Forgivable Sinner 12

Part 12: Treachery

Die Fahrt dauerte sehr lange und irgendwann im Morgengrauen erreichten sie die Sommerresidenz des Grafen. Kim auf Schloss Hornbach zu bringen hätte ein fataler Fehler sein können, denn wer wusste schon, ob nicht nach ein paar Stunden oder Tagen bereits wieder Kims Eltern oder die Schutzposten, die von ihnen vermutlich schon alarmiert worden waren, vor der Tür standen um Eduard den Jungen wieder zu entreißen. O nein, dieses Risiko würde er auf gar keinen Fall eingehen. Also hatte er sich für Schloss Trevelsburg entschieden, von dessen Existenz nur sehr wenige Menschen etwas wussten.

Als sie in den großen Hof einfuhren fand von Kalau, dass er sich viel zu selten hier aufhielt. Die Residenz war fast noch schöner als Hornbach und vor allem jetzt, im Frühling. Die ersten Sonnenstrahlen zogen sich über das Land und färbten die frühen Tautropfen auf den Baumblättern mit den verschiedensten Farben. Der Nebel, der momentan noch in der kühlen Morgenluft hing, begann sich rasch aufzulösen.

Heinrich zügelte die Pferde und stieg vom Kutschbock um sich kurz darauf zu dehnen und um endlich wieder ein paar Schritte zu gehen. Während er dies tat, beachtete er von Kalau und Kim gar nicht, die ebenfalls aus der Kutsche ausstiegen. Zuerst Kim, dicht gefolgt vom Grafen, der ihm nicht von der Seite wich.

"Von Kalau... Ihr habt mir ja gar nicht gesagt, wie schön Euere Sommerresidenz ist!" Kim sah sich mit glänzenden Augen um. Dieses Schloss war nicht grau, wie die meisten anderen, sondern von einem satten Weiß, das so unschuldig wirkte, als wäre es noch nie der Witterung ausgesetzt gewesen.

Der Graf beugte sich zu Kim hinab und gab ihm einen sanften Kuss auf die Wange. "Nun, es freut mich, dass es dir hier gefällt. Immerhin wird das jetzt dein Zuhause sein." Von Kalau verfolgte Kims Blick und betrachtete ebenfalls das Bauwerk. "Dein ... und mein Zuhause, Kim!"

Bei dieser Bemerkung war Kim rot geworden und sah Eduard mit leuchtenden Augen an. Als von Kalau seinen Blick erwiderte, lächelte er und hob dann seine Hand an das Gesicht des Grafen.

Heinrich verdrehte gespielt die Augen als er den beiden zusah. "Uhhm, ich will euch ja nur ungern unterbrechen, aber vielleicht solltet ihr mal einen kurzen Blick auf das Fenster dort werfen..." Eduards Bruder grinste und deutete mit einer kurzen Kopfbewegung an, welches Fenster er meinte.

Kim konnte nicht verhindern, dass sein Gesicht plötzlich noch roter wurde, denn hinter dem Fenster drängelte sich sämtliches Dienstpersonal. Eduard verzog keine Mine, während Kim die ganze Situation unglaublich peinlich war und Heinrich sich darüber beinahe totlachte.

Als die Bediensteten gemerkt hatten, dass von Kalau in ihre Richtung blickte, taten sie so, als hätte es nie etwas zu sehen gegeben und als wären sie zufällig gerade an dem Fenster vorbeigekommen und hätten auch nur ganz zufällig hinaus in den Hof geblickt.

Dann öffnete sich die Schlosstür und drei Dienstmädchen verbeugten sich tief, als Heinrich, Kim und der Graf auf sie zukamen.

"Guten Morgen, Graf von Kalau. Es freut uns, dass sie so schnell zurück sind." Doch Eduard antwortete nichts, sondern machte ihnen nur mit einer Bewegung und einem Kopfnicken deutlich, dass sie sich wieder erheben konnten.

Als Kim die große Vorhalle betrat, von der eine Treppe in die nächste Etage des Schlosses führte, fiel ihm auf, dass alles merkwürdig still war. Den Menschen nach zu urteilen, die er kurze Zeit vorher am Fenster gesehen hatte, hätte es hier eigentlich nur so von Bediensteten wimmeln müssen.

"Die meisten sind verschwunden, als sie von Euch und dem Grafen gehört haben..." Kim blickte erstaunt auf einen Jungen, der etwa sein Alter haben musste, nur etwas größer war.

"Erich, wie oft muss ich es dir noch sagen, dass du das nicht tun sollst!" Eine kleine dicke Frau war vor ihn getreten und verbeugte sich vor Kim. "Bitte nehmt es ihm nicht übel, Monsieur. Es war schon immer seine Art, zu sprechen, bevor er denkt. Bitte entschuldigt!" Kim bemerkte, wie Erich genervt die Augenbrauen zusammenzog und er bemerkte auch, wie dessen Augen plötzlich in eine Richtung starrten. Kim verfolgte seinen Blick und sah, dass Erich nichts anderes mehr anblickte, nichts, als den Grafen. Von Kalau schien den Blick des Dienstjungen bemerkt zu haben, denn er drehte sich plötzlich zu ihm herum, sah dann aber auf Kim und lächelte ihn an. Als Kim sich umdrehte, um der Frau zu sagen, dass sie sich für das Verhalten des Bediensteten, der allem Anschein nach neu hier auf dem Schloss war, nicht zu entschuldigen brauchte, waren beide schon verschwunden und an ihrer Stelle hatten sich zwei andere Dienstmädchen nun hinter Kim gestellt, um ihm den Mantel abzunehmen. Etwas verwundert lief er dann zu von Kalau, der gleich darauf mit seiner linken Hand um Kims Hüfte fasste und mit ihm die Treppe hinaufging.

Kim spürte, wie die Hand des Grafen sich immer fester um ihn schlang und sich bald darauf tastend unter sein Hemd arbeitete um dann dort mit der kleinen Vertiefung in seinem Bauch zu spielen.

/Ungh... was tut er da?!/

Um sich zu vergewissern, dass das auch niemand sehen konnte, blickte sich Kim in alle Richtungen des Raumes um, aber die Dienstmägde, die sich noch weiter unten aufhielten, sahen nicht zu ihnen herauf, sondern waren damit beschäftigt, Heinrich schöne Augen zu machen.

Von Kalau spielte noch immer unter Kims Hemd herum und schob nun ganz langsam seine Hand unter dessen Hose. Kim erschrak und wollte sich aus Reflex vom Grafen losreißen, doch Eduard hatte ihn fest im Arm und es gelang ihm nicht. Schnell legte er seine Hand an die des Grafen um ihn von seinem Tun abzuhalten, aber als er ihm ins Gesicht sah, grinste Eduard nur.

"Es wird dir gefallen, Kim. Nur nicht so schüchtern!"

/O mein Gott... das… das kann er doch nicht tun. Nicht jetzt, nicht... hier./ Eduard glitt immer tiefer hinab und fand schließlich was er suchte.

Kim spürte ein Gefühl in sich erwachen, das er noch nie erfahren hatte und es schien ihm die Sinne zu rauben. Oder zumindest spielten sie verrückt, denn ihm war plötzlich heiß und kalt auf einmal, ihm wurde schwindlig und er konnte nicht anders, als einfach stehen zu bleiben. Der Graf bewegte seine Hand nur sehr langsam und sah Kim mit einem verführerischen Glanz in den Augen an. Vielleicht, um ihm klarzumachen, dass sie das durften, was sie taten. Er wollte nicht, dass der Junge vor ihm Angst hatte. Er musste begreifen, dass sie nun tun und lassen konnten, was sie wollten, dass keine Augen mehr auf sie gerichtet waren, die sie als krank bezeichnen würden oder die sie auch nur von irgendetwas hätten abhalten können. - Und Eduard würde sich auch nicht mehr abhalten lassen. Kim lehnte nun an der Wand und hatte seine Hände an von Kalaus Arme gestützt. Seine Finger verkrampften sich in dessen Hemd und als der Graf sein Tempo beschleunigte, konnte Kim nicht mehr anders, als einfach nur laut ein- und auszuatmen. Eduard stützte sich mit seiner freien Hand an die Wand und küsste Kim immer wieder.

"Das gefällt dir doch, oder?"

"Uh... ich..." /O Gott... ich... bitte.../

Der Graf spürte, dass Kims Griff immer fester wurde, spürte auch, dass der Junge jeden Augenblick soweit sein musste. Aber so schnell würde er es nicht geschehen lassen. Er wollte Kim nur einmal eine kleine Kostprobe geben, von dem, was noch auf ihn warten würde.

Noch einmal hob und senkte er seine Hand und dann... dann zog er sie einfach, ganz unerwartet aus Kims Hose und der Junge keuchte auf. Mit verzweifelten Augen sah er von Kalau an und der Graf erwiderte seinen Blick, legte dann seinen Kopf an Kims Ohr. "Shhhttt... keine Angst, es ist nicht immer so schmerzhaft. Nur, wenn man plötzlich abbricht. Du verstehst, was ich meine?" Kim kämpfte noch immer mit der Lust in sich, die sich ihren Weg nach außen bahnen wollte und doch nicht konnte und ihn innerlich beinahe zerriss.

"Das hört gleich wieder auf. Das ist ganz normal, du brauchst dir keine Gedanken zu machen..."

Kim machte sich inzwischen aber über etwas ganz anderes Gedanken. Das alles war im Treppenhaus geschehen, was wenn die Bediensteten ihn gehört hatten? Oder waren sie bereits gegangen und er hatte das Zeitgefühl verloren? Eduard bemerkte, was in Kim vor sich ging und lachte ihm lieb ins Gesicht.

"Ist es dir denn so wichtig, was die anderen über uns denken?"

Schweigen.

"Ich... Woher wisst Ihr, dass sie alle loyal sind? Woher wisst Ihr, dass sie nicht jeden Augenblick das Schloss verlassen um herumzuerzählen, wo wir uns aufhalten?"

Der Graf grinste. Er breitete seine Arme aus und sagte dann mit Bestimmtheit: "Kim... du wirst hier im ganzen Treversburg keine einzige Person finden, die nicht ihre Hand für mich ins Feuer legen würde. Denkst du ich bin so dumm und vertraue Leuten, die ich nicht kenne?"

"Und was ist mit..."

"Mit wem?"

"Mit dem Jungen von vorhin. Der, der hinter mir stand und der... der Euch die ganze Zeit so angesehen hat?"

"Wie hat er mich denn angesehen?"

"Er starrte Euch an."

Der Graf überlegte einen kurzen Moment und lief dann lachend den Korridor entlang. Kim folgte ihm, wusste nicht, was daran so lustig gewesen sein konnte.

"Antwortet Ihr mir nicht?"

"Wozu? Die Antwort kennst du bereits!"

Sie liefen den langen Gang entlang bis zu der hintersten Tür. Vor ihr blieb der Graf plötzlich stehen und wartete auf Kim, der noch einige Meter hinter ihm lief und über von Kalaus Worte nachdachte. Als Kim aufblickte und den Grafen in diesem Halbdunkel sah, das die Gardienen auf ihn warfen, kam er ihm unwahrscheinlich geheimnisvoll vor.

"Wo gehen wir denn eigentlich hin?"

"Ich bringe dich auf dein Zimmer! Willst du es dir nicht ansehen?" Er drückte die vergoldete Klinke nach unten und Kim trat in einen Raum, der mit Licht durchflutet war. Zur drei Seiten waren Fenster angebracht, so dass die Sonne den ganzen Tag über hereinfallen konnte. Kim sah sich um. Das Bett war wunderschön, mit vielen Stickereien übersät auf der weichen Decke und die Wände hatten die Farbe des Ozeans, in dem ab und zu silberne Streifen funkelten, wenn das Sonnenlicht daraufstrahlte.

Von Kalau fuhr mit seinen Augen unbemerkt Kims Körper entlang, musterte ihn ganz genau, die schlanken Beine, seine schmale Hüfte und die flache Brust, die man hinter dem weiten Hemd eigentlich nur vermuten konnte. Er spürte plötzlich eine unbändige Leidenschaft in sich aufkeimen. /Nein... nicht jetzt... es ist noch Zeit.../

"Kim, wenn du nichts dagegen hast, werde ich mich jetzt auch auf mein Gemach begeben. Etwas frische Kleidung wäre angemessen. Deine findest du gleich in den zwei Schränken da vorne und wenn du sonst noch etwas brauchst, hier kannst du läuten. Jetzt ist es sechs Uhr. Bis zum Frühstück hast du also noch genau drei Stunden Zeit. Vielleicht solltest du etwas schlafen...."

Mit diesen Worten verließ er Kims Gemach und der Junge flüsterte ihm nur noch ein leises "Danke!" hinterher, das von Kalau mit einem eleganten Kopfnicken erwiderte. Nach kurzer Zeit kam er noch einmal zurück und legte seine Hand von außen an die Tür.

"Kim?"

"Mhmmm?" erklang dumpf Kims Stimme.

"Verlass’ mich nie wieder, hörst du? Ich würde es nicht ertragen!"

Dann ging er.

Während des Frühstücks trat plötzlich ein Dienstmädchen in den Raum und beugte sich vertraulich hinunter zum Grafen, der am Tisch Kim gegenüber saß. Kim sah, dass Eduard nickte, aber worüber sie letztendlich sprachen, wusste er nicht.

"Sag’ ihm bescheid, dass ich ihn gleich in meinem Arbeitszimmer empfangen werde. Er möchte noch fünf Minuten auf mich warten. Ich werde mich beeilen."

Heinrich, der ebenfalls mit am Tisch saß, jedoch aber nur mit wenig Appetit in seinem Essen herumstocherte, sah seinen Bruder ebenfalls verwundert an, als dieser aufstand und sich flüchtig entschuldigte.

"Eduard?... Du brauchst später nicht auf mich zu warten. Ich werde jetzt zu meiner Frau fahren. Sie macht sich sicherlich schon Sorgen um mich. Kann ich noch irgendetwas für dich tun?" Der Graf schüttelte den Kopf, hob zum Abschied seine Hand und verließ dann den Speisesaal.

"Tja, so ist er, immer beschäftigt, der gute Graf."

"Heinrich, du hast eine Frau?"

Eduards Bruder grinste breit auf diese Frage. "Wundert dich das so sehr?"

"Uhhmmm... /Vielleicht?/ ... nein... ich wusste es nur noch nicht. Du erzählst ja fast nie etwas über dich...."

Heinrich stand plötzlich von seinem Platz auf und stellte sich hinter Kims Stuhl um ihm etwas ins Ohr zu flüstern.

"Seien wir doch mal ehrlich, Kim... Meinst du nicht, dass du mich bereits besser kennst... als Eduard?" Kim senkte seinen Blick auf seinen Teller.

"Vielleicht...."

"Haha, aber keine Sorge, Kleiner! Das wird schon noch, nur mach’ mir nicht zum Vorwurf, dass ich nichts über mich erzählen würde... So, ich darf mich jetzt verabschieden. Ich wünsche dir noch einen angenehmen Tag!"

Er winkte dem Diener, er solle ihm seinen Mantel und den Hut bringen, dann zog er sich mit schnellen Bewegungen an, grüßte noch einmal und verschwand anschließend.

/Er hat recht, im Grunde... im Grunde weiß ich fast nichts über Eduard. Fast nichts, nur, nur... dass ich ihn liebe./

 

"Wieso seid Ihr hier?"

"Du hast dir Zeit gelassen, Eduard."

"Wieso seid Ihr hier?"

Eduard stand vor dem Fenster in seinem Arbeitszimmer und hatte dem kleinen dicken Mann, der gegenüber auf einem Stuhl saß und sich genüsslich eine Zigarre anzündete, den Rücken zugewendet.

"Willst du mir nicht einen Aschenbecher bringen?"

Einen Moment lang blieb der Graf einfach nur stehen, doch dann drehte er sich zu ihm, nahm den Aschenbecher mit einer genervten Bewegung von seinem Schreibtisch und stellte ihn vor den kleinen Mann, der nur seinen Arm hätte ausstrecken müssen, um ihn sich selbst zu holen, auf den Tisch.

"Ihr habt mir noch immer meine Frage nicht beantwortet."

Von Kalau spürte, dass ihn sein Gegenüber genau betrachtete.

"Du bist groß geworden! Wie die Zeit doch vergeht."

"Ihr habt dringend nach mir schicken lassen, Fürst. Hier bin ich. Sagt mir endlich, was Ihr von mir wollt!"

Schweigen. Eine halbe Ewigkeit.

"Ich will... die alten Zeiten zurück, Junge." Eduard erschrak bei dieser Aussage und starrte zum Fürsten, der gerade genüsslich dabei war, seine Zigarre aus dem Mund zu nehmen und sie anschließend in den Aschenbecher abzuklopfen, nur um sie sich wenig später erneut zwischen die Lippen zu klemmen.

"Seid Ihr deswegen hier? Deswegen seid Ihr gekommen?" Wieder Schweigen.

"Die alten Zeiten gibt es nicht mehr, und das wisst Ihr genau."

Plötzlich stand der Fürst auf und Eduard wich zurück. "Das bin ich doch von dir gar nicht gewohnt, Eduard. Du ziehst dich vor mir zurück? Muss ich denn wieder erst..."

"Ich bin kein Junge mehr, Fürst." Er lachte bitter. "Was damals geschah, wird nicht wieder geschehen..."

Der kleine Mann blickte mit einer inneren Ruhe auf von Kalau, die ihm Sorge bereitete.

Er streckte seine gierigen kleinen Fingerchen nach ihm aus. "Bist du es nicht manchmal leid, immer den Starken spielen zu müssen? Es muss doch ermüdend für dich sein, immer die Initiative ergreifen zu müssen, bei allem was du tust. Was du brauchst, ist jemand, der dir neue Pforten eröffnet. Was du brauchst, bin ich!"

"Woher wollt Ihr wissen, was ich brauche und was nicht?!" Eduard spürte plötzlich einen brennenden Schmerz auf seiner Wange. Er tatstete danach.

"O nein, jetzt hab’ ich doch aus Versehen mit meinem Ring dein hübsches Gesichtchen verletzt. Dass tut mir schrecklich leid." Ein energisches Funkeln breitete sich in den kleinen schmalen Augen des dicken Mannes aus, die hässlich aus seinem Gesicht hervortraten. "Aber Ich hasse es, wenn du mir widersprichst, Eduard."

Der Graf warf dem Fürsten einen feindlichen Blick zu.

"Ihr wollt es nicht verstehen, was? Es ist vorbei. Es endete an dem Tag, als ich ..."

"Was...! Als du das Schloss deines Onkels geerbt hast? Und dich dort dann verschanzt hast? Das hat mich sehr ärgerlich gemacht, Eduard und ich glaube, das weißt du auch. Kannst du dich noch erinnern?" Er fuhr mit seiner Hand Eduards Rücken entlang.

"An deine Schreie in jener Nacht, die niemand hörte? An das Blut, das floss? Träumst du noch davon?"

Von Kalau , der sich an seinen Schreibtisch gelehnte hatte, stellte sich wieder aufrecht hin.

"Macht, dass Ihr verschwindet. Sofort!"

Plötzlich klopfte es an der Tür und der Graf drehte sich erschreckt herum.

"Herein!"

Die Mine des Fürsten wurde todernst und er verschmälerte seine Augen als er ihn kommen sah. Kim.

Er kannte ihn nicht, aber die Art, mit der Eduard ihn ansah, die Art, mit der Kim den Grafen ansah, gefiel ihm ganz und gar nicht.

/Er wird doch nicht... er hat doch nicht etwa... Verrat ist eine Todsünde Eduard, und dafür wirst du büßen müssen... Du bist noch immer mein und wenn du nicht freiwillig zurückkommst, dann mache ich dich auf andere Weise gefügig. Du hast mich verraten und dafür musst du Buße tun!/

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