Part9:
FOR MY DEAR"Bitte Vater... ich kann... ich kann das alles erklären." Kim wich vorsichtig ein paar Schritte zurück.
"Erklären Kim Prokter? Was willst du mir erklären?"
Mr. Prokter kniff seine Augen zusammen und Kim konnte deutlich die Adern sehen, die an seiner Stirn vor Zorn hervortraten.
"Ich... ich... ich glaube, Vater, du... Ihr versteht da etwas falsch!"
Ein Glänzen in Mr. Prokters Augen verriet Kim, dass sein Vater da ganz anderer Meinung war.
Mr. Prokter lachte laut auf. Ein sarkastischer Unterton in seiner Stimme.
"O nein, o nein, ich verstehe schon richtig Junge! Die Sache liegt doch auf der Hand. Du liebst ihn, und er liebt dich! Ein perfektes Paar!"
O nein, das war gar nicht gut... Kim schloss die Augen und schüttelte vorsichtig mit seinem Kopf. "Bitte... ich..."
Er spürte wie zwei starke Hände ihn am Kragen packten und nach oben zerrten. Mr. Prokter hielt ihn ganz nahe zu seinem Gesicht und durchdrang ihn mit seinem stechenden Blick. Noch ehe sich Eduard einmischen konnte, gelang es Mr. Prokter Kim etwas ins Ohr zu flüstern.
"Kim... du... du bist nicht länger mein Sohn!"
Kim riss die Augen auf. /Er... er verstößt mich?/
Der Junge wollte etwas sagen, doch er konnte einfach nicht. Zu hart hatten ihn die grausamen Worte seines Vaters getroffen.
NICHT LÄNGER MEIN SOHN
Vier Worte und sie fraßen sich tief in seine Seele ...
Mr. Prokter war inzwischen gegangen. Kim blickte auf. Schimmernde Perlen glänzten in seinen hellen Augen. Er suchte Halt und fand ihn bei Eduard, der ihn gleich in seine Arme schloss. Er drehte sich plötzlich zu ihm um.
"Von Kalau... wieso..." Seine Stimme erstickt. Er schlug mit seinen zwei Handen schwach an Eduards Brust. "Wieso... habt ihr..." Er sank auf die Knie. "Wieso...?!" Verzweifelt versuchte er weiter zu sprechen, doch es fiel ihm verdammt nochmal so schwer.
Eduard hielt ihn an den Schultern fest, ganz sanft.
"Kim... bitte verzeih' mir. Es tut mir ja..."
Der Junge blickte ihn an und stand auf. "Es tut Euch also leid?! Was denn?... Dass Ihr mich ge... dass Ihr mich ... geküsst..."
Der Graf zog ihn fest an sich und umarmte ihn.
"Sag' nichts... was du später bereuen könntest, Kim! Bitte sag' nichts. Du weißt, dass es nicht stimmt!"
Kim begann wieder zu weinen.
"Was soll ich denn jetzt nur tun, Eduard?! Sagt mir doch bitte, was ich tun soll. Er hat mich... verstoßen, er hasst mich. Und wenn Ihr nicht da gewesen wärt, würde ich jetzt sicher halb totgeprügelt auf der Erde liegen. Aber ... Das wäre mir egal gewesen. Ich hätte es als meine Strafe angesehen und akzeptiert. Aber so... aber so... so wie er gegangen ist, so stumm und ohne mich eines Blickes zu würdigen... Er..."
Eduard drückte mit seiner Hand sanft Kims Kinn etwas nach oben. Er wollte in sein Gesicht sehen, in seine wunderschönen unschuldigen hellen Augen.
"Kim... du hättest es als Strafe angesehen? Aber... für was denn, Kim, als Strafe für was?!"
Keine Antwort, nur ein verzweifelter Blick, der dem Grafen fast das Herz zerissen hätte.
"Wieso... akzeptierst du mich nur nicht?! Bin ich denn tatsächlich so abstoßend?! Ist denn die Tatsache, dass ich ein Mann bin, so schmutzig für dich, Kim? Bitte hör' auf damit! Kim, ich..."
Der Graf spürte eine weiche Hand an seiner Wange und umfasste sie mit seiner eigenen um die Wärme zu spüren. Er sah, wie Kim lächelte, wie er innerlich weinte, doch wie er versuchte, Eduard mit seinen Blicken wieder etwas glücklicher zu machen.
"Bitte, Graf, bitte verzeiht mir. Ich war dumm. Ich... habe nicht... Ihr seid bestimmt niemand, den ich auch nur in irgend einer Weise abstoßend finden könnte."
/Kim.../
Eduard schloss seine Augen.
"Aber bitte, Graf... könntet Ihr mir vielleicht einen Moment Zeit geben? Ich wäre sehr gerne für einen Augenblick..."
"Ich liebe dich!" Dies waren die einzigen Worte, die von Kalau erwiderte. Er küsste Kim auf die Wange und verließ dann schweigend die Terasse.
Kim blickte ihm verwundert nach.
"... alleine." vollendete er noch seinen Satz für sich, dann schweifte sein Blick in die Ferne des dunklen Nachthimmels.
/Er hat dir das Herz gebrochen. Dieser Bastard hat dir das Herz gebrochen und es ist alles meine Schuld, Kim!/ Eduard fasste sich an die Brust und spürte seinen Herzschlag. /Verzeih' mir, .../ Müde lehnte er sich an eine Tür.
"Graf... ist alles in Ordnung mit Euch? Ihr seht so blass aus... Möchtet Ihr heimreisen?" Eduard blickte in das besorgte Gesicht eines Dienstmädchens. "Nein, Anna, es ist alles in Ordnung! Mach' dir keine Sorgen. Es ist alles in Ordnung! Du kannst dich jetzt wieder um die anderen Gäste kümmern..."
Anna machte einen höflichen Knicks und tippelte mit ihren kleinen Füßchen dann schnell davon. Eduard bemerkte, dass sie rot war. Er wusste, dass Anna ein Auge auf ihn geworfen hatte. Schon lange. Wenn sie wüsste...
"Hey, Edu.... Ich hab' dich schon überall gesucht!" Heinrich kam auf ihn zu, wie immer voller Energie. Doch das konnte der Graf jetzt bei bestem Willen nicht gebrauchen. Eine Quasselstrippe an seiner Seite. Er versuchte, seinem Bruder mit einer abfälligen Handbewegung zu verstehen zu geben, dass er alleine sein wollte, aber es war typisch für Heinrich, dass er sich nicht so einfach abwimmeln ließ.
"Eduard... "
Von Kalau wendete sich ab und wollte gerade gehen.
"Ich hab' dir gesagt, dass es nicht gut geht!"
Erschrocken drehte sich der Graf um.
"Woher... woher weißt du..."
Heinrich machte eine zutiefst besorgte Miene. "Es verbreitet sich wie ein Lauffeuer!"
"Nein... wie..." Eduard stockte der Atem. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Eine Tür öffnete sich und Sophie kam auf beide Männer zu, dicht gefolgt von ihren Eltern. Sie sah dem Grafen in die grünen Augen. Von Kalau bemerkte, dass sie jeden Augenblick anfangen würde zu weinen und dann... ging sie an ihm, ohne auch nur ein Wort zu sagen, mit gesenktem Kopf vorbei. Ebenso ihre Mutter, der die Schamesröte regelrecht ins Gesicht gestiegen war. Mr. Prokter blieb jedoch einige Meter von Eduard entfernt stehen und sah ihn finster an.
/Er war es.../
Der Graf schritt mit festem Gang auf ihn zu und packte ihn am Kragen.
Mr. Prokter war ganz überrascht, wollte sich losreißen, doch Eduard war um einige Zentimeter größer als er und konnte ihn so gut festhalten. Diesen Bastard würde er zur Rede stellen! Von weit her hörte er seinen Bruder beschwichtigend auf ihn einreden, doch im Moment sah er nur diesen Mann vor sich. Den Mann, der seinen Kim so verletzt hatte. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und dafür musste er büßen!
"Hey, Eduard... beruhige dich wieder! Hör' auf, lass' doch den Mann los!"
Heinrich versuchte es immer wieder. Er bemühte sich, Eduard wegzudrücken, doch es wollte ihm einfach nicht gelingen.
"Ihr seid... ein hinterhältiger Mistkerl, Mr. Prokter! Reicht es Euch denn nicht, Ihren Sohn zu verstoßen... müsst Ihr es jetzt auch noch im ganzen Haus verbreiten, was Ihr da entdeckt habt?! Und?! War es das wert? Hat man Euch bemitleidet? Darum, dass Ihr einen homosexuellen Sohn großziehen musstet?! Warum tut Ihr ihm das an?! Er ist Euer Sohn verdammt! Euer Sohn, auch wenn Ihr es nicht wahrhaben wollt!"
Ein Schlag ins Gesicht und Eduard ließ ihn los.
"Tut mir leid, Eduard, aber das war die letzte Möglichkeit, die ich hatte, um dich von ihm loszubekommen!" Verstört blickte der Graf auf Heinrich, der sich nun zwischen die beiden Männer gestellt hatte. Mr. Prokter klopfte demonstrativ seinen Smoking ab und wandte sich anschließend schweigend zum Gehen. Er nahm seine Frau und seine Tochter in den Arm, die sich erst noch von dem Schrecken erholen mussten und die froh waren, dass Ihrem Familienoberhaupt kein Schaden zugefügt worden war und verließ sogleich mit ihnen das Zimmer. Sophie sah sich noch einmal nach dem Grafen um. Sie weinte.
Schweigen. Von Kalau atmete hörbar tief ein, um sich wieder etwas unter Kontrolle zu bringen.
"Er war es nicht!"
Eduard musterte seinen Bruder verständnislos.
"Er hat es nicht herumerzählt!" Von Kalau zog eine Braue nach oben.
"Es war ein kleiner Junge, ein Diener dieses Schlosses."
"Was?!" Der Graf fuhr herum.
"Er hat euch beide auf der Terasse gesehen... Komm' schon, beruhige dich endlich, Eduard!"
"Kim... ich muss zu Kim..."
"Lass' dem Kleinen einen Moment Zeit. Wir zwei gehen jetzt erst einmal etwas trinken. Komm' schon, das wird dir gut tun!" Liebevoll nahm er seinen Bruder in den Arm und führte ihn in einen großen Salon. Alle Blicke richteten sich sofort auf ihn. Er grinste sichtbar, die beste Methode um zu zeigen, dass er sich dadurch nicht beeindrucken ließ. Frauen begannen hinter ihren Fächern zu tuscheln, junge Männer warfen ihm herausfordernd verführerische Blicke zu, um sich über ihn lustig zu machen und die Senioren schüttelten fast durchgehend die Köpfe oder runzelten die Stirn.
Böse Blicke, spitze Zungen, gehässiges Gelächter. (Egal! Wirklich? Vielleicht...)
Kim hatte von alldem nichts mitbekommen.
Er stand noch immer in der kühlen Nachtluft und sah in den Sternenhimmel. In den letzen paar Stunden war so viel geschehen. So viel, was man nicht mehr rückgängig machen konnte, so sehr man auch wollte. Wie sollte es jetzt weiter gehen?
Er atmete tief ein und wollte gerade gehen, als er ein junges Mädchen in der Tür stehen sah. Sie verbeugte sich höflich und sah ihm dann fest in die Augen.
"Seid Ihr Kim? Kim Prokter?"
Kim nickte vorsichtig.
"Der Graf schickt mich. Er möchte Euch sehen. Ihr sollt auf das Gästezimmer im Westflügel kommen. Der Graf erwartet Euch dort!"
Kim kniff die Augen zusammen. Was konnte Eduard denn jetzt von ihm wollen... Und weshalb kam er nicht einfach zu ihm, sondern ließ nach ihm schicken?!- Er würde es ja jeden Moment erfahren.
Kim bedankte sich höflich bei dem Mädchen. "Ich habe den Auftrag Euch hinzubegleiten!"
"Schön, ich kenne mich hier sowieso nicht aus!" Er versuchte mit einem freundlichen Gesicht die Kleine dazu zu bringen, zu lächeln, aber es half nichts. Sie blickte immer noch so starr und emotionslos wie zuvor. Armes Mädchen. Ob sie in ihrer Anstellung hier glücklich war?
Es dauerte nicht lange, da waren beide am Gästezimmer angelangt. Das kleine Mädchen verabschiedete sich mit einem schnellen Knicks und Kim sah ihr noch eine Weile hinterher. Er wollte sicher gehen, dass sie nicht lauschen würde. Er klopfte dann vorsichtig an die Tür. Eduard antwortete jedoch nicht. Das Gästezimmer im Westflügel. Das war ausgemacht gewesen. Vermutlich würde von Kalau jeden Augenblick kommen. Es könnte nicht schaden, einfach hinein zu gehen. Er drückte die Klinke hinunter und öffnete vorsichtig die Tür. Kim stutzte, denn er hatte nicht damit gerechnet, drei finstere Männer in dem Raum vorzufinden, die alle drei ein Cognacglas in den großen Händen hielten. Den einen erkannte er. Es war Franz, der junge Mann, mit dem er schon am früheren Abend Bekanntschaft gemacht hatte.
Alle drei drehten sich gleichzeitig zu ihm herum und er wusste gar nicht, was er sagen sollte.
"Uhm... ich... tut... tut mir leid, dass ich Euch gestört habe... Verzeiht... Ich dachte..."
"Komm' doch rein, Kim! Hier ist jederzeit ein Platz für einen so netten Jungen wie dich!"
/Mhm, dieses falsche Grinsen auf Franzs Gesicht. Aber es wäre unhöflich jetzt wieder zu gehen. Eduard... wo bist du?/
Kim trat in den Raum. Er war nicht sehr groß und ziemlich dunkel. Zu zwei Seiten waren Türen angebracht und der Boden war ausgelegt mit orientalischem Teppich, auf dem eine Meerjungfrau mit langen braunen Haaren und nacktem Oberkörper zu sehen war.
Sofort wurde er von den drei Männern eingekreist und der rothaarihe schloss die Tür hinter ihm. Kim sah sie erstaunt an.
"Entschuldigt, aber..."
"Aber was, Kleiner?!" Kim zuckte zusammen. Wieso standen sie so dicht um ihn herum?! Plötzlich spürte er eine Hand auf seinem Kopf, die seine Haare streichelte und er sah, wie Franz ein paar verräterische Blicke mit den anderen zweien austauschte.
"Was wird hier gespielt?" Kim war unsicher, wollte es aber auf keinen
Fall zeigen. /Eduard... wo bleibst du denn nur?!/
"Nun, Kim Prokter. Es freut uns, dass du unserer kleinen Einladung gefolgt bist. Auch wenn du jemanden anderen erwartet hast als uns!" Franz lachte in sich hinein und die anderen zwei Männer formten ihre Lippen zu einem breiten fiesen Grinsen.
"Ich... ich gehe jetzt!" /Weg ... bitte, ich muss weg von hier! Welches Spiel wird hier gespielt?!/
Franz hielt ihn am Handgelenk fest.
"Und wenn wir nicht wollen, dass du gehst?!"
Kim fuhr herum " Verdammt, hört auf mit euren Kindereien. Was soll das?! Wieso tut Ihr das?!"
Der Rothaarige packte ihn auf einmal von hinten und hielt ihn fest. Kim versuchte zu entkommen, doch er war körperlich bei weitem unterlegen. Und der fremde Mann umklammerte ihn immer fester und fester. Er bekam schon fast keine Luft mehr und wollte schreien, als er Franz auf sich zukommen sah, ein weißes Tuch in der Hand, welches er Kim unter die Nase hielt.
/Uh... was?! Mir wird so.../
"Nimm es nicht persönlich, Kleiner!"
/In meinem Kopf dreht sich alles.../
"Franz, das reicht erst mal. Lass uns noch ein bisschen mit ihm spielen!"
Franz sah den Rothaarigen an. Er legte seinen Kopf schräg und nahm das weiße Tuch wieder aus Kims Gesicht.
Er beugte sich zu Kim hinunter und fuhr mit seiner Hand an Kims Hufte hinab. Immer weiter nach unten.
/O mein Gott, was tut er denn da?!/ Der Junge kämpfte, um sein Bewusstsein zu behalten und er versuchte, zu entkommen. Irgendwie. Franz durfte nicht... sollte doch nicht... das konnte er einfach nicht tun!
Er spürte Franzs Hand, wie sie spielerisch an seinen Oberschenkeln entlangkreisete und dann...
"Hoho... sieh' an, Kim Prokter ist doch tatsächlich ein Junge..."
Kim sah ihn an. "Nimm... nimm deine Hände von mir!"
"Was denn, gefällt dir das etwa nicht?! Komm schon, Eduard darf dich da doch auch anfassen... oder etwa nicht? Ihr habt doch sicher schon...?" Ein lüsterner Blick. Kim wurde rot.
Franz lachte laut auf. "Denkst du wirklich, ich hätte Gefallen an dir?! Ich wollte lediglich mal selber nachsehen, ob es stimmt, dass du was in der Hose hast. Mhm, Pech für dich, dass es so ist. Als Mädchen hättest du es sicher leichter mit Eduard gehabt!" Kim erschrak. "Als Mädchen?! Aber ich dachte..." er zitterte.
"Ach, ich altes Plappermaul. Wusstest du denn wirklich nicht, dass Eduard schon sämtliche Frauen ... du weißt schon? Hat er dir das etwa verheimlicht? Armer ... armer... kleiner Junge... Wie demütigend muss das doch sein. Zu wissen, dass man alles geopfert hat, für eine kleine Affäre über Nacht..."
Kim war ganz still geworden. Er hatte es wirklich nicht gewusst. Obwohl er immer daran gedacht hatte, dass Eduard doch die Frauen zu Füßen lagen, hatte er insgeheim gehofft, dass es noch nicht so viele wären... Argh, es fiel ihm schwer darüber nachzudenken, überhaupt,... es fiel ihm schwer auch nur irgendeinen klaren Gedanken zu fassen.Ihm war so schrecklich schwindlig und schlecht. Er hatte das Gefühl, dass ihm jeden Moment das Bewusstsein entgleiten und er ohnmächtig werden könnte.
Da, seine Chance! Der Rothaarige hatte einen Augenblick nicht aufgepasst und locker gelassen. Kim riss sich von ihm los und stolperte zur Tür. /Weg von hier. ich will hier weg.../
Er drückte die Klinke nach unten.
Zugeschlossen...
/Nein, o nein... tu' mir das nicht an. Du musst doch... mach' schon, die kommen immer näher... geh' doch bitte auf... für mich. Verdammte Tür!/
"Geh' auf oder ich schlag' dich ein!!!" Er schrie jetzt. Sein benommener Zustand und seine Angst ließen ihn erzittern. Und wieder, ein fester Griff um seinen Arm. Große Hände, die ihn nach oben heben, gegen die seine Versuche, sich zu wehren, unfruchtbar sind... und die ihn fesslen wollen.
Er ließ sich kraftlos zu Boden sinken. Schimmernde Tränen fielen zu Boden. Er senkte seinen Blick.
Und spürte, wie Franz ihm erneut das Tuch unter die Nase hielt.
/Nicht atmen... nicht... /
Er blickte schwach zu Franz, der vor ihm kniete und seinen Kopf gegen das Tuch pressete, so dass er auch wirklich daran riechen musste.
Kim hob seinen Arm und hielt sich hilflos an Franzs Weste fest, suchte Halt.
Er lächelte.
"Chloro... Chloroform?... Warum?"
Er schloss die Augen.
SCHWARZ.
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