Titel: Sünde
von: Noir
1 Kapitel:
Wahrheit
Die Gruppe aus Jugendlichen saß gebeugt über ihren
Heften. Einige zumindest andere starten Löcher in die
Luft, weil ihnen nichts einfiel. Luka schielte zu Jack
hinüber der völlig vertieft in seine Arbeit war und
nur dann aufsah wenn er etwas in einen der Bücher
suchte die vor ihm lagen. Sein hellbraunes fast schon
blondes Haar viel ihm ins Gesicht. Wenn er sich
aufgerichtet hätte dann wären seine Haare zerwühlt wie
er sie immer trug knapp einen Zentimeter über seine
Ohren gefallen.
„Wie konnte sich ein Mensch nur so in eine Arbeit
vertiefen, ihm viel überhaupt nichts ein was er hätte
schreiben können“ dachte er und sah weiter an Jack
vorbei. Neben ihm saß Akito, Jacks bester Freund die
beiden waren einfach immer zusammen. Außer sie hatten
Unterricht, Akito war nämlich zwei Klassen höher als
Jack. Akito war fast 18 und Jack 16 Jahre alt
„Was glotzt du so?“ Luka zuckte zusammen als er
bemerkte das Akito ihn ansah. Seine gelblichen Augen
durchbohrten ihn..
„Ich äh....ich“ stotterte er.
„Du wolltest doch nur wieder abschauen und dich vor
der Arbeit drücken. Ist es nicht so?“
„Nein ich habe nur Überlegt was ich schreiben soll
weil mir nichts einfällt“
Akitos Wolfsblick durchbohrte ihn förmlich.
„Könntet ihr euch wo anders streiten ich versuche mich
zu konzentrieren.“ Mischte sich nun Jack ein der nun
aufgehört hatte zu schreiben. Akitos Blick richtet
sich auf Jack „Tschuldigung eure Rohheit“ sein Blick
war nun nicht mehr stechend wie vorher, sondern
liebenswürdig. Jack tat so als hätte er die Bemerkung
nicht gehört und reichte Luka sein bisher
geschriebenes. „Hier vielleicht hilft es dir auf ne
Idee für deinen Aufsatz zu kommen.“ Luka nahm den
Aufsatz mit einem breiten Grinsen entgegen ja
vielleicht.“ Er sah auf das Blatt und fing an zu
lesen.
Hexenverbrennung im Mittelalter
Von Jack Rock
Eines der größten Missverständnisse des Mittelalters
gab es bei der Hexenverbrennung, denn nicht wie viele
glauben wurden nur Frauen verbrannt. Es wurden sehr
viele Frauen als Hexen verbrannt. Als es zur
vermehrten Verfolgung kam ( um die 30er Jahre des 17
Jahrhunderts) wurden auch öfter Männer verbrannt,
dafür mussten sie aber eine schreckliche Tat
vollbracht haben oder eine Familie voller `Hexen`.
Auch konnte ein Lord sich leicht eines ungeliebten
Feindes entledigen wenn er ihn als Hexer versah und
Zeugen bezahlte oder bestach dies und jenes gesehen zu
haben. Dennoch blieb selbst als die Hexenjagd auf
ihren höchsten Stand war die Zahl der verbrannten
Frauen immer noch reichlich höher als die der
Männer......
Luka unterbrach und sah Jack an. „Wurden den echt
Leute nur wegen Hörensagen verbrannt? Das ist doch
bescheuert und das Männer auch auf den Scheiterhaufen
gelandet sind ist mir neu“ Jack zuckte mit den
Schultern.
„ So war das halt früher. Da kann man nichts machen.
Die meisten Hexen die verbrannt wurden, waren einfache
Heilerinnen oder so was in der Art.“ Luka schnappte
empört auf und wollte gerade etwas sagen da mischte
sich ein Mädchen in ihre Unterhaltung ein, das in ihre
Klasse ging.
„ Ich habe noch nie gehört das Männer auf den
Scheiterhaufen gelandet sind. Die wurden doch gehenkt
oder geköpft.“
„Nein das stimmt nicht Maria“ sagte Mariana (sehr
einfallsreich ich weis) die neben ihr saß. „ Meine
Urgroßmutter hat mir mal die Geschichte von einen
Typen erzählt der verbrannt wurde.“ Einige hatten sich
von ihren Arbeiten gelöst und hörten ihr gespannt zu.
Sie bemerkte dies und verstummte. Nun schaltete sich
Bill ein der ihnen gegenüber saß
„Oh ich glaub ich weis was du meinst. Da gab es so
einen Typ der hat einen Bischof oder so getötet weil
dieser ihn verbrennen wollte oder so. Dann ist er aber
doch irgendwie auf den Scheiterhaufen gelandet.“
Keiner konnte sich so recht etwas aus Bills Worten
vorstellen. „Typisch er kann einfach keine Geschichten
so wiedergeben das man sie versteht“
Jetzt hatte sich anscheinend der Ergeiz von Mariana
wieder eingeschalten. „ Nein, nein du erzählst das
völlig falsch, da blickt doch keiner durch“ Beschämt
sah Bill auf den Tisch. „Nicht böse gemeint Bill. Also
ich weis zwar auch nicht mehr den Namen des Typs und
ich kann auch nur sagen was mir meine Urgroßmutter
erzählt hat.“ Sie machte eine kurze Pause. „Die
Geschichte ist schon ziemlich alt und so oft
weitererzählt worden das sie natürlich nicht mehr ganz
so stimmen kann.“ Wieder unterbrach sie und sah sich
um ob ihr auch alle zuhörten. „Also es war ein Lord
das ist sicher. Dieser Lord hatte ein Schloss“
„Na toll wie ungewöhnlich“ dachte Akito sein Blick
fiel kur auf Jack der wie gebannt zuhörte. Es war fast
so als würde er diese Geschichte als Sauerstoff zum
Leben benötig. Er hörte also auch zu und vielleicht
war es ja eine gute Geschichte.
„Nun ja wo war ich....ach ja also er hatte dieses
Schloss und natürlich auch Diener die alles für ihn
taten. Er war ungefähr 19 oder 20 Jahre alt. Aber das
ist ja egal. Er hatte viele Frauen doch keine reichte
um ihn zu befriedigen“
Alle sahen sie wie gebannt an und als Jack in ihre
Augen sah wusste er das sie voll in der Geschichte
steckte. Er spürte eine leichten Stich in seinen
Herzen, schnell wandte er sich ab und wusste
Augenblicklich woher dies gekommen war.
Akito sah ihn an. Einen Augenblick sahen sich beide in
die Augen und Jack lächelte ihn an was ist. Schnell
wandte dieser seinen Blick wieder ab. „Nichts“
nuschelte er dann. Jack sah ihn verwirrt an. „
Wie konnte er nur für einen Raufbold und Rebelen
gehalten werden, wo er so schüchtern sein konnte.
Schüchtern warum eigentlich dachte Jack halb abwesend
während er sich wieder der Geschichte zuwand.
„Eines Tages ging er auf den Menschenmarkt um sich
einen neuen Diener zu kaufen. Dort sah er einen Jungen
der Blaue Augen so tief wie ein Meer und leuchtend
blondes Haar wie die Sonne hatte. So beschloss er ihn
zu kaufen, und ihn mit auf sein Schoss zu nehmen,
damit er ihn diente.“ Wieder machte sie eine kurze
Pause. „ Der Junge war nicht einmal eine Woche auf
seinen Schloss als er in der Nacht von dem Lord
überrascht wurde als er Mitten in der Nacht vor seiner
Tür stand um den Lord essen zu bringen. Als der Lord
aber den Jungen sah bat er ihn zu bleiben und
verführte ihn. Ein Dienstmädchen hatte sie dabei
beobachtet und es den Bischof gesagt. So wurde er von
der Kirche als Hexer bezichtigt der im Bund mit den
Teufel stand und vom Bischof für schuldig
befundenwunden wurde . So wurde er auf den
Scheiterhaufen verbrannt. Sein Geist aber, soll
wiedergekehrt sein um den Jungen zu quälen und seinen
Richter den Bischof zu töten..“
„Seltsame Geschichte“
Mariana sah denjenigen der das gesagt hatte strafend
an. „Na was kann ich den dafür ich erzähle nur das was
mir erzählt wurde.“ Akito sah wieder zu Jack.
„Was glaubst du ist die Geschichte wahr“
Es überraschte ihn nicht das Jack den Kopf schüttelte.
„Nein, auch wenn das Mittelalter uns grausam
erscheint. Aus irgendeinen Grund glaube ich nicht
daran das diese Geschichte wirklich so passiert ist.“
„Blondes Haar vielleicht war es ja Jack“ scherzte
einer der Anwesenden. Einige lachten.
„Dann müsste er aber so ungefähr vierhundert Jahre alt
sein du Idiot“ zischte Elena denjenigen an der das
gesagt hatte. „Außerdem hat er keine blauen Augen“.
„Du musst es ja wissen Elena“ neckte sie Maria die
genau wusste das sie etwas von Jack wollte. Diese lief
rot an und hielt den Mund.
Ohne ein weiteres Wort packte Jack seine Sachen
zusammen stand auf und verlies den Tisch. „Es ist
schon spät ich gehen schlafen. Gute Nacht“
Einige wünschten ihm gute Nacht und Discotierteen dann
aber wieder weiter.
Einsam lief Silk durch die dunklen Gänge des
Internats. Froh darüber nicht mehr bei Elena zu sein.
Es war nicht so das er sie nicht mochte, aber er
konnte sich einfach nicht mehr als Freundschaft mit
ihr vorstellen. Seine Gedanken fielen wieder auf die
so eben gehörte Geschichte zurück. Plötzlich hörte er
ein Rauschen hinter sich. Erschrocken drehte er sich
um. Doch vor ihm erstreckte sich nur der lange dunkle
Gang den er entlang lief. Er versuchte sich zu
beruhigen. Sicher nur der Wind. Als er sich umdrehte
entwich ihm ein Schrei. Einige Meter von ihm entfernt
stand ein Junge. Er starrte ihn an. Langsam beruhigte
er sich wieder. „Oh ich habe dich gar nicht bemerkt
ich war so im Gedanken das ich dich wohl einfach
übersehen habe.“
Der Jung sah ihn an sagte aber kein Wort. Das machte
Jack nervös vor allem weil er in der Dunkelheit das
Gesicht des Jungen nicht richtig sehen konnte.. „Ähm
ich geh dann mal wieder auf mein Zimmer bevor ich noch
Ärger mit einem Lehrer bekomme.“ Er wollte keine
Sekunde länger mit diesen seltsamen Jungen verbringen.
„Nein warte.“ Jack sah sich nervös zu den Jungen um,
doch dieser war verschwunden. Das war zu viel für
Jack. Von Panik ergriffen lief er los. Nach Atem
ringend hielt er an. Erst jetzt bemerkte er wo er
hingelaufen war. Unmittelbar vor ihm war Akitos
Zimmertür.
„Oh nein wo bin ich denn jetzt hingelaufen“ Jack war
am Ende mit seinen Nerven bis zu seinen Zimmer würde
er von hier sicher fünf Minuten brauchen. Da gab es
nur ein Problem er hatte Angst und es war dunkel. Er
starrte auf die dunkle Tür vor sich. Akito saß
Wahrscheinlich immer noch bei den Anderen in der
Bibliothek. Er hörte ein schlürfendes Geräusch im Gang
und zuckte zusammen und wagte es nicht sich
umzudrehen.
„Sieh die Wahrheit“ hörte er eine Stimme direkt an
seinem Ohr. Geschockt sah er hinter sich. Niemand war
zu sehen. Voller Angst riss er die Tür auf und machte
Licht an. Da Akito ein Einzelzimmer hatte befand sich
im Raum lediglich ein Bett, ein und Schreibtisch und
ein Schrank. Genau wie er gedacht hatte befand sich
niemand im Raum. Jetzt erst bemerkte er das er
zitterte. Er setzt sich auf das Bett.
„Beruhig dich ganz ruhig du bist nur übermüdet.“ sagte
er zu sich selbst. Er stand auf und wollte das Licht
ausmachen und das Zimmer wieder verlassen. Da wurde
die Türklinke von außen betätigt. Unfähig sich zu
bewegen stand Jack da und sah zu wie die Tür geöffnet
wurde. Was ihm wie Stunden vorkam.
Er hatte sich schon das schlimmste ausgemalt als, er
Akito sah. Vor lauter Erleichterung brachen seine
Beine unter ihm zusammen. Akito jedoch reagierte
blitzschnell und fing in auf. Dabei fiel die Tür aber
mit einen lauten Knall zu. „Was ist denn passiert du
zitterst ja am ganzen Körper.“ Ein schaben hinter
der Zimmertür zu hören. Jack krallte sich fest an
Akito und atmete seinen Duft ein und spürte die Wärme
des anderen Körpers. Akito sagte kein Wort und legte
seine Arme beruhigend um ihn. Langsam konnte Jack
jedoch wieder klar denken und ihm wurde bewusst das
sie wohl wie zwei Liebende aussahen. Es war ihm jedoch
egal er mochte die Wärme die von Akitos Körper
ausging. Er errötete leicht. Wie konnte er so was
denken Akito war schließlich ein Mann und hatte sogar
eine Freundin.
„Hat dir irgendjemand etwas getan.“
„Nein“ nuschelte er nur da er es nicht wagte zu ihm
aufzusehen, da sonst sein hochroter Kopf zum
Vorschein gekommen wäre. Akito schnaufte und schob
ihn etwas von sich weg um ihn anzusehen. „ Was dann?“
Jack schwieg. „Ich dachte nicht das du so wenig
Vertrauen zu mir hast.“
Jack sah zu ihm auf. „Nein das ist es n....“ Ihre
Lippen berührten sich zu einem flüchtigen Kuss, da
Akito zu ihm runtergesehen hatte als er aufsah. Jack
stolperte zurück. „Ich ähm... das war keine Absicht“
Akito sah ihm nur an.
„Ich gehen...... jetzt wohl lieber.“ Mit weiten
Schritten ging Jack zur Tür. Er rüttelte daran doch
nichts rührte sich. Sie ging nicht auf. Nein bitte geh
auf flehte er verzweifelt im Gedanken. Oh warum musste
so was passieren. Verfluchte Tür geh endlich auf.
„Sie wird nicht vor morgen früh aufgehen ich habe sie
verschlossen.“
Geschockt drehte sich Jack um. Es war nicht Akito der
Gesprochen hatte. Dieser stand immer noch unbewegt im
Raum, doch ansonsten war dieser leer.
„W...was“ er starrte auf den Hinterkopf von Akito.
„Hast du gerade etwas gesagt. Ich glaube ich hab
gerade verhört.“
„Ha ha ha ha“ Akito fing an zu lachen doch es war eine
eisige Stimme die sich nicht nach seiner anhörte.
„Nein hast du nicht und zur Berichtigung mein Name ist
nicht Akito sondern Leon. Ich habe besitz von dem
Körper deines Freundes genommen. Ich bin ein Geist.“
„Ein...G...G..Geist... sehr lustig du kannst damit
wieder aufhören das war wirklich keine Absicht.“
Stotterte Jack während er am Türgriff rumhantierte und
versuchte die Tür aufzubekommen. Er spürte wie Akito
ihn von hinten in die Arme nahm. Für einen Moment
spürte er Kälte die aber so schnell wie sie gekommen
war wieder verschwand. Er versuchte sich aus der
Umarmung zu befreien doch es gelang ihm nicht da Akito
größer und stärker als er war.
„Das weis ich. Aber es hat dir gefallen, oder.“ Er
erstarrte ihn seinen Armen. Das war wirklich nicht
Akito. Er würde so etwas nie sagen, oder etwa doch?
„Wer bist du? Was ist mit Akito“
Er spürte den heißen Atem von Akito auf seinem
Nacken. „Keine Angst es geht ihm gut. Ich habe nur
für kurze Zeit seinen Körper übernommen. Er wird
schon keinen Schaden davon tragen. Mein Name ist Leo
wie ich eben schon gesagt habe.“
Irgendwas in seinen Kopf machte klick als er denn
Namen hörte.
„Du hast mich sozusagen geweckt. Mit deinen Kuss“
Jack wollte sich umdrehen und erklären das, das alles
nur ein Versehen gewesen war. Akitos Hand jedoch
über seinen Mund um ihn zu deuten das er nichts zu
sagen brauchte.
„Ich weiß nur ein Versehen.“ Sagte er eher spöttisch.
„Glaubst du. Aber die Geschichte wiederholt sich jetzt
und hier.“
Jack drehte sich in der nun lockeren Umarmung Leons um
und sah ihn in seine alten Augen die verrieten das er
nicht Akito war, fragen an.
„Wiederholt? Eure Geschichte“
Liebevoll strich Leon ihm eine Strähne aus dem
Gesicht. „Ja, Akito ist meine Wiedergeburt. Erinnerst
du dich noch an die Geschichte, die dieses Mädchen
heute erzählt hat.“
Jack nickte da seine Stimme versagte.
„Du hattest recht es war nicht die wahre Geschichte.“
er schwieg.
„Was ist dann passiert und was hat das hier alles
damit zu tun. Ich meine den Kuss was machst du hier?“
ratlos sah er zu ihm auf. Plötzlich waren schwere
Schritte und Kettengerassel waren zu hören.
Erschrocken blickte Leon sich um.
„ Ich muss jetzt gehen. Wenn die Sonne wieder aufgeht
seit ihr wieder frei, mein ewiger Geliebter.“
Jack starrte ihn an. „Ewiger Geliebter?!“
„ Eins noch bevor ich euch verlasse. Ich liebe
Geschichten mit Happy End.“
„Aber..“ Jack wollte ihn noch fragen was er damit
meinte doch es war schon zu spät nun stand er wieder
vor Akito.
„A..Akito bist du´s?“
Akito sah Jack in die Augen. Jack wich seinen Blick
jedoch aus. Plötzlich wie in Trance hob er , Jacks
Kinn mit seiner Hand wieder nach oben und küsste er
ihn. Jack spürte wie sein Herz bis zu seinem Hals
schlug. Ein inneres Feuer hatte sich in ihm entzunden.
Jetzt erst merkte er wie sehr er sich gewünscht hatte
das. Scheinbar als würde ihm erst jetzt klar was er
tat unterbrach Akito ihren Kuss. Sein Gesicht hatte
sich rotgefärbt und er sah Jack nicht an als er mit
ihm sprach „Jack ich äh....seine Gefühle zu dir haben
mich überwältigt. Ich würde nie...ich meine du weist
schon. Ich bin nicht Schwul“
Jack brannte innerlich, doch ein Gefühl der
Enttäuschung breitete sich nun in ihm aus und
überflügelte sein Feuer. Es war also doch Leon und
nicht Akito gewesen der ihn geküsste hatte. Für einen
Moment stand er noch zweifelnd in Akitos Armen und sah
ihn an. Dieser sah ihn irgendwie befremdend an.
„He wer hat hier wenn geküsst. Ich bin genau so wenig
schwul wie du.“ Sagte er in einen Scharfen Ton. „Eins
ist sicher die Tür ist zu und ich geh jetzt aufs Klo.
Das wollte ich schon die ganze Zeit aber wenn einen
Geister verfolgen geht das schlecht.“
Er löste sich aus Akitos Umarmung und verschwand im
Klo. Kraftlos sank er an der Klowand hinunter. Er
zog seine Knie eng an sich und legte seinen Kopf
darauf. Sein Herz tat weh. Wie konnte ich nur so dumm
sein. Er liebte Akito das war ihn nun schlagartig
klar. Er hatte ihn schon seit ihrer ersten Begegnung
geliebt. Na toll meine Eltern werden sich in ihren
Grab umdrehen. Ihr Sohn steht auf Männer. Fast musste
er lachen. Eigentlich hätte ich das schon viel früher
merken müssen.
Ja es war ihm egal was alle anderen sagten oder über
in dachten. Selbst wenn die Welt zusammenbrechen würde
er wäre glücklich, wenn nur dieser eine Mensch bei ihm
wäre. Ob aus Liebe oder Freundschaft Hauptsache er
blieb bei ihm. Akito. Er wusste nicht wie lange er im
Klo gesessen hatte und in einen Dämmerschlafgefallen
war, als er die Klotür aufgehen hörte. Er wurde ein
Paarmahl leicht angestupst konnte sich aber nicht
Bewegen da er einfach zu müde war. Starke Arme hoben
ihn hoch. Er wollte etwas sagen und seine Augen weit
öffnen, doch sein Gesicht war wie betäubt.
„Keine Angst ich bin es nur.“ Er erkannte Akitos
Stimme die beruhigend auf ihn einredete. „Du brauchst
keine Angst vor mir zu haben ich tu dir schon nichts,
aber wenn du am kalten Fliesenboden schläfst
erkältetest du sich nur“
Was meinte er damit? Er sprach fast wie ein Räuber zu
seiner Geisel. Er spürte wie er auf etwas weiches
gelegt wurde. Akitos Bett. Er sog seinen Duft ein als
bräuchte er ihn zum überleben. Er drehte sich auf die
Seite mit den Rücken zu Akito, so wie er immer
schlief.
„Ich schlafe auf den Boden also pass auf wenn du vor
mir aufwachst.“
Auf den Boden! War ihn Jack den so unangenehm.
„Nein, dann erkältest du dic........“ Nuschelte er
bevor er endgültig einschlief.
Jack durch ein knacken im Schlüsselloch auf. Die Sonne
war schon fast Aufgehgagen. Vögel zwitscherten und er
roch die frische Morgenluft die durch das gekippte
Fenster im Zimmer drang. Er lag immer noch in der
gleichen Lage wie er eingeschlafen war, mit einen
kleinen Unterschied den er deutlich hinter sich
spürte. Akitos heißer Atem blies gleichmäßig auf
seinen Kopf. Er lag hinter ihm und hatte einen Arm um
ihn geschlossen mit dem er ihn festhielt als wolle er
eine Flucht verhindern. Jack wusste das, das keine
Absicht von Akito war also versuchte er sich
vorsichtig zu befreien. Jedoch ohne Erfolg. Bei jeden
Beefreihungsversuch wurde Akitos Umarmung fester.
„Warum eigentlich nicht?“
`Hilflos´ gab er sich Akitos Umarmung hin. Er genoss
seine Wärme und lauschte den ruhigen Atem und spürte
wie sich Akitos Brust gleichmäßig hob und senkte. Er
rutschte noch tiefer in seine Arme. Da bewegte sich
Akito unruhig im Schlaf. „Melissa“ nuschelte er und
gab ihn einen Kuss auf seinen Kopf. Sein Atem ging
wieder gleichmäßig und er lag wie zuvor.
„Ja Melissa“ dachte Jack „sie ist nett und seine
Freundin.“ Jack fühlte sich auf einmal trotz Akitos
Nähe einsam und verlassen. Ja Akito hatte eine
Freundin sie war ein schönes Mädchen. Ihr Haar war
rot, gelockt und viel wie Seide über ihren Rücken. Sie
passte gut zu Akito. Jack mochte sie, sie brachte ihn
immer zum lachen wenn er traurig war. Jetzt aber war
sie der Grund für seine Trauer. Er würde nie mehr als
ein Freund für Akito sein doch sie konnte in seinen
Armen liegen. Seine Umarmung spüren und ihn lieben.
Vielleicht würden sie auch heiraten und viele Kinder
bekommen. Eine einsame Träne lief über seine Wange. Er
wischte sie weg und versuchte zu lachen. „Mann kann
halt nicht alles haben.“
Plötzlich halten die Worte des Jungen von gestern
Abend wieder in seinen Kopf „Sieh die Wahrheit“ er
musste lachen der Junge hatte sich sicher nur einen
Scherz erlauben wollen, doch er hatte Recht gehabt.
Jack war sich nun der Wahrheit bewusst geworden.
„Akito würde ihn nie lieben:“
Er lachte laut auf.
„Geschichte wiederholt sich “ echote eine Stimme durch
den Raum. Erschrocken blickte er sich im Raum um. Doch
dieser war leer. Es waren die Worte von Leon gewesen
das wusste er. Aber hatte er das wirklich nicht nur
alles Geträumt. Nein sonst läge er nun nicht in Akitos
Armen. „Ich liebe Happy End´s“ Wie eine Mahnung
halten die Worte von Leon wider in seinen Kopf. So
als ob er ihn sagen wollte: „Wenn du dein Schicksaal
ändern willst kannst du es auch!“
„Alles zu seiner Zeit“
Entschlossen befreite er sich aus Akitos Griff und
ging zur Zimmertür. Er schluckte als er den Hebel
runterdrückte und war erleichtert das diese offen war.
Leon hatte also sein Versprechen nicht gebrochen. Er
sah sich kurz um bevor er in den von dämmrigen Licht
erfüllten Gang betrat. Niemand war zu sehen na kein
Wunder es war kurz vor sechs und dazu noch Sonntag.
Leise schlich er durch die Gänge bis zu seinen
Zimmer. Mit einen Quietschen ging seine Tür auf. Sein
Herz stand für einen Moment still. Er hatte nicht wie
Akito ein Einzelzimmer bekommen und teilte sich sein
Zimmer mit Luka. Dieser hatte es zu seiner
Erleichterung nicht gehört so das er sich langsam
wieder beruhigte. Jack zog langsam die Tür hinter
sich zu, dieses mal quietschte sie nicht und setzte
sich dann auf sein Bett.
„Jack“ kam es verschlafen aus Lukas Bett.
Er überlegte kurz ob er antworten sollte oder einfach
die Bettdecke über seinen Kopf ziehen sollte und sich
einfach schlafend stellen sollte
„Ja was ist?“
„Bist du grad eben wiedergekommen. Hattest wohl ne
wilde Nacht:“
Er hörte das ein lachen in der Stimme seines Freundes.
„Nö ich bin über meinen Buch eingeschlafen.“ Log er.
„Ah“ es klang als hätte er so was erwartet. „ Sag doch
ne wilde Nacht heheheh“
Jack war im allgemeinen als Streber bekannt. Deshalb
verstanden auch viele seine Freundschaft zu Akito
nicht.
„Schlaf gut“ sagte Luka noch bevor er wieder
weiterschlief.
Jack gähnte und zog sich aus zu müde um seinen
Schlafanzug anzuziehen unter seiner warmen Decke ein.
Wahrheit Ende
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hoplesscat@yahoo.de>