Why does he love him

Why does he love him? - Kapitel IV 

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Hayao fühlte sich wie gerädert, als er gegen Mittag erwachte. Mit einem 
dumpfen Pochen im Kopf taumelte er zur Dusche, zerrte sich die Klamotten 
vom Leib und ließ ohne mit der Wimper zu zucken das eiskalte Wasser auf 
sich niederprasseln. Sein ganzer Körper schmerzte, aber die Kälte 
verschaffte ihm auch keine Linderung. Hayao drehte das heiße Wasser dazu 
und wusch sich lang und ausgiebig.

Es war so ekelhaft gewesen! Er hatte die beiden Jungs, bei denen Yuki und 
er gewesen waren, nur flüchtig gekannt, aber sein erster Eindruck von 
damals hatte sich bestätigt: Sie waren brutal und rücksichtslos - genauso 
wie dieser Michiru, bei dem Yuki anscheinend öfters mal "vorbeischaute." 

Als er fertig mit Duschen war, betrachtete Hayao ausgiebig seinen ganzen 
Körper im Spiegel. Nein, man sah ihm die vergangene Nacht nicht an! Aber 
innerlich war etwas in ihm gestorben, als einer dieser beiden Jungen in ihn 
eingedrungen war und ihm dabei mehrmals mit der Faust auf den Kopf 
geschlagen hatte. Trotz der Tablette, die er von Yuki erhalten hatte, war 
er nahe einer Ohnmacht gewesen. Die Schmerzen hatten ihn beinahe zerrissen!

Und dann war es vorbei gewesen... Der Junge - Hayao konnte und wollte sich 
nicht an seinen Name erinnern - hatte sich erschöpft neben ihn fallen 
lassen und war einige Minuten schwer atmend liegen geblieben. Dann hatte er 
ein dreckiges Grinsen aufgelegt und gemeint, dass er sich schon aufs 
nächste Mal freuen würde.

Hayao schüttelte es bei dem Gedanken daran. Wie war er nur auf diese 
irrsinnige Idee gekommen, mit Sex sein Geld zu verdienen? Was interessierte 
ihn das Leben von ein paar Katzen, wenn er sein eigenes dafür zerstörte? 
'Aber Yuki tut es auch nur deswegen', schoss es ihm durch den Kopf. Hayao 
ließ sich auf die Knie sinken. Ein paar Tränen liefen seine Wangen 
hinunter, aber er machte sich nicht die Mühe, sie wegzuwischen...


"Du machst es also wirklich, ja?" Hayao hob müde den Kopf, als Hideki nach 
einer Woche plötzlich vor ihm stand. Sein Blick war strafend und bedauernd 
zugleich, aber das war Hayao egal - im Moment war ihm so ziemlich alles 
egal! Er senkte den Kopf, als ihn die Sonne in Hidekis Rücken blendete. 
"Von dir hätte ich so etwas, ehrlich gesagt, nicht erwartet, Yuki." Hidekis 
Stimme klang kalt. "Nimmst du auch diese Drogen?"

"Welche Drogen?", fragte Hayao mit tonloser Stimme. "Ach so... Meinst du 
die hier?" Er hielt dem Athleten eine kleine Schachtel mit den weißen 
Schmerztabletten von Yuki hin. Hideki schlug sie ihm wütend aus der Hand.

"Weißt du eigentlich, was das für ein Teufelszeugs ist, Hayao?", fragte er 
scharf. "Du bist ein Sportler, Junge! Ein SPORTLER! Das Zeug wird dich 
umbringen." Hayao zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Mach doch was du 
willst", meinte Hideki verächtlich. "Du bist von allen Wettkämpfen 
disqualifiziert. Und wunder dich nicht, wenn Frau Wataru auf dich 
aufmerksam wird, Hayao. Du siehst aus, als wärst du seit Tagen tot!" Mit 
diesen Worten verließ er den ehemals besten Sprinter des Waisenhauses.


"Heute wird's ein ruhiger Abend für dich, Kleiner", wurde Hayao von Yuki 
begrüßt, als er das Zimmer betrat. "Du musst dich um Michirus 
Zimmernachbarn kümmern." Er grinste. "Der Bursche ist nämlich noch ziemlich 
unerfahren."

Hayao nickte. Michirus Zimmernachbarn? Ja, den hatte er schon einmal 
gesehen! Seinen Namen kannte er zwar nicht, aber es hieß, dass Michiru ihn 
wegen seinem Schwulsein verprügelt und vergewaltigt hatte. Allerdings blieb 
es bei diesen Gerüchten, denn der Junge hatte nie Meldung gemacht.


Am Abend fühlte sich Hayao schon besser. Die drückenden Kopfschmerzen waren 
wie weggeblasen, denn die Wirkung der Tabletten waren endlich verraucht. 
Das hieß... nur, bis er die nächste nehmen würde! "Scheiße!" Hayao schlug 
sich mit der flachen Hand vor die Stirn. Die Tabletten! Sie lagen noch 
immer auf dem Rasen - dort, wo Hideki sie angewidert hingeschlagen hatte. 
Aber wahrscheinlich brauchte er sie diesmal eh nicht.

Taka hieß der Junge, mit dem Hayao heute die Nacht verbringen sollte. Er 
war noch eine Spur schmächtiger als Hideki, hatte rote, strubbelige Haare 
und Sommersprossen im Gesicht. "Niedlich!", war Hayaos erster Gedanke, als 
er ihn erblickte. Takas Augen blickten ihn unsicher an.

Michiru und Yuki zogen sich schnell in ihr eigenes Zimmer zurück, während 
Hayao bei Taka bleib. Der schaute verlegen auf den Fußboden, als Hayao wie 
gewohnt anfing, sich auszuziehen. "R-reicht es auch, wenn du das Geld 
einfach so nimmst?", fragte Taka plötzlich und hinderte Hayao beim 
Ausziehen, indem er seine Hand festhielt. "Bitte... ich möchte das nicht!"

"Aber ich dachte..." Hayao fummelte unschlüssig an seinem Hemd herum.

Taka schüttelte mit schimmernden Augen den Kopf. Weinte er? "Michiru will, 
dass ich etwas bei dir lerne", sagte er leise. "Aber er ist ja nicht hier."

"Wenn du willst", meinte Hayao verblüfft. "Und was wollen wir dann die 
ganze Nacht machen?"

Die Antwort war schnell gefunden: Sie spielten Go und verschiedene 
Kartenspiele, tranken Tee und lachten viel. Hayao genoss den Abend wie 
schon lange nicht mehr, und auch Taka blühte zusehends auf. Irgendwann kam 
dann schließlich doch der Morgen und Hayao verabschiedete sich bei Taka mit 
einem auf die Wange gehauchten Kuss, während dieser ihm einen Briefumschlag 
mit dem versprochenen Geld zusteckte. "Bis irgendwann", flüsterte er.


"Und, wie war's?" Yuki musterte Hayao neugierig, der lächelnd vor ihm 
stand. Die Nacht musste seinem Freund unheimlich gut bekommen sein, denn er 
hatte ihn schon lange nicht mehr so glücklich gesehen.

"Wunderbar", antwortete Hayao und reichte Yuki den Briefumschlag. Dieser 
öffnete ihn, gab ein Drittel des Geldes an Hayao und steckte den Rest ein.

"Da werden sich die Kleinen aber freuen", meinte Yuki lächelnd. "Ich fahre 
gleich in die Stadt und besorge Futter. Bis nachher." Er nickte Hayao 
aufmunternd zu und schlüpfte in seine schwarze Lederjacke. Als er in der 
Tür stand, drehte er sich noch einmal um und lächelte. "Ich wollte es dir 
eigentlich erst nachher sagen, aber: Wir haben unseren ersten Stammgast! 
Michiru will, dass wir ab jetzt jeden zweiten Tag vorbeischauen. Ist das 
nichts?" Er pfiff fröhlich durch die Zähne und ließ die Tür lautstark ins 
Schloss fallen. Damit hatte er wahrscheinlich das ganze Haus geweckt...


Als sie das vierte oder fünfte Mal bei Taka und Michiru waren - Hayao 
zählte nicht so genau mit, da seine Gedanken zur Zeit bei Yuki waren, um 
dessen Gesundheit er sich ernsthafte Sorgen machte - fielen ihm sofort die 
blauvioletten Flecke auf Takas Kinn und seiner linken Wange auf. Dennoch 
ließ er sich erstmal nichts anmerken und wartete, bis Michiru zusammen mit 
Yuki verschwunden war. Doch dann hielt er es nicht mehr aus: "Es stimmt 
also doch, ja?", fragte er aufgebracht. "Michiru schlägt dich!"

Taka nickte und Hayao sah ihm an, dass er sich dafür schämte. "Es ist aber 
nicht so schlimm, wie's aussieht", beruhigte er ihn.

"Nicht so schlimm?" Hayao trat einen Schritt näher an Taka und schob ihn 
unsanft vor den großen Spiegel, der im Zimmer hing. "Das nennst du 'nicht 
so schlimm'? Sieh dich doch mal an!" Er fasste Takas Kinn und hob den Kopf 
des Jungen, damit dieser sich seinem Spiegelbild stellte. Taka zuckte 
gepeinigt zurück und Hayao tat seine Grobheit sofort wieder Leid.

"Es.. tut höllisch weh", murmelte Taka zerknirscht. "Aber wenn ich das 
zugebe, dann schlägt Michiru gleich noch einmal zu."

"Und wofür war es diesmal?" Bei Hayaos Frage schoss Taka die Röte ins 
Gesicht. Er starrte Hayao wortlos an, obwohl sich seine Lippen kurz 
bewegten, als würde er zur Antwort ansetzen wollen. 

Schließlich antwortete er aber doch, wenn auch kaum hörbar: "Er meinte, ich 
sei noch immer zu verweichlicht... beim Sex. Außerdem war er betrunken."

Hayao sog ungläubig die Luft durch seine Zähne. Bevor er jedoch etwas 
darauf antworten konnte, stürmte Michiru plötzlich ins Zimmer. "Scheiße!", 
fluchte er. "Hayao, komm mit! Yoshiyuki ist zusammengebrochen." Sofort 
wirbelte Hayao herum und rannte aus dem Zimmer. Michiru und Taka folgten 
ihm. "Nicht dort lang!", brüllte Takas Zimmernachbar, als Hayao in die 
Richtung lief, wo der Flur zu seinem Zimmer lag. "Nach oben!" Hayao 
stutzte, verlor dann aber keine Zeit und nahm zwei Stufen der Treppe auf 
einmal, bis er vor der Tür zum Dachboden stand. 

Er öffnete mit einem Ruck die Tür und erblickte im Dämmerlicht Yuki, der 
regungslos auf dem Boden lag. Wütend drehte er sich zu Michiru um. "Warum 
hast du noch niemanden verständigt?", schrie er und seine Stimme überschlug 
sich fast. "Hol Frau Wataru, Fräulein Souchi, den Hausmeister - IRGENDWEN!"

"J-ja!" Michiru gehorchte ohne Widerrede bei Hayaos scharfen Worten.

"Yuki... YUKI!" Hayao klopfte ihm leicht auf die Wange. "Komm, sag etwas! 
YUKI!" Er schüttelte seinen Freund an den Schultern -

Und Yukis Augenlider bewegten sich!

"Komm schon!" Hayao gab ihm noch einmal einen leichten Klaps auf die Wange 
und Yuki öffnete die Augen. Sein Blick war gläsern und er schien Hayao 
überhaupt nicht zu erkennen. Gleich darauf sank er seufzend in Hayaos Arm 
zurück, der ihn krampfhaft hielt.

Hayao setzte schon wieder zu einem erneuten Wiederbelebungsversuch an, als 
Taka ihn unvermutet unterbrach: "Lass ihn, das bringt nichts!" Dem 
eiskalten Tonfall seiner Stimme folgte eine bedrohliche Stille. Hayao 
drehte sich um und entdeckte einen kleinen Gegenstand in Takas Händen.

"Was hast du da?", fragte er unsicher, als er Takas starren 
Gesichtsausdruck bemerkte. Sein Magen krampfte sich aus irgendeinem Grund 
plötzlich zusammen. Der rothaarige Junge kam näher und hielt Hayao die Hand 
hin. In ihr lag eine kleine Spritze, die noch zur Hälfte mit Flüssigkeit 
gefüllt war. Die Injektionsnadel blitzte unheilverkündend im schwachen 
Lichtschein auf, der durch die angelehnte Tür fiel.

"Heroin!", flüsterte Hayao erstickt. "Nein - das ist nicht wahr..."

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Ein ziemlich kurzer Teil, gomen! Aber ich habe jetzt keine Zeit mehr, um 
noch 
weiterzumachen.

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