wurde im nächsten Moment von Krämpfen durchgeschüttelt. Plötzlich erinnerte ich mich daran, was Dim mit mir gemacht hatte und konnte meine Angst nicht mehr zügeln. Zen erschrak und war schon von mir losgekommen. Er musterte mich mit einem besorgten Blick, dann wurde sein Blick entschuldigend. „Gomen...koi...das war wohl zu schnell für dich...tut mir leid!“ Ich konnte nicht antworten, obwohl ich wusste, dass Zen mir nichts Böses wollte, war meine Angst noch zu groß, um weiterzugehen als wir schon waren....

 

Gomen – Entschuldigung

Koi – (hier) Liebling

 

Tut mir Leid, dass hier die Mutter so viel erzählt hatte, aber es ging nicht ohne.

Dafür hat der Teil aber ein nicht SO unfaires Ende, nicht? ^-^

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