Titel

Titel: Dein Wunsch mein Engel
Teil: 2
Autor: Lunaire
E-Mail: LunaireSecret@aol.com
Genre:  Reale Welt
Bewertung: PG:16
Warnung: Rape
Inhalt: Schlimme Vergangenheit führt zu schlimmen Vergehen, damaliger Schmerz wird durch Schmerz gelindert, um auf ein Ziel zu greifen, das Verstehende zu nutzen, moralisches Vergehen zu bestrafen.

 

 

Dein Wunsch mein Engel

 

Irland 1875

 

2 Wochen ist er jetzt hier, haben sie ihn nicht berührt, bis auf diese Nacht, letzte Nacht, wo er Sex hatte. Mit 5 Jungen, die ihn gestreichelt, geküsst, gebissen, geleckt, zum Höhepunkt gebracht haben.

 

Jungs...

 

In einem Jungeninternat.

 

8:00 Uhr morgens.

 

Kurz vor dem Essen im Waschraum:

 

Plätschernde Geräusche vom Händewaschen ertönen, viele im Moment unbenutzte Waschbecken, blaue Wände, Handtuchhalter, Duschen mit blauen Vorhängen, 2 Fenster, ein weißer Kachelboden.

 

Lässige Schritte, zielgerichtet auf den zu Betrachtenden, der über dem Waschbecken gebeugt, in seiner noblen Uniform, sich die Hände säubert, werden lauter. Kurz vor ihm bleiben sie stehen.

 

Sein Spiegelbild ist übermüdet, blass, hinter ihm ein grinsendes Gesicht, das ihn anzüglich betrachtet.

 

„Morgen Dorian. Gut geschlafen letzte Nacht? Also ich außerordentlich gut!“

 

Keine Reaktion vom Angesprochenen, Benny nicht betrachtend nimmt er das Handtuch und trocknet sich ab.

 

Die eine Hand des anderen greifend, führt Benny sie zu seinem Mund, küsst sie sanft. Sofort wird sie weggezogen, zum Gehen geneigt, wird Dorian überrascht gepackt und in eine Ecke des Waschraumes gedrückt.

 

„Was hast du denn, Dorian?“

 

Küsse überschütten sein Gesicht, seine Wangen, seine Stirn, Nase und Mund, hauchzart. Hände wandern zu seinem Po, drücken ihn an den anderen Körper. Die Arme vor die Brust angewinkelt, versucht Dorian, sich zu befreien.

 

Leises Lachen ist von dem Braunhaarigen, der nur einen halben Kopf größer ist, zu vernehmen. Grinsend saugt er sich an Dorians Hals fest, reibt sich geschickt an ihm.

 

„Das ist doch schön, oder?“

 

Keuchend wendet sich dieser ab, die Augen schließend, den stechend blauen Augen zu entkommen versuchend, die ihn so durchdringlich ansehen.

 

Eine Hand reißt Benny weg, schallend fegt ihn eine Ohrfeige an die Wand. Sich nur mühsam aufstützend sieht er zum Größeren.

 

„Luka!“

 

Erschrocken sieht er den Blonden an, die Zähne knirschend.

 

„Benny, Benny, du kannst dich aber auch nicht benehmen!“ Tadelnd und drohend zugleich sieht Luka zu dem Braunhaarigen, dann zu Dorian, der das Ganze mitangesehen hat, verblüfft und erleichtert, das Benny von ihm abgelassen hat.

 

 Fies grinsend wendet sich Luka wieder Benny zu.

 

„Du magst den Kleinen wohl! Aber da hast du Pech gehabt, der gehört mir, verstanden?“

 

Seine Stimme einen gefährlichen Unterton annehmend, blickt er Benny durchdringend an, geht dann zu Dorian, zieht ihn zu sich.

 

Das Spiel fängt von neuem an, aufreizend reibt sich Luka an ihm, nimmt seinen Mund in Besitz, dabei immer auf Benny achtend, der mit missbilligtem Gesicht dem Schauspiel zusieht.

 

„Schade, das wir nicht so viel Zeit haben, Süßer.“

 

Dorians Hose wird geöffnet, der Penis in die Hand genommen. Der Zungenkuss verhindert Protest, reibende Bewegungen lassen den Körper erzittern.

 

Benny, sich inzwischen selbst streichelnd, unterdrückt ein Stöhnen, würde er doch gerne an Lukas Stelle sein.

 

Auch dessen Hose wird geöffnet, nacktes Fleisch aneinander gedrückt. Luka, seine Hände fest in den Po von Dorian grabend, um die Reibung zu erhöhen, dreht sich zu Benny, einen gewinnenden Zug um die Lippen.

 

Sich selber schneller befriedigend, blickt dieser zum Schritt der beiden, sich auf die Lippe beißend.

 

„Na Benny, macht dich das an?!“ Dorians Wange leckend beobachtet Luka, wie er es sich macht, sieht förmlich die Wut und Lüsternheit in Bennys Augen.

 

Er wendet sich dem Hals seines Gegenübers zu, den angefangenen Knutschfleck vergrößernd, seine pochende Erektion stimulierend.

 

Keuchend und mitgenommen sieht Dorian zu Benny, der ihn anguckt, sich über die Lippen leckt, die Geschwindigkeit erhöhend, um dann sein Glied fest zuzudrücken und heftig zu kommen, Dorian weiter mit gierigen Blicken verschlingend.

 

Fest umschlungen kommt er schließlich, den Mund geöffnet, der ihm ein Stöhnen entlockt, Bennys Blick im Nacken.

 

Auch Luka ergießt sich, dabei Dorian hart küssend, mit seiner Zunge die seines Spielzeuges umkreisend, dessen Mund tief in Besitz nehmend.

 

Nasse Hosen werden gesäubert, verräterische Spuren entfernt.

 

„Wir sollten langsam Frühstücken gehen, bevor wie mal wieder Anschiss bekommen!“

 

Luka zieht Dorian mit sich, die Treppen zum Essenssaal runter, einen wütenden Benny hinter sich lassend.

 

Das Essen schmeckt nicht, langsam kauend und den Kopf gesenkt, muss Dorian die neugierigen Blicke erdulden, die ihm wie Glassplitter vorkommen, sich tief in sein Fleisch bohrend.

 

Neben Luka sitzend, der seine neuste Errungenschaft präsentiert, ihn am Bein streichelt, versucht Dorian sich mit Tee abzulenken, die heiße Flüssigkeit runterwürgend, sich fast verbrennend, um dem Nachgeschmack von diesen Küssen zu vermindern.

 

Umkreist von seinen Peinigern, versucht Dorian sich nichts anmerken zu lassen, so natürlich wie möglich Das geschehene zu vergessen, sich keinerlei Fehler zu erlauben.

 

Der Saal ist ruhig, Aufsehen vermeidend, und doch herrscht eine gespannte Ladung in der Luft.

 

Heiseres Flüstern, gefolgt von Kichern, Ungläubigkeit, Neid, um den Blonden mit den schulterblätterlangen Haaren.

 

Der Neue, wunderschön, etwas schüchtern, der so vieles mit sich machen lässt, neben Luka, einer der ältesten und angesehensten, reichsten Schüler im Internat.

 

Keiner würde sich ihm in den Weg stellen, er hat das sagen, Ungehorsamkeit wird bestraft.

 

„Stimmt das?“

„Ja gestern um 22:00Uhr!“

„Wah, der ist ja auch niedlich!“

„Und wer noch?“

„Na seine Truppe, fast alle aus dem Gang!“

„Echt? Da hätte ich gerne mitgemacht.“

„Hat Luka also ein neues Spielzeug, oder wie? Was ist mit dem anderen?“

„Der ist doch abgehauen, seine Alte hat ihn in ein anderes Internat gesteckt!“

„Na ja, der Neue, wie heißt er, Dorian? Jedenfalls ist der viel hübscher!“

„Luka hätte den für Dorian sowieso sitzen lassen.“

„Hat ihr schon gehört, Benny soll ja eifersüchtig sein!“

„Was echt? Und was hat Luka gemacht?“

„Ihn erst mal in seine Schranken gewiesen, heute morgen im Waschraum!“

„Das glaubst du doch selber nicht!“

„Doch, ich habe es auch gehört. Das gibt bestimmt noch Zoff!“

„Der legt sich mit ihm bestimmt nicht an, seine Anhänger laufen ihm doch fast wie Schoßhündchen hinterher!“

„Nicht so laut!“

 

Getuschel an allen Tischen, laufende Gerüchte, Neuigkeiten werden ausgetauscht.

 

Desinteressiert, seinen Tee weiter trinkend, bemüht Dorian sich, aus der Realität zu fliehen, die Hand vergessend, die wie selbstverständlich auf seinen Schoß liegt.

 

Bald ist er 16, kann seinem Engel ihren Wunsch erfüllen, die, die immer für ihn da war, von allen geliebt, bis zum Tot.

 

Die, die so viel Leid ertragen musste, und doch so viel Kraft hatte, fast sein Ebenbild.

 

Sie war ihm der liebste Mensch auf Erden, ihr Verschwinden ließ ihn bluten.

 

Vorbestimmt auf Verderb und Leid, beschützend und doch nicht helfend, hat er sie gewarnt sich zu wehren, der Grausamkeit ein Ende zu setzen. Jetzt ist sie tot...

 

Seine Gedanken und Gefühle gelten ihr allein, alles andere ist unwichtig, bis er sie in Frieden ruhen lassen kann.

 

Hochgeschreckt vom plötzlichen Ruck neben ihm, dreht Dorian sich zur Seite, den stehenden Luka im Blickfeld.

 

„Komm, der Unterricht beginnt gleich, oder habe ich dich bei was bestimmten gestört?“

 

Der höhnische Unterton ist nicht zu überhören, andere Schüler drehen sich zu dem Geschehen um.

 

Na ja, vielleicht hat er über die letzte Nacht gegrübelt, war ja ganz interessant!“

 

Lasse, sich den Spaß nicht nehmend, Dorian zu provozieren, gibt den anscheinenden Gerüchten den Anlauf, sich in weitergehende Diskussionen auszuprägen.

 

Gelächter und Entsetzen, Neid und Bewunderung herrscht im Essenssaal.

 

Nichts erwidernd schiebt er seinen Stuhl an den Tisch, den undefinierbaren Gesichtsausdruck von Benny Nichtachtung schenkend, der sich seit einer Weile dazugesellt hatte und ihm gegenüber saß, mit Luka den Raum verlassend.

 

Unwichtig...

 

Der Unterricht ist Unwohlsein und Erleichterung zugleich.

 

Sind doch fast alle von Lukas Bande älter, nicht in seiner Klasse.

 

Ausgerechnet Benny muss mit ihm in einer Klasse sein, der, der sich anscheinend besonders gerne, außer Luka, an ihm vergeht, grade mal ein halbes Jahr älter ist, als er selbst.

 

Das Getuschel nimmt seinen Lauf, ist er nicht mal hier vor seinen Erinnerungen sicher, werden sie doch sogleich aufs neue Hochgeholt.

 

Egal, ist er doch erst seit 2 Wochen hier, umgangen von seinen Eltern, seinem Vater, Vater...ein absurdes Wort.

 

Bevor er hier war, wurde er auch gedemütigt. In einem anderen Internat, in einer anderen Klassenstufe, sich unterscheidend von alle dem, was hier ist, und doch so gleich.

 

Gelernt es zu verdrängen, schlimme Sachen, die unmoralisch, nicht dem sozialen Verhalten entsprechend sind, wo er doch eine so gute Erziehung hat.

 

Hat er das?

 

Nein, in diesem Schein aus Liebe und Fürsorglichkeit ist seine innere Welt zertrümmert worden, von unmoralischem Verlangen, Besitz, nicht erwiderter Liebe geprägt.

 

Sein Engel, das schlimmste Opfer, blutig, beschmutzt, unrein, aber von solcher Liebe für ihn, die auf Gegenliebe stößt, moralische Gegenliebe, wie man jemanden besonders mag, ihm nichts Böses will, und dann auf so schreckliche Weise enttäuscht wird, wird immer in seinen Gedanken sein, in seinem Blut, schmutzig und rein.

 

Gedanken drehen sich, die Welt bleibt stehen.

 

Übelkeit und erhitzte Haut mischen sich mit Atemnot, dem Druck der Wirklichkeit, der Vergangenheit, dem schrecklichsten allem Erlebtem nicht standhaltend, sinkt Dorian auf den Boden.

 

Ruhe, nur für einen Moment, ein paar Minuten des Freiseins, Erleichterung im bewusstlosen Zustand, als alles herauszuschreiben.

 

 

 

Ende Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

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