Titel: Sünde
Von: Noir
An: Die verrücktenen und liebenden dieser Welt
Sünde
Prolog
Die Sonne stand schon Lange am Himmel als sie ihn hinausführten. Zwei Wachen mit den Wappen des Königs auf ihrer Kleidung und langen scharfen Sperren. Immer wieder hörte er das Gemurmel der drei Priester die vor ihn, mit großen kreuzen auf langen Stäben, gingen und versuchten den Teufel vor zureiben. Sie führten ihn zu den Scheiterhaufen der nicht weit weg von der Burg aufgestellt worden war. Wieso sollte er verbrannt werden er hatte doch nichts unrechtes getan und dennoch hielten sie ihn für jemanden der mit dem Teufel im Bunde stand. Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend ging Leon auf sein Ende zu. Doch es tat ihm nicht Leid nein er hatte jede Sekund seines Lebens genossen auch wenn er erst 20 Jahre alt war hatte er schon viel erlebt und nichts getan wofür er sich schämen musste. Langsam fast wie in einen endlosen trab gingen sie über den Platz um denn sich eine große Menschenmenge versammelt hatte. Auf einen Hochsitz der extra für diesen Anlas gebaut worden war saß ein Mann
mittleren Alters er war dick geworden im laufe der Jahre. Man sah ihn an das er schlechte Zeiten voller Hunger und Armut wenn überhaupt nur durch Erzählungen kannte. Sein Haar war nur noch in ein paar büscheln auf seinen Kopf zu finden und leuchtete silbern in dem Licht der Sonne. Er war völlig weiß gekleidet und hatte einen Weinroten Schal über seinen Schultern hängen. In seiner Hand hielt er eine mit Gold überzogene Bibel. Er war sein Henker und Richter. Der Bischof. Leon sah sich um während er an den Scheiterhaufen gebunden wurde. Plötzlich erschrak er neben den Bischof stand ein blonder Junge mit schulterlangen Haar. Traurig wendete dieser Junge den Blick von ihm ab so als ob er bei Leons Anblick endlose Quallen erleiden müsste. Leons Herz zersprang in Tausendstücke. //Warum? Oh warum nur bist du hier? Geh weg weit weg auf das du nicht leiden musst. Bitte ich möchte dir nicht noch mehr schaden nicht noch mehr als mit meiner verbotenen Liebe zu dir.// Leon flehte in seinen
Gedanken das nur dieser eine Mensch nicht bei seinen Tod zusah. Samuel der Junge mit dem blonden Haar und den Herzen so groß und edel als könnte es die ganze Welt mit seiner Liebe verschlingen. Der Bischof wusste das ein solcher Dummkopf konnte dieser Mensch doch nicht sein immerhin war er Bischof. Leon hatte nur Augen für diesen einen Menschen. Seinen Samuel. Die Menschenmenge die sich um den Scheiterhaufen versammelt hatte kümmerte ihn nicht. Er starrte in die blauen Augen seines Geliebten. Sie hatten an leuchten verloren das sah er selbst aus dieser Entfernung. Was hatten sie nur mit ihm gemacht? „ Sir Leon von Gamel sie sind angeklagt und verurteilt mit dem Teufel im Bund zu stehen. Bekennen sie sich schuldig?“ Die Stimme des Bischofs riss Leons Gedanken von Samuel los. Der Bischof hatte ihn angesprochen. Bei jedem fast jeden neuen Wort schnappte dieser nach Luft. Beinahe hätte Leon lachen müssen doch da viel ihm wieder ein wie ernst seine Lage war. Wenn er sich nun schuldig
bekannte und das Schuldbekenntnis unterschrieb konnte er womöglich freikommen. Aber was dann, ein Leben ohne Samuel. Ein Leben mit irgendeiner Frau die nur sein Geld wollte. Nein das würde er nicht ertragen. Noch einmal sah er sich um bevor er sprach. Einer der Wachleute hatte nun eine brennende Fackel (oder so was in der Art keine Ahnung wie das heißt XD) in der Hand, doch diese würde erst entzunden wenn der Bischof den Befehl dazu geben würde. „Wenn es eine Sünde ist so sehr zu lieben das man dafür sterben würde dann, JA“
In der Menge herrschte Gemurmel. „RUHE!“ rief der Bischof aufgebracht „Dies war nicht die Frage und das wisst ihr genau. Ich frag euch noch mal. Seid ihr schuldig mit den Teufel im Bunde zu stehen und schändliche Dinge mit diesen Jungen getan zu haben:“Was wollte dieser Mann von Samuel er hatte ihm nichts getan. „Nein und last den Jungen aus dem Spiel“ Wieder herrschte reges Getuschel in der Menge. „Ich habt mir keine Befehle zu geben ANGEKLAGTER“ das runde Gesicht des Bischofs war etwas rot angelaufen. Das Wort Angeklagter hatte er besonders betont während er gesprochen hatte. Samuel sah Leon nicht an und dieser spürte den tiefen schmerz der von ihm ausging. „So ihr bekennt euch also nicht schuldig“ ein kaltes lächeln umspielte die Lippen des Bischofs. „Wie schon zuvor. Liege ich damit richtig“ Leon nickte „Ja nichtschuldig in allen Punkten. Das Lächeln gefiel ihn gar nicht. Er musste sich in Acht nehmen. „ Wenn ihr mir dann bitte die Ansage von Frieduline erklären könnt die euch
eindeutig mit den Teufel am Feuer sitzend einen Packt schließen sah. Das hätte er sich ja denken können. „ Frieduline ist verbittert weil ich sie nicht wollte als sie sich mir anbot.“„Das ist nicht wahr“ schrie ein rothaariges Mädchen aufgebracht aus der Menge. „ Er ist mit dem Teufel im Bunde ich hab es selbst gesehen.“ Der Bischof nickte zufrieden. „Ja ich weis meine gute wir alle wissen das.“ Die Menge stimmte zu. „ Es kommt nur selten vor das ein Mann besessen ist das wisst ihr so gut wie ich. Die Anzeichen eurer Besessenheit sind nicht zu übersehen gesteht endlich und lasst mich euch helfen.“ „Ihr wollt mir helfen bei was. Ich habe nichts unrechtes getan!“ Leon unterdrückte seine Wut. „ Ihr habt diesen Jungen und wer weiß wie viele noch geschändet.“
„Geschändet?!“ platzte es nun aus Leon heraus.
„Das würde ich nie.......“
„Ach ja“ fuhr der Bischof ihn über den Mund. „ Ihr würdet doch dabei erwischt als ihr euch an ihm vergangen habt. An jemanden der ebenfalls wie ihr Männlich ist. Leugnet ihr das.“ Leon schwieg. Ja das war richtig er liebte einen Jungen obwohl er selbst ein Mann war. Für einen kurzen Augenblick glaubte er selber daran besessen zu sein. Doch dann fiel sein Blick wie schon so oft auf Samuel zurück. Warum sah er ihn nur nicht an. Ein Blick hätte Leon gereicht um diese Welt in Frieden zu verlassen. „Ich deute euer Schweigen als Nein“ sagte der Bischof zufrieden vor sich hinlächelnd. Leon schwieg weiter um sich über seine Tat klar zu werden. Habe ich vielleicht doch diese unschuldige Blühte mit Gewalt aus der Erde gezogen so das sie mich nun nicht einmal mehr ansieht, sondern nur noch mit gesenkten Kopf vor sich hinwelkt. „Soll ich ehrlich zu euch sein Bischof“ Zufrieden lächelte dieser ihn nun an. „Ja mein Sohn befreie dich von dem Bösen und kehre zurück ins Licht. “ Sagte
dieser dann siegessicher. „Ich weis es nicht und so ist es mir auch egal ob ich sterbe.“ Ein lautes Raunen ging durch die Menge. Wie konnte es ein Mensch wagen die Kirche zu verspotten. Leon wusste das sie das dachten. Es war ihm egal alles und wenn die Welt unterginge er wollte nur noch einmal sein Lachen sehen in voller Blühte und nicht diesen Schmerz. Nur noch ein letztes mal um in Frieden zu sterben. „Das kann nicht euer Ernst sein. Ein Mann von eurer Herkunft hat doch herzlich wenig Grund das Leben zu hassen“ fragte ihn der Bischof mit gespielten entsetzen doch Leon wusste das er ihn brennen sehen wollte aus welchen Grund auch immer. „Das könnte man meinen ja euer Hochwürden.“ Leon sah dieses mal zu Samuel als er weitersprach. „Doch was nützt einen Reichtum und Macht wenn einen der Mensch den man am meisten liebt so verletzt hat das dieser einen nicht einmal mehr ansieht.“ Samuel blickte geschockt auf, sodass sich ihre Blicke trafen. Leon war nun wieder von der alten Hingabe
zu diesen Jungen erfühlt und wusste das er nichts bereute nicht jetzt oder in hundert Jahren. „SAMUEL VERZEIH MIR ABER ICH LIEBE DICH!!!!“ seine Augen brannten doch er hielt die Tränen die sich endlos zu vermehren schienen zurück. „Warum sollte ich euch etwas so schönes wie eure Liebe verzeihen. Dann müsst ihr dies bei mir ebenfalls machen!“ rief Samuel unter Tränen und lehne sich über das Geländer. In der Menge gab es schockierte Laute. „Verseucht diesen Jungen nicht mit euren Gewäsch!“ rief aufgebracht und hielt seine Arme schützend über Samuel. Augenblicklich zuckte dieser zusammen. Leon beobachtete dies mit Mistrauen sonst war dieser noch nie so erschrocken nicht einmal als er ihn geküsst hatte. Nicht so heftig zumindest. Ein schreckliches Bild tat sich vor ihm auf. Vielleicht war er gar nicht der Grund sondern der Bischof. Dieser fiese alte Sack..... „Noch einmal so etwas und ihr werdet Gerichtet ohne eure Sünden abschwören zu können und in den Schoss der Kirch
zurückzukehren.“ Leon zersprang förmlich vor Wut. „Hat er dir weh getan?“ Leon meinte nicht denn Vorfall von gerade eben sondern die Zeit während er im Kerker gesessen hatte und aus diesen Tag hinzählte. Samuel das wusste er war zu dieser Zeit nämlich in Kirchlicher Obhut gewesen. Beschämt wandte dieser den Köpf wieder von ihm weg. Das war zu viel. „War er es“ Samuel nickte. „Du mieses Schwein wenn du ihn noch einmal anrührst werde ich dich eigenhändig töten.“ Der Bischof sah ihn ruhig an. „Ich weis nicht wovon ihr redet die einsamen Tage im Kerker haben euch offenbar verwirrt. Ich bin ein Mann der Kirche was sollte ich diesen Jungen antun“ Dann leget er eine seiner Schweine Hände auf Samuels Schulter. Dieser gab einen unterdrückten schrei von sich „Nein lasst ihn frei. Er hat nichts unrechtes getan der Bischof gehört an seine Stelle.“ Verzweifelt versuchte Samuel sich aus den Griff des Mannes zu befreien. Leon versuchte sich zu befreien doch es war sinnlos die Stricke saßen zu
fest an seinen Handgelenken. Der Bischof schien sich nun reichlich unwohl in seiner Haut zu fühlen. „Er hat schon Besitz von den Jungen genommen los verbrennt ihn dann können wir den Jungen vielleicht noch retten.“ Leon sah noch eine Ausweg und wunderte sich warum er das nicht schon früher getan hatte. „Ich ernenne Samuel zu meinen Rechtmäßigen Erben und keiner außer ihm, nicht einmal die Kirche, darf darüber bestimmen. Ihr seid alle Zeugen meiner Worte.“ Getuschel ging durch die Reihen der Zuschauer und als Leon zu den Bischof aufsah wusste er das dies nichts bringen würde. „Los macht diesen Teufelsgeschwätz endlich ein Ende bevor es noch auf uns alle übergreift.“ Der Wächter zögerte, tat aber dann doch wie ihm befohlen. „Ihr könnt mich töten doch ich komme wieder um euch zu für das was ihr den Jungen angetan habt büßen zu lasen! Das verspreche ich euch.“ Schrie Leon voller Wut bevor sich Fackel und Holz trafen. Eine Stichflamme stieg auf und Leon sah noch einmal in das
Gesicht des blonden Jungen der ihn unter einem Tränenschleier anblickte. „Neinnnn!! Verlast mich nicht!!!“ Leon lächelt ihn noch ein mal an. „ Wie könnte ich so jemanden verlassen?!“ dann schlugen die Flammen auf und hüllten ihn völlig ein und das letzte was er sah war das Lächeln von Samuel so als ob er seine Gedanken gelesen hätte. „ Ich werde warten. Mein Geliebter.“
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