Kapitel 10 - Ankunft im Schloss
Dann tauchte das Schloss am Horizont auf, es stand auf einem Berg, und nur ein schmaler, steiler Pfad führte zum Tor. ,,Na, Bedzhaa? Wie gefällt dir dein neues Zuhause?" Dain knurrte nur leise vor sich hin ,,Dreckiges Schwein!". Der Sarazene lachte laut und küsste Dain auf die Wange und flüsterte ihm zu: ,,Wenn du meinst, Süßer...". ,,So, Leute! Jetzt sind wir da! Lasst euch eure Zimmer zeigen und macht es euch bequem. Der Verwalter wird euch alles erklären und auch wer wann zur Burg hinaus darf. Die ganzen Sklaven sind noch da. Sie sind für euch tabu bis ich entscheide was mit ihnen passieren soll!" Jalal stieg ab und führte sein Tier den Weg hinauf. Das schwere Burtor wurde sofort heruntergelassen und der Verwalter begrüßte den neuen Burgherren überaus höflich. Jalal löste die Kette von seinem und Dains Handgelenk. Der Verwalter schaute sie beide etwas verwirrt an. Jalal lachte hart. ,,Nicht was du denkst, Haushofmeister. Er ist mein ... Leibdiener und Sklave. Nun, er und Morgan, der kleine Blonde dahinten dürfen niemals aus der Burg hinaus. Bitte lasst Bedzhaa in meine Gemächer bringen und sorgt dafür das es ihm an nichts fehlt, gebt Morgan, dem kleinen Blonden ein Zimmer ganz in meiner Nähe, lasst meinen Männer ihre Zimmer zeigen und lasst meine Tiere versorgen. Dann kommt zu mir in die große Halle um zu besprechen was zu tun ist." ,,Natürlich, Herr. Ich lasse alles ausführen." Jalal verschwand im Gebäude und der Haushofmeister winkte einem jungen Diener und beauftragte ihn Dain weg zu bringen. ,,Was ist mit Morgan?! Ich geh nicht ohne ihn!" ,,Der Blonde? Er wird ein Zimmer ganz in der Nähe des Herren und dir bekommen."
Dain wurde weggeführt und zu Jalals Gemächen gebracht. Der junge hübsche Diener mit den schulterlangen tiefschwarzen Haaren und den großen dunklen Augen, führte ihn durch die hellen Gänge durch das große, freundlich wirkende Schloss. ,,Du hast wirklich Glück." Dain schnappte nach Luft. ,,ICH? Ich soll Glück haben?!" Der junge Diener nickte. ,,Ja, du lebst mit dem Herren in großen Gemächern und musst ihn nur bedienen, nicht schwer arbeiten. Ausserdem nannte er dich seinen Leibdiener! Das ist die größte Ehre für einen Sklaven hier im Schloss. Nur die Schönsten, Geschicktesten und Treusten dürfen hoffen einmal als Leibdiener dienen zu dürfen." ,,Jalal zu bedienen ist Schwerstarbeit! Dieses verdammte Drecksschwein." Der Diener starrte ihn an. ,,Bist du verrückt?! Wenn das dein Herr hört! So abfällige Rede und dann auch noch den Vornamen benutzen! Dafür hätte dich der vorherige Herr verprügeln lassen." Dain schnaubte. ,,Soll er doch. Ihm hab ich´s auch schon Hundertmal gesagt. Jalal ist ein Schwein." Der Diener starrte ihn an und schüttelte den Kopf. ,,Ich versteh dich nicht! Ich wäre überglücklich wenn der Herr mich auswählen würde ihm als einer seiner persönlichen Diener dienen zu dürfen. Aber dafür bin ich leider nicht schön genug. Du bist sogar sein Leibdiener! Warum sprichst du so hässlich über unseren Herren?" Dain wurde rot. ,,Weil er fies zu mir ist! Ausserdem... fasst er mich...sehr... unzüchtig an." Der Diener sah so aus als würde er gleich in Ohnmacht fallen und starrte Dain mit riesigen Puppyeyes an. ,,Er nimmt dich sogar?! Wow! Du musst wirklich was Besonderes sein! Soviel Glück zu haben!" Dain wurde rot vor Wut. ,,Sag mal, HAST DU NUR SCHEISSE IM KOPF?! Jalal befummelt mich und du sagst ich hätte GLÜCK?! Wenn du so scharf auf Jalal bist kannst DU dich ja von ihm betatschen lassen!!!" Der Diener starrte ihn belustigt an. ,,Weisst du was, Bedzhaa? Das wäre das Schönste was ich mir vorstellen kann. Ich bin nur ein einfacher Hausdiener, hier im Schloss geht es uns zwar wirklich sehr gut, wir bekommen genug zu essen, Kleidung und sogar Schuhe. Aber es gibt einige unter uns die Positionen einnehmen die so hoch oben stehen das sie von uns Einfachen sehr beneidet werden. Und etwas höheres als der persönliche Leibdiener des Herren kann kein Sklave werden. Ich beneide dich wirklich." Dain guckte bloss angeekelt. ,,Mann! Wenn hier alle so´ne Scheisse verzapfen halt ich es hier nicht lange aus." Der Diener schüttelte nur verwundert den Kopf. ,,So, hier sind die Zimmer. Sie wurden schon gesäubert für die Ankunft des Herren." Dain trat vorsichtig ein. ,,Huha!" Er sprang gleich wieder zurück und lehnte sich gegen die Wand. Der Diener schaute ihn verwundert an. ,,Was ist?" ,,Da... da an der Wand!" Der Diener schaute und nickte. ,,Diese Ketten hat der vorige Herr anbringen lassen." In die Wand waren mehrere kleine, starke Eisenringe eingelassen und an ihnen hingen alle möglichen Fesseln und Ketten. ,,Mein Gott!" Der Diener lachte. ,,Ja... Der alte Herr hatte seine Freude mit diesen Dingern... Wenn du weiter so sprichst probiert er sie vielleicht mal an dir aus." Dain betrat das Zimmer und sah sich um. Es gab 6 große Fenster vor denen ganz feine Gardinen hingen. Er zog sie Zurück und betrachtete das Gitter davor das das Fenster in vier Teile unterteilte. ,,Mist, das sieht narrensicher aus." ,,Absolut unmöglich hier rauszukommen, Bedzhaa." Der Diener zuckte die Schultern. ,,Ich mach die Tür zu. Der Herr kommt bald." ,,Hrmpf." Der Diener schloss die schwere, dicke, höchstwarscheinlich schalldichte Tür. Dain blickte sich um. Eigentlich wirkte das Zimmer recht freundlich. Es war sehr groß, an einer Wand war ein offner Kamin angebracht und das große, frisch bezogene Bett stand der Wand mit den Ketten gegenüber auf einer Erhöhung. Ausserdem war es taghell im Zimmer durch die Fenster und nicht so dunkel wie in dem Schloss seines Vaters zuhause. Der Boden war mit Fellen bedeckt und an den Wänden hingen Teppiche und Tücher. Dain überlegte ob hinter den Tüchern vielleicht eine Geheimtür versteckt war und streifte die Wände ab. An der Wand gegenüber den Fenstern liess sich ein türgroßer Vorhang beiseite schieben. Er zog ihn ganz zurück. Ein großes sonnendurchflutetes Bad das mit ganz flachen, glatten, ockerroten Steinplatten ausgelegt war. Das besondere war aber ein großer, künstlicher Teich der halb mit klarem Wasser gefüllt war. (Anm. Dain kennt keine Badewanne die im Boden eingelassen ist und ungefähr 4x4 meter groß ist) Er war wohl so tief das das Wasser Dain bis zur Brust ginge wenn der ganze Teich voll wäre und im Wasser war eine steinerne, ockerrote Liege angebracht auf der man wohl gemütlich im Wasser liegen konnte. Die weissen Wände waren mit wunderhübschen Ornamenten bemalt und der ganze Raum wirkte wunderschön und hell, so wie auch der Hauptraum. ,,Wow!" Dain war beeindruckt. An der Wand war auch eine Art Stuhl aus Stein dessen Sitzfläche mit einem Deckel bedeckt war. (Anm. *lol* Sprich: Klo. *Autorin schüttet sich aus vor Lachen*) Dain starrte das Ding an und hob dann den Deckel an. Es sah aus wie eins der Plumpsklos das zuhause in den Burgen an den Burgmauern angebracht war. ,,Ist wohl die arabische Variante eines Plumpsklo." Dain verliess den Raum und sah sich nochmal im Zimmer um. Dann stellte er sich mit dem Rücken an die Wand mit den Fenstern. An der Wand rechts von ihm stand das Bett, an der Wand links waren diese Ketten angebracht und gegenüber war der Eingang zum Badezimmer und die verschlossene Eingangstür. ,,Schick." Dain seufzte und versuchte die Tür aufzumachen aber sie war offenbar fest verschlossen. ,,Wo Morgan jetzt wohl ist?" Dain seufzte wieder und legte sich auf ein Fell vor dem Kamin und begann zu dösen, und schlief schliesslich ein.
Der Diener brachte Morgan durch das große, helle Schloss. Schliesslich waren sie angekommen. Der junge Diener deutete auf eine schwere Eichentür. ,,Das sind die Gemächer der Herren und seines Leibdieners." Dann trat er zu der Tür die wenige Meter von der Eichentür entfernt war. ,,Hier ist dein Zimmer." Er öffnete die Tür zu einem Raum der ungefähl 5x5 Meter groß war und in dem ein Bett, ein Regal und ein Tisch standen und das ein großes, vergitterte Fenster hatte, das trotzdem genug Licht hineinliess. Der Diener deutete auf eine kleine Glocke die neben der Tür angbracht war. ,,Im Zimmer des Herren hängt eine dünne Kordel von der Decke neben dem Bett. Sie geht durch ein kleines Loch in der Tür auf den Gang heraus und geht durch ein kleines Loch in dieser Tür bis zu dieser Glocke hier. Wenn der Herr an seiner Kordel zieht, bimmelt die Glocke. Das heisst dann das du rüber musst weil er etwas braucht, ob er nun was zu essen will oder frisches Badewasser. Du bist dafür zuständig zu den entsprechenden Leuten zu gehen und den Auftrag weiter zu geben." ,,Aha..." Morgan nickte. ,,So, machs dir bequem und schlaf ein bisschen bis es Mittagessen gibt."
Jalal war mit der Besprechung fertig und ging in seine Gemächer. Der Sarazene schloss die Tür hinter sich ab und versteckte den Schlüssel, dann sah er sich nach Dain um. ,,Wie süß er schläft." Jalal trat zu Dain und stupste ihn an. Dain setzte sich sofort auf. ,,Du, schon wieder." ,,Schönes Zimmer." Jalal lächelte und bedachte die Ketten an der Wand mit einem liebevollen Blick. ,,Die Ketten gefallen mir ausserordentlich... Hmm..." Dain stand auf. ,,Dahinten ist auch ein Badezimmer." Jalal grinste Dain an. ,,Ich habe richtig Lust sie auszuprobieren..." Dain knurrte. ,,Und ich weiss auch schon an wem du sie ausprobieren willst. Du kannst mich mal kreuzweise!" Jalal nickte belustigt. ,,Stimmt, ein Bad wäre jetzt viel besser." Er trat zum Bett und zog an der Kordel. ,,Ich lasse heisses Wasser bringen." Wenige Augenblicke später pochte es leise an der Tür und Jalal öffnete. Morgan trat ein. ,,Huhu Dain! Ich hab dich irre vermisst! Was brauchst du Jalal?" Jalal grinste Morgan an. ,,Sag dem Koch das ich baden will, er soll heisses Wasser bringen." ,,Ok!" Morgan flitzte los. Wenig später kamen 7 Diener mit je einem Bottich kochendem Wasser und kippten sie in das kleine Becken. Dann gingen sie wieder und der Sarazene verschloss die Tür. Jalal zog sein Gewand aus und feuerte es neben die Tür. Dain drehte sich verlegen weg und bekam rosa Wangen. Jalal umarmte Dain von hinten und zog ihn an sich. ,,Komm mit." Dain liess sich mit ins Bad ziehen. Jalal zog den Vorhang vor und streckte eine Hand in das dampfende Wasser. ,,Perfekt." Jalal stieg ins Wasser und tauchte erst einmal unter und wusch sich den gröbsten Dreck ab. Dain stand immernoch im Raum und schaute Jalal zweifelnd an. ,,Worauf wartest du? Klamotten aus und rein ins Wasser!" Dain begann sich langsam auszuziehen und legte seine Kleidung auf eine Bank. ,,Ah... warte leg ein paar dieser Handtücher da hinten auch auf die Bank." Dain holte sofort die Tücher und legte sie ab. Dann trat er an das Wasser und streckte einen Zeh hinein und grummelte zweifelnd. ,,Hnnn..." Jalal lachte und zog ihn ins Wasser. Dain keuchte unter der Wärme auf. ,,Aaaaah!" Jalal schnappte sich die Seife und begann Dain sanft einzuseifen. Dain seufzte wohlig und schloss die Augen. //Hmmm... Wie das baden im Teich zuhause im Sommer.// Schliesslich waren sie beide den Dreck und Geruch des Kamelrittes los und Jalal zog Dain zu der steinernen Liege. Dann drängte er Dain darauf. Dain versuchte sich zu wehren aber Jalal drückte ihn schnell auf den warmen Stein. ,,Entspann dich. Ich will dich bloss etwas massieren." Dain gab die Gegenwehr auf und entspannte sich etwas. //Massieren. Das... geht. Das ist harmlos... das kann doch nicht verboten sein.// Jalal legte seine kräftigen, geschmeidigen Hände auf Dains Schultern und fing an sanft und zärtlich Knoten aus seinen Muskeln zu lösen und ihn zu entspannen.
Schliesslich hatte Jalal den jungen Dänen am ganzen Körper massiert. Dain richtete sich und streckte sich genüsslich. ,,Hnnn...." Jalal lächelte. ,,Das Wasser ist reichlich kühl geworden, komm mit." Jalal stieg aus dem Becken. Dain folgte ihm zögernd und ging dann schnell zu seinen Klamotten. Jalal hielt ihn zurück und trocknete ihn mit einem Handtuch ab, Dain wurde feuerrot als Jalal sein Glied abtrocknete und ihn dabei unbewusst leicht erregte. Jalal grinste erstaunt als sich Dains Erregung zeigte und Dain wurde noch röter und schnappte sich das Handtuch von Jalal und band es sich um die Hüften. Dann flitzte er aus dem Bad und setzte sich auf die Stufen vor dem großen Himmelbett. Jalal folgte ihm und zog ein großes Tuch an der Wand zur Seite. Dain blickte erstaunt auf. Dahinter stand ein Regal, allerlei Bücher standen da und auch ein paar Kleidungsstücke lagen ordentlich zusammengefaltet darauf. Jalal nahm ein Stück tiefdunkelroten Stoff von dem Haufen und warf es Dain zu. ,,Du kannst das anziehen wenn du willst." Dain fing das Kleidungsstück auf und entfaltete es. Er betrachtete es entsetzt. ,,NEIN! Sowas zieh ich nie und nimmer an! Kommt nicht in Frage!" Jalal zuckte die Achseln. ,,Na gut. Entweder das oder du läufst ohne etwas rum." Dain starrte ihn wütend an. ,,Das ist ein Rock!" Jalal schüttelte den Kopf. ,,Nein. Das ist kein Rock. Schau genauer hin." Dain betrachtete es skeptisch. ,,Also für mich ist das ein Rock." Jalal lachte leise und nahm Dain das Stück Stoff ab (Anm. Ich hab zuviel Dragon-geschichten gelesen... Da kommen diese geilen Klamotten auch immer vor... *jetzt wirklich verboten pervers grins* Stellt euch ungefähr vor das, das Ding so sitzt wie bei Fin Fisch, diesem kleinen Engel in "Kamikaze Kaito Jeanne"). ,,Zier dich nicht. Komm ich ziehs dir an, dann kannst du sehen das es dir steht." Dain wurde rot und stand langsam auf. ,,Ich bin doch keine Anziehpuppe!" Jalal lies sich auf ein Knie nieder und entfernte das Handtuch von Dains Hüften. Dann entfaltete er den Stoff völlig. Es sah tatsächlich auf wie ein Rock. Vorne ein ca. 20 cm breites Stoffstück das locker bis zu den Knöcheln runterfiel und ein identisches Stoffstück das den Hintern bedeckte das mit einer dünnen Silberkette über jede Hüfte mit dem Vorderen verbunden war. Jalal erhob sich und zog einen hübschen Wandteppisch beiseite und enthüllte einen großen Spiegel neben dem Badezimmereingang. Dain betrachtete sich zögerlich. ,,Hnnnn..." //Sieht ja nicht mal schlechts aus. Ausserdem ist es schön luftig. Aber... wenn das verrutscht kann man ja alles sehen!!!// Dain kreuzte die Arme über der nackten Brust und sah Jalal etwas verwirrt an. ,,Hast... Hast du nicht noch was für obenrum?" Jalal lachte und ging wieder zum Regal und zog ein Top und einen Stringtanga in der gleichen Farbe hervor und drückte sie Dain in die Hand. ,,Hier. Ich denke das meintest du?" Dain streifte das Top sofort über und zog auch schnell den Tanga an. Dann ging er zögerlich ein paar Schritte vor dem Spiegel auf und ab. ,,Hmmm..." Jalal sah ihn an wie ein Auto mit Licht. ,,Wow..." Der Sarazene betrachtete Dain weiter ausgiebig. ,,Scharf." Dain wurde feuerrot und zog den Vorhang vor den Spiegel. ,,Findest du?" ,,Oh, Ja..." Jalal grinste lüstern. Dain wurde noch röter und setzte sich wieder auf die Stufen und wusste nicht wohin mit den Händen. Jalal betrachtete ihn hingebungsvoll. //Ein Tatto würde ihm gut stehen. Ich könnte ihm mein Wappen auf den Hals tätowieren lassen. Dann wäre er als mein Besitz gekennzeichnet und ein kleiner Wolf würde ihm sicher gut stehen. Ja. Das werde ich machen.// Jalal lächelte geniessend. //Schon allein um die Angst in deinen Augen zu sehen, sweet pet, little cat.//
Jalal goss sich ein Glas Wein ein und trank genüsslich davon. //Ich werde gleich mal zu Kahib gehen und mit ihm die Ausführung besprechen.// Der Sarazenen lächelte hintergründig und drehte sich zu Dain um der immernoch auf den Stufen hockte. ,,Ich muss kurz noch mal weg, Bedzhaa. Ich bin bald wieder da." Jalal verliess den Raum und verriegelte die Tür von aussen. Dann schlenderte er durch das Schloss. Er war früher oft hier zu Besuch gewesen und wusste deshalb gut wo alles lag. Kurze Zeit später trat er in Kahib´s Zimmer, Kahib war ein Meister wenn es um überaus kunstvolle Tätowierungen ging. ,,Guten Tag, Herr. Was kann ich für euch tun?" Kahib sah ihn erwartungsvoll an. Der braun gebrannte Sarazene lächelte hintergründig. ,,Ich möchte Bedzhaa tätowieren lassen. Nichts großes, nur ganz fein mein Wappen. Ich will ihn als mein Eigentum kennzeichnen." ,,Gute Entscheidung. Wie soll es ausgeführt sein und wann soll ich es machen?" ,,Nun, es soll ein kleiner schwarzer Wolf auf seinem Hals sein. Ich muss dich warnen. Er wird sich dagegen wehren. Hast du ein Betäubungsmittel um ihn ruhig zu stellen da?" Kahib lächelte. ,,Natürlich. Es würde ihn für eine halbe Stunde völlig lähmen und bewegungsunfähig machen. Wenn ihr es wünscht kann es sofort geschehen." Jalal nickte. ,,Gerne." Kahib nahm eine Tasche mit seinem Handwerkszeug.
Kahib drückte Jalal eine feine Nadel in die Hand. ,,Stich ihn damit." Jalal nickte zufrieden. ,,Wenn deine Arbeit gut ist wirst du großzügig entlohnt." Jalal und Kahib betraten den Raum. Dain starrte sie an und ahnte übles. ,,Was...?" Jalal trat auf ihn zu. Dain versuchte sofort zu fliehen aber Jalal packte ihn am Arm und stach die Nadel tief hinein. ,,AAAAAH!" Dain riss sich los und zog die Nadel aus seinem Arm und warf sie nach Jalal der sie lachend aus der Luft fing. Dann schwankte Dain und brach in Jalals Armen zusammen, Jalal hob Dain auf seine Arme und legte ihn auf das Bett. Dain versuchte verzweifelt sich zu bewegen aber das Gift lähmte seinen Körper und schliesslich konnte er nur noch atmen und die Augen bewegen. Jalal lachte und trat zu ihm. ,,Das ist wirklich fabelhaft, Kahib." Dann setzte der Sarazene sich und streichelte Dain über die Wange. Kahib packte seine Farben und Nadeln aus und legte sich ordentlich auf das Bett. Dann entblösste er Dains Hals. ,,Wie wollt ihr es haben Herr? Soll er es fühlen oder wünscht ihr eine Betäubung? Wie groß soll es sein?" Dain wimmerte erschrocken und riss die Augen auf. //O, Gott! Was macht Jalal da?!// Jalal lächelte und zeigte Kahib auf Dains Hals die Größe an. ,,Er soll auf den Hinterbeinen sitzen, ungefähr 4cm hoch und 2cm breit sein und offenbar den Mond - der aber nicht zu sehen ist - anheulen." Kahib nickte. ,,Das ist einfach, soll ich auch das Fell zeichnen?" Jalal nickte ,,Das wäre hübsch. Nehmt schwarze Farbe und betäubt ihn." Kahib nickte und stach eine Nadel in Dains Hals. Dain keuchte auf und wimmerte angstvoll, als er spürte wie sich Taubheit von der Einstichstelle auf der rechten Seite seines Hals aus verteilte.