Enticing War

Autorin: Juu- san

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Enticing War

 

Epilog

Damals, die Erde war noch jung, sandten die guten Götter 3 Engel auf die Erde. Ihre Name waren

 Brave (Mut), Courage (Tapferkeit) und Remorse (Reue). Die bösen Götter sandten ebenfalls 3

 Dämonen aus, ihre Name waren Rage (Wut), Destruction (Zerstörung) und Sadness (Traurigkeit).

 Die Dämonen verbreiteten Terror und Angst und da die Menschen ebenfalls noch jung waren und

 nichts von Engeln und Dämonen verstanden, wurden sie gnadenlos getötet. So entstand die Schlacht

 um die Erde, zwischen Dämonen und Engeln. Man nannte diese Schlacht im Götterreich auch "The

 Enticing War" (Der verlockende Krieg)!

 

Kapitel 1 - Wie alles begann

Gegenwart

>Sakura? Sakura, träum nicht! Wir müssen zur Schule, komm!< Sakura war ein 16-jähriges normales

 Mädchen, mit langen braunen Haaren, Cherryfarbenen Augen und einer schlanken Figur. Sie lebte

 noch nicht lange in Japan, sie war erst kürzlich von China hierher gezogen. Gleich am ersten Tag,

 hatte sie eine Freundin gefunden, sie hieß Midory und war genauso alt wie Sakura. Midory, hatte

 aber kurze schwarze Haare und dunkel- braune Augen und überragte Sakura um ein paar

 Zentimeter. 

 

Heute ging ich das erste mal in eine japanische Schule. Ich hatte keine Angst, aber ich war so

 neugierig, das ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte und deswegen nun "in den Seilen" hing.

 >Ich komme Midory< , rief ich fröhlich. Ich rannte zu meiner Freundin und begrüßte sie freundlich.

 Wir beide kamen in der Schule an. Ich merkte die neugierigen Blicke der anderen und sprach meine

 Freundin darauf an. Midory lachte und meinte: >Weißt du, es kommen selten neue Schüler an unsere

 Schule und besonders selten junge attraktive Chinesinnen.< Sie zwinkerte mir zu und ich wurde leicht

 rosa im Gesicht. Midory führte mich zum Büro des Direktors, wo ich meinen Stundeplan abholen

 sollte. Der Direktor schien ein fröhlicher Mann, mittleren Alters zu sein, denn er begrüßte mich mit

 einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen. Er reichte mir den Plan und sagte mir ich würde in die

 Klasse 1b gehen. Da es mein erster Tag in der Oberschule war, führte mich Midory in den

 Klassenraum der Klasse 1b. Sie zeigte mir einem freien Platz neben dem Fenster und sagte:

 >Willkommen in der Klasse 1b, ich bin hier die Klassensprecherin.< Erstaunt sah ich sie an und mir

 huschte ein lächeln über die Lippen. >Vielen dank, Midory -sama!<, meinte ich förmlich und wir

 fingen an zu lachen. Nun hatten wir wirklich die gesamte Aufmerksamkeit auf uns gelenkt. Eine

 Gruppe von Mädchen kam auf uns zu und ich konnte gerade noch Midory`s warnenden Blick

 erkennen, als die "Anführerin" zu sprechen begann: > Hallo, mein Name ist Takeito, Takeito Enshu!

 Und wie heißt du?< Sie verbeugte sich kurz zur Begrüßung vor mir , ich tat es ihr gleich und

 antwortete: > Hallo Enshu  -sama, mein Name lautet Sakura, Sakura Kanjiro.< Erstaunt sah sie mich

 an und fragte dann ungläubig: >Kanjiro? Etwa die legendäre Familie Kanjiro, die den  berühmten

 Kanjiro Dojo leitet?< Ich nickte, also war unser Dojo auch hier sehr bekannt. >Ja, mein Vater ist der

 "große" Masamori Kanjiro.< Dabei betonte ich das "große" besonders. Midory`s Miene hellte sich

 entsprechend auf, als sie sah, wie erschüttert Enshu -sama war. Nun fing sie an überschwänglich zu

 reden: >Sei herzlich Willkommen, hier in unserer Oberschule, Kanjiro -sama, ich darf dich doch so

 nennen oder?< Ich nickte zufrieden und drehte mich zu Midory. Diese strahlte über`s ganze Gesicht

 und zwinkerte mir zu. Plötzlich erscholl die Klingel und alle setzten sich, ich stellte mich

 während dessen ans Lehrerpult. Der Lehrer erschien einige Minuten später, mit seiner schweren

 Tasche. Er wirkte streng und musterte mich kühl. Dann lächelte er mich an, es war aber ein

 gezwungenes Lächeln. Ich sagte ihm, das ich nun in diese Klasse ginge und auch schon einen Platz

 gefunden hätte. Die gesamte Klasse musterte mich, da ich noch nicht alle kannte, fiel mir besonders

 ein Junge, in der letzten Reihe auf, er schien die Farbe schwarz zu mögen, hatte aber trotzdem eine

 unnatürliche Anziehungskraft, die mir gefiel. Der Lehrer schaute mich an und begann dann an die

 Klasse zu sprechen: >Wie ihr seht, haben wir eine neue Schülerin, behandelt sie gut und fair, dabei

 schien er irgendjemanden im Raum anzusprechen, denn es ging ein kichern um. >Bitte stellen sie sich

 schnell vor und setzen sie sich.< Er übergab mir das Wort und ich nickte kurz. >Hallo! Mein Name

 ist Sakura Kanjiro, ich bin 16 Jahre alt und bin erst kürzlich von China, nach Japan gezogen. Meine

 Eltern leiten den Kanjiro Dojo und ich helfe ihnen dabei.< Fragend schaute ich den Lehrer an, der

 mir zunickte. Zufrieden, setzte ich mich auf meinen Platz am Fenster. Dieser lag in der letzten

 Reihe, vor mir saß Midory und neben mir der in schwarz gekleidete Junge, der mich interessiert

 musterte. Ich lächelte ihn an. Er wurde rot und vergrub den Kopf wieder in einem Buch, das er

 übrigens falsch herum hielt. Midory beugte sich zu mir und flüsterte mir ins Ohr: >Er scheint dich zu

 mögen, das ist ungewöhnlich, denn normalerweise, ist er still und abweisend. Sein Name ist

 Kato Yoshima. Er ist bei vielen Mädchen sehr beliebt, doch keine ist je an ihn herangekommen.< Der

 Junge hatte tiefschwarze kurze Haare und klare grüne Augen, sein Gesicht, war wunderschön und

 seine Hände zeichneten unendliche schöne Bilder, wie ich im Unterricht bemerkte. Der Lehrer rief

 Kato auf, der noch immer mit seinem Bild beschäftigt war, dieser gab dem Lehrer die richtige

 Antwort, ohne aufzuschauen. Wie schaffte er das nur? Zu zeichnen und den Unterricht

 mitzubekommen? Leider war ich nicht so aufmerksam und als der Lehrer vor mir stand und mich kalt

 musterte, sagte er zu Kato: > Yoshima! sehen sie denn nicht, das sie mit ihren Bildern

 die Aufmerksamkeit, von Kanjiro auf sich ziehen? Bitte machen sie in der Pause damit weiter!<

 Wütend wandte er sich um und die Klasse erbrach in schallendes Gelächter, doch der Lehrer, man

 nannte ihn übrigens Kunobo sensei, unterbrach es mit einer herrischen Handbewegung. Ich schaute

 Yoshima -kun um Verzeihung flehend an, doch dieser lächelte mich nur an und reichte mir einen

 Zettel, aber so, das es keiner sah. Darin stand:

 

 

Nihao Kanjiro -sama!

 

Wenn du dich für meine Bilder interessierst, komm nach der Schule in den Kunstraum, im ersten

 Stock.

 

Kato

 

 

Fröhlich nickte ich ihm zu. Der klägliche Rest des Unterrichts, strich langsam an mir vorbei. Als es

 dann endlich zum Schulschluss klingelte, rannte ich so schnell ich konnte, in den ersten Stock. Ich

 wusste zwar nicht, wo der Kunstraum war, aber ich klapperte einfach alle Räume ab, bis ich den

 Kunstraum am Ende des Flures fand. Langsam klopfte ich an, bis ich ein freundliches "Herein"

 vernahm. Vorsichtig, öffnete ich die Tür und trat in einen großen Raum, wo gemalt, gehämmert und

 gewerkelt wurde. Es befanden sich etwa 7 Schüler im Raum, unter anderen Midory und Kato, die

 mich beide freundlich musterten. Der Lehrer, trat auf mich zu und wollte wissen, wer ich sei und was

 ich hier täte, worauf hin  ich antwortete: > Hallo sensei, mein Name lautet Sakura Kanjiro und

 ich würde gern diesem Kurs beitreten. Der Lehrer sah mich prüfend an und fragte dann skeptisch:

 >Welche Fähigkeiten besitz du denn? Kannst du zeichnen?< Der Lehrer musterte meine Hände

 interessiert und ich nickte, und fragte dann: >Soll ich ihnen etwas  vorlegen? Ich habe zwar gerade

 nichts dabei, aber ich kann auch schnell hier etwas zeichnen, wenn sie wollen, sensei? Er

 nickte, noch immer skeptisch, führte mich aber gleich zu einem Zeichentisch, wo ein weicher Bleistift

 und ein Bogen Papier lag. Also wollte er eine Bleistiftzeichnung, das war okay und das konnte ich

 auch gut. Ich machte mir schnell eine Skizze und zeichnete dann ein Portrait vom Lehrer, der meine

 Arbeit, zutiefst interessant fand, so schien es zumindest. Als ich fertig war, schrieb ich schnell

 meinen Namen darunter und reichte es ihm. Ich kann nur sagen, er staunte nicht schlecht. Natürlich

 wurde ich in den Kurs aufgenommen und ich bekam auch gleich meinen ersten Arbeitsauftrag, da ich

 ja so "schön" zeichnen könne, meinte der Lehrer. Ich sollte mir ein Fantasiewerk ausdenken, aber es

 sollte im gotischen Stil gezeichnet sein, in einer Woche sollte ich die Skizze fertig gezeichnet haben

 und dann das ganze mit Ölfarben auf Leinwand malen. Kein leichter Auftrag, das musste selbst ich

 sagen, aber ich konnte mir ruhig Zeit, für die Skizze, lassen,  denn ich hatte ja noch eine Woche Zeit

 und das war mehr als genug! 

 

Langsam ging ich zu Kato und Midory, die mich erstaunt musterten. Kato fragte: > Bist du dir sicher,

 das du das schaffen kannst, Saku... ähmm... Kanjiro -sama?< Erstaunt schaute ich ihn an und nickte.

 > Ich werds sicher schaffen! Ach und du kannst mich ruhig Sakura nennen!< Er lächelte und meinte:

 >Na gut, dann Sakura -san. Okay?< Ich nickte freundlich. Er fügte noch hinzu: >Und du nennst bitte

 auch Kato, okay?< Ich nickte und sagte: > Ich nenne dich Kato -kun!< Er nickte und wir drei lachten

 uns halb kaputt. Midory schaute mich verblüfft an und wandte sich dann wieder ihrer Arbeit zu. Sie

 schnitzte eine Figur aus Holz, sie war noch lange nicht fertig, doch man erkannte jetzt schon, das es

 ein Engel werden würde. Kato zeichnete gerade ein Landschaftsbild, eine stille Heide, mit großen

 Tannen und einem Bauernhaus, weit entfernt. Dieses Bild fesselte mich und ich merkte gar nicht, das

 ich es sehr lange angestarrt hatte. Kato räusperte sich, weil ich ihm den Weg zu der Farbe versperrte.

 Ich schaute ihn an und musste es einfach sagen: > Weißt du, das in deinen Bildern sehr viele Gefühle

 liegen? Sie sind wunderschön, aber nicht nur durch die existente Schönheit, die man sieht, nein, sie

 strahlen Wärme und Gefühle aus,  das kann wirklich nicht jeder! Ich beneide dich darum, wirklich!<

 Lächelnd blickte er  mich an. > Vielen Dank, für deine Freundlichkeit, es ist schön, zu sehen, wie

 meine Bilder jemanden derart fesseln können!< Er drehte sich wieder zu seinem Bild und malte

 weiter. Ich setzte mich nun auch hin und fing an meine Skizze zu zeichnen.

 

Kapitel 2 - Das große Geheimnis

Als ich nach Hause kam, war ich das erste mal, seid ich in Japan war, wirklich glücklich. Ich hatte nun

 schon zwei Freunde gewonnen und wurde in der Schule anscheinend ganz gern gesehen. Das machte

 mich einfach glücklich! Meine Eltern waren noch im Dojo und gaben den letzten Unterricht, für

 heute. Ich machte schnell das Essen für uns und wartete, bis sie kamen. Ich erzählte ihnen alles, was

 mir heute passiert war und wir amüsierten uns köstlich. 

 

Es war spät, als ich zu Bett ging und dem entsprechend fühlte ich mich auch am nächsten Morgen.

 Gähnend stand ich auf, zog mir schnell meine Schuluniform an und packte meine Tasche.  Midory

 stand schon an der Haustür, und schaute mich mit einem merkwürdigen aber freundlichen Blick an.

 Ich musterte sie fragend, doch sie sagte nichts, also begann ich: > Was hast du Midory -san?< Sie

 schaute weg, kicherte kurz und sagte dann: > Hast du bemerkt, wie Kato dich gestern behandelt

 hat?< ich schaute sie fragend an und sagte: >Ja, ganz höflich, was ist daran falsch?< Sie schüttelte

 hastig den Kopf. >Nein, das meine ich nicht! Er redet sonst nie so freundlich mit jemanden und

 er würde sich eher umbringen, als das er sich mit -kun anreden ließe, und das auch noch von einem

 Mädchen... < Nachdenklich runzelte sie die Stirn und musterte mich angestrengt. >Sehr seltsam, aber

 du bist ja auch nicht gerade normal, was natürlich nicht böse gemeint ist! Ich meine, du zeichnest,

 wie eine ausgebildete Künstlerin, bist die Tochter von einem sehr Berühmten sensei und bist

 trotzdem noch auf dem Teppich geblieben!< Ich senkte mein Haupt, weil ich merkte, das ich rot

 wurde. Sie lächelte, als sie das sah. >Kann es sein, das du dich verliebt hast?< Fragte sie nun mit

 großem Ernst. Ich zuckte mit den Schultern und meinte: >Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, das ich ihn

 irgendwoher kenne, ich weiß nur noch nicht woher! Es kommt mir so vor, als wüsste ich alles von

 ihm...< Und ich meinte es ernst! Irgendwoher kannte ich ihn, nur woher? Ich zog meine Stirn in

 Falten. Midory stupste mich kurz an und ich lächelte ihr ins Gesicht. Wir bogen gerade um die Ecke,

 als Kato mit voller Wucht gegen mich stieß. Ich schrie auf vor Schreck und ließ meine Tasche fallen.

 Erschrocken richtete ich mich wieder auf und schaute Kato an. Dieser wurde knall rot und

 entschuldigte sich tausendfach bei mir. Midory, winkte ab und sagte zu mir, sie müsse noch einmal

 zum Kiosk. Ratlos blieb ich mit Kato zurück. Er war extrem schüchtern, darum fing ich an zu fragen:

 > Warum bist du denn so schnell gerannt? Wenn du in die Schule möchtest, musst du doch in die

 andere Richtung!< Schüchtern blickte er mich an, nickte und antwortete: > Ach es ist nichts! Wie

 geht es dir denn?< Ich lächelte ihn an, offensichtlich wollte er nicht darüber reden, darum antwortete

 ich: > Mir geht's wirklich gut! Und dir?< Er lächelte mir wieder ins Gesicht und sagte: > Ja auch,

 weißt du... ähmm... Ich weiß nicht recht wie ich es sagen soll, aber mir scheint, als würde ich dich

 irgendwoher kennen, ich weiß nur nicht genau, woher!< Ich blinzelte ihn an, ich dachte schon ich

 hätte mich verhört, doch dann sagte ich neugierig: > Nun ja, mir geht`s leider nicht anders! Gleich,

 als ich dich das erstemal sah, wusste ich, das ich dich irgendwo schon einmal gesehen habe. Nein,

 nicht gesehen, das passt nicht, da war mehr!< Verlegen schaute ich weg. >Gut, ich dachte schon ich

 sei verrückt, aber genauso geht`s mir auch! ich denke da genau wie du! Aber ich weiß ganz einfach

 nicht wo und wann... Du hast ja dein ganzes Leben in China gelebt und ich die ganze Zeit hier, also

 gab es gar keine Möglichkeit, sich zu treffen oder zu sehen.< Wir liefen eine Weile nachdenklich

 nebeneinander her, bis er sagte: > Da ich glaube, dich gut zu kennen, obwohl ich dich erst zwei Tage

 kenne, werde ich dir mein Vertrauen schenken! Das hat bisher niemand geschafft!< Fragend sah ich

 ihn an und er fügte hinzu: > Mein Vertrauen auf diese Weise zu gewinnen! Meist bin ich einsam und

 rede wenig, aber seit du da bist, hat sich vieles für mich verändert, ich habe das Gefühl, dir vertrauen

 zu können und nicht wie bei den anderen, immer diese Enttäuschungen zu ertragen. Manche halten

 mich für einen Irren, aber du anscheinend nicht! Ich fühle mich einfach geborgen bei dir!<

 Schüchtern senkte er den Kopf. Ich war glücklich so etwas zu hören, denn ich konnte meine Gefühle

 für ihn bisher nicht in Worte packen, doch das tat er gerade für mich. Darum sagte ich: > Weißt du,

 ich fühle wie du, wusste nur bis jetzt nicht, wie ich es dir sagen sollte! Du bist nicht irre! Und

 ich freue mich, das du mir dein Vertrauen schenkst, ich werde versuchen es nie zu missbrauchen!<

 Mir schien es, als würde jemand meinen Geist einnehmen. Wir traten gerade in eine einsame Gasse,

 als ich vortrat, meine Hände in seinen Nacken legte, ihn zu mir zog und ihm einen kurzen zärtlichen

 Kuss gab. Er  erwiderte ihn komischerweise. In diesem Moment, trat mein Geist wieder in mich. Ich

 erschrak und trat einen Schritt zurück! Ich wusste genau, was ich getan hatte und sagte: > Es tut mir

 leid, das wollte ich nicht! Mir schien es, als hätte mein Geist meinen Körper verlassen und

 ein anderer hätte ihn eingenommen! Was ist nur los mit mir?< Beschwichtigend, aber sichtlich,

 erschrocken, legte mir Kato die Hand auf die Schulter und sagte: > Es war nicht nur deine Schuld,

 mir ging es ja nicht anders! Ich habe aber eine Vermutung, was mit uns los ist! Ich werde es dir nach

 der Schule erzählen, okay? Wenn du willst, kannst du zu mir kommen, oder ich zu dir, wie

 du magst!< Ich sah ihn an und sagte: > Ich komme gern mit zu dir! Ich würde gern wissen, welche

 Theorie du hast! Doch der Kuss hat mir trotzdem gefallen!< Er sah mich nachdenklich an. Beugte

 sich zu mir herunter und gab mir diesmal einen langen Kuss, der so leicht wie eine Feder war. Ich

 erwiderte ihn, mit jeder Faser meines Körpers. Er sagte dann: >Mir auch! Ich seh dich dann in der

 Klasse!< Urplötzlich war er verschwunden und vor mir lag  nur eine schwarze lange Feder, die zu

 Staub zerfiel, als ich sie berührte. Ich spürte noch seine warmen Lippen auf den meinen und strich

 sanft mit einem Finger über sie, um mich zu vergewissern, dass das alles nicht nur ein Traum gewesen

 war. Auf einmal trat Midory um die Ecke, sie trug eine Tüte in der Hand. Lächelnd schaute sie mich

 an, und ich wusste, das sie alles mitbekommen hatte. 

 

Kapitel 3 - Schreckliche Enthüllungen

Midory verlor kein Wort über das, was vor der Schule passiert war, aber manchmal schaute sie mich,

 mit einem nachdenklichen Blick durchdringend an. Am Ende des Tages, ging ich mit Kato zu ihm

 nach Hause. Ich stellte fest, das er mit seiner Familie in einem großen Haus, am Ende der Stadt

 wohnte. Ich freute mich drauf, seine Familie kennen zu lernen. Wir gingen den kleinen Weg zum

 Haupteingang hoch. Überall standen hohe Bäume, Trauerweiden, Maibäume und auch ein paar

 Blumen. Insgesamt wirke der Garten jedoch schlicht und einfach traurig. Ich sah Kato freundlich an

 und er lächelte zurück. Mit einem leisen knarren, öffnete er die Tür, zum Flur. Man hörte Stimmen,

 hier und da, aber ansonsten war es still. Er nahm mich an der Hand und führte mich in einen großen

 Saal, in der Mitte stand ein großer Tisch, im alt gotischen Stil. Außerdem war ein großer Kamin im

 Raum und ein gemütlich aussehendes Sofa stand davor. Er zog mich weiter, in ein Treppenhaus.

 Dieses Haus musste mindestens zwei Stockwerke haben, denn die Treppe maß mindestens 100

 Stufen. Wir gingen ins erste Stockwerk, einen langen Flur entlang, bis wir vor einer Doppeltür halt

 machten. Er öffnete sie und zog mich in ein warmes, helles Zimmer. Es war ein krasser Gegensatz

 zum Haus, denn in einer Ecke stand ein Fernseher, ein Computer und eine Stereoanlage, nur das Bett

 wies auf das Alter des Hauses hin. es war ein romantisches Bett, aus Eichenholz gebaut, mit einem

 Stoffdach und jeder Pfeiler war in der Wand, oben und unten verankert. Der Boden war mit einem

 dicken, weichen Teppich bedeckt und eine Couch, die sehr gemütlich aussah, stand vor

 einem flachen Tisch. Ich mochte dieses Zimmer sofort, denn es strahlte Wärme aus und der Besitzer

 hatte sich offensichtlich viel Mühe gemacht, es einzurichten. Als ich fertig mit glotzen war, ging ich

 zu Kato, schaute ihn an und wollte ihn etwas fragen, doch er kam mir mal wieder zuvor. >Setz dich

 erst einmal, dann erzähle ich dir alles! Willst du etwas trinken?< Ich setzte mich und nickte ihm zu.

 Er schenkte mir ein Glas Oolong Tee ein, mein Lieblingstee, dachte ich vergnügt. >Dein Lieblingstee,

 nicht wahr?< Fragte er amüsiert. Ich nickte und fragte verdattert: >Ja, woher weißt du das?<

 Lächelnd trat er zu mir und reichte mir die warme Flüssigkeit. >Weil es auch der meine ist!<

 Schaudernd sah ich ihn an. Ich dachte an sein Verschwinden, die Küsse, an das, was er mir

 sagen wollte. Er setzte sich neben mich und wirkte auf einmal angespannt. Fragend musterte ich ihn.

 Langsam stellte er sein Glas auf den Tisch. >Es wird dir nicht gefallen, was ich dir zu sagen habe,

 und vielleicht glaubst du mir auch nicht, aber ich habe die Pflicht es dir zu erzählen!> ich nickte ihm

 zu und sagte: >Kato -san, ich werde dich nie für verrückt halten! Ich vertraue dir!< Zaghaft beugte

 er sich über mich und gab mir einen zärtlichen Kuss und ich ließ es auch zu, das er mit meiner Zunge

 spielte. Ein kribbeln durchfuhr mich und er bekam eine Gänsehaut. Er löste sich sanft von mir, nahm

 aber meine Hand und hielt sie fest. Traurig sagte er zu mir: >Mir fällt ein, das ich dir gar nichts sagen

 brauche, ich zeige es dir! Das ist wohl besser so, für dich und für die Menschheit!< Ich verstand zwar

 nicht, was er meinte, aber ich vertraute ihn und nickte daher. Unsicher legte er mir die freie Hand auf

 den Kopf, mit der anderen hielt er meine andere fest umschlungen. Auf einmal war es dunkel um

 mich, ich sah nichts mehr, nichts, auch nicht mich. Mein Körper war von meiner Seele gelöst, das

 wusste ich! Ich schwebte umher, mit dem Gefühl unendlicher Freiheit. Plötzlich brach die Dunkelheit

 zusammen und ich sah, was Kato mir erzählen wollte:

 

 

Blitze zuckten durch den Schwarzen Himmel, saurer Regen strömte in Massen.  Droben am Himmel

 trollten sich sechs Gestallten. Drei Engel und drei Dämonen. Viere von ihnen kämpften erbittert

 gegeneinander, doch ein Dämon, dessen Herz rein war und ein Engel dessen Herz gut war, hielten

 sich engumschlungen am Rande der Schlacht. Sie schienen miteinander zu reden, einen Plan zu

 entwerfen. Die Engel waren Frauen, die Dämonen Männer. Doch trafen sich zwei, dessen Herzen

 waren rein, egal welcher Art sie angehörten, gehörten sie zueinander und ihre Liebe sollte nie

 zerstört werden. Nun lösten sich die beiden Liebenden ein Licht erstrahlte, es ging von den beiden

 Liebenden aus. Jeder trug nun ein Schwert, lang und breit von der Klinge her. Der Engel flog zu

 den anderen Engeln und der Dämon zu seinen Kumpanen. Vom Hass gegeneinander

 zerfressen, ignorierten sie die beiden, die sich bemühten, ihre Freunde zu besänftigen. Ein Engel

 versuchte den Herzensreinen mit dem Schwert zu töten, indem er angeflogen kam und mit seiner

 Klinge auf ihn eindrosch. Der Herzensreine wich geschickt aus, doch war der Engel schneller und

 stach ein letztes Mal zu, da warf sich der Herzensgute Engel zwischen die beiden und wurde

 von ihrer Freunden , dem Engel, der sich Brave nannte erstochen. Der Herzensreine Dämon war

 verzweifelt und weinte über seinen unermesslichen Verlust. Doch der Herzensgute Engel war noch

 nicht tot und flüsterte noch die paar letzten trostspendenden Worte " lafriel damat herioil". ~Ich

 werde dich lieben, bis in alle Ewigkeit~ Dann brach der Herzensgute Engel zusammen und verstarb

 noch in diesem Moment. Der Herzensreine Dämon wollte seine Geliebte hinunter auf die Erde

 bringen um sie zur letzten Ruhe zu betten, da schoss der Engel, der sich Courage nennte auf den

 Herzensreinen Dämon, der sein Leben für unwichtig hielt und im Blute seiner Liebsten sterben

 wollte. Wenig später, war der Kampf entschieden, die Dämonen kehrten zurück zu ihren bösen

 Göttern und die Engel hatten gesiegt, nur hatten sie ein Gebot verletzt und wurden für immer an

 die Erde gefesselt, keiner konnte mehr hinauf ins Engelreich, sondern musste bis heute auf dem

 Planeten, den man Erde nennt, leben.

 

 

Tränen rannen mir an den Wangen hinunter, nun wusste ich alles, ich war ein Engel, so absurd das

 auch klingen mochte. >Ich bin der Engel, der von einer Freundin getötet wurde. Der Engel der Reue,

 Remorse!> Traurig sah ich in Kato`s grüne Augen, gab ihm eine Kuss und sagte dann: >Und du bist

 der Dämon, der getötet wurde, der Dämon der Traurigkeit, Sadness! Nicht wahr?> Er nickte kurz und

 fragte dann zögernd: >Glaubst du denn, was du gesehen hast?> Ich nickte, eigentlich wusste ich es

 schon immer, ich war schon immer seltsam gewesen, konnte Sachen, die andere nicht konnten... Ich

 fragte mich nur eines. >Wieso und woher weißt du das? Und warum wurden wir widergeboren?> Er

 nickte und erzählte mir folgendes: >Einst in einem Traum von mir, erschien eine helle Gestalt, ich

 dachte erst, ich sei ins Himmelreich eingekehrt, doch sie sagte mir, das ich ein Bote sei, ein Bote

 des Guten, der alle Engel und Dämon wiedererwecken solle. Dann traf ich einen Engel, dessen Name

 Brave war, und erweckte ihn zu neuem Leben. Heute bin ich so schnell gerannt, weil ich einen

 Dämonen traf, dessen Name Rage war, und ihn zu neuem Leben erweckte, er sollte mich nicht sehen,

 darum rannte ich weg, als ich mein Werk vollendet hatte. Nun fehlen nur noch ein Engel und ein

 Dämon, dann habe ich meinen Auftrag erledigt, warum weiß ich nicht, die Stimme meinte nur, sie

 würde es mir erklären, wenn ich alles erledigt hätte. Nun habe ich dich auch fast erweckt, aber du

 weißt noch nicht alles, sonst hättest du jetzt Flügel.> Fragend schaute ich ihn an, drehte mich um auf

 seinen Rücken zu schauen, da waren auch keine Flügel, also wollte ich ihn danach fragen, doch er

 kam mir wie so oft zuvor. >Wenn du das Wissen um deine Mächte hast, kannst du sie verbergen!>

 Er zwinkerte mir zu und fragte dann: > Soll ich deine Kräfte jetzt entfesseln?> Ich nickte. Er legte

 mir seine Hand auf den Rücken und ein heftiger Schmerz durchfuhr meinen Körper. Ich schrie auf

 vor Schmerzen. Es fühlte sich an, als würden meine Knochen auseinander gerissen, meine Haut

 zerfleischt... Ich klammerte mich an Kato fest, der sich auf meinen Rücken  konzentrierte. Tränen

 rannen über unsere Gesichter. Er musste wohl genauso leiden wie ich, den ich sah sein verzerrtes

 Gesicht. Als er fertig war, viel ich Bewusstlos um seinen Hals. 

 

Kapitel 4 - Das Glück auf Erden 

Als ich erwachte, saß Kato neben dem Bett, er schlief. Ich fühlte keine Schmerzen, nur eine weiche

 Wonne um mich herum. Es war stockfinster, doch meine Flügel konnte ich im leichten Mondlicht

 erkennen. Sie strahlten hell wie der Mond und die Sterne. Fasziniert setzte ich mich auf. Meine Flügel

 waren weich wie Schnee. Ich stand leise auf und trat vor einen großen Spiegel, der hinter der Tür

 hing. Ich sah mich und jemand anderes. Leider konnte es nicht ganz genau erkennen, doch in mir war

 nun auch die fremde Seele, des Engels der Reue verankert. Wissen war in mir, das spürte ich. Ich

 konnte mich aber dessen nicht bedienen, denn ich wusste noch nicht wie. Mein Oberteil war kaputt.

 Die Flügel hatten es in kleine Stofffetzen zerrissen. Ich trug nun nichts Obenrum, aber es war mir

 nicht peinlich. Ich vertraute und liebte. Meine Liebe zu Kato, oder zu dem Engel der Traurigkeit, war

 auf ein erhebliches Maß angestiegen. Ich spürte nur das warme Gefühl der Zusammenkunft und des

 Glaubens in mir, kein Schmerz, keine Trauer, nur Zufriedenheit. Ich betrachtete ein letztes Mal meine

 Flügel und wand mich dann wieder dem Bett zu. Kato stand daneben und musterte mich voller

 Wärme und Freundlichkeit. Er kam langsam auf mich zu und entfaltete seine Flügen, sie waren wie

 meine, nur in einer dunkel schwarzen Farbe. Sein Pullover blieb ganz, was mich zutiefst verwunderte.

 Lächelnd sagte er: >Das ist alles Übungssache!> Ich sah ihn glücklich an, nickte und sagte voller

 Wärme: > Nun sind wir endlich wieder vereint, Liebster!< Ich schloss ihn in meine Arme, streichelte

 ihn und bedeckte ihn mit Küssen. >Ich bin so glücklich, das du`s mir gezeigt hast! Wie lange habe ich

 auf dich gewartet!> Er nickte und gab mir einen langen zarten Kuss. ~ Weist du, wir müssen nicht

 reden, um uns zu verstehen~ Flogen die Worte, auf einer fremden Sprach in meinen Kopf. Fragend

 schaute ich Kato an und er nickte. >Was ist das?< Fragte ich verwirrt. ~ Wir sprechen die alte

 Sprache, über Gedanken, uns kann keiner hören! Nur der für den diese Gedanken gedacht sind! Und

 auch nicht jeder versteht diese Sprache, nur Dämonen und Engel.~ Ich nickte ihm glücklich zu,

 gab ihm einen Kuss und fragte dann, mit dem Mund und nicht über Gedanken: > Hast du meinen

 Eltern bescheid gegeben, nicht das sie sich um mich sorgen.> Er trat auf mich zu und sagte: > Das ist

 nicht nötig , wenn man die Zeit stoppen kann.> Verwundert ging ich ans Fenster, schob den schweren

 Samtvorhang zur Seite und blickte in helles Tageslicht. Erschrocken legte ich die Hand auf

 die Augen, um mich langsam an das grelle Licht zu gewöhnen. Ich sah ein paar Vögel, die in der Luft

 standen, so schien es. Die Pflanzen waren alle ein Stück angewinkelt, als ob Wind wehen würde und

 die Pflanzen so zurückgelassen hatte, wie er sie gebogen hatte. Verdutzt zog ich den Vorhang auf,

 schaute ihn fragend an und suchte nach einem geeigneten Oberteil, da mir langsam kalt wurde. ~Ich

 hielt die Zeit genau da an, als wir ins Haus eintraten.~ Er reichte mir mein altes Oberteil, oder

 zumindest das, was noch davon über war. ~Was soll ich noch damit? Es ist zerrissen!~

~Warts ab!~ Er nahm den Fetzen und schloss die Augen. Einige Sekunden später, hielt er mein altes

 Oberteil in der Hand, allerdings war es nicht beschädigt, sonder wie neu! Ich schaute ihn entgeistert

 an. Als ich es wieder anschaute, was es wieder zerrissen. ~Was  ist geschehen? Warum ist es wieder

 kaputt?~ ~Weil du es selbst versuchen sollst! Schließe einfach die Augen und wünsche dir von ganzen Herzen, das es wieder ganz ist!~ Ich tat, was er mir sagte. Bei den ersten Versuchen klappte es

 nicht, aber beim siebten Mal hielt ich ein perfektes, neues Oberteil in der Hand. Glücklich wollte ich

 es mir überstreifen, als ich bemerkte, das meine Flügel noch da waren. Kato wollte etwas sagen, doch

 ich schloss bereits die Augen und wünschte mir inständig, das meine Flügel verschwanden. Als ich

 meine Augen wieder öffnete, waren die Flügel weg. Nun streifte ich mir das Oberteil über und

 dachte.  ~Gut so?~ Er antwortete: >Ja, du lernst schnell!< Er nahm mich in den Arm, ließ seine

 Flügel verschwinden und küsste mich sacht. >Weißt du, das du dein Aussehen verändern kannst?>

 Ich schüttelte fasziniert den Kopf und dachte. ~Bitte erkläre mir, wies geht!~

~Nun gut, schließe wieder deine Augen. Denke an deinen Körper, daran wie du aussehen möchtest,

 aber vergiss kein Detail! Denk an die Haarfarbe, an Augen, welche Form soll der Mund haben und so

 weiter! Wenn du das Aussehen des Engels aus der Vergangenheit annehmen möchtest, brauchst du

 nur den Namen drei mal rufen, aber in Gedanken! Ach ja, wir nennen die Gedanken Übertragung

 übrigens "worning" !~ Ich rief in Gedanken drei mal  meinen alten Namen. Ein helles Licht erstrahlte

 und umgab mich. Ich fühlte Wärme, Liebe und Wissen, das sich in mir verankerte. Ich schloss die

 Augen und sah die Metamorphose vor meinem inneren Auge. Ich schwebte nackt in der Luft, meine

 Flügel schlangen sich um mich, bis ich ganz unter ihnen verborgen war, weißer enger Stoff schlang

 sich nun um meine Hüfte, meinen Bauch und ein goldener Panzer umschlang meine Brust und

 meinen Hals. Ich rief automatisch den Namen " Scarlett" und ein mächtiges Schwert, mit Opalen,

 Rubinen und Gold verziert, lag in meiner Hand. Es war etwa so land wie mein Bein und so breit wie

 meine Hand und trotzdem wog es nichts. In meinem Haar erschien ein Reif und meine Haare wurden

 kürzer und färbten sich in ein magisches Grün. Meine Beine wurden länger  und meine Arme etwas

 muskulöser. Schwer atmend stand ich da. Es hatte mich eine menge Kraft gekostet. Ich merkte erst

 jetzt, das ich schwebte. Meine Flügel waren wieder erschienen und trugen mich nun. Nun rief Kato

 dreimal seinen alten Namen, ich sah es, denn ihn umgab das gleiche helle Licht, wie mich zuvor. Bei

 ihm sah es ähnlich aus, nur das er in schwarzen Stoff gehüllt war, ein schwarzes Schwert hielt und

 eben schwarze Flügel hatte. Seine Aura, die ich nun sehen konnte strahlte golden, also war er heilig,

 schoss es mir durch den Kopf. Als er vollendet war, trug er sein Schwert, das er mit dem Namen

 "Umbriel" rief, in seiner Rechten, einen Umhang, einen goldenen Brustpanzer, wie ich und ein

 Medallion um den Hals. Ich konnte meine Aura leider nicht sehen, darum unterhielt ich mich mittels

 worning, mit ihm. ~Du bist wunderschön! Sag, Liebster, welche Farbe hat meine Aura?~ Er schaute

 mich aus seinen nun rubinroten Augen an und antwortete. ~Du bist tausendmal schöner, Liebste.

 Deine Aura trägt die Farbe der Unendlichkeit!~ Ich schaute ihn an, nun hatte ich blaue Augen, das

 war er nicht gewohnt, lächelte mich aber trotzdem an. Unsere Seele war noch in uns, obwohl wir

 unsere Körper verändert hatten. ~ Die Farbe der Unendlichkeit, es war also perlmuttfarben, aber

 welches Level bedeutete das? Gold bedeutete heilig, aber von Perlmutt wusste ich nichts. ~Es ist die

 Farbe für Gottheiten.~ Wornte Kato mir. ~Du bist eine Göttin, weil du dein Leben, für das meine

 vergeben hast, ich hab es weggeworfen um bei dir zu sein, habe dich aber nie erreicht, weil ich so

 dumm war unsere Leben zu verschleudern.~ Ich trat zu ihm , küsste ihn zärtlich und umschlang seine

 Taille. Ich betrachtete uns im Spiegel. Engel und Dämon, Heiliger und Göttin! Glücklich, nach

 so langer Zeit wieder vereint. Mir war es egal, was er war oder was ich war, uns konnte nun  nichts

 mehr trennen. Ich schloss meine Augen und ließ unsere Schwerter verschwinden. Verwundert

 schaute er mich an, ich nickte und er meinte. ~Du bist wahrlich eine gute Göttin, aber meine Göttin.

 Mein Engel der Reue, ich hoffe nur, das du nicht bereust, mich widergefunden zu haben.~

 Ich schüttelte den Kopf und küsste ihn unzählige Male. ~Und ich hoffe, du bist nicht traurig, das du

 mich nun wieder beschützen musst.~ Er schüttelte den Kopf, schloss die Augen und einige Sekunden

 später war sein Brustpanzer verschwunden, meiner aber nicht.  Er seufzte enttäuscht auf. Lächelnd

 schloss ich die Augen und ließ den meinen auch verschwinden. Wir vielen uns in die Arme. Er

 liebkoste mich unendlich lange, ich wünschte mir eine andere Umgebung, eine leere Wiese,

 Sternenhimmel, das war gut. Ein kühler Windhauch strich über unsere Körper, ein Schauer erfasste

 uns und fuhr in Form einer Gänsehaut über uns. Ich kuschelte mich an seinen warmen Körper und

 genoss seine Küsse. Er zog das letzte Stück Stoff von unseren Leibern und wir wälzten uns nackt, auf

 der Wiese umher. Wir küssten uns leidenschaftlich und streichelten uns am ganzen Körper. Wir

 liebten uns lange und ausdauernd. Er flüsterte mir immer wieder die selben Worte ins Haar, die ich

 sosehr liebte. ~lafriel damat herioil~ (Ich werde dich lieben, bis in alle Ewigkeit!). Unendliche

 Stunden, vielleicht sogar Tage blieben wir in diesem Zustand. Wir hatten steht`s Angst umeinander,

 unser Band war fest um uns geschlungen, keiner würde uns jetzt noch trennen können. Ich würde

 jeden töten, und mich rächen, wen meinem Liebsten etwas zustoßen sollte. Das war mein Schwur

 und ich würde ihn halten, egal was passierte...

 

Kapitel 5 - Der dritte Engel

Ich ging erst nach einigen Tagen wieder nach Hause, da die Zeit ja eh angehalten war, waren es nur

 wenige Stunden gewesen, die ich bei Kato verbracht hatte. Natürlich verwandelten wir uns wieder

 zurück, es durfte ja niemand sehen, das wir etwas anders waren als die normalen Menschen. Ich gab

 ihm zum Abschied einen langen Kuss und versprach ihm, bei der Suche, nach dem Engel

 Courage und nach dem Dämon Destruction zu helfen. Als ich zu Hause ankam, begrüßten meine

 Eltern mich herzlich. Was war geschehen? hatte ich Geburtstag? Nein! War etwa Weihnachten, nein!

 Was war los? Fragend schaute ich die beiden an. Vater begann zu erzählen, was die beiden so

 glücklich machte: >Sakura, mein Schatz, du hast bei dem Zeichenwettbewerb den ersten Platz

 erzielt! Du hast fünfzigtausend Yen gewonnen. Ich war stark am nachdenken, welches meiner Bilder

 wohl gewonnen hatte, ich hatte nämlich an vielen Wettbewerben teilgenommen, Glücklich nahm ich

 die beiden in den Arm und freute mich über das Geld. Heute schien wirklich mein Glückstag zu sein.

 Wir feierten bis spät in den Abend, doch bevor ich einschlief, versuchte ich zu wornen, um mich zu

 vergewissern, das nicht doch alles nur ein Traum war. Vielleicht konnte mich Kato sogar hören.

 ~Liebster, hörst du mich?~ Ich wartete einige Sekunden, bis eine Stimme in meinem Kopf

 antwortete. ~Ja Liebste, ich höre dich! Wo bist du?~ Ich lächelte. ~Ich bin zu Hause! Weißt du,

 heute ist mein Glückstag!~ Einige Sekunden später fragte die Stimme amüsiert. ~Wieso Liebste, was

 ist denn geschehen?~ Und so wornte ich ihm die ganze Geschichte und wir wunderten und freuten

 uns, das wir auch auf solche Entfernung noch wornen konnten. Ich schlief erst spät in der Nacht ein,

 und war am nächsten Morgen, wie fast jeden Morgen, todmüde. Midory wartete wie jeden Morgen

 ungeduldig an der Haustür und sie fiel mir fast um den Hals, als ich herauskam. Ich sah sie an und

 erschrak. Ich sah einen Engel vor mir stehen, mit der Aurafarbe türkis. Das bedeutete Unruhe und die

 Suche nach jemandem, dieser Engel suchte jemanden, also versuchte ich bei ihr das worning.

 ~Schwester? Schwester, hörst du mich?~ Verdutzt schaute sie sich um. ich tat so, als würde ich mich

 auf meine Schuhspitzen konzentrieren. ~Wer spricht zu mir? Welches Wesen spricht zu mir?~ Ich

 dachte kurz nach und antwortete dann. ~ Der Engel der Reue, Remorse, auch die Göttin

 genannt, spricht zu dir!~ Ein unendlicher Schreck durchfuhr ihren Körper. Ich drehte mich zu ihr und

 fragte fröhlich: >Midory, was hast du? Du siehst so bleich aus!< Sie winkte nur ab und meinte

 schnell: > Es ist nichts, lass uns zur Schule gehen.< Ich nickte nur und ging los, Midory blieb ein

 Stück zurück und ich tat so, als würde ich es nicht bemerken. ~ Herrin, was wollt ihr von mir?~

~Ich möchte deinen Namen wissen, deinen alten und deinen jetzigen!~ Midory schluckte schwer und

 sagte dann. ~ Herrin, mein alter Name ist Engel der Tapferkeit, Courage. Und mein jetziger lautet

 Midory. Bitte verzeiht, das ich damals euren Liebsten getötet habe, aber ich war vom Zorn

 verhext! Was soll ich tun, damit ihr mir vergebt?~ Stocksteif blieb ich stehen, drehte mich zu Midory

 um und nahm sie in den Arm. Erschrocken, wich sie einen Schritt zurück und ich sagte nur:

 >Schwester, du kannst nichts tun, denn ich habe dir schon längst vergeben!< Tränen liefen über

 Midory`s Wangen, als sie sich in meine Arme warf. >Es ist alles wieder okay! Ich bin wieder

 bei meinem Liebsten, und wir werden uns nie wieder trennen!< Ich wischte ihre Tränen mit meinem

 Taschentuch weg und wir gingen in die Schule. Als ich in die Klasse kam, sah ich Kato auf seinem

 Platz sitzen und lächelte ihn an, er erwiderte mein lächeln und wornte mir eine Frage zu. ~Sollen wir

 uns küssen? Vor der ganzen Klasse?~ Er wirkte amüsiert und ich nickte. Wir traten aufeinander zu

 und gaben uns einen langen Kuss, damit es auch alle mitbekamen! Ich wäre fast vor lachen geplatzt,

 als ich die erstaunten Gesichter meiner Klassenkameraden sah. Wir lösten uns sacht voneinander. Ich

 schaute zu Midory, die mich überglücklich musterte. Es klingelte und alle setzten sich auf ihre Plätze.

 Es ging ein unruhiges Gemurmel durch die Klasse, Midory, Kato und ich wussten natürlich weshalb.

 Ich sprach oft mit den beiden in Form von worning... Es war einfach genial solch eine Fähigkeit zu

 besitzen. Nie mehr Probleme mit Arbeiten! Ich seufzte vor Glück. 

 

Wir drei führten nun ein ganz normales Leben, zumindest so normal, wie es eben für uns war, bis zu

 dem Tag, als wir endlich den Engel des Mutes, Brave, fanden. Ich entdeckte sie, als ich wieder in den

 Kunstraum kam. Sie war ein kleines Mädchen, aus der Mittelschule, die an das Schulgebäude der

 Oberschule gebaut war. Sie ging in die 2a. Also war sie erst 14 Jahre alt und genauso naiv, wie sie

 damals war, stellte ich mit bedauern fest. Sie war noch nicht erweckt worden, aber ich spürte ihre

 Aura, die in einem weißen Licht strahlte, die Farbe für Reinheit und Unwissen. Ich wollte

 sie wiedererwecken! Ich war wohl die einzige, die die Auren anderer sehen oder spüren konnte, denn

 Midory und Kato sprachen mich nicht drauf an, anscheinend konnten sie nur mich spüren.

 ~Schwester, Geliebter? Ich habe den Engel des Mutes, Brave entdeckt! ich werde sie bald

 erwecken.~ Beide sprangen sie auf und schauten sich im Raum um, ich arbeitete mit einem feinen

 lächeln weiter. Ich hatte die Skizze vollendet. Es war die Szene, wo sich der Engel Remorse in die

 Klinge ihrer Schwester wirft um ihren Geliebten zu retten. Eine tragische Szene, aber wunderschön.

 Yuga sensei musterte mein Bild mit offenem Mund und nun traten alle heran um es sich

 anzuschauen. Das Mädchen, das den Engel Brave verkörperte hieß Haruka Haruseki und bekam

 sichtlich einen Schrecken, als sie sich auf dem Bild sah, natürlich sah sie dort anders aus, doch es

 musste einen Fetzen der Erinnerung in ihr freigerufen haben. Midory und Kato schauten auch etwas

 verschreckt, doch diese fasten sich schnell wieder. Kato gab mir einen Kuss und Midory umarmte

 mich voller Hingabe. Sie hatten erkannt, worum es ging und sie wussten nun auch, wer der Engel des

 Mutes war.  Als der Unterricht vorüber war und alle den Raum verließen, rief ich Haruka zu mir.

 >Haruseki -sama? Würdest du bitte einmal kommen?< Sie nickte und kam auf mich zu. >Kanjiro

 -sama, was ist dein Anliegen?< Ich drehte mich zu ihr um und sah ihr in die grauen Augen. >Ich muss

 dir etwas wichtiges erzählen und ich möchte dir ein paar Bilder von mir zeigen, würdest du mit zu mir

 nach Hause kommen, denn es ist von großer Wichtigkeit!< Sie nickte zögernd, sie kannte mich nicht,

 darum wunderte es mich, das sie überhaupt mit mir sprach. Zögernd stellte sie mir jedoch eine Frage:

 >Wieso gerade ich?< Ich lächelte sie an und antwortete: >Weil du großes Talent hast, meine Liebe!<

 Ich hoffte das reichte ihr als Antwort, denn ich wusste nicht einmal, was sie im Unterricht tat. Wir

 gingen zusammen zu mir und unterhielten uns über dies und das, ich zeigte ihr unseren Dojo und

 anscheinend begann sie mir langsam zu vertrauen. Ich hielt nun die Zeit an, weil ich nicht wusste, wie

 lange ich brauchen würde um ihr alles zu erklären. Als wir in meinem Zimmer ankamen, zeigte ich ihr

 zuerst ein paar Bilder, die mir gut gelungen waren. Sie drehte sich zu mir um und fragte mich in

 freundlichen Ton, man merkte aber, das sie angespannt war, folgendes: >Warum hast du mich

 eingeladen, Kanjiro -sama? Sag mir bitte die Wahrheit!< Ich setzte eine ernste Miene auf und sagte

 ihr den Grund. Ich hatte erwartet, sie würde mich auslachen, doch das tat sie nicht. Sie stand einfach

 nur erstaunt da und musterte mich. Ich bot ihr an, platz zu nehmen und sie tat es auch, nach einiger

 Zeit. Nun fragte ich sie die entscheidende Frage: >Soll ich dich, also den Engel des Mutes, Brave,

 wiedererwecken?< Sie ließ sich mit der Antwort Zeit, aber schließlich nickte sie langsam.

>Gut, aber zuerst zeige ich dir die Vergangenheit!< Ohne zu zögern legte ich meine Hand auf ihren

 Kopf und sie sah die ganze Geschichte, genau wie ich vor einiger Zeit. Als sie alles gesehen hatte,

 fing sie an lautlos zu weinen. Und ich fragte sie zur Vorsicht noch einmal:  >Bist du dir nun immer

 noch sicher, wiedererweckt zu werden?< Nun nickte sie auf anhieb und sah mich freundlich an. Ich

 nickte ebenfalls und dachte, nicht umsonst ist sie der Engel des Mutes  geworden. Ich erweckte sie

 und es war nicht anders als bei mir. Als sie wieder erwachte, brachte ich ihr noch die Grundlagen bei,

 wie sie ihre Kraft einsetzen konnte und wie man wornte! Der Tag verstrich und Haruka -san ging als

 neugeborenes Gotteskind wieder nach Hause, zu ihrer Familie. Bevor ich einschlief, wornte ich noch

 eine Weile mit Kato und Midory und erzählte ihnen von meinem Erfolg, dann brach die Dunkelheit

 über mich herein...

 

Kapitel 6 - Der dritte Dämon

Ich erwachte als es noch Nacht draußen war, weil Midory in meinem Kopf rief. ~Sakura? Sakura,

 bitte wach auf, ich habe vielleicht den dritten Dämon! Komm runter, ich warte auf dich!~ Ich

 brauchte einige Sekunden um zu verstehen, was Midory eben gemeint hatte. Aufgeregt sprang ich

 auf, zog meine Schuluniform über und rannte wie vom Donner getroffen auf Midory zu. Sie musterte

 mich freundlich und sagte dann: >Herrin, kommt, ich führe euch hin!< Sie nannte mich nur "Herrin",

 wenn wir allein waren und wenn es wirklich ernst war. ich wollte es zwar nicht, aber sie lies es

 einfach nicht, darum legte ich keinen Protest mehr ein. Wir rannten die Straße zur Schule entlang.

 Das dauerte mir zu lange! ~Midory! Lass uns fliegen! Es ist noch dunkel und keiner wird uns sehen!~

 Sie nickte gehorsam und ließ ihre Flügel erscheinen, ohne das ihr Oberteil zerfetzt wurde. Das konnte

 ich mittlerweile auch schon, durch hartes Training hatte ich es erlernt. Wir flogen durch die Nacht,

 über die Schule hinaus, bis wir einen kleinen Park erreichten, in dem es stock finster war. Wir gingen

 nieder und ließen unsere Flügel verschwinden. Ich sagte Kato auch, das er kommen sollte, er meinte

 aber, das es ein wenig dauern könnte, da er gerade eine neue Technik entwickelte. Wir gingen

 langsam durch den Park und sahen einen Jungen, auf einer Parkbank sitzen. Ich sah seine Aura, sie

 wirkte dunkel, es war ein tiefes dunkelblau. Das war die Farbe des Zweifelns aber auch der Angst. Er

 war noch nicht erweckt worden, aber er hatte etwas gesehen, wovon er sichtlich geschockt war. Ich

 ging langsam auf ihn zu und sprach ihn an, ich kannte ihn, er war mein bester Freund gewesen, in

 China. >Inagawa -chan? Inagawa -chan, hörst du mich?< Verstört schaute er auf. Als er mich sah,

 stieß er einen Schrei auf. Ich sah in seinen Augen den puren Wahnsinn. Ich schloss meine Augen und

 wünschte mir Inständig, zu wissen, was Inagawa -chan hatte. 

 

 

Ich sah Bilder, grauenhafte Bilder in meinem Kopf, Flammen, Schreie, eine Frau rannte in mein

 Bild und schrie etwas auf chinesisch, was in der Flammenbrunst unterging. Es war Inagawa`s

 Mutter, ihr klebte Blut und Schmutz in Haar und Gesicht. Ein Schatten legte sich über das

 Flammenmeer, ich konnte nicht erkennen, was es war, doch ich spürte die Kälte und den Hass, der

 von dem Ding ausging. Ein heftiger Schlag durchzuckte Inagawa`s Mutter, eine feine Spur Blut lief

 aus ihrem Mund und dann fiel sie Tod zur Seite. Ich sah mit seinen Augen, dachte ich entsetzt. Das

 Feuermeer verschluckte mich, also ihn. Ein helles gleißendes Licht erstrahlte und riss ihn davon.

 Leises Geflüster ertönte, keine Worte, nur Laute und nach ein paar Augenblicken war ich wieder

 hier im Park.

 

 

 Das war also geschehen. Ich schloss nun wieder die Augen und wünschte das Inagawa wieder bei

 Verstand war und mit mir reden konnte. Als ich die Augen wieder öffnete, saß der Junge vor mir, mit

 Tränen im Gesicht. Ich nahm ihn in die Arme und flüsterte ihm auf chinesisch tröstende Worte zu.

 Midory diskutierte momentan mit Kato durch worning und so konnte ich mich mit

 Inagawa unterhalten. Er stammelte etwas davon, das seine Eltern tot seien und das er sich gewünscht

 hatte, bei mir zu sein, dann war er auf einmal hier gelandet und wusste nicht mehr was er machen

 sollte. Inagawa Sherimo war ein groß gewachsener Junge, mit blonden langen Haaren, die er sich

 immer zu einem Zopf zusammen band und blauen Augen. Wir kannten uns viele Jahre und waren die

 besten Freunde, aber nun musste ich ihm das Geheimnis erzählen und ihm dann die unendlich

 schwere Frage stellen. 

 

Als ich ihm erzählt hatte, war er weder überrascht, noch niedergeschlagen, sondern sah mich nur

 voller Willen an und nickte dann, er wollte wieder ein Dämon werden, das wusste ich. Ich nickte

 ebenfalls und legte ihm die Hand auf den Kopf um ihn zu zeigen, was damals passiert war. Als er

 wieder aus seiner Trance erwachte, schaute er mich an, nahm mich in den Arm und sagte

 dann: >Sakura -chan, du warst immer wie eine Schwester für mich, ich werde dich nie verraten!<

 Seine Aura veränderte sich, sie färbte sich nun hell blau, die Farbe der Wünsche und des Willens. Ich

 lächelte ihn an und legte meine Hand auf seinen Rücken. Es passierte die gleiche Metamorphose, wie

 bei allen anderen. Midory hatte Kato nun doch überzeug so schnell wie möglich zu erscheinen und

 hatte außerdem Haruka gebeten zu kommen. Als Inagawa, der Dämon der Zerstörung, auch

 Destruction genannt erwachte, waren Kato und Haruka bereits da. Inagawa sackte Bewusstlos zu

 Boden. Ich legte ihn behutsam auf die Bank und begrüßte Haruka und Kato. Plötzlich vernahm ich

 Flügelschläge. Verdutzt drehte ich mich um und sah einen Dämon am Himmel schweben, als er uns

 entdeckte, kam er nieder. Es war der Dämon der Wut, Rage, aber in der Menschenwelt hieß er

 Nakazato Kenshi, er ging in unsere Klasse. Überrascht blickte ich erst ihn und dann Kato an, er und

 Nakazato verstanden sich nicht sonderlich und deswegen war er wohl auch weggelaufen, als er ihn

 erweckt hatte. Nakazato war offenbar auch erstaunt, anscheinend hatte er andere Personen erwartet.

 Er ließ seine Flügel ausgebreitet, wie als wolle er uns beweisen, das er ein Dämon war. Ich schloss

 automatisch meine Augen und ließ meine Flügel und die der anderen erscheinen. Es war eine

 totenstille im Park, weil wir uns über worning unterhielten, oder besser gesagt nur Nakazato und ich,

 doch die anderen hörten gespannt zu. ~Du bist also der Dämon der Wut, Rage, das wusste ich nicht!~

 Und ich wusste es wirklich nicht, den Nakazato war eine Woche nicht in der Schule erschienen, es

 hieß er wäre krank, doch nun wusste ich warum, er hatte gelernt und er hatte sich vorbereitet, auf das

 was kommen würde. ~Nun, ich wusste auch nicht, das ihr die Auserwählten seid!~ Er deutete auf

 mich, Midory und Kato. ~Aber ich freue mich, das es Leute sind, die ich kenne.~ Fügte er freundlich

 hinzu. Ich nickte und merkte, das Inagawa erwacht war und unsere Unterhaltung verfolgt hatte. Er

 verstand kein japanisch, doch die Sprache der Götter, verstand jeder Dämon und jeder Engel. Er

 erhob sich und ging zu mir. Er schien unsere Flügel zu bewundern. Ich deutete hinter ihn und er

 erschrak. Er hatte nicht gewusst, das sie da waren, denn sie wogen ja auch nichts. Mit einem Lächeln

 auf den Lippen, berührte er sie sacht. Wir brachen alle in schallendes Gelächter aus. Wir waren nun

 alle wieder beisammen, die sechs Auserwählten, aber wozu? Was sollten wir tun? Kato sprach nun:

 >Nun, ich habe meinen Auftrag erledigt! Nun werden die Götter erscheinen!< Wir warteten ein paar

 Sekunden gespannt, bis Kato hinzufügte: >Aber nur die Göttin, die auf Erden weilt, kann sie rufen!<

 Damit drehte er sich zu mir und alle wichen einen Schritt zurück. ~Liebste, du musst dich in den

 Engel Remorse verwandeln und dann werden die Götter erscheinen!~ Ich nickte und schloss

 die Augen. Ich rief dreimal meinen alten Namen. Ich fühlte nun wieder, wie ich nackt in der Luft

 schwebte, meine Flügel schlangen sich um mich, bis ich ganz unter ihnen verborgen war, weißer

 enger Stoff schlang sich nun um meine Hüfte, meinen Bauch und ein goldener Panzer umschlang

 meine Brust und meinen Hals. Ich rief automatisch den Namen " Scarlett" und ein mächtiges

 Schwert, mit Opalen, Rubinen und Gold verziert lag in meiner Hand. Es war etwa so land wie mein

 Bein und so breit wie meine Hand und trotzdem wog es nichts. In meinem Haar erschien ein Reif und

 meine Haare wurden kürzer und färbten sich in ein magisches Grün. Meine Beine wurden länger und

 meine Arme etwas muskulöser. Ich stand nun wieder schwer atmend da, alle schauten mich

 voller Freude und einige auch mit Verwunderung an. Nun erklang ein leises klingeln, der Laut, wie

 wenn tausend Vögel leise singen. Man sah nur helle Lichter, sie schwebten um mich herum, umgaben

 mich und sammelten sich dann in mir. Ich war bei Bewusstsein und wusste was ich tat, doch meine

 Seele wurde von vielen anderen verschoben. Nun sprachen die anderen Götter durch mich. Meine

 Stimme klang, wie viele Stimmen, die zu einer gebündelt wurden, als hätten alle den Text des

 anderen auswendig gelernt. Sie sprachen nur über worning zu uns. ~ Wir begrüßen euch, die ihr die

 Auserwählten seid und auch die Göttin, die auf der Erde weilt. Wir erscheinen Euch hier, weil

 erwacht ist, das grausige Tier. Das Böse in Form von einem Schatten, wandelt umher, wir in

 der Goss` die Ratten.  Will euch töten, will euch morden, weil es die Erde will horten. Ihr, die ihr

 seid, müsst besiegen das Leid! ~ Wir schauten einander besorgt an und wir wussten, welch grausamer

 Schatten gemeint war, denn er hatte Inagawa`s Familie ausgelöscht. Was würde er noch anrichten?

 Er wollte die ganze Erde... Die Götter sprachen nun weiter. ~Die Göttin, wird euch leiten und eure

 Kräfte weiten! Nun müssen wir entschwinden, ihr werdet das Böse bald finden!~ Sie entwichen

 schlagartig aus mir! Ich fiel taumelnd in Kato`s Arme und verlor wieder das Bewusstsein.

 

Kapitel 7 - Die Schlacht beginnt

Es war dunkel, obwohl wir es elf Uhr morgens hatten. Es hatte also begonnen! Es war jetzt egal, ob

 man uns sah oder nicht, denn wenn wir uns weiter verstecken würden, würde die Welt untergehen.

 Alle verwandelten sich in ihre alte Gestalt und zogen ihre Schwerter. Wir waren bereit um zu

 kämpfen, aber diesmal nicht gegeneinander, sonder miteinander. Ich verlieh ihnen ihre volle Macht,

 die sie auch damals besessen hatten. Wir flogen über der Stadt auf und ab um den Schatten zu finden.

 Die Menschen starrten uns voller Unglauben, Entsetzen oder manchmal auch Freude an. Wenn die

 Menschen nur wüssten, das sie in höchster Gefahr schwebten, sie würden in Panik ausbrechen.  Ich

 fühlte, das der Schatten hier sein musste, mein Geist sagte es mir. Wie redeten über

 worning miteinander, wenn wir etwas Verdächtiges sahen. Plötzlich überfiel mich eine mächtiger

 Schauder. Er war hier, genau unter uns und es war mächtig, sehr mächtig. Es war unmöglich, aber ich

 fühlte eine Gottheit. Das war doch nicht möglich, oder? Die anderen Götter hatten nichts gesagt,

 warum hatten sie nicht gesagt, welchen Level diese Kreatur hatte? Wir sollten das Problem alleine

 lösen. Ich sagte den anderen, was ich jetzt wusste und alle erschraken. Ich spürte den kalten Blick

 des Bösen auf mir kleben. Plötzlich erklang ein Ton, als wurde man einer Ratte Stück für Stück den

 Schwanz abschneiden und es wurde immer lauter. Der Boden bebte und die Menschen liefen so

 schnell es ging an einen Ort, den sie für sicher hielten. Ein Riss zog sich unter uns im Boden lang,

 zum Glück flogen wir weit oben. Mit einem Ruck riss die Spalte auf und es traten kleine schwarze

 Gestalten heraus. Es waren Tausende und es wurden immer noch mehr, sie breiteten ihre kleinen

 Schwingen aus und flogen in alle Richtungen, doch der größte Teil raste auf uns zu! Ich schrie, das

 wir uns verteilen sollten und jeder flog einige Meter weg. Ich wünschte uns viel Glück und

 die Schlacht brach los.

 

Wir töteten sie zu Tausenden, doch der Strom riss einfach nicht ab. Ich musste den Riss schließen,

 sonst würden wir hier noch ewig kämpfen. Schnell schickte ich eine Schockwelle auf die Viecher, die

 mich verfolgten und flog in einem mörderischen Tempo auf die Spalte zu. Die kleinen Monster

 sprudelten aus dem Riss, wie Blut aus einer offenen Wunde. Ich schloss die Augen und errichtete

 einen Schutzwall um mich, damit ich mich konzentrieren konnte. Ich hörte die Schreie der anderen,

 konnte jetzt jedoch nicht nach ihnen schauen. Ich wünschte inständig, das sich der Riss schloss und

 keine bösen Geister mehr freiließ. Als ich die Augen wieder öffnete, war der Riss zu, aber auch alle

 anderen waren verschwunden. Es herrschte eine Stille, die nicht normal war, es war so Still, als gäbe

 es kein Leben, nicht regte sich, kein Wind, nicht einmal die Erde regte sich...  Ich sank auf den

 Boden, der mit dem schwarzen Blut der Geister besudelt war. Ich hörte nichts, keinen Laut, einfach

 nichts nur meinen Atem, der schneller ging, als ich es eigentlich wollte. Auf einmal erschien vor mir,

 wie aus dem Boden gewachsen, eine Gestalt. Sie trug eine Robe mit einer Kapuze, die tief ins Gesicht

 gezogen war und daher erkannte ich das Gesicht nicht. Ich blieb abrupt stehen und wir musterten

 einander lange, bis die Gestalt die Kapuze zurück schlug und ich sein Gesicht endlich sehen konnte.

 Es war Kato. Erschrocken starrte ich ihn an und fragte mich, was er hier tat, aber er nahm mir mal

 wieder die Frage ab. >Du fragst dich, was ich hier tue?! Nun ich bin ein schwarzer Engel, genau wie

 du! Und der Böse Schatten, der die Erde vernichten will.< Ich fuhr vor Schreck zusammen. Das war

 nicht Kato, da war ich mir sicher, aber ich stellte ihm trotzdem die Fragen, die mir auf der Zunge

 brannten. >Was ist ein schwarzer Engel und warum willst du die Erde vernichten?< Er lächelte mich

 an und sagte dann: > Ein schwarzer Engel, ist ein Engel, der zu einer Gottheit geworden ist. Ich will

 die Erde vernichten, weil ich der Engel der Rache bin, Luzifer. Der Wunsch der bösen Gottheiten

 war es, die Erde zu vernichten. Sie erschufen mich und setzten mich auf das Level eines Gottes. Sie

 gaben mir den Auftrag, die Erde zu vernichten und diesen verfolge ich nun. Damals wurde ich von

 dir getötet, es konnte dir nur niemand zeigen, weil du die einzige warst, die das wusste. Aber mein

 letztes Werk war mir noch gelungen, denn ich pflanzte Mordgier und Hass in die Herzen deiner

 Freunde. So wurdest auch du getötet, durch die Hand eines Engels. Ich muss meinen Auftrag nun

 beenden. Wenn du dich mir unterwirfst, werde ich deine Freunde und dich verschonen und ihr

 werdet die Ehre haben, in das Reich der Engel zurückzukehren!< Er schaute mich mit gierigen

 Augen an und ich fragte: >Und was ist, wenn ich mich weigere?< Er schaute mich amüsiert an und

 deutete dann nach links. Ich drehte meinen Kopf in die gezeigte Richtung und erstarrte. Meine

 Freunde, einschließlich Kato, lagen auf schwarzen Kristallen, halb eingeschmolzen in den harten

 Stein. Sie waren bei Bewusstsein und wornten mir immer wieder die gleichen Worte zu.

~Tu das nicht, bitte, du darfst die Menschen nicht opfern.~ Ich schaute wieder den falschen Kato an,

 der sein Gesicht nun verändert hatte. Ich schaute in das Gesicht eines rothaarigen Jungen, mit

 Smaragdgrünen Augen. Er lächelte mich an und fragte dann: >Nun was sagst du, Göttin?< Ich wusste

 nicht, was ich sagen sollte, aber er erwartete eine Antwort und er schien nicht gerade geduldig

 zu sein. Die Menschen, welch einfältiges Volk, aber trotzdem liebte ich einige davon, aber ich konnte

 auch nicht meine Freunde opfern. Ich sah das Schwert in meiner Hand an und dann Luzifer, der

 anscheinend wusste, was ich vorhatte. Er schüttelte nur den Kopf und meinte: >Versuch es erst gar

 nicht, ich habe einen sehr guten Schutzwall errichtet! Da kommt niemand durch, auch nicht du!<

 Höhnisch sah er mich an und in meinem Herzen flammte die Wut auf. Wie konnten die anderen

 Götter nur erwarten, das ich hier eine Entscheidung traf, die entweder den Untergang der Erde oder

 den meiner Freunde zur Folge hatte? Ich war verzweifelt, wusste nicht, was ich tun sollte, doch mein

 Herz sprach zu mir, nein nicht mein Herz, sondern der richtige Kato. ~Liebste denke immer an meine

 Worte, die ich dir so gern sage und du wirst die Antwort kennen... ~ lafriel damat herioil!~ Ja

 Liebster und ich werde dich auch ewig lieben, bis zum Ende, dachte ich voller Trauer. Nun wusste

 ich, was ich zu tun hatte. Ich schloss meine Augen und wünschte mir von ganzen Herzen, das meine

 Klinge den Wall meines Feindes durchbrechen würde und ihn alles heimzahlte würde, was er den

 Menschen und uns angetan hatte. Ich hob mein Schwert und holte mit meiner gesamten Kraft aus.

 Der Aufprall war gigantisch. Zuerst dachte ich, ich sei abgeprallt, doch meine Klinge schnitt einen

 feinen Riss in den Wall. Blitze zuckten vom Himmel und trafen mich, doch ich merkte nichts mehr,

 ich wollte nur noch diesen Wall zerstören und  blutige Rache ausüben. Der Wall gab nach und

 zersplitterte in Tausende von Teilen.  Luzifer stand mit großen Augen vor mir und musterte mich mit

 einer Mischung aus Angst und Erstaunen. Er fiel auf die Knie und starrte mit leeren Gesicht zu

 Boden. Meine Augen waren trüb und ich war nicht mehr ich selbst. Meine Seele stand neben mir und

 sah zu, wie mein Körper zum letzten Schlag ausholte. Mein Körper hielt jedoch inne und schloss die

 Augen. Ich sah, wie sich unter Luzifer der Boden öffnete und eine Feuersäule ihn erfasste. Sein

 gellender Schrei ging unter im Gebrüll der Säule. Das Loch schloss sich wieder, die Säule verschwand

 und mein Körper verschmolz wieder mit meiner Seele, in diesem Moment zerbarst meine Klinge und

 fuhr mir über den Hals. Ich schmeckte das warme, sickernde Blut, das meine Kehle hinunterrann. Ich

 sackte zu Boden und sah wie sich mein Blickfeld schwarz färbte. Es war aber nicht die Schwärze der

 Bewusstlosigkeit, sondern die, des Todes. Mein eigenes Schwert hatte mich letztendlich umgebracht,

 weil ich einen Gott getötet hatte. Ich hatte keine Angst, ich wünschte mir sogar zu sterben, denn ich

 wollte diese Schmerzen nicht länger ertragen, die meinen Körper durchfuhren. Das letzte was ich sah,

 war Kato`s Gesicht, dann stürzte ich in das helle Loch des Todes. Unendlich Wärme um gab mich,

 keine Schmerzen, kein Leid, nur die Zufriedenheit, das erreicht zu haben, was man schaffen wollte.

 Ich hatte meine Freunde und die Menschheit gerettet und dafür mein eigenes Leben gegeben, doch es

 erfreute mich. ich dachte an die letzten Worte, die Kato mir zugerufen hatte... 

 

Ich werde dich lieben, bis in alle Ewigkeit - lafriel damat herioil ...

 

Ich werde ihn auch immer lieben und ich würde warten, bis er zu mir kam. Ich gelang nicht ins Reich

 der Engel, nein, ich wurde ins Reich der Götter geschickt. Von dort aus, konnte ich über die Erde und

 über seine Bewohner wachen...

 

~Ende~

 

Ich hoffe die Geschi hat Euch gefallen! Bis bald!

Eure Juu -san

 

 

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