What's love?
Part 1
Der zehnjährige Yuri Mamuko kam gerade von der Schule nach Hause,
als sein Vater, Kizu, seine leere Whiskyflasche, die zweite an diesem
Tag, aus dem Fenster warf und dabei nur knapp einen vorbeilaufenden
Passanten verfehlte.
Kizu war sturzbetrunken.
Yuri zuckte zusammen, als sein Vater lauthals nach ihm schrie:
"Yuri, du verdammter Hurensohn, wo hast du mein Bier versteckt?!
Komm endlich her und mach mir mein Essen. Wenn du nicht bald
kommst, dann schlag ich dir die Fresse ein!! Yuri, hast du meinen
Whisky mitgebracht?! "
Yuri hatte den Whisky geholt. Alle in dem kleinen Laden zwei Straßen
weiter hatten ihn schief angesehen als er die Flasche dem Verkäufer gezeigt hatte.
Als er aus dem Laden ging, hörte er noch den Verkäufer sagen:
"Armer Junge, jetzt muss er schon den Alkohol für seinen Vater holen.
Hoffentlich unternimmt das Jugendamt etwas gegen diesen miesen Kerl,
schließlich misshandelt er den Jungen auch. Der ist ja nur noch betrunken."
Alle in Navel kannten seinen Vater.
Das 1000-Seelen Städtchen war eine Vorstadt von Angeltown, der
schönsten Stadt auf ganz Swep.
Allein von diesen 1000 Menschen waren 300 Kinder.
Sie alle gingen auf die Navel-School. Nicht viele dieser Kinder lebten in
armen Verhältnissen, aber Yuri war einer davon.
Er und sein alkoholsüchtiger Vater wohnten in einem Wohnwagen.
Sie lebten von Sozialhilfe.
Sein Vater wollte sich keine Arbeit suchen, stattdessen blieb er den
ganzen Tag im Wohnwagen, trank mehrere Bier- und Whiskyflaschen
leer und im Rausch begann er immer seinen Sohn zu misshandeln, sobald
dieser aus der Schule kam.
Yuri besaß keine Freunde. In der Schule wollte niemand mit ihm etwas zu
tun haben.
Er war einer der besten Schüler und hatte trotz der Misshandlungen
immer alles gemacht, was man ihm aufgab.
Oft war es so, dass er nicht genug Geld hatte um sich genügend Schulmaterial
zu kaufen.
Da sein Vater nicht arbeiten wollte, versuchte er so gut wie es eben ging,
Geld zu verdienen.
Yuri ging auf den Strich. Kein Schüler wusste davon, auch sein Vater nicht.
Nur einige Lehrer wussten es, denn sie waren seine Kunden.
Sie nutzten Yuris Lage schamlos aus und gaben ihm nichteinmal
genügend Geld.
Für jede Nacht, die er mit einem Mann oder einer Frau verbrachte,
bekam er gerademal 12 Scheps.
Dafür konnte er sich nichteinmal ein ganzes Brot leisten.
So kam es, dass er manchmal in einer Nacht mehrere Kunden
befriedigen musste. Denn es gehörten nicht nur Lehrer zu seinen
Peinigern. Sogar Familienväter beziehungweise -mütter schliefen mit ihm.
Kaum hatte Yuri den Wohnwagen betreten, bekam er schon den ersten
Schlag ins Gesicht.
Der Junge stürzte zu boden.
Glas klirrte.
Er war auf die Whiskyflasche gefallen und hatte sie kaputtgemacht.
Kizu riss dem verwirrten Jungen seine Schultasche von den Schultern
und wollte ihn mit einem seiner Bücher schlagen.
Yuri wollte aus dem Wohnwagen rennen, als Kizu schon ein Buch auf
den Rücken des Kindes schlug. Immer wieder schlug er auf den Jungen
ein.
Bis er seine Wut ausgelassen hatte. Er stieß Yuri aus dem Wohnwagen
und brüllte:
"Besorg mir bloß schnell eine neue Whiskyflasche, sonst kannst du froh
sein, wenn ich dich nicht umbringe!!!!"
Daraufhin schlug er die Tür des Wagens zu und ließ Yuri einfach liegen.
Als Yuri seine Augen öffnete begann es bereits zu dämmern.
Er stand auf.
Er schwankte und sein Rücken tat höllisch weh.
Aber er ging trotzdem zu dem Laden, in dem er heute den Whisky für
seinen Vater gekauft hatte.
Er musste für Kizu eine neue Flasche besorgen.
Auf dem Weg zu dem Laden starrten ihn alle Leute an.
Das Blut in seinem Gesicht verunstaltete ihn.
Als er den Laden betrat zog er alle Blicke auf sich.
Er schämte sich dafür, wie er aussah. Aber er konnte nichts dafür.
Schnell holte er die Flasche, bezahlte und verschwand.
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Als Yuri wieder am Wohnwagen ankam, stand eine große, schwarze
Limousine vor dem Wagen.
Er hörte Gelächter.
Yuri klopfte.
Kurz darauf öffnete ihm sein Vater die Tür. Er schob seinen Sohn durch die Tür.
"Viel Spaß.", sagte er lachend und schloss die Tür.
Yuri erschrak, als er drei Männer in Anzügen vor sich stehen sah.
Sie sahen ihn lustvoll an.
Einer von ihnen kam auf ihn zu. Er legte seine Hände an seine Hüfte.
"Würde sich gut machen, der Kleine. Sein Vater bräuchte sich keine Sorgen
um ihn zu machen. Er hätte ihn immer im Auge."
Daraufhin öffnete der Mann den Reisverschluss von Yuris Jeans.
Der Junge fühlte sich unbehaglich, als der Mann ihm an die Genetalien griff.
Er lachte und drückte noch fester zu.
Yuri wollte schreien, doch er bekam kein Wort heraus. Er hatte einen Klos im Hals.
Warum taten sie das?
Die anderen Männer kamen hinzu und begannen den Jungen überall zu berühren.
"Das gefällt dir, was? Ich tue dir einen Gefallen, Kleiner. Ich werde dich
zu einem Edelstricher erziehen.", sagte der größte der Männer.
Er musste ein Zuhälter sein. So sah er jedenfalls aus. Und auch seine Art veriet es.
Plötzlich traf Yuri ein harter Schlag am Hinterkopf und er brach zusammen.
Die Männer brachten den bewusstlosen Jungen in die Limousine, in der bereits Kizu wartete.
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Zwei Jahre später
Takuro Sukano fuhr mit seinem Wagen durch die Straßen.
Überall standen sie.
Wie er sie doch hasste.
Es war erschreckend, wieviele es von ihnen gab.
Man sollte sie einfach alle erschießen und ihre Körper verbrennen,
so wäre man sie endlich los und sie würden nie mehr diese Stadt verunstalten.
Seit er vor einem Jahren von dreien ausgeraubt und halbtot geschlagen wurde,
verabscheute er diese Menschen.
Noch heute spürte er die Folgen dieses Zusammentreffens.
Sie konnte man nicht einmal als Menschen bezeichnen.
Huren und Stricher waren nichts wert.
Takuro war im Rotlichtmilieu sehr gefürchtet.
Er hatte schon oft Stricher verprügelt und auch getötet, denn besonders
gegen sie richtete sich sein Hass.
Doch leider musste er jemanden finden, der gegen Kizu Mamuko aussagte.
Vor zwei Jahren war dieser Kerl hier aufgetaucht. Und seitdem
hatte er schon sehr viele Menschen gefoltert, vergewaltigt oder gar getötet.
Er wütete in dieser Stadt als würde sie ihm gehören.
Doch ihm gehörten nur einige Tanzbordelle.
Mamuko war ein reicher Zuhälter.
Und Takuro war sich ganz sicher eine Hure oder einen Stricher aufzugabeln,
der etwas gegen diesen Kerl aussagte.
Denn Kizu Mamuko misshandelte sicher auch seine Stricher.
Es wurde erzählt, dass er sogar seinen eigenen Sohn dazu zwang auf den
Strich zu gehen, aber Takuro bezweifelte dies stark.
Er konnte sich nicht vorstellen, dass ein solcher Mensch ein Kind zeugen könnte.
Takuro hielt am Straßenrand und stieg aus.
Er lief auf dem Gehweg entlang und steuerte zu einigen Huren hinüber,
als er aus einer Gasse leises Wimmern hörte.
Er ging auf das Schluchzen zu und entdeckte ein Mädchen.
Sie hockte zusammengekauert zwischen einigen Mülltonnen.
Langsam näherte er sich dem Kind.
Als dieses ihn entdeckte, wich es zurück.
Takuro lies sich nichts anmerken und kam immer näher.
Schließlich zog er es zwischen den Mülltonnen hervor, hob es hoch und
brachte es in sein Auto.
Die Kleidung des Mädchens hing nur noch in Fetzen von dessen Haut.
Sie hatte einige Schnittwunden und auch Blutergüsse, die auf Schläge
hindeuteten. Es zitterte am ganzen Körper und schien nicht damit
aufzuhören, leise zu schluchzen.
Sie war wirklich schön. Sie hatte schulterlange schwarze Haare.
Ihre Augen waren grasgrün. Sie war dünn und hatte deswegen keine Brust.
Takuro fuhr zu sich nach Hause.
Dort brachte er das Mädchen ins Badezimmer.
Und setzte es auf den Boden.
Er lies heißes Wasser in die Badewanne ein.
Währenddessen blickte sich das Mädchen im Raum um.
Die Wände waren mit blauen Fliesen verkleidet. Und auch die restlichen
Dinge in diesem Raum waren ausschließlich blau. Sogar der Bademantel hatte einen
bläulichen Ton.
Takuro begann vorsichtig die Kleidung des Mädchens von ihrem Körper zu lösen.
Als er die Hose öffnete erschrak er.
Dieses Mädchen war eigentlich ein Junge, der so feminin aussah, dass man ihn
auf den ersten Blick für ein Mädchen halten konnte.
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Yuri wusste nicht, warum dieser Mann auf einmal so ein entgeistertes
Gesicht machte.
Hatte er ihn für ein Mädchen gehalten und gehofft, er könne sie verführen
und mit ihr schlafen?
Er sah beschämt zu boden.
Er hatte dem Mann nichts kaputtmachen wollen.
Doch aufeinmal hob der Mann ihn hoch und setzte ihn in das dampfende Badewasser.
Es tat so gut.
Die Wärme durchflutete seinen Körper.
Solch ein wunderbares Gefühl hatte er noch nie gehabt.
Der Mann wusch sanft den Schmutz von seinem Körper.
Er saß auf dem Rand der Wanne genau in Yuris Kopfhöhe.
Er hatte sich bis auf die Boxershorts ausgezogen, wahrscheinlich
weil er seine Kleidung nicht nassmachen wollte.
"Ich heiße Takuro, und du?", fragte er ruhig.
Was sollte Yuri jetzt antworten?
Sollte er seinen richtigen Namen oder seinen Spitznamen verraten?
Er wusste nichts über diesen Mann und konnte nicht wissen, wie er
darauf reagieren würde, wenn er ihm sagte, dass er ein Stricher war.
Yuri antwortete nicht.
Er wollte ihm nicht sagen, wie er hieß.
Er vertraute ihm nicht, noch nicht...
"Das haben dir Stricher angetan stimmts? Diese Schweine schrecken
nicht einmal davor zurück hilflose Kinder zu überfallen!"
Yuri erschrak.
Dieser Mann hasste Stricher abgrundtief.
Jetzt war er froh darüber, Takuro nichts von ihm erzählt zu haben.
"Weißt du, warum ich Stricher und Huren so hasse?"
Yuri schüttelte den Kopf.
"Weil mich drei Stricher vor zwei Jahren ausgeraubt und brutal zusammengeschlagen haben."
Sein Hass war wohl deswegen so besonders gegen Stricher gerichtet.
Yuri fiel ein Bericht aus einer Zeitung ein.
Es war beschrieben worden, dass ein Polizist brutal überfallen worden
war und deswegen im ganzen Stricherviertel nach drei Tätern gesucht wurde.
Man hatte drei junge Männer verhaftet.
Yuri hatte sie ein wenig gekannt.
Sie sind es nicht gewesen und hatten sogar ein Alibi und Zeugen, aber niemand
glaubte ihnen.
Schließlich waren sie Stricher.
So verurteilte man sie zum Tode.
Sie wurden unehrenvoll liquidiert, verbrannt und ihre Asche wurde
in eine Mülltonne geschüttet.
Yuri entschloss sich, doch seinen Namen zu verraten.
Er wollte, dass dieser Mann sah, dass Stricher durchaus freundlich sein konnten.
"Ich heiße Yuri.", sagte er leise.
"Das ist ein schöner Name. Meine Mutter hieß auch Yuri."
"Habt ihr mich für ein Mädchen gehalten?"
"Ja, hab ich. Du siehst sehr feminin aus, finde ich. Und das
macht dich wahrscheinlich auch so hübsch. Diese Stricher
waren sicher nur neidisch auf dich..."
"Es sind keine Stricher gewesen.", unterbrach er den Polizisten leise.
"Was?!"
Takuro schien sehr erschrocken über diesen
Satz. Er hob Yuri aus der Wanne und setzte ihn auf seinen Schoß.
Er ließ sich nicht davon stören, dass Yuri nass war. Fragend blickte er den Jungen an.
"Es sind normale Männer gewesen. Sie haben mich wohl für einen Stricher
gehalten. Ich hatte mich verlaufen und wollte eigentlich jemanden fragen,
ob er mir den Weg zu mir nach Hause beschreiben kann, aber diese Männer
haben mir nicht geantwortet. Stattdessen haben sie mich in die Gasse gezerrt
und...und..."
Yuri weinte.
Takuro drückte sanft den zierlich Körper an sich.
Er spürte, wie der Junge sich näher an ihn presste.
Der Junge schien sich sehr nach Wärme zu verzehren, er hungerte
förmlich nach Liebe und dem Gefühl von Geborgenheit.
Was in aller Welt war diesem wunderschönen Jungen widerfahren?
"Einige...Stricher wollten...wollten mir...sogar helfen, aber...aber...sie
hatten gegen...gegen die Männer...keine...Chance.", schluchzte der zierliche Junge.
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Nachdem Takuro den niedlichen Jungen in sein Bett gebracht hatte,
hatte er noch einige Zeit neben ihm gesessen und ihn beobachtet, wie er
schlief.
Danach war er selbst unter die Decke geschlüpft und eingeschlafen.
Ein lauter Schrei riss Takuro aus dem Schlaf.
Yuri!
Der kleine Junge musste wohl einen Albtraum haben.
Er wälzte sich in dem Bett hin und her, schrie und weinte.
Takuro hielt den Kleinen fest.
Versuchte ihn aufzuwecken.
Als Yuri die Augen öffnete schien er Takuro nicht zu erkennen.
Erst langsam kam die Erinnerung an den vergangen Abend zurück.
Der Junge schniefte, dann lehnte er sich an Takuros Brust.
"Ich wollte euch nicht aufwecken."
"Das ist schon in Ordnung. Du hattest einen Albtraum."
"Warum interessiert euch das? Wieso helft ihr mir und lasst mich
sogar bei euch schlafen?"
"Weil du nun einmal Hilfe brauchst, deswegen. Man hat dir etwas
schreckliches angetan und dafür kannst du noch nicht einmal etwas.
Warum sollte ich dir nicht helfen wollen, hmm?"
Yuri antwortete nicht.
Es war so seltsam, dieser Mann interessierte sich für ihn.
Er machte sich sogar Sorgen!
Das hatte noch nie jemand getan.
Niemand, außer Silver.
Silver war sein einiziger Freund.
Er hatte ihn damals "ausgebildet".
Er hatte ihm alles beigebracht, was er wissen musste.
Hatte ihm gezeigt, wie man einen anderen richtig befriedigte, wie man sich
richtig verhielt.
Sicher musste Silver jetzt seine Arbeit übernehmen, dabei hatte er doch so
schon viel zu tun.
Er musste wieder zu ihm.
Aber wie sollte er das Takuto erklären?
Schließlich hasste dieser Mann solche Geschöpfe wie ihn.
Er wäre in den Augen des Polizisten weder Mensch noch sonst irgendetwas,
dass einen Wert besäße, wenn er seine wahre Indentität preis geben würde.
Und das wollte Yuri nicht.
Er wollte doch nur ein schönes Leben führen, mehr nicht.
Aber niemand schien das zu interessieren.
Nicht einmal seinen eigenen Vater.
Kizu war auch noch sein Zuhälter.
Sooft hatte dieser Mann ihn schon verprügelt oder vergewaltigt, dass er sich nicht
einmal mehr erinnern konnte, ob es jemals anders gewesen war.
Und trotzdem war Yuri immer freundlich und hilfsbereit gewesen.
Er hatte sich nie über irgendetwas beschwert.
Aber dennoch hatte sich niemand für sein Schmerzen interessiert.
Niemand, außer Silver.
Silver hatte ihn immer in den Arm genommen, ihn getröstet und seine Wunden
gepflegt.
Er hatte dies auch immer für seinen Freund getan.
Viele Menschen dachten, dass Stricher soetwas wie Freundschaft oder Liebe
gar nicht kannten.
Sie wurden nichteinmal als Menschen angesehen.
Es wäre schließlich eine Schande, wenn solche Geschöpfe, wie Stricher und
Huren es nun einmal waren, zu ihrer Rasse gehört hätten.
Yuri musste wieder zu dem Bordell, indem er arbeitete.
Er würde sonst großen Ärger bekommen, das war sicher.
Und er wollte nicht, dass Silver wegen ihm noch mehr arbeiten musste.
Aber er hatte Angst.
Angst davor, was Takuro tun würde, wenn er erfuhr, wer Yuri wirklich war.
Yuri holte seinen ganzen Mut zusammen.
Vorsichtig und leise begann er zu sprechen:
"Ich...ich muss euch etwas sagen."
"Um was geht es? Du musst doch keine Angst vor mir haben."
Takuro lächelt seinen hübschen Gast an.
Es musste etwas sein, was diesem engelsgleichen Geschöpf sehr schwer
fiel zu sagen.
Er konnte in den grünen Augen ablesen, dass Yuri Angst hatte. Aber wovor?
"Ihr müsst mir versprechen, dass ihr mir nicht wehtut und ihr mich ausreden lasst."
"Ich verspreche es. Hoch und Heilig. Großes Polizistenehrenwort."
Dabei hob der Polizist seine Hand und zeichnete ein Kreuz auf seiner Brust nach.
"I..ich...ich war nicht nur zufällig dort im Bordellviertel. Ich hatte mich
nicht verlaufen. Diese Männer, das waren keine Diebe oder Verbrecher.
Das waren....waren...Kunden. Ich bin..ein...Stricher, nichts weiter. Ich wollte
euch ganz sicher nicht täuschen oder irgendetwas tun, was euch nicht gefällt.
Ich hätte nicht gedacht, dass irgendwer mich dort in der Gasse beachtet. Bitte,
vergebt mir!Ich wollte wirklich nichts Unrechtes tun."
Ängstlich schloss Yuri seine Augen, wartete auf einen Schlag oder
auf Beschimpfungen, aber da kam nichts.
Vorsichtig blickt er auf..........und starrte in das schockierte Gesicht
des jungen Polizisten.
"Das...das kann nicht sein! Du lügst! Du bist niemals ein Stricher!"
"Und wie kommt ihr darauf?"
"Du bist viel zu lieb und zu hübsch! Du kannst kein Stricher sein!"
"Glaubt ihr wirklich, dass Stricher keine Gefühle haben oder keine
Manieren? Denkt ihr, dass es einfach ist, sich Tag für Tag an irgendwelche
sexistischen Schweine zu verkaufen und alles zu tun, was von einem
verlangt wird? Glaubt ihr das wirklich?"
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/Er ist also ein Stricher.\
Takuto war geschockt. Niemals hätte er gedacht, dass Yuri ein Stricher war.
Nun ja, die Art, wie der Junge ihn angeredet hatte, war schon etwas seltsam für
einen Jungen seines Alters.
Wer sprach heute noch in solch einer höflichen Form mit einem anderen,
selbst die Senioren benutzten diese Anrede nicht mehr.
Aber Yuri hatte sie beibehalten, selbst nachdem Takuto ihm den Namen gesagt
hatte, war er bei der Höflichkeitsform geblieben.
Er schien wirklich gute Manieren zu haben.
Wahrscheinlich hatte man sie ihm beigebracht.
Es musste wohl vorgeschrieben sein.
Plötzlich musste er sich an die Stricher erinnern, die ihn
zusammengeschlagen hatten.
Sie hatten sich sogar noch viel schlimmer als Yuri verhalten.
Sie hatten sich damals vor den Augen von über einhundert Leuten
vor seinen Füßen auf den Boden geworfen und ihn um Verzeihung ANGEFLEHT.
Aber er hatte keine Gnade gezeigt. Er war dabei gewesen, als
man sie noch im Gericht erschossen und gleichdarauf auf dem Marktplatz
verbrannt hatte.
Die Leute hatten gefeiert, hatten sich darüber gefreut, dass es ein paar
Stricher weniger gab.
Langsam begann Takuto daran zu zweifeln, ob die Dinge, die über Stricher
und Huren bekannt waren, auch wirklich der Wahrheit entsprachen.
Ein Gefühl von Mitleid stieg in ihm auf.
Wie alt war Yuri eigentlich?
12?
13?
Sicher nicht älter.
"Entschuldigung?"
Was wollte denn Yuri jetzt?
"Was ist denn?"
Die Worte klangen böse und Yuri wich sofort ein Stück zurück.
Mit leiser Stimme trug er seine Bitte vor:
"Würdet ihr mich wieder zurückbringen? Ich muss zurück zum Bordell."
"Ach jetzt, wo du meine Freundlichkeit ausgenutzt hast, kannst du wieder
gehen, ja? Denkst du vielleicht, ich lasse mich von jemanden wie DIR ausnutzen?!
Ihr Stricher seid doch alle gleich!! Nichts als miese kleine DRECKSSCHWEINE!!"
Takuto wusste nicht, woher die Wut aufeinmal kam, wo er doch vorher noch
Mitleid mit Yuri gehabt hatte.
Aber irgendwo tat es wirklich gut, seine Wut an diesem kleinen Wesen auszulassen.
/Ich glaube jetzt weiß ich, warum meine Kollegen immer von Strichern
und Huren schwärmen! Es macht einfach unglaublig viel Spaß ihnen wehzutun!!\
Böse grinsend bewegte er sich auf Yuri zu. Dieser sah ihn mit panikgeweiteten
Augen an.
Leises Wimmern rang sich aus der kleinen Kehle des Jungen.
"Bitte nicht..."
Aber Takuto war nicht mehr aufzuhalten..........
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Ende Part 1
Ätsch ich bin fies ich weiß. Eigentlich wollte ich noch
gar nicht aufhören, aber mir is einfach nichts mehr eingefallen!!
Sorry!!
Hoffe euch hat es gefallen!!